DE425780C - Verfahren zur Herstellung von gepressten oder geformten Gegenstaenden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gepressten oder geformten GegenstaendenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J3/00—Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds
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Description
- Verfahren zur Herstellung von gepreßten oder geformten Gegenständen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gepreßten oder geformten Gegenständen aus faserigen Stoffen, welche mit Kautschtikmilchsaft und mit oder ohne Zusatz von mineralischen Füllstoffen behandelt worden sind. Kautschukmilch ist bereits zum Tränken und Wasserdichtmachen von Seilen oder im Gemisch mit Schwefellösung zum Formen von Gegenständen benutzt -,vorden, indem aus diesem Gemisch durch Säure eine zum Vulkanisieren fertige Masse hergestellt werden konnte. Das Vermischen von Faserinasse mit unverdünnter Kautschukmilch liefert eine zähe, klebrige Masse, die sich nicht formen läßt. Demgegenüber besteht -das Wesen der Erfindung darin, daß eine verdünnte Katitschukinilch dem faserigen Stoff während oder nach dem Mahlen in dem Holländer in Gegenwart eines Gerinnungsmittels zugesetzt wird, wonach die Masse von dem Überschuß der Feuchtigkeit beispielsweise auf einer Pappinascbine befreit und uAter entsprechendem Druck in Formen zu Platten, Röhren, Blöcken und anderen Gegenständen gepreßt wird, und zwar mit oder ohne weiteren Zusatz von Fasern usw., nachdem die entwässerte Masse bzw. Pappe in noch feuchtem Zustande in entsprechender Weise zerkleinert oder zerrissen wird. Außerdem wird die Masse mit Abfallgummi in körniger oder pulverförmiger Form und mit oder ohne mineralische Füllungsstoffe je nach dem Verwendungszweck vermischt. Gepulverter Schwefel oder lösliche Schwefelverbindungen, wie z. B. Alkalisulfide, können in einer entsprechenden Stufe des Verfahrens hinzugesetzt werden, vorzugsweise werden jedoch die Alkalisulfide mit der natürlichen oder alkalisch konservierten Kautschukmilch vor deren Zusatz zu den geschlagenen Fasern hinzugefügt. Werden die Säuren oder Mineralsalze, welche zwecks Gerinnens des Kautschuks hinzugefügt werden, im Überschuß zugesetzt, so zersetzen dieselben die Sulfide und liefern kolloidalen Schwefel, welcher eng mit dem geronnenen Kautschuk verbunden wird, oder auch unlösliche Sulfide gleichzeitig mit dem freien Schwefel. Geeignete Beschleuniger können zu beli.ebiger Zeit während des Verfahrens hinzugefügt werden, welche das Vulkanisieren des Kautschuks bei niedrigen Temperaturen fördern.
- Die geformten Gegenstände können in Wasser, Dampf oder trockener Hitze vulkanigiert werden.
- Das Umwandeln des faserigen Stoffes in weiche Pappen o. dgl. vor dem Formen und Pressen gestattet eine leichte Abführung des 'U'asserüberschusses.
- In gewissen Fällen können die geformten Gegenstände unmittelbar aus der mit Kautschtikmilch behandelten Masse hergestellt, d. h, ZD ohne zunächst in die Form von Pappen gebracht zu werden, derart, daß die Masse nach dem Herausnehmen aus der Mahlvorrichtung in bekannter Weise abgetropft und geformt oder auch zunächst zermahlen und dann geformt wird. Dieses Verfahren ist nur bei geringer Menge der zu entwässernden Masse nützlich.
- Die Gegenwart der geronnenen Kautschukmilch auf den Fasern bindet unter Druck die Fasern und die verschiedenen Füllstoffe miteinander zu einer homogenen Masse und erhöht die Festigkeit sowie die Wasserbeständigkeit der fertigen Erzeugnisse. Guttapercha-oder Balatamilch können aristatt der Katitschuki-nilch verwendet werden.
- Das Verfahren kann beispielsweise in folgender Weise ausgeführt werden: Die Menge der zuzusetzenden Kautschukmilch richtet sich danach, welchen Prozentsatz Kautschuk das trockene Erzeugnis enthalten soll und zu welchem Zwecke dasselbe verwendet werden soll. Die zuzusetzende Kautschukmenge kann von i bis 40 Prozent des trockenen Erzeugnisses betragen. Für gewöhnliche Unterlag- und Isolierplatten werden für je eine Tonne trockenes Material nach dem Mahlen im Holländer 36 1 Katitschukmilch zugesetzt, welche 30 Prozent Kautschuk enthält.
- Für geformte Gegensfände wird ein höherer Prozentsatz Kautschulgehalt erforderlich, und zwar meistens über io Prozent. Um ein Erzeugnis mit io Prozent Kautschukgehalt zu erhalten, werden 36o 1 Kautschtikmilch von 30 Prozent auf eine Tonne des gemahlenen Stoffes hinzugesetzt. Wird eine bestimmte Menge von nicht mit Kautschuk behandeltem Faserstoff und Füllstoffen zu dem halbtrockenen, mit Kautschukmilch behandelten Stoff hinzugefügt, so muß ein höheres Verhältnis von Kautschukinilch angewendet werden.
- Wenn das Natriumsulfid als Vulkanisiermittel angewendet wird, so beträgt dessen Menge für je 4'1, 1 Kautschukmilch von 30 Prozent etwa 36o -, wodurch eine Schwef elmenge von etwa i o Prozent des Kautschukgewichtes erhalten wird. Diese«N"fenge ist aber nur in seltenen Fällen notwendig, und es genügt meistens eine- Menge von i bis 2 Prozent Schwefel -iii bezug auf den angewendeten Kautschulz, d. h. etwa 36 bis 72 9 für je 41/, 1 Kautschul,milch von 30 Prozent. Anstatt Natriumsul:fid können äquivalente Mengen anderer Sulfide benutzt werden.
Claims (1)
- PATENT-ANspRucii: Verfahren zur Herstellung von gepreßten oder geformten Gegenständen aus faserigen Stoffen unterVerwendung voilKautschukmilchsaft und mit oder ohne Zusatz von mineralischen Füllstoffen, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Kautschukmilch in Gegenwart von Wasser dem faserigen Stoff währeud oder nach dem Mahlen in dem Holländer in Gegenwart eines Gerinnungsmittels zugesetzt wird, wonach die Masse von dem Überschuß der Feuchtigkeit beispielsweise auf einer Pappenmaschine befreit und nach dem Zerkleinern der noch feuchten Pappen zu Gegenständen geformt wird.
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