DE402152C - Darstellung eines Entfaerbungsmittels - Google Patents

Darstellung eines Entfaerbungsmittels

Info

Publication number
DE402152C
DE402152C DEB97134D DEB0097134D DE402152C DE 402152 C DE402152 C DE 402152C DE B97134 D DEB97134 D DE B97134D DE B0097134 D DEB0097134 D DE B0097134D DE 402152 C DE402152 C DE 402152C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
waste
decolorizing agent
representation
residue
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB97134D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEB97134D priority Critical patent/DE402152C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE402152C publication Critical patent/DE402152C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/318Preparation characterised by the starting materials
    • C01B32/324Preparation characterised by the starting materials from waste materials, e.g. tyres or spent sulfite pulp liquor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Darstellung eines Entfärbungsmittels. Abfälle aus . vulkanisiertem, natürlichem oder künstlichem Kautschuk, schlechtweg Gummiabfälle oder Altgummi genannt, z. B. alte abgefahrene Fahrraddecken oder Automobilreifen, alte Wasser- und Gasschläuche, alte Gummischuhe, verbrauchte Gummidichtungen, Schnitzel von Gummiplatten, Hartguniiniabfälle u. a. in. wurden bisher dadurch nutzbar gemacht, daß man aus ihnen den Kautschuk auf mechanischem oder chemischem Wege verarbeitete. Den Zweck der Ausnutzung der in dem Altgummi enthaltenen Gummisubstanz verfolgt auch das Verfahren gemäß der Patentschrift 3859. Nach diesem Verfahren werden Altguminiabfälle eventuell unter Zuhilfenahme von Wasserdampf der trockenen Destillation unterworfen und die dabei gewonnenen schweren @)le auf \eugunnni weiterverarbeitet. Endlich werden auch vielfach Altguminiabfälle in der Weise verwertet, daß sie in Ülen oder Harzen bei hoher Temperatur aufgelöst und diese Lösungen Anstrich- oder Dichtungsmiteln oder -kitten zugesetzt werden.
  • Vorliegende Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß sich aus den Abfällen von vulkanisiertem, natürlichem o-ler künstlichem Kautschuk, wie sie oben näher bezeichnet worden sind, durch pyrogene Zersetzung und geeignete Nachbehandlung Erzeugnisse gewinnen lassen, die hervorragende technische Eigenschaften besitzen und infolgedessen unmittelbar in der einschlägigen Technik Verwendung finden können. Erhitzt man näm-]ich die genannten Abfälle in einer geeigneten Retorte auf sehr hohe Temperaturen, so lassen sich einerseits durch Kondensation der gebildeten Dämpfe ölige Destillate gewinnen, anderseits verbleibt in der Retorte ein voluminöser kohliger Rückstand.
  • Der in der Retorte verbleibende Rückstand der pyrogenen Zersetzung, die Kohle, zeigt äußerlich zunächst keinerlei besondere Merkmale. Behandelt man aber die Kohle mit 1lineralsäuren, so verbleibt ein kohliger Rückstand, der nach dem Trocknen ein hervorragendes Entfärbungsv ermögen besitzt und demnach zur Klärung und Entfärbung von Zuckerlösungen, Salzlösungen usw. verwendet werden kann.
  • Die öligen Kondensate andererseits besitzen einen sehr unangenehmen Geruch nach geschwefelten organischen Verbindungen, der an sich jede technische Verwendung ausschließt. Im übrigen aber zeigen sie keine bemerkenswerten Eigenschaften, die sie etwa von Mineralölen oder Harzölen unterscheiden. Behandelt man aber die öligen Destillate mit Nlineralsäureu oder Alkalien oder mit beiden nacheinander, so erhält man 051e von nicht unangenehmem Geruch, die als bemerkenswerte Eigenschaft die Fähigkeit besitzen, ähnlich wie Leinöl aufzutrocknen, eine Eigenschaft, die noch dadurch gehoben werden kann, daß man dem Öl Trockenmittel, wie sie bei der Firnisbereitung verwendet werden, z. B. harzsaures Mangan, harzsaures Blei, harzsaures Kobalt usw., zusetzt. Diese Eigenschaften der öligen Destillate der Gummiabfälle lassen sie hesonders geeignet erscheinen zur Verwendung an Stelle von trocknenden ölen, wie Leinöl, Holzöl usw., zur Firnisbereitung, zur Herstellung von Lacken u. a. m. Wichtig (labe i ist, claß diese Öle auch vorzügliche Lösungsmittel für Kopale u. dgl. sind.
  • Das vorliegende Verfahren gestaltet sich etwa folgendermaßen: Die Abfälle werden in bekannter Weise in einer Retorte der trockenen Destillation unterworfen. Wesentlich ist, daß die Temperatur so hoch getrieben wird, daß die Verkohiung des Rückstandes vollständig ist, so daß alle flüchtigen Bestandteile überdestillieren. Zweckmäßig erhitzt man zunächst auf Temperaturen voll 300 bis d.oo° C und steigert allmählich bis zur Rotglut. Die übergehenden Dämpfe werden durch geeignete Kühlvorrichtungen kondensiert und aufgefangen. Man erhält etwa 5o bis 55 Prozent eines öligen gelben, trüb aussehenden Erzeugnisses von eigenartigem Geruch, dem je nach der Trockenheit der verwendeten Abfälle noch einige Prozent Wasser zugemischt sind. Das Waser wird nach dem Absitzen durch Ablassen enfernt.
  • Die bei der trockenen Destillation des Altgummis in der Retorte zurückbleibende Kohle wird gerieben und gesiebt, um Metalle und andere heterogene Stoffe daraus zu entfernen. Dann verwandelt man den Rückstand in ein staubförmiges Pulver, das man in einen Holzbottich mit einem kräftigen hölzernen Mischwerk und einem darüber angeordneten Abzug zur Entfernung der schädlichen Gase mit 3o bis q.o Prozent Wasser, darauf 3o bis 4o Prozent Salzsäure, die nach und nach zugegeben wird, tränkt und so lange verrührt, bis man e:ii gleichartiges Gemisch erhält. Zwei Stunden nachher prüft man die Masse darauf, wieviel Salzsäure noch hinzugefügt werden muß. Dies geschieht beispielsweise, indem man auf i kg so lange Salzsäure einwirken läßt, bis kein Aufbrausen mehr erfolgt. Aus diesem Versuch läßt sich berechnen, wieviel Salzsäure man zu der Gesamtmasse noch zugeben muß. Man rührt noch ein wenig, nachdem man, falls es nötig ist, noch einen zweiten Teil Säure hinzugefügt hat, und läßt das Ganze bis zum nächsten Tage in Ruhe. Darauf verdünnt man das Gemisch mit 3o bis do Prozent Wasser, filtriert mittels einer Filterpresse und wäscht in der Filterpresse gewissenhaft aus.
  • Den der Presse entnommenen Kuchen zerschlägt, trocknet und zerreibt man zu ganz feinem Pulver. Dieses Pulver ist ein vorzügliches Mittel und läßt sich ebenso wie Tierkohle gebrauchen.
  • Man kann auch zur Behandlung der Kohle statt Salzsäure Schwefelsäure beliebiger Konzentration verwenden, ebenso das aus der Filterpresse entnommene Produkt in jeder beliebigen Form, sei es als Pulver, körnige Masse oder Brikett und ähnliches, je nach dem Verwendungszweck.

Claims (1)

  1. PATENT-AN SPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Entfärbungsmittels, .dadurch gekennzeichnet, daß Rückstände oder Abfälle aus vulkanisiertem, natürlichem oder künstlichem Kautschuk der Destillation bei gewöhnlichem Druck in bekannter Weise unterworfen werden, worauf der Rückstand zerrieben, gesiebt, mit Wasser und Säure nacheinander ausgewaschen und dann in die dem Verwendungszweck entsprechende Form gebracht wird.
DEB97134D 1920-11-27 1920-11-27 Darstellung eines Entfaerbungsmittels Expired DE402152C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB97134D DE402152C (de) 1920-11-27 1920-11-27 Darstellung eines Entfaerbungsmittels

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB97134D DE402152C (de) 1920-11-27 1920-11-27 Darstellung eines Entfaerbungsmittels

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE402152C true DE402152C (de) 1924-09-13

Family

ID=6989125

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB97134D Expired DE402152C (de) 1920-11-27 1920-11-27 Darstellung eines Entfaerbungsmittels

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE402152C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS49102595A (de) * 1973-02-05 1974-09-27

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS49102595A (de) * 1973-02-05 1974-09-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3113867A1 (de) Kohleextraktionsverfahren
EP1141181A1 (de) Verfahren zur wiederaufarbeitung von altölen, die mit dem verfahren erhältlichen grundöle und deren verwendung
DE2522772C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Koks und hierfür geeignetes kohlenstoffhaltiges Material
DE402152C (de) Darstellung eines Entfaerbungsmittels
US1986050A (en) Process of treating rubber
DE632631C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffoelen aus festem, kohlenstoffhaltigem Material
DE382504C (de) Schwarzdruckfarben
EP0116956B1 (de) Verfahren zur Reinigung von hochfeststoffhaltigen Kokereiteeren
DE966224C (de) Verfahren zum Herstellen waessriger Dispersionen
DE195417C (de)
DE863979C (de) Verfahren zur Gewinnung von Lackharzen, Teeroelen und Benzolunloeslichem aus Steinkohlenteer
DE405182C (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels
DE591099C (de) Verfahren zur Herstellung von fluessigen bzw. niedriger siedenden Produkten aus Kohle, Teeren, Mineraloelen u. dgl.
AT128309B (de) Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen, Kunststoffen u. dgl.
DE399628C (de) Verfahren zur Reinigung von OElen u. dgl.
DE541755C (de) Verfahren zur Druckextraktion von kohlehaltigen Stoffen
DE1645834A1 (de) Verfahren zur Wiederverwertung ausgebrauchter Bleicherde aus der Zweitraffination von Altoelen
AT17523B (de) Verfahren zum Löslichmachen von Kopalen.
AT89928B (de) Verfahren zur Gewinnung von Vaseline.
DE301773C (de)
DE747750C (de) Verfahren zur Herstellung von pech- bzw. harzartigen Kondensationsprodukten aus Steinkohlenteer, dessen Fraktionen oder Einzelbestandteilen und Acetylen
DE548348C (de) Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche
DE758406C (de) Verfahren zur Herstellung von aschenarmer Braunkohle
DE884949C (de) Verfahren zur Trennung von neutralen und sauren OElen aus ihren Gemischen
DE618566C (de) Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus kohleartigen Brennstoffen