DE752571C - Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Guajacols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Guajacols

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DE752571C
DE752571C DEK150623D DEK0150623D DE752571C DE 752571 C DE752571 C DE 752571C DE K150623 D DEK150623 D DE K150623D DE K0150623 D DEK0150623 D DE K0150623D DE 752571 C DE752571 C DE 752571C
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guaiacol
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DEK150623D
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Hans Paul Dr Kaufmann
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/18Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas
    • C07C273/1854Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas by reactions not involving the formation of the N-C(O)-N- moiety
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/44Oxygen and nitrogen or sulfur and nitrogen atoms
    • C07D231/46Oxygen atom in position 3 or 5 and nitrogen atom in position 4
    • C07D231/50Acylated on said nitrogen atom

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Description

  • Verfahren. zur Herstellung von Verbindungen des Guajacols Guajacol wird häufig gemeinsam mit solchen Heilmitteln angewandt, die beruhigend und temperaturherabsetzend wirken. Da die Temperaturherabsetzung häufig durch die Abtötung von Erregern erreicht wird, kommen für den genannten Zweck auch Antiseptica in Frage. Nun bedeuten der schlechteGeschmack und Geruch des Guajacols und auch teilweise der zuletzt genannten Stoffe eine Erschwerung seiner Anwendung in der Therapie. In manchen Fällen ist es auch erwünscht, das flüssige Guajacol mit festen Arzneistoffen zusämmenzugeben, beispielsweise bei der Herstellung von Tabletten des jeweiligen Gemisches.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu weitgehend geruch- und geschmacklosen. Arzneimitteln gelangen kann, wenn man das Guajacol zunächst in Guajacolkohlensäurechlorid überführt und dieses mit Arzneimitteln der eingangs genannten Art zur Umsetzung bringt, die eine Aminogruppe enthalten. Ein Beruhigungsmittel dieser Art ist z. B. der Bromdiäthylacetylharnstoff. Ein Gemisch desselben mit Guajacol läßt sich nicht tablettieren und stellt eine unbequeme Arzneiform vor. Die Herstellung von Lösungen, die beide Arzneimittel enthalten, wird durch die geringe Löslichkeit des Narkotikums erschwert. Führt man aber das Guajacol in das Guajacolkohlensäurechlorid über und setzt dieses mit Bromdiäthylacetylharnstoff um, so entsteht ein geschmackloser, einheitlicher Ester und infolgedessen gut anwendbarer Arzneistoff.
  • Weitere Beispiele sedativ bzw. antipyretisch wirkender Komponenten der eingangs genannten Art sind Amino-Verbindungen der Pyrazolonreihe und Phenetidine. Die sich abspielende Umsetzung soll an folgenden Beispielen gezeigt werden: Bei der Überführung des Guajacols in das Guajacolkohlensäurechlorid, die zweckmäßig bei Gegenwart von Chinolin mit Hilfe von Phosgen erfolgt, kann auf die Isolierung des Säurechlorids, verzichtet werden. Es ist vielmehr auch möglich, das Reaktionsprodukt sofort mit den jeweils zur Anwendung kommenden Arzneimitteln umzusetzen, zumal es. das die Abspaltung der Salzsäure befördernde basische Lösungsmittel bereits enthält.
  • Es ist bekannt, durch Erhitzen von. Isocyanaten mit Guajacol Carbaminsäureester des letzteren darzustellen (Chem. Zentralblatt 1924, 1I, S.2838, Absatz 3). Da die Isocyanate der in Frage kommenden Heilmittel nur schwer und auf umständlichem Wege darstellbar sind, bedeutet das Verfahren der vorliegenden Erfindung einen wesentlichen Fortschritt. Auch ist die Verwendung der Isocyanate nicht allgemein durchführbar; es gelingt z. B. nicht, den in dem nachstehenden Beispiel 1 genannten Stoff auf diesem Wege darzustellen. Weiterhin bedeutet die Beseitigung des Geschmacks und Geruchs des Guajacols, aber auch gegebenenfalls der Begleitstoffs in den Arzneistoffen einen technischen Fortschritt.
  • Beispiele 1. Nach Überführung des Guajacols in das Guajacolkohlensäurechlorid werden 2 Teile desselben mit 3,6 Teilen Bromdiäthylacetylharnstoff in Pyridinlösung unter Kühlung zusammengegeben. Die sofort erstarrende Masse wird mit verdünnter Salzsäure behandelt, worauf sich das Kupplungsprodukt in fester Form abscheidet. Aus verdünntem Alkohol umkristallisiert, schmilzt es bei 105 bis 107' und ist geruch- und geschmacklos. Ausbeute: 8o o/o der Theorie.
  • 2. 4,7 Teile Guajacolkohlensäurechlorid werden mit dem dreifachen Volumen Benzol verdünnt und nach und nach in 7 Teile frisch destilliertes. p-Phenetidin eingetragen. Die Reaktion läßt man auf dem Wasserbad zu Ende gehen, destilliert das Lösungsmittel ab und suspendiert den Rückstand in Wasser. Der zurückbleibende Stoff wird abgenutscht, .mit Wasser gewaschen und aus Alkohol umkristallisiert. Er stellt in einer Ausbeute von etwa 85% das bei 145° schmelzende Guajacolkohlensäure-(p-äthoxyphenyl)-amid dar, das nahezu geruch- und geschmacklos ist.
  • 3. 2 Teile Guajacolkohlensäurechlorid bringt man mit 2 Teilen 1-Phenyl-2, 3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolon in Pyridin unter guter Kühlung zur Reaktion. Nach Waschen mit Wasser und Kristallisieren aus. verdünntem Alkohol schmilzt das mit 6o % der theoretischen Ausbeute erhältliche Kupplungsprodukt bei 18o bis 181°. Es ist geruchlos und geschmacklos. 4. 4 Teile Guajacolkohlensäurechlorid läßt man in eine gekühlte Lösung von 3 Teilen ß-Naphthylamin in 5 Teilen Pyridin langsam eintropfen. Nach -einigen Stunden versetzt man mit Eiswasser, saugt ab, wäscht den Rückstand mit verdünnter Essigsäure und kristallisiert aus verdünntem Methylalkohol um. Ausbeute etwa 701/o der Theorie. Der nahezu geruch- und geschmacklose ß-Naphthylcarbaminsäureguajacolester schmilzt bei 94°.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von geschmack- und geruchlosen Verbindungen aus Guajacol, dadurch gekennzeichnet, daß man Guajacol in bekannter Weise in Guajacolkohlensäurechlorid überführt und, vorzugsweise bei Gegenwart säurebindender Stoffe, mit sedativen und temperaturherabsetzenden bzw. desinfizierenden Heilmitteln, die eine freie Aminogruppe enthalten, zur Umsetzung bringt.
  2. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 496 647; Chemisches Zentralblatt, 1930, T, S.2895, Abs. 3; 1937, 1I, S. 231 letzter Absatz; 1924, 11, S. 2838, Abs.
  3. 3; Beilstein, »Handbuch der 'organischen Chemie«,
  4. 4. Auflage, Ergänzungsband 1, S. 313, Abs. 2.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE496647C (de) * 1928-11-16 1930-04-28 Hoffmann La Roche & Co Akt Ges Verfahren zur Darstellung von Derivaten der I-Phenylpyrazolone

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE496647C (de) * 1928-11-16 1930-04-28 Hoffmann La Roche & Co Akt Ges Verfahren zur Darstellung von Derivaten der I-Phenylpyrazolone

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