DE412336C - Verfahren zur Darstellung von Kohlensaeureestern des Cyclohexanols und des Methylcyclohexanols - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kohlensaeureestern des Cyclohexanols und des Methylcyclohexanols

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DE412336C
DE412336C DEM81628D DEM0081628D DE412336C DE 412336 C DE412336 C DE 412336C DE M81628 D DEM81628 D DE M81628D DE M0081628 D DEM0081628 D DE M0081628D DE 412336 C DE412336 C DE 412336C
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DE
Germany
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cyclohexanol
acid esters
methylcyclohexanol
carbonic acid
preparation
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Expired
Application number
DEM81628D
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English (en)
Inventor
Dr Otto Wolfes
Dr Amadeus Duetzmann
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Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Kohlensäureestern des Cyclohexanols und des methylcyclohexanols. %ohlensäureester aliphatischer und aromatischer sowie hydroaromatischer Alkohole sind bereits bekannt (vgl. Patente 58129, 118566, 117625, 251805, 254471 und 282134) Kohlensäureester des Hexahydrophenols und seines Methylderivates sind jedoch noch nicht dargestellt worden. Der Grund liegt wohl darin, (laß diese beiden Substanzen leichter wie z. B. Menthol, Borneole usw. bei Einwirkung von Säuren, mehr noch von Säurechloriden und überhaupt wasserentziehenden Mitteln Wasser abspalten und daß dadurch in der Hauptsache Tetrahydrobenzole entstehen.
  • Behandelt man Cyclohexanol, wie z. B. C arvacrol, mit in Benzol gelösten Phosgen bei r50° im Druckgefäß, so erhält man tatsächlich fast ausschließlich Tetrahydrobenzol.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man die Kohlensäureester des Cylohexanols und Methylcyclohexanols in guter Ausbeute nur dann erhält, wenn man auf letztere Phosgen oder Polyphosgen entweder in Gegenwart tertiärer Basen in der Kälte oder in Gegenwart schwacher Alkalien in der Hitze und unter Vermeidung eines Überschusses von Phosgen bzw. von bei der Reaktion entstehender Säure einwirken läßt.
  • Die bis jetzt bekannten Kohlensäureester der hydroaromatischen Reihe sind nur zu arzneilichen Zwecken verwendet worden. Anderseits haben andere Säureester von Cyclohexanolen, ivie z. B. Acetate, Formiate, Benzoate, bereits technische Anwendung, z. B. als Lösungsmittel in der Kautschukindustrie, gefunden (vgl. C. 1921, IV, 5i9 und Patent 351688 und 3q.9905). Die neuen Kohlensäureester sollen in der- Film- und Ledertechnik Verwendung finden. Beispiele. i. aoo Gewichtsteile technisches Cyclohexanol werden mit 16o g Pyridin gemischt und unter Eiskühlung mit 52o Raumteilen einer 20prozentigen Phosgenbenzollösung tropfenweise versetzt. Nach mehrstündigem Stehen bei Zimmertemperatur wird von dem auskristallisierten Pyridinchlorhydrat abgesaugt, mit Benzol nachgewaschen und nach dem Ausschütteln mit etwas sehr verdünnter Salzsäure, um noch Reste von Pyridin zu entfernen, getrocknet und nach dem Abdestillieren des Benzols im Vacuum des Carbonat destilliert, welches in der Vorlage sogleich kristallisiert. Schmelzpunkt 4ß,5 ° (aus 80prozentigem Alkohol umkristallisiert). Siedepunkt bei io mm Druck 149 bis i50°.
  • 2. Iq.o Gewichtsteile technisches Methylcyclohexanol werden mit ioo Gewichtsteilen kristallisierter, gepulverter Soda vermischt und unter guter Kühlung 50o Raumteile 20-prozentige Phosgenbenzollösung zugesetzt. Sobald nach längerem Stehen und häufigem Umrühren der Geruch nach Phosgen verschwunden ist, wird die Flüssigkeit von der Soda dekantiert und nochmals 1q.o Gewichtsteile techn. Methylcyclohexanol und ioo Gewichtsteile techn. Magnesiumoxyd nebst einigen Tropfen Pyridin als Katalysator zugegeben. Dann wird das Ganze so lange gekocht, bis die Flüssigkeit zu einem dicken Brei erstarrt ist. Die überschüssige Magnesia wird mit verdünnter Salzsäure entfernt und wie bei Beispiel I aufgearbeitet. Dicke ölige Flüssigkeit (Viskositätsgrad 1,7 bei 50°) vom Siedepunkt 16o bis I70°.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Kohlensäureestern des Cyclohexanols und des Methylcyclohexanols, dadurch gekennzeichnet, daß man Phosgen oder Polyphosgen entweder in Gegenwart tertiärer Basen in der Kälte oder in Gegenwart schwacher Alkalien in der Hitze und unter Vermeidung eines Überschusses von Phosgen bzw. von bei der Reaktion entstehender Säure auf Cyclohexanol bzw. Methylcvclohexanol einwirken läßt.
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