DE409804C - Verfahren zum Kuehlen von Gussformen - Google Patents

Verfahren zum Kuehlen von Gussformen

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DE409804C
DE409804C DEB113426D DEB0113426D DE409804C DE 409804 C DE409804 C DE 409804C DE B113426 D DEB113426 D DE B113426D DE B0113426 D DEB0113426 D DE B0113426D DE 409804 C DE409804 C DE 409804C
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DE
Germany
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cooling
molds
casting
container
cranes
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DEB113426D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/04Influencing the temperature of the metal, e.g. by heating or cooling the mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

  • Verfahren zum Kühlen von Gußformen. Beim Betrieb von Stahlwerken oder sonstigen Massetigußbetrieben ist die. jetzige Arbeitsweise so, daß nach dem Abgießen der Schmelze die Gußfornien vorn Stripperkran abgezogen, einzeln nach dem Kühlbehälter gebracht und dort abgestellt «-erden. Ebenso werden die gekühlten Gußforrnen einzeln aus dem liühlbehälter geholt und vom Stripperkran nach der Gießgrube öder dein Gießzuzurückgebracht und für den nächsten Guß gesetzt. Dabei müssen lange- Wege von den Stripperkränen zurückgelegt werden. Feststellungen haben ergeben, daß ein Stripperkran je nach den örtlichen Verhältnissen einen Tagesweg bis zu 231:m zurücklegen muß. Für die Bewegung der verhältnismäßig kleinen Gewichte der Gußforinen werden die großen -lassen der schweren Stripperkräne jedesmal beschleunigt und wieder abgebremst und ganz außerordentliche Kraftaufwendungen gemacht. Durch -Messungen ist festgestellt, daß die Arbeit der Stripperkräne, die je Tonne Rohstahl aufgewandt werden muß, bis zu 2 KW.-Std. betragen kann. Die langen Wege der Stripperkräne haben einen gros )en Verschleiß an Laufrädern, Laufr adbolzen, der ganzen Getriebe und Kräne im Gefolge, der teuer ist und den Betrieb mit Ausbesserungsarbeiten überlastet. Die Temperatur des '\@'assers ini Kühlbehälter muß auf niedriger Höhe gehalten werden, damit die Bildung von Dampfschwaden verhindert wird, die das Gesichtsfeld des Kranmaschinisten namentlich in der kälteren Jahreszeit stören, zu Zeitverlusten beim Absetzen und Greifen der Gußformen führen und große Gefahren für die unter den Kränen arbeitenden Leute und dort befindliche Einrichtungen mit sich bringen. Aus diesem Grunde der Niedrighaltung der Wassertemperatur folgt hoher Wasserverbrauch und die Unmöglichkeit, die in das Kühlwasser übergehende Wärmemenge nutzbar zu machen. Die Haltbarkeit der Gußformen wird bei diesem Verfahren stark heruntergedrückt, da der Kranmaschinist keine Zeit hat, für langsame und sorgfältige Eintauchung Sorge zu tragen; die Temperatur der gekühlten Gußformen schwankt in weiten Grenzen, da die Übersicht über die Länge der Kühldauer verlorengeht. Tritt der Fall ein, daß eine Gußforin im Kühlbehälter um-- gefallen ist, dann muß der Kran oft minutenlang fischen, bis er sie am Boden des Behälter wieder greifen kann, was wiederum Zeitverlust und Störung des ruhigen Betriebsganges bedeutet. . Es zeigt siüh meistens, daß eine Steigerung der Erzeugung des Betriebes, obwohl sonst alle Vorbedingungen dafür g egehen sind, scheitert an der örtlich begrenzten Lage der Gieß- und Stripperstände und der Arbeitsüberlastung der Stripperkräne oder sonstiger Vorrichtungen, die die Gußforinen-und Gußstückbeförderung besorgen. Eine Aufstellung weiterer Kräne ist meist zwecklos, da sich diese erfahrungsgemäß um so mehr gegenseitig behindern, j e mehr Kräne auf derselben Kranbahn oder übereinander am selben Ort arbeiten müssen.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, daß die Arbeitsvorgänge vereinfacht und die Nachteile der jetzigen Betriebsweise vermeidet. Sie besteht darin, daß die Gußformen nicht mehr einzeln, sondern zu mehreren gemeinsam zum Kühlbehälter gebracht, gleichzeitig und in ein utid demselben Arbeitsvorgang gekühlt und wieder zurückgebracht werden. Ob dies, wie beispielsweise dort, wo in auf Gießzügen stehende Gußformen abgegossen wird, auf dem Gießwagen selbst oder auf einem besonders eingeschalteten Kühlwagen oder sonst in irgendeiner Form geschieht, ist .für die Erfindung belanglos. Dadurch fallen die längen Wege der Stripperkräne, das zeitraubende und kraftverbrauchende Heben über den Rand und das Senken der Gußforinen bis zum Grunde des Kühlbehälters weg. Die Stripperkräne kommen nahezu mit Bewegungen der Katze aus, die Stromkosten verringern sich auf einen Bruchteil, da die schweren Stripperkräne lange nicht mehr im alten Umfange in Bewegung gehalten werden müssen, und die Arbeit, die bisher von mehreren Kränen geleistet werden mußte, kann von weniger Kränen bewältigt werden. Es ist für das Verfahren bedeutungslos, ob der Kühlbekälter offen oder geschlossen ist, ob die zu kühlenden Gußformen durch irgendeine Vorrichtung über den Behälter gebracht, dann eingetaucht werden, oder aber in den seitlich offenen Behälter gebracht werden und der Behälter dann geschlossen und mit Wasser gefüllt wird oder sonst in irgendeiner Form das Eintauchen bewerkstelligt wird. Ein weiterer großer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß das Kühlwasser des Behälters auf höherer Temperatur gehalten «-erden kann, die eine :\ utzbarin.achung der in den Gußformen vorhandenen Wärme gestattet, da etwa sich bildende Schwaden bei offe -ein Behälter (len Betriebsvorgang nicht mehr stören, cla die Stripperkräne über dein Kühlbehälter nichts mehr zu suchen haben. Es kann sogar lici Verwendung eines geschlossenen Behälters die in den Gußforinen enthaltene Wärme unmittelbar in Dampfform gewonnen werden. Der Kühlvorgang selbst wird geregelter. Man hat es in der Hand, das Eintauchen ganz langsam vorzunehmen. Die Haltbarkeit der Gußformen steigt infolgedessen beträchtlich, und alle den Kühlbehälter verlassende Gußforinen haben dieselbe Leinperatur. Dadurch werden die Gießvorgänge und die Abkühlungsverhältnisse gleichmäßig. Die in Form heißen «#\'assei-s oder in Dampfform zu gewinnende Wärmemenge ist nicht unerheblich. Welche Bedeutung dieses Verfahren in wärmetechnischer Beziehung hat, geht daraus hervor, daß festgestellt ist, daß beim Vergießen einer Schmelze von 25 t in sechs Gußforinen 2 t Dampf gewonnen werden können. Durch Anordnung zweier oder mehrerer Kühlbehälter kann der Vorgang der Wärmegewinnung fortlaufend Beinacht werden.
  • Da: Verfahren macht den Bet:-ieb übersichtlicher, scheidet Gefahrquellen aus, ermöglicht eine Steigerung der Erzeugung und bringt beträchtliche wirtschaftliche Vorteile mit sich, die in Form von erheblicher @Värmegewinnung, geringem Kraftaufwand, Schonung der Krätie und Einrichtungen und Erhöhung der Gußformenhaltbarkeit bestehen.
  • In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens dargestellt. In Abb. i im Aufriß, in Abb. 2, 4 und 5 im Querschnitt und in Abb.3 im Grundriß ist a der geschlossene Kühlbehälter, b der Kühlwagen mit den rlaraufstehenden Gußformen, c die seitlich verschiebbare Tür. g die zum Andrücken der Tür seitlich vorhandenen Druckzylinder, d der Kühlwasserlx#hälter. t° der Änscliluß für Druckluft mit dein Dreiwegehahn in, k die Absperrsclüeber im Zulauf des Kühlwassers zum Kühlbehälter, f die Dampfentnahmeleitung mit dein Dampfschieber 1, i ein Schneckenantrieb zum Heben und Senken der Gußformen im Behälter, Ir, eine Druckvorrichtung zum Kippen der Gußformen zum Zweck des Wassereintritts.
  • Nachdem der Kühlwagen b mit den Baraufstehenden Gußformen in den Kühlbehälter a gebracht ist, wird die Tür c vor die Öffnung des Behälters gefahren und mit Hilfe der seitlichen Drtickzvlinrler g auf den Behälter aufgedrückt. -Nach öffnen des Dampfschiel;ers und der Wasserschieber k und nach Umstellung des Dreiwegehahns in, für Drucklufteintritt steigt das Kühlwasser aus dein Kühlwasserbehälter d in den Kühlbehälter a und taucht die Gußformen ein. Der eiit-«-'ickelte Dampf entweicht durch die Rohrleitung fnach der '\,erwendtingsstelle. Nach Beendigung des Kühlvorgangs wird der Darnpfschieüer 1 geschlossen und der Dreiwegelialin ni so umgestellt, daß die Druckluft abgesperrt und der im Kühlwasserbehälter befindlichen Luft der Austritt ins Freie möglich ist. Das Kühlwasser fließt nun aus dein Kühlbehälter in den Kühlwasserbehälter zurück. \ach Abschluß des Wasserschiebers wird der Tür verschluß gelöst, die Tür seitlich gezogen und der Kühlwagen mit den Gußformen herausgezogen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Kühlen von Gußformen, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, unter Umständen sämtliche auf einem Gießzug, einem besonderen Kühlwagen oder einer sonstigen Vorrichtung befindliche Gußformen einer oder mehrerer Schmelzen gleichzeitig und in ein und demselben Arbeitsvorgang der Kühlung unterworfen werden. .
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlbehälter nach Einbringen der heißen Gußformen geschlossen wird, diese dann unter Wasser gesetzt werden und die in ihnen enthaltene Wärme in Form heißen Wassers oder in Dampfform gewonnen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anordnung zweier oder mehrerer Kühlbehälter, denen abwechselnd das Kühlwasser zugeführt wird, die Ireißwasser- oder Dampferzeugung zu einem fortlaufenden Vorgang gestaltet wird.
DEB113426D Verfahren zum Kuehlen von Gussformen Expired DE409804C (de)

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DE409804C true DE409804C (de) 1925-02-12

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10035240A1 (de) * 2000-07-20 2002-01-31 Kludi Armaturen Scheffer Vertr Griff mit Ventil

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