AT136258B - Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstleder.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Kunstleder.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. Erfindungsgemäss werden zunächst kleinstückige Haut-oder Lederabfälle, vorzugsweise Chrom-
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vorteilhaft im Falle der Verarbeitung von Chromlederabfällen, welche zumeist etwas sauer reagieren. Die Neutralisation wird beispielsweise mit Borax oder insbesondere Natriumbikarbonat oder andern geeigneten Alkalisalzen schwacher Säuren vorgenommen, 11. zw. bei Temperaturen zwischen 30 und 600 C.
Die Zerkleinerung des verarbeiteten Materials zu kleinen Fasern von rauher Oberfläche wird in Gegenwart grosser Wassermengen in einer geeigneten Vorrichtung, vorzugsweise einem Holländer, vorgenommen. Vor dem Aufgeben des Materials in den Holländer kann gewünsehtenlalls bereits eine vorgängige mechanische Zerkleinerung erfolgen.
Der im Holländer erhaltene Fasersuspension werden pflanzliche, mineralische oder synthetische Gerbstoffe zugesetzt. Der Gerbstoffzusatz erfolgt aber zumeist nach zwei weiteren Zwisehenstufen, welche jedoch nicht unbedingt erforderlich sind. Zumeist ist nämlich, insbesondere bei der Verarbeitung von Chromlederabfällen, eine Behandlung mit Seignettesalz vorteilhaft, welche unmittelbar nach Zer- kleinerung der Abfälle im Holländer vorgenommen wird. Hiebei werden die Abfälle teilweise entgerbt, wobei sie geschmeidiger und zäher werden und auch in einen Zustand übergehen, in welchem sie von dem später zugesetzten Latex besser durchsetzt und umhüllt werden.
Es ist ferner vorteilhaft, der Fasersuspension noch Öle oder Fette zuzusetzen, gegebenenfalls unter Mitverwendung von emulgierend wirkenden Seiten, welch letztere eine bessere Verteilung der fettigen Stoffe in der Fasersuspension bewirken. Durch den Ölzusatz wird das Produkt geschmeidiger.
Der dann erfolgende Zusatz von Gerbstoffen wirkt sieh sehr günstig im Fertigprodukt aus, was darauf zurückzuführen sein dürfte, dass teils eine allmähliche Wiedergerbnng des Leders, teils eine Förderung der Koagulation des später zugesetzten Latex und teilweise auch eine Konservierung des koagniierten Latex bewirkt wird.
Es werden vorzugsweise Gerbstoffe der Pyrogallolreihe verwendet, insbesondere Sumach.
Die im Holländer erhaltene Suspension wird in an sieh bekannter Weise mittels einer Papiermaschine zu einem Blatt verformt. Vor Herstellung des Blattes, also beispielsweise im Zulaufka, nal der Maschine, werden der Suspension noch Latex und sodann Salz zugesetzt. Der Hauptteil der Flüssigkeit soll nach erfolgtem Latexzusatz bei der Herstellung des Blattes innerhalb weniger als einer Stunde abgeschieden sein.
Es handelt sich hiebei im wesentlichen darum, dass die Koagulation des Latex nicht vorzeitig erfolgen soll, so dass eine möglichst gleichmässige und feine Verteilung der Fasern sowie auch des Bindemittels in der Suspension bis zum Zeitpunkt des Niederlegens des Zeugs auf das Drahtsieb gesichert ist.
Man kann zu diesem Zwecke verschiedene Ausführungsformen wählen, welchen aber allen gemeinsam ist. dass die für das Eintreten der Koagulation erforderlichen Reaktionsbedingungen erst kurz vor dem Niederlegen des Zeugs auf das Drahtsieb zur Gänze erfüllt erscheinen.
Die Mengenverhältnisse der angeführten Zusätze richten sich nach dem jeweils verwendeten Ausgangsmaterial. Die Behandlung beispielsweise mit vegetabilischen Lohen erfolgt mit grösseren oder kleineren Mengen derselben, je nach der Qualität der angewendeten Lederabfälle. Lederabfälle beispielsweise, welche eine härtere Gerbung und eine geringere Einfettung erfahren haben, wie etwa Sohlenleder- abfälle, erfordern eine grössere Menge Lohe (Sumach, Quebracho u. dgl. ) und eine stärkere Einfettung
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als etwa Oberlederabfälle. Ebenso ist bei Mitverwendung von ungegerbten Hautabfällen eine grössere Menge Gerbungs-und Einfettungsmaterial erforderlich.
Es werden in vielen Fällen Mengen der verschiedenen Zusätze vorteilhaft sein, welche den nachfolgenden Ausführungsbeispielen angenähert sind. Jedoch soll die Erfindung nicht auf die bei den Ausführungsbeispielen vorhandenen Mengenverhältnisse eingeschränkt verstanden werden.
Ausführungsbeispiele :
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69 Teile, 40% iger Latex 20 Teile.
Das Zeug kann vorteilhaft mit Teerfarben im sauren Bad gefärbt werden. Die Färbung kann bereits vor der Blattherstellung etwa im Holländer erfolgen.
2. ehromlederabfälle 60 Teile, Natriumbikarbonat 872 Teile, Seignettesalz 2 Teile, Fett 12 Teile, Seife 6 Teile, Glyzerin 3 Teile, Sumachextrakt 10 Teile, 40% iger Latex 30 Teile.
Das gemäss vorliegender Erfindung erhaltene Kunstleder eignet sich für viele Zwecke, insbesondere bei Verwendungsarten, bei welchen das Leder überwiegend trocken bleibt.
Die erfindungsgemäss verwendeten Massnahmen sind für sich in anderen Kombinationen grossenteils bekannt. Es werden aber besonders vorteilhafte Effekte gemäss vorliegender Erfindung durch die besondere Kombination der hier beschriebenen Massnahmen erzielt, welche das Wesen vorliegender Erfindung bildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :'
1. Verfahren zur Herstellung von Kunstleder aus einer Fasersuspension aus Leder-und Hautabfällen und Latex als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle, vorzugsweise Chromlederabfälle, neutralisiert und zu einer Fasersuspension verarbeitet werden, der gegebenenfalls nach Zusatz von Seignettesalz sowie Fetten oder Ölen Gerbstoffe, gegebenenfalls Kochsalz, und Latex zugesetzt werden, worauf die Suspension in an sich bekannter Weise mittels einer Papiermaschine zu einem Blatt verformt wird, derart, dass man ein Blatt erhält, bevor eine Stunde (von der Zufügung des Latex ab gerechnet) verstrichen ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Fasersuspension zugesetzten Gerbstoffe der Pyrogallolreihe angehören.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Gerbstoff Snmaeh- gerbstoff verwendet wird.
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