DE410052C - Verfahren der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen Gases - Google Patents
Verfahren der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen GasesInfo
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- DE410052C DE410052C DEY424D DEY0000424D DE410052C DE 410052 C DE410052 C DE 410052C DE Y424 D DEY424 D DE Y424D DE Y0000424 D DEY0000424 D DE Y0000424D DE 410052 C DE410052 C DE 410052C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B1/00—Retorts
- C10B1/10—Rotary retorts
Landscapes
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- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
- Verfahren der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und. eines hochwertigen Gases. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und weitere Ausbildung des Verfahrens der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen Gases gemäß Patent 408111. Der im Hauptpatent beschriebene Drehrohrofen bildet ein einfaches Rohr, so daß die Übertragung der Wärme auf das Material von dem Durchmesser des Rohres abhängig ist. Zur Erhöhung der wirksamen Oberfläche wird nun gemäß der Erfindung ein Drehofen benutzt, der aus mehreren Rohren von geringerem Durchmesser besteht, die in einen gemeinsamen Ein- und Auslaufkopf münden. Hierdurch wird eine bedeutend größere Oberfläche geschaffen, wie aus folgendem Beispiel hervorgeht.
- Ein Rohr von 2 m Durchmesser hat einen Umfang von 6,28 m. Auf der gleichen Querschnittsfläche von 2 m Durchmesser lassen sich bequem, unter Berücksichtigung der Öffnung für den Gasdurchlaß, sechs Rohre von 50o mm Durchmesser anordnen, die zusammen einen Umfang von 9,5 m besitzen, also etwa 50 Prozent mehr als wie bei einem Rohr. Ein Rohrdurchmesser von 50 cm ist aber für einen geregelten Betrieb selbst bei großstückigem Material noch genügend, zumal der wirksam zugeführten Wärmemenge entsprechend die Füllung doch nur klein sein darf.
- Man hat zwar schon für irgendwelche Zwecke, beispielsweise zum Trocknen don Erzen, Drehrohröfen, die aus einer Anzahl von Röhren bestehen, vorgeschlagen, aber für die Tieftemperaturverkokung sind solche Öfen bisher noch niemals benutzt worden. Gerade für sie ist eine außerordentlich wirtschaftliche Ausnutzung der Wärme möglich, und es läßt sich gerade durch einen solchen Ofen eine erhebliche Verbesserung der Güte des erzeugten Gases erzielen. Ein solcher Ofen wird .zwandnfolge der Undichtigkeiten am Ein- und Auslauf dieselbe Luftmenge von außen her einsaugen, da aber in dem Ofen mehr als doppelter Kohlendurchsatz möglich ist, so enthält das Gas weniger als die Hälfte Luft, als es bei einem gewöhnlichen Drehrohrofen hat. Gerade dieser Umstand macht die Verwendung eines rnehrrohrigen Drehofens für das vorliegende Verfahren besonders wertvoll.
- Eine Ausführungsform des Drehrohrofens nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar ist Abb. i ein Längsschnitt und Abb. 2 ein Querschnitt nach der Linie A-B der Abb. i.
- Der Ofen besteht aus einem Ein- (a) und Auslaufkopf b, auf denen auch die Auflagerungsringe c und der Arbeitszahnkranz d angeordnet sind. Die Ein- und Austragung erfolgt wie bei dem Hauptpatent unter Luftabschluß. Zwischen Ein- und Auslauf ist das Rohr in mehrere kleinere Rohre e aufgelöst, die sich zusammen um eine Mittelachse drehen und in den Ein- bzw. Auslaufkopf münden. Durch Anordnung von Führungsblechen oder Schaufeln wird die dem Einlaufkopf aufgegebene zu vergasende Kohle den einzelnen Rohren zugeführt. Nach erfolgter Entgasung in den einzelnen Rohren sammelt sich das Gut wieder in dem gemeinsamen Auslaufkopf b und wird dort ausgetragen. Der Ofen ist von einem Mauerwerk f derart umgeben, daß nur der Ein- und Auslaufkopf im Freien liegen. Die Heizgase werden durch Verbrennung von Kohle, t51 oder Gas erzeugt und umstreichen die einzelnen Rohre. Durch Erhitzung der Ober-Räche der einzelnen Rohre gelangt die Wärme in die Rohre und erhitzt und entgast somit die- durchgeführte Kohle.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRucH: Ausführungsform des Verfahrens der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen Gases nach Patent q.o8iii, dadurch gekennzeichnet, daß die kontinuierliche Entgasung der Kohle in einem Drehofen vor sich geht, der in bekannter Weise aus mehreren Rohren von geringerem Durchmesser besteht, die in einen gemeinsamen Ein- und Auslaufkopf münden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEY424D DE410052C (de) | 1919-10-07 | 1919-10-07 | Verfahren der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen Gases |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEY424D DE410052C (de) | 1919-10-07 | 1919-10-07 | Verfahren der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen Gases |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE410052C true DE410052C (de) | 1925-02-20 |
Family
ID=7617320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEY424D Expired DE410052C (de) | 1919-10-07 | 1919-10-07 | Verfahren der gleichzeitigen Gewinnung von Urteer, Halbkoks und eines hochwertigen Gases |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE410052C (de) |
-
1919
- 1919-10-07 DE DEY424D patent/DE410052C/de not_active Expired
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