DE4127C - Maschine zur Herstellung von Metallknöpfen aus Rundstäben - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Metallknöpfen aus RundstäbenInfo
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- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
Description
1878.
Klasse 49.
ZIPPMANN, FURTHMANN & FUNCKE in DÜSSELDORF. Maschine zur Herstellung von Metaliknöpfen aus Rundstäben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1878 ab.
Diese Maschine bezweckt die Herstellung von Metallknöpfen, wie sie zu den mannichfachsten
Indüstrieerzeugnissen gebraucht werden, aus rund gewalzten Stäben in allen beliebigen
Formen und Durchmessern.
Wie die beiliegende Zeichnung veranschaulicht, besteht die Maschine aus dem auf zwei
Füfsen A gelagerten Langbette B, an welches
das Querbett B1 für den Support angegossen ist, dem Spindelstock mit der Spindel C und
dem Spannkopf D, welcher gleichzeitig als Betriebsscheibe dient, der Losscheibe E, dem
Support bezw. Werkzeughalter F, einem Leitwinkel G für den zu bearbeitenden Rundstab H
und dem über der Spindel gelagerten Mechanismus zum Losspannen des Arbeitsstückes.
Der zu bearbeitende Stab H, welcher eine Stärke gleich dem gröfsten Durchmesser des
herzustellenden Knopfes hat, wird durch die hohle Spindel C gesteckt bis gegen einen Ansatz
des Leitwinkels G, welcher nach der Länge der zu fertigenden Knöpfe eingestellt werden
kann.
Wird nun die Maschine durch den Riemen in Betrieb gesetzt, so wird das Arbeitsstück im
Spannkopfe gleichzeitig festgespannt und so lange festgehalten, als der Riemen auf dem
vorderen Kopfe D läuft. Wie die vergröfserte Zeichnung des Spannmechanismus ersehen läfst,
ist die durchbohrte Spindel C an ihrem vorderen Ende mit einem angeschweifsten Kopfe C1 versehen,
welcher zur Aufnahme der Spannbacken eingeschlitzt ist. Um diesen Kopf C1 legt sich,
prismatisch geführt, eine Scheere /, die an ihrer einen Querseite mit dem Kopfe C1 durch
eine Schraube K verbunden ist, welche von aufsen durch eine Oeffnung des Kranzes bedient
werden kann.
Die Schraube K trägt an ihrem oberen Ende den einen Klemmbacken Z, hat im Kopfe C1
Rechts- und in der Scheere / doppelgängiges Linksgewinde, so dafs durch Drehung diese
Schraube die beiden Spannbacken immer genau centrisch zum Mittelpunkte der Spindel C eingestellt
werden können, der Kopf also geschickt gemacht ist, jeden Draht von beliebigem Durchmesser
festhalten zu können. Der andere Spannbacken L1 ist mit der Scheere / durch die
Schraube M verbunden und so viel verstellbar): als zum Durchschieben des Arbeitsdrahtes erforderlich
ist.
Auf der Verbindungsschraube M zwischen diesem Scheerenkopfe und dem Spannbacken Z1
ist in einem Schlitz des Spindelkopfes C1 ein
Kegelzahnrad JV" eingeschaltet, welches einerseits mit einem Zahnkränze der Arbeitsriemscheibe
D und andererseits mit einem solchen auf der Losscheibe E in Eingriff steht. Die
Drehungsrichtung der Scheibe D entspricht dem Festspannen des Arbeitsstückes, letzteres wird
also losgespannt, sobald der Riemen auf die Losscheibe E gebracht wird, und zur Ueberwindung
der beim Festspannen etwa eingetretenen Klemmung dient eine mit dem Riemenausrücker
verbundene federnde Bremse O, welche sich gegen die vordere Fläche der Antriebscheibe
D anlegt.
- Ist das Arbeitsstück centrirt und festgespannt, so hat es gleichzeitig genaue Führung und auch
Widerlager in dem auf dem Querbette verstellbaren Leitwinkel G, welcher mit einem in der
Höhenrichtung verstellbaren Gufsstahlwinkel P armirt ist, und durch diese doppelte Stellbarkeit
ist der Leitwinkel ebenfalls allen Drahtdurchmessern anzupassen.
Der auf dem vorderen Theile des Querbettes B1 prismatisch geführte Werkzeughalter F,
in welchem das mit der gewünschten Profilirung versehene' Werkzeug (Schneidmesser, als halber
Cylinder geformt) vertical und horizontal anstellbar ist, wird durch einen Gewichtshebel R
immer vom Arbeitsstücke abgedrückt, und der Rückschub ist durch eine unter dem Hebel angebrachte
Stellschraube regulirbar.
Der Werkzeughalter hat unten zwei angegossene Knaggen, welche eine Spindel T aufnehmen,
die in dem einen Knaggen eingeschraubt ist, während der andere als Führung
dient. Die Spindel T legt sich mit ihrem vorderen Ende gegen die den Vorschub des
Werkzeugs besorgende Schnecke U, deren Steigung etwas gröfser als der zu bearbeitende
Drahthalbmesser ist. Diese Schnecke U ist mittelst Schnurscheibe, Schraube und Schraubenrad mit der Antriebspindel C in Verbindung gesetzt,
aufserdem ist sie für den Losgang der Spindel mit ememAEinsehnitt versehen, welcher
ein weiteres Zurückgehen des Supports beim Einspannen des Werkstückes bedingt.
Folgen wir der Arbeit der Maschine, so ergiebt sich eine gleichzeitige Bewegung des Werkstückes
mit dem selbstthätigen Vorschübe des Werkzeuges. Ist das Werkzeug um die halbe
Drahtstärke vorgeschoben, der Knopf also fertig geformt und abgeschnitten, so ist auch der
höchste Punkt der Schnecke U an dem Druckstift T angelangt; bei weiterer Drehung schnellt
letzterer in die eben erwähnte Vertiefung von U, und der Stahl Q ist vom Werkstücke zurückgeschoben.
In derselben Zeit ist aber auch der Hebel V, welcher sich vorn auf der
Schneckenradaxe befindet, mit gedreht worden, hat den Hebel W, mit dem er verbunden ist,
ebenfalls mit gedreht und hierdurch den Fallenhebel X, der mit dem Gegengewicht Y auf der
gemeinsamen Axe Z festgekeilt ist, soweit gehoben, dafs Y sich in verticaler Stellung befindet
und jetzt dessen Schwere zur Wirkung gelangt, wodurch der Hebel X nach der anderen
Richtung herumgeworfen wird. Der Stift α im Hebel X verschiebt dabei den Riemenausrücker
soweit, bis er selbst wieder einen Halt auf seinem Lagerträger findet. Durch diese Bewegung
ist aber der Riemen von der Antriebauf die Losscheibe gekommen und hierdurch das zu bearbeitende Stück losgelassen worden,
so dafs es weiter durchgesteckt werden kann. Gleichzeitig ist dann der Riemen auch auf die
Riemscheibe b gekommen, und hierdurch wird das Triebrad c und das Rad d in Bewegung
gesetzt, wodurch dann bei fortschreitender Bewegung der Stift e des Rades d unter den
Stift f des Fallenhebels X gelangt und die Axe Z so lange dreht, bis das Gegengewicht Y wieder
in Wirksamkeit tritt und den Riemen auf die Antriebscheibe bringt, worauf die Bearbeitung
eines neuen Knopfes folgt.
Der Hebel V besitzt eine halb geschlitzte Nabe, und in diesen Schlitz greift der Mitnehmerstift.
Ist der Hebel in seiner oberen verticalen Lage angekommen, so fallt er durch seine
eigene Schwere bis in seine untere Verticalstellung und zieht den Hebel W in dieselbe
Stellung; letzterer Hebel ist hierdurch der Falle X bedeutend vorausgeeilt. Damit der Stift / der
Hebelfalle X beim Zurückfallen nicht wieder mit dem Stifte e des Rades d zusammenstofse,
ist letzteres mit einem Gegengewichte versehen, durch welches das Rad noch etwas weiter gedreht
wird, so dafs die vorerwähnten Stifte erst nach Wiederinbetriebsetzung des Vorgeleges
wieder in Eingriff kommen.
Der Stift α des Hebels X, welcher einen Hub
gleich der doppelten Riemenverschiebung hat, bewegt sich in einem Bügel der Ausrückstange,
welcher dem Stift einen todten Gang gleich der Riemenverschiebung gestattet, wodurch erreicht
wird, dafs der Riemen lediglich durch die Wirkung des Gegengewichtes Y von der einen
Scheibe auf die andere geschoben wird, während in der Zeit, welche zum Betriebe des Umsteuermechanismus
erforderlich ist, der Arbeit kein Eintrag geschieht, da der Riemen sich während dieses Zeitraumes entweder vollständig auf der
Antrieb- oder auf der Losscheibe befindet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die durch den Betriebsriemen bewerkstelligte Fest- und Losspannung des zu bearbeitenden Stückes, die Eigenthümlichkeiten der Ein- und Ausrückung des Antriebriemens, verbunden mit der selbstthätigen Rück- und Vorwärtsbewegung des Werkzeughalters der vorbeschriebenen Maschine zur Herstellung von Metallknöpfen in jeder Form und für jeden beliebigen Durchmesser.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4127C true DE4127C (de) |
Family
ID=282945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4127D Active DE4127C (de) | Maschine zur Herstellung von Metallknöpfen aus Rundstäben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4127C (de) |
-
0
- DE DENDAT4127D patent/DE4127C/de active Active
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