DE4018928C2 - Vorrichtung zur Eingabe von flüssigen Proben in einen Trägerflüssigkeitsstrom - Google Patents
Vorrichtung zur Eingabe von flüssigen Proben in einen TrägerflüssigkeitsstromInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Eingabe von flüs
sigen Proben in einen Trägerflüssigkeitsstrom, insbesondere
für die Fließinjektionsanalyse, mit zwei Probenschleifen, die
jeweils ein definiertes Volumen aufweisen, wobei mittels ei
ner Schaltvorrichtung wechselweise jeweils eine der Proben
schleifen in eine Trägerflüssigkeitsleitung schaltbar ist,
während gleichzeitig die zweite Probenschleife in eine Pro
benflüssigkeitsleitung schaltbar ist.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der EP 00 22 654 A1 be
kannt. Bei der Fließinjektionsanalyse wird eine Probenflüs
sigkeit in eine Probenschleife eingebracht. Dazu wird übli
cherweise Probenflüssigkeit von einer Schlauchpumpe durch die
Probenschleife gepumpt, die an dem stromabwärtigen Ende mit
einem Auslaß verbunden ist. Wenn die Probenschleife mit Pro
benflüssigkeit gefüllt ist, wird die Probenschleife von einem
Ventil in einen Trägerflüssigkeitsstrom eingeschaltet. Die
Probenflüssigkeit wird dabei von der Trägerflüssigkeit mitge
nommen.
Die Probenflüssigkeit wird dann von der Trägerflüssigkeit zu
einem Analysengerät gefördert. Das kann eine Trennsäule für
die Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie oder ein Brenner
eines Atomabsorptions-Spektrometers sein. Die Probenflüssig
keit kann auch mit einem Reagenz versetzt werden, das dem
Träger- und Probenflüssigkeitsstrom zugemischt wird, um
flüchtige Hydride von bestimmten Probenbestandteilen zu bil
den. Solche Hybride werden nach Trennung von der Flüssigkeit
in einer beheizten Meßküvette zersetzt und durch Atomabsorp
tions-Spektroskopie bestimmt.
Das Ventil ist beispielsweise ein aus der DE 37 23 178 A1
bekanntes Drehschieberventil mit einem stationären, ersten
Ventilteil und einem dagegen verdrehbaren, zweiten Ventil
teil. An dem ersten Ventilteil sind vier Anschlüsse vorge
sehen. Davon ist ein Anschluß mit einer Probenflüssigkeits
quelle und ein Anschluß mit einem Auslaß verbunden. Zwei
weitere Anschlüsse sind in eine Trägerflüssigkeitsleitung
eingeschaltet. Der zweite Ventilteil trägt eine Proben
schleife und weist weiterhin eine Verbindungsleitung auf.
Das Ventil ist zwischen zwei Stellungen umschaltbar. In ei
ner ersten Stellung des ersten Ventilteils ist die Proben
schleife zwischen Probenquelle und Auslaß eingeschaltet.
Die Verbindungsleitung verbindet die beiden Teile der Trä
gerflüssigkeitsleitung. In einer zweiten Stellung ist die
Verbindungsleitung auf der einen Seite mit der Probenquelle
verbunden, aber auf der anderen Seite abgesperrt. Die Pro
benschleife liegt zwischen den mit der Trägerflüssigkeits
leitung verbundenen Anschlüssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs definierten Art zu schaffen, die eine verbes
serte, insbesondere schnellere Probeneingabe ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Es können Probenschleifen mit unterschiedlichen Volumina
Vorgesehen werden, die abwechselnd eingesetzt werden. Es kön
nen auch Probenschleifen mit gleichen Volumina vorgesehen
sein. Dann gestattet die Vorrichtung eine Erhöhung der Analy
senfrequenz. Während der Messung der Probe in der einen Pro
benschleife wird in diesem Fall die andere Probenschleife be
reits wieder mit Probenflüssigkeit gefüllt.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist nachstehend unter
Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung
zum Einbringen einer Probenflüssigkeit in einen Trä
gerflüssigkeitsstrom, wobei das Ventil und die Proben
schleifen perspektivisch dargestellt sind.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt des Ventils.
Fig. 3 zeigt eine Endansicht des Ventils in der ersten Ven
tilstellung, wobei die Probenschleifen und ihre Ver
bindungen schematisch dargestellt sind.
Fig. 4 zeigt die Endansicht des Ventils in der zweiten Ven
tilstellung.
In Fig. 1 ist mit 10 ein Ventil bezeichnet. Das Ventil 10 ist
zwischen zwei Ventilstellungen umschaltbar. Das Ventil 10 be
steht aus einem stationären, ersten Ventilteil 12 und einem
gegen den ersten Ventilteil 12 verdrehbaren zweiten Ventil
teil 14. An dem ersten Ventilteil 12 sind, längs dessen Um
fang winkelversetzt, fünf Anschlüsse 16, 18, 20, 22 und 24
angeordnet. Der erste Anschluß 16 ist über eine Leitung 44a
und eine auf die Leitung 26 wirkende Schlauchpumpe 28 mit ei
nem Auslaß 30 verbunden. Der Auslaß 30 steht in Verbindung
mit einem (nicht dargestellten) Abfallgefäß. Der zweite An
schluß 18 ist mit dem stromabwärtigen Teil einer Trägerflüs
sigkeitsleitung 34 verbunden. Dieser Teil der Trägerflüssig
keitsleitung 34 ist zu einem Analysengerät geführt. Der drit
te Anschluß 20 steht über eine Leitung 36 mit einem Probenge
ber 38 in Verbindung. Der vierte Anschluß 22 ist mit dem
stromaufwärtigen Teil der Trägerflüssigkeitsleitung 40 ver
bunden. In diesem Teil der Trägerflüssigkeitsleitung ist eine
Schlauchpumpe 42 angeordnet. Der fünfte Anschluß 24 steht
wieder mit dem Auslaß 30 in Verbindung. Die beiden Anschlüsse
16 und 24 sind über Zweigleitungen 44a bzw. 44b mit der Lei
tung 26 verbunden.
Der bewegliche, zweite Ventilteil 14 weist vier äußere An
schlüsse 46, 48, 50 und 52 auf. Eine erste Probenschleife 54
ist mit den Anschlüssen 46 und 50 verbunden. Eine zweite Pro
benschleife 56 ist mit den Anschlüssen 48 und 52 verbunden.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch das Ventil 10. Der sta
tionäre Ventilteil 12 hat zylindrische Grundform. Auf einer
Stirnfläche des stationären Ventilteils 12 sitzt der flach
zylindrische bewegliche, nämlich drehbare, Ventilteil 14. In
der Stirnfläche des stationären Ventilteils 12 sitzt ein Zap
fen 60. Der Zapfen 60 ragt in einen bogenförmigen Ausschnitt
62 des beweglichen Ventilteils 14. Der Zapfen 60 und der Aus
schnitt 62 bestimmen den Drehwinkel des beweglichen Ventil
teils 14 zwischen der ersten und der zweiten Ventilstellung.
Der stationäre Ventilteil 12 weist eine zentrale Axialbohrung
64 auf. Die Axialbohrung 64 erweitert sich zu einer Bohrung
66 von größerem Durchmesser und, daran anschließend, zu einer
Bohrung 68 mit weiter vergrößertem Durchmesser. In der Axial
bohrung 64 ist ein Zugbolzen 70 geführt. Der Zugbolzen 70 er
streckt sich durch eine zentrale Axialbohrung 71 des bewegli
chen Ventilteils 14. Der Zugbolzen 70 greift über einen Quer
stift 72 an einer Druckscheibe 74 an. Die Druckscheibe 74
liegt auf einem Reibbelag auf der Stirnfläche des beweglichen
Ventilteils 14 auf. Die Druckscheibe 74 und der Reibbelag
bilden eine Rutschkupplung. An dem inneren Ende des Zugbol
zens 70 sitzt eine Ringscheibe 78. Eine Feder 80 stützt sich
an der Schulter zwischen Axialbohrung 64 und der Bohrung 66
ab und drückt auf die Ringscheibe 78. An dem Zugbolzen 70 ist
weiterhin über einen Querzapfen 80 eine Kupplungshälfte 82
einer Klauenkupplung angebracht. Über diese greift ein (nicht
dargestellter) Stellmotor an dem Zugbolzen 70 an. Über die
Rutschkupplung wird dadurch der bewegliche Ventilteil 14 zwi
schen der ersten und der zweiten Ventilstellung verdreht, die
durch den bogenförmigen Ausschnitt 62 bestimmt sind.
Der bewegliche Ventilteil 14 und der stationäre Ventilteil 12
enthalten Kanäle 84 bzw. 86, über welche Verbindungen zwi
schen den Anschlüssen 46, 48, 50 und 52 des beweglichen Ven
tilteils 14 und den Anschlüssen 16, 18, 20, 22 und 24 des
stationären Ventilteils herstellbar sind. Diese Verbindungen
sind in Fig. 3 und 4 für die erste Ventilstellung (Fig. 3)
und die zweite Ventilstellung (Fig. 4) dargestellt.
In der ersten Ventilstellung von Fig. 3 ist die erste Proben
schleife 54 zwischen die Anschlüsse 16 und 20 geschaltet. Die
zweite Probenschleife 56 liegt zwischen den Anschlüssen 18
und 22. Anschluß 24 ist abgesperrt. Dadurch wird Probenflüs
sigkeit aus dem Probengeber 38 (Fig. 1) durch die Schlauch
pumpe 28 in die Probenschleife 54 angesaugt. Die erste Pro
benschleife 54 wird mit einem definierten Volumen von Proben
flüssigkeit gefüllt. Die zweite Probenschleife 56, die in ei
nem vorhergehenden Schritt mit Probenflüssigkeit gefüllt wor
den ist, ist in die Trägerflüssigkeitsleitung 40, 34 einge
schaltet. Von der Schlauchpumpe 42 wird Trägerflüssigkeit
durch die zweite Probenschleife 56 gepumpt. Die Trägerflüs
sigkeit verdrängt die in der Probenschleife 56 enthaltene
Probenflüssigkeit aus der Probenschleife 56 und nimmt die
Probenflüssigkeit mit zu dem Analysengerät.
Fig. 4 zeigt das Ventil 10 in der zweiten Ventilstellung. Die
erste Probenschleife 54 liegt jetzt zwischen den Anschlüssen
22 und 18 des stationären Ventilkörpers 12. Dadurch wird der
von der Schlauchpumpe 42 geförderte Trägerflüssigkeitsstrom
durch die erste Probenschleife 54 geleitet. Die zweite Pro
benschleife 56 liegt zwischen den Anschlüssen 20 und 24.
Durch die Schlauchpumpe 28 wird zunächst Trägerflüssigkeit
und dann Probenflüssigkeit aus dem Probengeber 38 über Lei
tung 36, Anschluß 20, Probenschleife 56, Anschluß 24, Zweig
leitung 44b und Leitung 26 angesaugt. Die Probenschleife 56
wird so mit Probenflüssigkeit gefüllt. Der Drehwinkel des be
weglichen Ventilteils kann dabei relativ klein sein.
Die Probenschleifen 54 und 56 können unterschiedliche Volumi
na haben.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Eingabe von flüssigen Proben in einen Trä
gerflüssigkeitsstrom, insbesondere für die Fließinjektions
analyse, mit zwei Probenschleifen (54, 56), die jeweils ein
definiertes Volumen aufweisen, wobei mittels einer Schaltvor
richtung (10) wechselweise jeweils eine der Probenschleifen
(54, 56) in eine Trägerflüssigkeitsleitung (40) schaltbar
ist, während gleichzeitig die zweite Probenschleife (54, 56)
in eine Probenflüssigkeitsleitung (36) schaltbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung ein Ventil (10)
aufweist, das in einem Schaltvorgang ein gleichzeitiges
Schalten beider Probenschleifen ermöglicht,
wobei das Ventil (10)
- a) einen ersten Ventilteil (12) aufweist, der
- - einen ersten Anschluß (16) aufweist, der mit einem Auslaß (44a) verbindbar ist,
- - einen zweiten Anschluß (18), der mit einer zu einem Meßgerät führenden Leitung (34) verbindbar ist,
- - einen dritten Anschluß (20), der mit der Proben flüssigkeitsleitung (36) verbindbar ist,
- - einen vierten Anschluß (22), der mit der Träger flüssigkeitsleitung (40) verbindbar ist, und
- - einen fünften Anschluß (24), der mit einem zweiten Auslaß (44b) verbindbar ist, und
- b) einen gegenüber dem ersten Ventilteil (12) bewegbaren zweiten Ventilteil (14) aufweist, an dem die Proben schleifen (54, 56) angeordnet sind, und der vier An schlüsse aufweist, wobei die erste Probenschleife (54) zwischen einem ersten und einem dritten Anschluß (46, 50) und die zweite Probenschleife zwischen einem zwei ten und einem vierten Anschluß (48, 52) angeordnet ist, und
- c) über Kanäle (84, 86) in dem ersten und dem zweiten Ven tilteil (12, 14)
- - in der ersten Ventilstellung die erste Proben schleife (54) zwischen den ersten und den dritten Anschluß (16, 20) des ersten Ventilteils (12) und die zweite Probenschleife (56) zwischen den zweiten und den vierten Anschluß (18, 22) des ersten Ven tilteils (12) geschaltet ist, und
- - in der zweiten Ventilstellung die erste Proben schleife (54) zwischen den zweiten und vierten An schluß (18, 22) des ersten Ventilteils und die zweiten Probenschleife (56) zwischen den dritten und den fünften Anschluß (20, 24) des ersten Ven tilteils (12) geschaltet ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Volumen der zweiten Probenschleife (56) von dem Volumen
der ersten Probenschleife (54) verschieden ist.
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