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Maschine zuni Sortieren von gelochten Zählkarten. Gegenstand vorliegender
Erfindung ist eine weitere Verbesserung der durch Patent 392i28 geschützten Erfindung.
Sie unterscheidet sich von jener im wesentlichen dadurch, daß die die Karten in
die einzelnen Fächer ableitenden Klappen nicht mehr durch mit Ausschnitten versehene
Stangen gesteuert werden, in welche sich mit den Klappen verbundene Nebel dann einlegen,
wenn die Ausschnitte in sämtlichen Stangen übereinstimmen, sondern durch Zugstangen,
deren schlüsselbartähnliche Köpfe mit Schiebern in Eingriff stehen, die mit Ausschnitten
versehen sind, so daß je nachdem, welche Schieber durch die Fühlerstifte verschoben
werden, die auf die Klappen einwirkenden Zugstangen sich verschieben oder festgehalten
werden.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. i eine schematische Darstellung der Maschine in senkrechtem Schnitt, Abb. 2
und 3 je eine Teilansicht der Ablenkklappen und ihres Antriebes, Abb. q. eine schematische
Darstellung des Steuerungsvorganges" Abb. 5 eine Ansicht der Steuerung mit dem Fühlerkopf
von oben, Abb. 6 die Enden der Steuerschieber mit den Ausschnitten für die einzelnen
Kombinationen, Abb. 7 einen Schnitt nach Linie x-x von Abb. 5, gesehen von A, Abb.
8 eine Übersicht der verwendeten Kombinationen.
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Die zu sortierenden Karten fallen, nachdem sie die im Hauptpatent
beschriebene Transportvorrichtung und die dort gleichfalls beschriebene Tastvorrichtung
passiert haben, in einen Schacht toi, der an seinem unteren Ausgange durch eine
Schiene io2 in zwei senkrechte Schächte geteilt wird. Die äußeren Wände der Schächte
werden gebildet durch Arme tos, die paarweise auf drehbar gelagerten Wellen ioq.
befestigt sind. Durch zwei Arme io5, die äuf einer Welle io6 befestigt sind, wird
eine in den Schacht toi einfallende
Karte, je nach der Stellung
der Arme, in den rechten oder linken Kanal geführt. Auf den Wellen 104 (Abb. 2 und
3) sind ferner Arme 107 befestigt, welche mit Stiften lob in einen Schlitz von Kulissen
log eingreifen, die am unteren Ende von Zugstangen iio befestigt sind. Durch Abwärtsbewegung
einer Zugstange lio werden also zwei Paar Arme l03 gleichzeitig gedreht, und zwar
so, daß sich die Arme mit ihren Spitzen berühren (wie bei dem untersten Armpaar
in Abb. 3 gezeigt) und so für die in dem Kanal herabgleitende Karte eine Ableitung
aus dem Schachte in die seitlich angebrachten Taschen iiij'rr2 bilden.
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Durch den aus dem Hauptpatent bekannten Fühlerkopf werden nicht mehr
wie dort um wagerechte Achsen schwingende Rahmen, sondern übereinanderliegende,
um senkrechte Achsen schwingende Schieber 115 verschoben (Abb. 5, 7). Diese ruhen
auf festen Platten ir4, die mit Ausschnitten versehen sind, in welchen sich die
Küpfe der Stangen lio führen, welche aus schlüsselbartähnlichen Blechen 113 bestehen.
Die Enden der Schieber 115 sind ebenfalls mit Ausschnitten versehen (Abb. 5), welche
zum Teil denen in den Führungsplatten 114 entsprechen, zum Teil diese überbrücken,
so daß je nach der Stellung der Schieber die entsprechend ausgeschnittenen Bleche
113 durchtreten und dadurch die Stange iio, auf welche Zugfedern 116" einwirken,
sich nach unten bewegen kann, sobald der mit ihr verbundene Mitnehmer 117 von »der
Rolle 118 freigegeben wird. Diese ist an dem Ende eines He- !, bels lig angebracht,
der mittels einer Rolle i2o von einer Kurve 121 so gesteuert wird, daß zu einem
bestimmten Zeitpunkte die Stangen ilo, je nach der Stellung der Schieberii5, freigegeben
werden. Wenn dies geschieht, so senkt sich diejenige Stange iio, deren Kopf von
den Schiebern 115 freigegeben wird, d. h. diejenige Stange, an deren Kopf die Ausschnitte
in den Schiebern 1i5 übereinanderstehen, so daß der Kopf durchtreten kann (Abb.
7). Wenn sich die Stange lio senkt, so bewegt sie die mit ihr durch die Kulisse
iog verbundenen Arme 103 so, daß sich deren Spitzen nach innen in einen Ausschnitt
der inneren Wand der Schächte legen. Die durch einen der Schächte herabfallende
Karte wird dann durch die Arme 103 seitwärts ab- j geleitet und rutscht in die anschließende
Tasche i i i bzw. 112. Es werden also durch eine beliebige Stange lio immer zwei
Arme 103 gleichzeitig gesteuert. Ob die Karte durch den rechten oder linken Schacht
herabfällt, j wird bestimmt durch die Stellung des Armpaares z05 (Abb. i). Durch
das Zusammenwirken dieses Armpaares also und eines Armpaares 103 wird jeweils
der Weg für die in den Schacht ioi fallende Karte bestimmt.
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In Abb. 6 sind die Schieberenden mit ihren Ausschnitten dargestellt.
Abb.8 zeigt die den einzelnen Klappen entsprechenden Lochkombinationen. Wenn die
oberste Stelle (U) nicht gelocht ist, so wird die Klappe io5 (Umschalteklappe) nicht
umgelegt, die Karten gelangen in den linken Kanal und weiter über die durch die
übrigen 3 Löcher bestimmte Klappe ro3 in die entsprechende Sortiertasche 112. Ist
dagegen das oberste Loch gelocht, so legt sich die Umschalteklappe io5 um, und die
Karten gelangen in den rechten Kanal und in die entsprechende Sortiertasche. Ist
überhaupt kein Loch vorhanden, so legt sich keine Klappe um, auch keine Sortierklappe
103, die Karten gelangen durch den linken Kanal bis in die unterste Sortiertasche
U (ungelochte Karte). Sind sämtliche Löcher gelocht, so legt sich die Umschalteklappe
io5, aber keine andere um, die Karten kommen durch den rechten Schacht in dii- unterste
Sortiertasche S.