DE435650C - Jacquardmaschine mit endloser Papierkarte - Google Patents

Jacquardmaschine mit endloser Papierkarte

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DE435650C
DE435650C DEM85589D DEM0085589D DE435650C DE 435650 C DE435650 C DE 435650C DE M85589 D DEM85589 D DE M85589D DE M0085589 D DEM0085589 D DE M0085589D DE 435650 C DE435650 C DE 435650C
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Masch Fabrik Carl Zangs A G
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/24Features common to jacquards of different types

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Handling Of Cut Paper (AREA)

Description

  • Jacquardmaschine mit endloser Papierkarte. Bekanntlich «-erden bei jacquardmaschinen mit endloser Papierkarte wagerecht liegende Stoßstifte. von denen jeder durch das Auge einer senkrechten Hilfsnadel geführt ist, durch eine Anzahl von Druckschienen periodisch gegen den 1 adeleinsatz vorgedruckt. Die Hilfsnadeln werden von der Karte beeinflußt und leben einen Teil der Stoßstifte, so claß diese von den Druckschienen erfaßt und vorgedruckt werden. Die nicht gehobenen Stoßstifte verbleiben in einer Stellung, in der die Druckschienen wirkungslos über sie hinweggehen. Eine derartige bekannte Anordnung ist in Abb. i und 2 dargestellt. Die Stoßstifte i sind durch einen Rost 2 hindurchgeführt und liegen mit ihren Enden auf winkelförmigen Druckschienen 3 auf. Jeder Stoßstift ist durch ein Auge einer Hilfsnadel hindurchgeführt. Unterhalb der Hilfsnadel befindet sich der Zylinder 3, über den die Musterkarte fortbewegt wird. Bei jedem Arbeitsgang bewegt sich der Satz der Druckschienen 3 nach der linken Seite der Zeichnung. Diejenigen Hilfsnadeln d., die nicht auf ein Loch der Karte treffen, halten dabei die ihnen zugeordneten Stcßstifte derartig angehoben, daß sie von dem umgebogenen Rand der betreffenden Druckschiene erfaßt und vörgedrückt «-erden, während bei den Hilfsnadeln, die durch ein Loch der Karte hindurch nach unten sinken, der Stoßstift in gesenkter Stelhzng auf der darunter befindlichen Druckschiene liegenbleibt und daher beim Vorrücken der darüber befi ndlicben Druckschiene nicht erfaßt und vorgeschoben wird.
  • Die Einführung dieses -Maschinensystems, das durch die billige Karte große wirtschaftliche `Torteile bietet, stößt an vielen Stellen noch auf Schwierigkeiten, die zum großen Teil auf das unzuverlässige, d. h. fehlerhafte Arbeiten zurückzuführen sind. Die Ursachen dieser Fehler sind in den meisten Fällen auf die Reibung der Stoßstifte i in den Augen der Hilfsnadeln 4 zurückzuführen, die beim Verschieben der Stoßstifte die Wirkung hat, daß sich die kleinen Augen der Hilfsnadeln hinter die benachbarten \ acleln setzen, wodurch ein freies Fallen der Nadeln verhindert wird. Die ganze Wirkung dieser Maschine beruht aber auf dem freien Spiel der Hilfsnadeln. Die Ursachen der vorerwähnten schädlichen Reibung in den Augen der Hilfsnadeln sind in Abb. 3 in größerem Maßstab veranschaulicht. Es kommen folgende Ur-#achen in Betracht: i. Die Banden des Kartenpapiers, an denen sich die Transportlöcher befinden, sind zur Verstärkung mit Bandstreifen beklebt, wodurch sie wesentlich dicker werden als der übrige Teil der Karte. Die an diesen verstärkten Stellen auf dem Papier aufliegenden Hilfsnadeln 4. der \ adelgruppe a heben die Stoßstifte i natürlich höher wie die anderen adeln, so daß diese Stoßstifte gegen die unteren Flächen der Druckschienen 3 stoßen und beim Verschieben eine Reibung in der Nadelöse hervorrufen. Hierdurch ist die feine Hilfsnadel geneigt, sich hinter die Nachbarnadel zu setzen und dadurch das freie Spiel derselben zu beeinträchtigen. Beim Weben verursacht dieser Fall stets Fehler in der fertigen Ware, so daß diese unverkäuflich ist.
  • 2. Der gleiche Übelstand zeigt sich auch dann, wenn unter der großen Anzahl Stoßstifte sich einige befinden, die nicht genau gerade sind. Auch in diesem Fall wird in der Öse der Hilfsnadel eine schädliche Reibung erzeugt, die ein Mitnehmen derselben beim Druck auf die Stoßnadel hervorruft (Nadelgruppe b).
  • 3. Selbst bei Unebenheiten im Papier, die bei feuchter Witterung infolge Längen desselben sehr oft vorkommen, ist das freie Spiel des ganzen Nadelsystems beeinträchtigt und gibt Anlaß zu den gleichen Störungen (Nadelgruppe c).
  • Eine verbogene Stelle in einer Druckschiene, die bei deren Länge und Feinheit schon beim unvorsichtigen Ablegen entstehen kann, wird in den Ösen der an der verbogenen Stelle gehobenen Druckstifte die gleiche Reibung erzeugen und ebenfalls die oben beschriebenen Anstände ergeben (Nadelgruppe d).
  • Da diese Störungen sich schon bei kleinen einzelnen Abweichungen vom Bruchteil eines Millimeters ergeben, wird der Übelstand noch größer dort, wo ,ich solche Fehler summieren, @o claß e s manchmal vorkommt, daß das so wirtschaftlich arbeitende System verworfen wird.
  • Hierzu kommt noch, daß die auf diese Weise ungünstig beeinflußten Hilfsnadeln auf die Papierkarte einen erheblich stärkeren Druck ausüben, als für das gute Arbeiten erforderlich, wodurch wieder die Lebensdauer des Kartenspieles sehr verringert wird. Um nun alle diese Cbelstände zu beseitigen, ist bei der 1Iaschine nach der Erfindung der Druckrost und die gesamte Nadelanordnung so ausgestaltet, daß zwischen den einzelnen Druckschienen so viel Raum geschaffen wird, claß auch bei Unregelmäßigkeiten im Papier oder bei verbogenen Drucknadeln sowie auch bei nicht genau gerader Druckschiene keine Reibung der Drucknadeln an der unteren Fläche der Druckschiene sowie in der Öse der Hilfsnadel entstehen kann.
  • Abb..I zeigt diese neue Anordnung. In dieser Abbildung sind bei den Nadelgruppen a, b, c und d die gleichen Unregelmäßigkeiten der Karte, der Stoßnadeln und der Druckschienen angegeben wie bei Abb.2; jedoch üben diese Unregelmäßigkeiten, wie aus der Zeichnung ersichtlich, infolge der weiteren Teilung keinen nachteiligen Einfluß auf die Hilfsnadeln aus.
  • Bei den ,sämtlichen bisher gebauten Maschinen dieser Art hat man die vorgeschriebenen Teile stets mit einer Teilung ausgeführt, die der früher angewendeten Höhenteilung bei Maschinen mit unmittelbar auf die Nadeln der Jacquardmaschine wirkenden Pappkarte entsprach. Dieses bedingte, daß die Druckschienen aus dünnem Stahlblech hergestellt wurden und für den Rand nur ein kleiner Winkel zur Verfügung stand. Der Zwischenraum zwischen der Unterkante des Randes und der nächsten Druckschiene mußte der Stärke der Stoßnadel genau entsprechen.
  • Ein weiterer Vorteil der neuen Anordnung ist in der :Möglichkeit gegeben, infolge der größeren Teilung die Druckschienen stärker auszuführen, so daß diese sich nicht so leicht verziehen oder an Genauigkeit beim unvorsichtigen Ablegen einbüßen.

Claims (1)

  1. l'ATr:-A 1V spie L: (:1i Jacquardmaschine, bei der winkelförmige Druckschienen gegen Stoßstifte wirken, die durch die Augen von durch eine eng geteilte Papierkarte beeinflußten Hilfsnadeln geführt sind, dadurch gekennzeichnet, claß die Teilung der Stoßstifte und der Druckschienen sowie der wirksame Rand-der letzteren so bemessen sind, daß zwischen Druckschienen und Stoßstiften ein Spielraum vorhanden ist, bei dem auch die von den Banden oder von Unebenheiten der Karte höher als die übrigen gehobenen Stoßstifte nicht gegen die untere Fläche der Druckschienen gedrückt werden.
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