AT136280B - Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstleder.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. 



   Erfindungsgemäss werden die Abfälle, vorzugsweise Chromlederabfälle, neutralisiert und zu einer Fasersuspension verarbeitet, der-gegebenenfalls nach Zwischenstufen, wie Zusatz von Seignettesalz, Behandlung mit Ölen und Fetten, Zusatz von Gerbstoffen - Vulkanisationsmittel und Alterungsschutzmittel   hinzugefügt   werden, sodann Latex mit in diesem verteiltem Ultrabeschleuniger, wonach die Suspension in an sich bekannter Weise mittels einer Papiermaschine zu einem Blatt verformt wird, wobei der Latex mit dem   Ultrabesehleuniger   und dann das Salz vor Herstellung des Blattes zugesetzt werden. 
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 Natriumbikarbonat oder andern geeigneten   Alkalisalzen schwacher Säuren,   u. zw. bei Temperaturen   zwischen 30-60  C,   vorgenommen. 



     Die Zerkleinerung des   verarbeiteten Materials zu kleinen Fasern von rauher   Oberfläche   wird in Gegenwart grosser Wassermengen in einer geeigneten Vorrichtung, vorzugsweise einem   Holländer,   vorgenommen. Vor dem Aufgeben des Materials in den Hohlländer kann gewünschtenfalls bereits eine vorgängige mechanische Zerkleinerung erfolgen. 



   Der im Holländer erhaltenen Fasersuspension werden   pflanzliche, mineralische oder synthetische     Gerbstoffe zugesetzt. Der Gerbstoffzusatz erfolgt   aber zumeist nach zwei weiteren   Zwischenstufen, welche   jedoch nicht, unbedingt erforderlich sind. Zumeist, insbesondere bei der Verarbeitung von   Chromleder-     abfällen   ist nämlich eine Behandlung mit   Seignettesalze     vorteilhaft. welche unmittelbar nach Zer-   kleinerung der Abfälle im Holländer vorgenommen wird. Hiebei werden die Abfälle teilweise entgerbt, wobei sie geschmeidiger und zäher werden und auch in einen Zustand übergehen, in welchem sie von den später zugesetzten Latex besser durchsetzt und umhüllt werden. 



   Es ist ferner zumeist vorteilhaft, der Fasersuspension noch Öle oder Fette   zuzusetzen,   gegebenenfalls unter Mitverwendung von emulgierend wirkenden Seifen, welch letztere eine bessere Verteilung der fettigen Stoffe in der Fasersuspension bewirken. Durch den   Ölzusatz   wird das Produkt   geschmeidigen.   



   Es ist zumeist vorteilhaft, der Fasersuspension Gerbstoffe, insbesondere   Gerbstoffe der Pyrngallol-   reihe, wie Sumach, zuzusetzen, welche sich sehr günstig im Fertigprodukt   auswirken.   



   Der Suspension werden ferner Vulkanisationsmittel, wie feinstverteilter Schwefel, und   Alterungs-     schutzmittel   zugesetzt. 



   Die im Holländer erhaltene Suspension wird in an sieh bekannter Weise mittels einer Papiermaschine zu einem Blatt verformt. Unmittelbar vor Herstellung des Blattes, also beispielsweise im Zulaufkanal der Maschine, werden der Suspension noch Latex und in diesem verteilter Ultrabeschleuniger und sodann Salz zugesetzt. Es ist für den Erfolg wesentlich, dass der   Latexzusatz   unmittelbar vor der Blattherstellung erfolgt. Der Hauptteil der Flüssigkeit soll nach erfolgtem   Latexzusatz   bei der Herstellung des Blattes vorteilhaft innerhalb weniger als etwa einer Stunde abgeschieden sein. 

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   Die   Mengenverhältnisse   der ungefähren Zusätze richten sich hiebei nach dem jeweils verwendeten Ausgangsmaterial. Die Behandlung beispielsweise mit   vegetabilischen   Lohen erfolgt mit grösseren oder kleineren Mengen derselben, je nach der Qualität der angewendeten Lederabfälle. Lederabfälle beispielsweise, welche eine härtere Gärbung und eine geringere Einfettung erfahren haben, wie etwa Sohlenlederabfälle, erfordern eine grössere Menge   Lohe.   (Sumach, Quebracho usw.) und eine stärkere Einfettung als etwa Oberlederabfälle. Ebenso ist bei Mitverwendung von ungegerbten Hautabfällen eine grössere Menge   Gerbungs-und Einfettungsmaterial erforderlich.   



   Es werden in vielen Fällen Mengen der verschiedenen Zusätze vorteilhaft sein, welche dem nachfolgenden Ausführungsbeispiel angenähert sind. Jedoch soll die Erfindung nicht auf die bei dem Ansführungsbeispiel vorhandenen   Mengenverhältnisse eingeschränkt   verstanden werden. 



   Ausführungsbeispiel : 230 kg Chromfalzspäne werden in einen etwa 5   m3   fassenden Holländer gebracht, mit Wasser übergossen und mit 13-23 kg Natriumbikarbonat neutralisiert. Es wird eine feine Fasersuspension im Holländer hergestellt. Je nach dem gerade benutzten Rohmaterial wird gegebenenfalls Seignettesalz in Mengen von 2'3-6 leg zugesetzt. Es werden ferner Zusätze von   30-45 leg gut   emulgier-   baren   Öles und von 100-180   leg   Gerbstoffe, wie Sumach, sowie   1'4-4'6 leg   feinst verteilten Schwefels,   1-4-3-2   kg Zinkoxyd und 2'3-3'7   kg Alterungsschutzmittel, wie #Aldol" oder #Stabilite" oder #Age   Rite Resin" gegeben. 



   Alle die erwähnten Zusätze werden in Holländer gegeben. Die Suspension gelangt aus dem ersten Holländer in einen grösseren Holländer, woselbst die Masse weiter verdünnt wird. Die Masse bleibt durch etwa 10 Stunden in diesen beiden Behältern. Sie geht dann in einen Behälter, woselbst die Suspension durch fortgesetztes Rühren aufrechterhalten wird, und läuft von hier in der für den Betrieb der Papiermaschine erforderlichen Menge kontinuierlich durch den Zulaufkanal der Papiermaschine in diese hinein. 



   Auf dem Wege vom Rückbehälter zur Papiermaschine (im Zulaufkanal der Papiermaschine) werden 230 kg 40% ige Kautschukmilch und in dieser verteilt   0-9-2-7 Ultrabeschleuniger, wie etwa Vulkazit"   und sodann 100 kg Salz zugesetzt. 



   Das erhaltene Blatt wird kalandriert und bei Temperaturen von   35-40  C   und   70-85  C   stufenweise getrocknet, wobei gleichzeitig die Vulkanisation des Kautschuks fortschreitet. 



   Die   erfindungsgemäss   verwendeten Massnahmen sind für sich in andern Kombinationen grossenteils bekannt. Es werden aber besonders vorteilhafte Effekte gemäss vorliegender Erfindung durch die besondere Kombination der hier beschriebenen   Massnahmen   erzielt, welche das Wesen vorliegender Erfindung bildet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Kunstleder unter Zerfaserung von Haut-und Lederabfällen, Bildung einer wässrigen Suspension des zerfaserten Ausgangsmaterials und Behandlung der Suspension mit Latex, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle neutralisiert und zu einer Fasersuspension verarbeitet werden, der-vorzugsweise nach Zwischenstufen, wie Zusatz von Seignettesalz, Behandlung mit Ölen und Fetten, Zusatz von Gerbstoffen-Vulkanisationsmittel und Alterungssehutzmittel hinzugefügt werden, sodann Latex mit in diesem verteiltem Ultrabesehleuniger, worauf die Suspension in an sieh bekannter Weise mittels einer Papiermaschine zu einem Blatt verformt wird, wobei der Latex mit dem Ultrabeschleuniger und sodann Salz vor Herstellung des Blattes zugesetzt werden, beispielsweise im Zulauf kanal der Maschine.
AT136280D 1929-12-30 1930-06-28 Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. AT136280B (de)

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