DE408662C - Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff

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DE408662C
DE408662C DEH89460D DEH0089460D DE408662C DE 408662 C DE408662 C DE 408662C DE H89460 D DEH89460 D DE H89460D DE H0089460 D DEH0089460 D DE H0089460D DE 408662 C DE408662 C DE 408662C
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thiourea
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calcium cyanamide
calcium
cyanamide
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Hde Dr Robert I
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E DE HAEEN A G
ROBERT UHDE DR
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E DE HAEEN A G
ROBERT UHDE DR
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  • Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff. Die Darstellung von Thioharns toff aus Cyanamid und Schwefelwasserstoff ist bekannt. Die Verfahren gehen davon aus, daß aus dem Kalkstickstoff durch Einleiten von Kohlensäure zunächst eine Cyanamidlösung hergestellt wird, und aus dieser wird dann durch Anlagerung von H.S unter Verwendung von Katalysatoren Thioharnstoff erhalten.
  • Die Herstellung der Cyanainidlösung Bereitete schon Schwierigkeiten, weil beim Einleiten von CO" stets ein Teil des freien Cyanamids sich zu Dicyandiamid polymerisierte und dadurch die Ausbeute an Thioharnstoff herabsetzte, weitere Schwierigkeiten entstanden bei der Anlagerung des Schwefelwasserstoffes.
  • Es wurde nun gefunden, daß n ian ohne Isolierung des Cyanamids und ohne @'erwendung von Katalysatoren leicht zurre Thioharnstoff gelangt, wenn inan in ein gesättigtes Schwefelwasserstoffwasser den Kalkstickstoff in kleinen Mengen allmählich unter kräftigem Rühren einträgt und durch \achleiten von H.S dafür sorgt, daß immer genügend hiervon in der Lösung vorhanden ist, so daß das freiwerdende Cvanamid immer sofort gebunden wird.
  • Der Schwefelwasserstoff @@-irkt wie eine schwache Säure und macht C'vanaini(l frei, das im Augenblick des Entstehens mit dein überschüssigen Schwefelwasserstoff zu Thioliarnstoff kondensiert. Die resultierende wäßrige Lösung enthäl Thioharnstoff und eine diesem entsprechend Menge Schwefelcalcium. Um den Thioharn Stoff zu isolieren, zerlegt man das Schwefel calcium durch Einleiten von Kohlensäur( oder durch Eintragen der berechneten Menge Schwefelsäure und erhält kohlensauren bzw schwefelsauren Kalk und Schwefelwasser-Stoff, welch letzterer für neue Ansätze verwendet wird. Die vom Gips bzw. Calciumcarbonat abfiltrierte Lösung wird zur kristallisation des Thioharnstoffs eingedampft.
  • Man kann, statt das Schwefel«-asserstoffgas einzuleiten, auch so verfahren, daß man dieses in naszierendem Zustande auf Kalkstickstoff in wäßriger Suspension einwirken läßt. Zu diesem Zwecke mischt mau Kalkstickstoff mit solchen Sulfiden, die beim Eintragen in eine verdünnte Säure- oder Salzlösung Schwefelwasserstoff entwickeln. So kann man z. B. als Sulfid Schwefelbarium oder Schwefelcalcium und zur Zersetzung dieser Verbindungen Schwefelsäure oder Kohlensäure bzw. Magnesiumsulfatlösung verwenden. r. Beispiel.
  • In 1651;g Wasser, die in einem geschlossenen Rührgefäß mit Schwefelwasserstoff gesättigt waren, wurden unter fortdauerndem Einleiten und Rühren allmählich 30 kg Kalkstickstoff (mit 16 Prozent CyananiidstickstofF) eingetragen. \acli beendeter Reaktion urde durch Analyse festgestellt, daß 11,6 kg hioharnstoff in der Lauge vorhanden «-aren. @ie Gewinnung desselben aus der Flüssigkeit =schab in der Weise, daß man die wäßrige lüssigkeit von dein Schlamme trennte und fiesen auswusch. Die vereinigten Laugen, die Aer Thioharnstoft auch Calciumhvdrosulfid ithielten, werden mit Schwefelsäure neualisiert, wozu 12,75 kg erforderlich waren. ie vom ausgeschiedenen Gips abfiltrierte ösung wurde zur Kristallisation eingedampft zd ergab eine Ausbeute von i i kg Thioharnoff. z. Beispiel. In 5 1 Wasser, das mit Schwefelwasseroff gesättigt war, wurde, wie in Beispiel i schrieben, allmählich r kg Kalkstickstoff nit 13 Prozent Cvanamidstickstoff) eingeagen und gleichzeitig Schwefelwasserstoff 1d Kohlensäure eingeleitet. Nach beendeter eaktion wurden aus der Lauge 285 g Thioirnstoff erhalten. 3. Beispiel.
  • i kg Kalkstickstoff (mit 13 Prozent Cyannidstickstoff) -und 1,5 kg Schwefelbarium urden innig gemischt und allmählich in eine )gekühlte Mischung von 1,75 kg Schwefeliure und 6 kg Wasser eingetragen. Nach bscheidung des Baryts und des Kalkes als nlösliche Sulfate, wie in vorstehendem Beispiel beschrieben, wur (len -264g Thioharnstoff erhalten. Beispiel. In eine Lösung von 2,2 kg llagncsiuinsulfat in etwa Ei 1 Wasser wurde allmählich ein (xeinisch von i kg Kalkstickstoff (i3 Prozent 1) und 1,5 kg Schwefelbarium eingetragen. Zum Schluß wurde die Mischung noch auf 35° erwärmt, um eine bessere Umsetzung zwischen Schwefelbarium und Magnesiumsulfat zu erzielen. Aus der von Baryt und Kalk befreiten Lauge wurden schließlich 22o g Thioharnstoff erhalten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Thioharnstof aus Kalkstickstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man den Kalkstickstoff allmählich und unter Umrühren in eine gesättigte, wäßrige Schwefelwasserstofflösung einträgt und durch \ achleiten von H.S diese auf dem Sättigungsgrade erhält.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Thio= Harnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man ein trocknes Gemisch von Kalkstickstoff und solchen Sulfiden, die durch Säuren oder durch Salzlösungen, wie Chlormagnesiumlattgen, H.S entwickeln, in verdünnte Säuren oder geeignete Salzlaugen einträgt.
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