DE548348C - Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche - Google Patents

Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche

Info

Publication number
DE548348C
DE548348C DEI36804D DEI0036804D DE548348C DE 548348 C DE548348 C DE 548348C DE I36804 D DEI36804 D DE I36804D DE I0036804 D DEI0036804 D DE I0036804D DE 548348 C DE548348 C DE 548348C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pitches
organic solvents
highly polymerized
fat
practically insoluble
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI36804D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SAMUEL EDUARD ISRAEL
Original Assignee
SAMUEL EDUARD ISRAEL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SAMUEL EDUARD ISRAEL filed Critical SAMUEL EDUARD ISRAEL
Priority to DEI36804D priority Critical patent/DE548348C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE548348C publication Critical patent/DE548348C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins
    • C09F1/04Chemical modification, e.g. esterification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/02Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques
    • C08J3/09Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids
    • C08J3/11Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids from solid polymers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Löslichmachen hochpolymerisierter, in organiscl#en Lösungsmitteln praktisch unlöslicher Fettpeche Es ist bereits bekannt, Fettpeche, z. B. Stearinpech, in organischen Lösungsmitteln, wie Benzol, aufzulösen. Auch die Vermischung von Fettpechen mit Asphalten, Leinöl, Harz, Schwefel, Mineralölen u. a. m. ist verschiedentlich empfohlen worden. Es handelte sich aber in allen Fällen offensichtlich um Fettpeche, welche in bestimmten organischen Flüssigkeiten, vor allem Benzol, relativ leicht löslich waren und die sich auch ohne besondere Schwierigkeit schmelzen ließen. Derartige Fettpeche werden in der Technik in größtem Ausmaße verwendet. Daß eine gute Löslichkeit in Benzol für die Verwendung von Fettpechen für Lackzwecke Voraussetzung ist, erkennt man aus der maßgebenden Literatur. So werden beispielsweise verbrannte, d. h. unlösliche und so gut wie unschmelzbare Stearinpeche von der Verwertung ausdrücklich ausgenommen. (Vgl. Joh. S c h e i b e r, Lacke und ihre Rohstoffe, Leipzig 1926, Seite 95.) Demgemäß wird es geradezu als selbstverständlich angesehen, daß Fettpeche in Schmelzkesseln ohne weiteres geschmolzen werden können, wobei sie dünnflüssig werden. (Vgl. a. a. O. Seite 345 bis 3q.6.) Es gibt jedoch hochpolymerisierte. beinahe gummiartige Fettpeche, die in Benzol und anderen für Fettpeche sonst üblichen Lösungsmitteln fast gar nicht löslich sind und die sich auch nicht schmelzen lassen, selbst wenn man sie auf Temperaturen von etwa 35o° erhitzt. Infolgedessen waren solche Fettpeche von der Verwertung fast gänzlich ausgeschlossen; sie wurden als mehr oder weniger minderwertige Abfallstoffe betrachtet.
  • Es wurde nun die überraschende Beöbachtung gemacht, daß sich derartige hochpolymerisierte, in organischen Lösungsmitteln praktisch unlösliche und unschmelzbare bzw. sehr schwer schmelzbare Fettpeche in eine verwertbare Form überführen lassen, wenn man sie zusammen mit leicht löslichen Harzen, Harzestern und ähnlichen Produkten erhitzt und gleichzeitig für eine sehr starke mechanische Zerteilung sorgt. Diese Zerteilung kann durch Rührwerke, Walzen oder ähnliche Einrichtungen erfolgen.
  • Durch diese Kombination eines Schmelzvorganges mit mechanischer Bearbeitung in der Hitze wird das hochpolymerisierte Fettpech strukturchemisch verändert und bildet dann allmählich zusammen mit dem Harz eine homogene Masse. Gegebenenfalls kann man die Schmelze noch durch feine Öffnungen, z. B. durch Gaze, Siebe oder enge Düsen, hindurchpressen und läßt sie dann erkalten. Die Temperatur kann bei der Schmelze bis auf 35o° gesteigert werden, wobei sich die Erhitzungsdauer nach der Beschaffenheit der Fettpeche richtet. Man arbeitet sowohl in offenen wie in geschlossenen Gefäßen mit oder ohne die Gegenwart inerter Gase bzw. auch unter vermindertem Druck.
  • Die so erhältlichen homogenen Endprodukte können nun ähnlich wie die löslichen Fettpeche weitere technische Verwendung finden; sie sind nunmehr in den in Frage kommenden organischen Lösungsmitteln löslich geworden und lassen sich mühelos wieder schmelzen. Beispiel i 5oo kg hochelastisches, praktisch unlösliches und fast unschmelzbares Stearinpech werden mit 500 kg amerikanischem Harz auf etwa 12o0 erhitzt, worauf man nach etwa zweistündigem Stehenlassen der noch inhomogenen Schmelze bei derselben Temperatur eine starke mechanische Zerteilung vornimmt. Während der Zerteilung, die z. B. durch ein kräftiges Rührwerk erfolgt, läßt man die Temperatur auf 18o bis 200° steigen. Nach 2 Stunden wird die Schmelze bei der gleichen Temperatur durch heiße Walzen geschickt ünd zum Schluß durch enge Düsen gepreßt, worauf man die homogen gewordene Masse erkalten läßt. Beispiele Man vermischt gleicheTeile hochelastisches, fast unlösliches Stearinpech und Cumaronharz und erhitzt 6 Stunden in einem Doppelmantelkessel auf 18o0 unter kräftiger Zerteilung mit einem Planetenrührwerk. Alsdann bringt man die heiße Masse in eine Mischvorrichtung von Werner & Pfleiderer, wie sie in der Kautschukindustrie Verwendung finden, und bearbeitet sie i bis 2 Stunden unter Wärmezufuhr weiter, worauf man sie erkalten läßt. Die erhaltene zähe, hochelastische Masse ist nicht klebrig. Das Stearinpeeh ist durch diese Behandlung so weit depolymerisiert worden,_daß es sich nunmehr leicht in Benzol, Chlorkohlenwasserstoffen und anderen Lösungsmitteln auflöst. Beispie13 4o Gewichtsteile Harzester werden mit 6o Gewichtsteilen hochpolymerisiertem Fettpech zusammen erhitzt, zunächst auf etwa 1q.00, dann allmählich höher, bis das Fettpech stark aufgequollen ist. Die Masse wird dann auf heißen Walzen bearbeitet und weitererhitzt, bis Homogenität erzielt ist. An Stelle von Harzester können auch andere künstliche, leicht lösliche Harze, z. B. lösliche, nicht härtbare Phenolkondensationsprodukte verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Löslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Lösungsmitteln praktisch unlöslicher Fettpeche, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Fettpeche zusammen mit leicht löslichen Harzen natürlicher oder künstlicher Herkunft oder Harzestern vermischt und die Masse einer starken mechanischen Bearbeitung in der Hitze (z. B. ileißwalzen) unterwirft, worauf man die Masse gegebenenfalls durch feine Öffnungen, z. B. durch Gaze, Siebe oder Düsen, hindurchpreßt.
DEI36804D 1929-01-22 1929-01-22 Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche Expired DE548348C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI36804D DE548348C (de) 1929-01-22 1929-01-22 Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI36804D DE548348C (de) 1929-01-22 1929-01-22 Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE548348C true DE548348C (de) 1932-04-14

Family

ID=7189345

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI36804D Expired DE548348C (de) 1929-01-22 1929-01-22 Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE548348C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949634C (de) * 1953-02-07 1956-09-20 Hans Eggerath Dipl Ing Verfahren zur Herstellung von Fussbodenbelag

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949634C (de) * 1953-02-07 1956-09-20 Hans Eggerath Dipl Ing Verfahren zur Herstellung von Fussbodenbelag

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE548348C (de) Verfahren zum Loeslichmachen hochpolymerisierter, in organischen Loesungsmitteln praktisch unloeslicher Fettpeche
DE3313470A1 (de) Verfahren zum aufarbeiten von altgummi, insbesondere reifengummi
DE2115475C3 (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Mischungen aus Bitumen und/oder verwandten Stoffen
DE618592C (de) Verfahren zur Herstellung eines kautschukhaltigen Anstrich- und Bindemittels
DE742298C (de) Verfahren zum Verfestigen mineralfaserhaltiger lockerer Gemische
DE195417C (de)
DE863979C (de) Verfahren zur Gewinnung von Lackharzen, Teeroelen und Benzolunloeslichem aus Steinkohlenteer
DE593184C (de) Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Kaltemulsion aus Teer, insbesondere fuer Strassenbauzwecke
DE402152C (de) Darstellung eines Entfaerbungsmittels
DE549248C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Emulsionen
DE486475C (de) Verfahren zur Darstellung von asphaltaehnlichen Stoffen aus Teerprodukten
DE660775C (de) Verfahren zur Herstellung von Impraegnierungs- und Klebemassen
DE382504C (de) Schwarzdruckfarben
DE597086C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Hydrierungsprodukten von natuerlichem oder synthetischem Kautschuk, Cyclokautschuk, Polymerisationsprodukten von Olefinen, natuerlichen oder kuenstlichen Harzen oder aehnlichen hochpolymeren Stoffen von fester bzw. hochviskoser bis schmieroelartiger Beschaffenheit
AT143665B (de) Verfahren zur Herstellung hochwertiger Teerprodukte.
DE967066C (de) Verfahren zur Verbesserung teerartiger Bindemittel fuer die Herstellung von Kunstkohlekoerpern
DE625474C (de) Verfahren zur Herstellung eines rasch trocknenden Teererzeugnisses aus Teer und Teergemischen
DE607770C (de) Verfahren zur Herstellung von bituminoesen Massen
DE249802C (de)
AT128309B (de) Verfahren zur Herstellung von Lacken, Filmen, Kunststoffen u. dgl.
DE582717C (de) Verfahren zur Gewinnung von OElen
DE107574C (de)
DE145389C (de)
DE855160C (de) Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen
DE621970C (de) Verfahren zur Herstellung von Teerprodukten, insbesondere fuer den Strassenbau