DE107574C - - Google Patents

Info

Publication number
DE107574C
DE107574C DENDAT107574D DE107574DA DE107574C DE 107574 C DE107574 C DE 107574C DE NDAT107574 D DENDAT107574 D DE NDAT107574D DE 107574D A DE107574D A DE 107574DA DE 107574 C DE107574 C DE 107574C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heated
water
carbide
glucose
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT107574D
Other languages
English (en)
Publication of DE107574C publication Critical patent/DE107574C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H21/00Details of acetylene generators; Accessory equipment for, or features of, the wet production of acetylene

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

KAISERLICHEr
PATENTAMT.
..ti/
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Carbid, darauf hinausgehend, ein Erzeugnifs herzustellen, welches, wie das Carbid, die Eigenschaft besitzt, in Gegenwart von Wasser oder einer wässerigen Flüssigkeit Acetylen zu entwickeln, und dessen Handhabung bequemer ist, weil es.von dem Wasser nur in dem Maafse angegriffen wird, als dieses dahin eindringt. Die neue Masse, welche hauptsächlich in cylindrischer Form und in verschiedenen Querschnittsgröfsen in den Handel kommt, ist ferner dauerhafter, ausgiebiger und gegen die äufseren Einflüsse der feuchten Luft widerstandsfähiger als andere Erzeugnisse. Durch die eigenartige Ausführungsform der Stifte ist der Einwirkung des Wassers stets eine gleich grofse Querschnittsfläche gegeben, so dafs die Gasentwickelung ganz regelmäfsig vor sich geht.
Das nach der deutschen Patentschrift Nr. 94639 hergestellte Carbid wird einfach mit irgend einem Zuckerstoff überzogen.
Bei der Herstellung dieser neuen Zubereitung verfährt man dagegen folgendermafsen:
Zuerst werden in einem mit Dampf geheizten und mit Rührwerk versehenen Gefäfs ungefähr 16 Theile Glucose oder eines anderen ähnlichen Körpers mit ungefähr 4 Theilen eines Fettkörpers, z. B. eines fetten Oeles, auf annähernd ioo° C. erhitzt und zu einer gleichartigen Masse verrührt.
In einem anderen Gefäfs werden 80 Theile zerkleinerten Carbides von einer Korngröfse, welche 4 mm nicht übersteigt, auf ungefähr 3000 C. erhitzt.
Dieses Carbid wird in kleinen Mengen heifs in das vorerwähnte Gemisch von Glucose und Fettkörper geworfen, es entsteht dadurch unter Aufbrausen ein Gemisch, welches auf i8o° C. gehalten wird. Dieses Aufbrausen rührt nicht davon her, wie man vielleicht glauben könnte, dafs sich etwa ausscheidende Wasserdämpfe des Zuckers Platz'machen, um frei zu entweichen, denn die Glucose, welche schon vorher auf ioo° C. erhitzt worden ist, enthält keine Wasserdämpfe mehr, ist daher als wasserfrei zu betrachten. Es würde sich auch, davon abgesehen, schon eine Acetylenentwickelung zeigen, wenn in dem Gemische Wasserdämpfe vorhanden wären, was nicht der Fall ist.
In diesem noch heifsen Zustande wird das Gemisch, welches jetzt eine Dichte und Gleichartigkeit erreicht hat, welche bei anderen Mischungen bis jetzt nicht erzielt worden ist, zu Cylindern oder Stiften verschiedener Gröfse verarbeitet, deren Querschnittsgröfsen einer bestimmten gewünschten Gasentwickelung entsprechen.
Beim Mischen vereinigt sich jedes Carbidtheilchen in dem schon genannten Verhältnisse mit den Zusätzen. Sollte irgend ein Ueberschufs der verwendeten Stoffe vorhanden sein, so würde man diese in faserartigen, gelblichen, ungemischten Theilen wiederfinden. Wird die angegebene Temperatur nicht eingehalten, wenn auch die Mischungsverhältnisse richtig sind, so tritt dasselbe ein. Es sind dann wieder faserartige, gelbliche ungemischte Theile vorhanden. Uebersteigt die Temperatur beim Mischen dagegen 3000 C, so tritt eine Verkohlung des
Gemisches ein, welches dann zum weiteren Gebrauche nicht geeignet ist.
Hierauf werden diese so fertig gestellten Formstücke mit einer in Wasser langsam löslichen feuchtigkeitswidrigen Lösung, welche vom Wasser nicht angegriffen wird, getaucht und auf diese Weise mit einer Feuchtigkeitsschutzhülle umgeben, welche die Dauer dieser Stifte noch erhöht. Am besten gebraucht man dazu Xyline, es können jedoch alle bekannten OeIe und Trockenfirnisse verwendet werden.
Die Zersetzung dieser Stifte durch Feuchtigkeit der Luft ist den anderen Erzeugnissen gegenüber so geringfügig, dafs sie fast geruchlos sind.
Während das gewöhnliche Carbid sich schwer zerkleinern läfst, kann man die vorliegende Masse in sofort verwendbare Blöcke bringen, wobei nur die äufsere Hülle abzukratzen ist, oder man kann diese Blöcke zerkleinern und dann in den Gasentwickler bringen. Die Gasentwickelung ist hierbei sehr regelmäfsig; plötzliche Ueberentwickelungen und anhaltende starke Nachentwickelüngen, wie sie bei anderen Mischungen vorkommen, sind hier ausgeschlossen. .'·'·■
Der Bodensatz ist sehr gering, wodurch das Umfangreiche der bisherigen Entwickler wegfällt. Ein Hauptvorzug dieser so bereiteten Stifte besteht noch darin, dafs eine weitere Zersetzung und infolge dessen eine weitere Gasentwickelung nach Herausziehen aus dem Wasser fast sofort aufhört; im ungünstigsten Falle dauert diese noch 2 Stunden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbidpatronen, dadurch gekennzeichnet, dafs man das auf etwa 3000C. erhitzte Calciumcarbid in kleinen Stückchen in ein auf ungefähr ioo° C. erhitztes Gemisch von Glucose und einem Fettkörper einträgt und das Ganze bei einer Temperatur von i8o° C. zu einer gleichartigen, bildsamen Masse verrührt, die in Formen geprefst und dann mit einem die Feuchtigkeit abhaltenden Ueberzug versehen wird.
DENDAT107574D Active DE107574C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE107574C true DE107574C (de)

Family

ID=377633

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT107574D Active DE107574C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE107574C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE107574C (de)
DE4135330C1 (en) Building material used as replacement for wood - comprises mixt. of old paper, water, and starch which is worked to the wood type prod. using heat and pressure
DE706826C (de) Verfarhen zur Herstellung geformter Katalysatoren
DE635870C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorkautschuk
DE539551C (de) Verfahren zur Herstellung von als Reinigungs-, Emulgierungs- und Benetzungsmittel geeigneten hochmolekularen wasserloeslichen Sulfonsaeuren oder deren Salzen
AT85943B (de) Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Papierleim verwendbaren Klebemasse durch Einwirkung von Oxalsäure auf Stärke.
AT123585B (de) Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln.
DE322936C (de) Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Papierleim verwendbaren Klebmasse durch Einwirkung von Oxalsaeure auf Staerke
DE40360C (de) Verfahren zur Darstellung eines stickstoffhaltigen Düngemittels aus thierischen Abfällen
DE1088790B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Seetieren, insbesondere Fischen
DE671562C (de) Verfahren zur Herstellung von Staerkepraeparaten
DE533309C (de) Herstellung von Staerke aus Maniokwurzeln oder aehnlichen Rohmaterialien
DE337429C (de) Verfahren zur Herstellung von Dispersoiden aus festen Kolloidmassen und von Gegenstaenden aller Art aus diesen
AT117838B (de) Verfahren zur Herstellung eines Hilfsmittels für die Ledergerberei.
DE581765C (de) Eidotterersatz fuer die Herstellung von Leder
DE545003C (de) Verfahren zur Herstellung eines Innenanstrichmittels fuer Boiler, Dampfkessel, Warmwasserapparate u. dgl.
DE259666C (de)
DE538885C (de) Verfahren zum Herstellen eines gegen Luftfeuchtigkeit bestaendigen, durch Zerstaeuben getrockneten Holzzuckers
AT136280B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstleder.
DE968414C (de) Reinigungsmittel
DE560038C (de) Verfahren zum Aufarbeiten von Benzylcellulose
DE27316C (de) Verfahren zum Bleichen von Ozokerit und zur Herstellung eines Wachsersatzes aus demselben
DE885988C (de) Verfahren zum Veredeln von Cellulosehydrattextilgut
AT82582B (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungs- und Emulsionsmitteln.
AT231793B (de) Verfahren zum Herstellen von fetthaltigen Rohstoffen für Futtermittel