DE39441C - Aufziehvorrichtung für das Zeit- und Schlagwerk von Uhren - Google Patents

Aufziehvorrichtung für das Zeit- und Schlagwerk von Uhren

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DE39441C
DE39441C DENDAT39441D DE39441DA DE39441C DE 39441 C DE39441 C DE 39441C DE NDAT39441 D DENDAT39441 D DE NDAT39441D DE 39441D A DE39441D A DE 39441DA DE 39441 C DE39441 C DE 39441C
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DENDAT39441D
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BOSTON CLOCK COMPANY in Boston
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B3/00Normal winding of clockworks by hand or mechanically; Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously
    • G04B3/008Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufziehvorrichtung für das Schlag- und Zeitwerk. der Uhren, bei welcher die Federn (oder Gewichte) zum Bewegen beider Werke mittelst eigenthümlicher Aufzieh-, Schalt- und Sperrwerke aufgezogen werden. Ein gewöhnlich als Scheibe ausgebilaeter verschiebbarer Schaltklinkenträ'ger kommt mittelst der einen Klinke, bei Drehung des Trägers nach der einen Richtung, mit einem Aufziehschaltrade in Eingriff, während die andere Klinke bei Drehung des Trägers nach der anderen Richtung Eingriff mit einem zweiten Schaltrade erhält, so dafs das Aufziehen beider Werke durch Vor- und Rückwärtsdrehung mittelst eines einzigen Schlüssels erfolgt.
Beiliegende Zeichnung stellt eine Uhr mit einem derartigen Schlag- und Zeitwerk in Fig. 1 in Seitenansicht dar, Fig. 2 in Hinteransicht; Fig. 3, 4 und 5 zeigen Schnitte; Fig. 6 zeigt den Schaltklinkenträger in Seitenansicht, Fig. 7 ein Detail, und in Fig. 8 und 9 und 10 bis 12 sind Modifikationen in Seitenansicht bezw. Schnitte mit zugehörigen Details dargestellt.
Nach der ersten Modification, Fig. 1 bis 4, ist die Vorderplatte a2 des Zeitwerks mit der Hinterplatte b2 durch Schraubstifte c'2, Fig. 3, verbunden, während die zwischenliegende kleinere Platte rf2 durch Schraubstifte e2, Fig. 1, in passendem Abstande von Platte b2 gehalten wird. Die Achsen des Zeitwerks sind in den Platten b2 und d'2 gelagert, während die Platte a1 das Zifferblatt g- sowie den vorderen Theil der Achse h des einen Federgehäuses trägt.
Für das Schlagwerk l~ bildet i~ die Vorderplatte und j2 die Hinterplatte, und beide Platten werden nach Fig. 3 durch Schraubstifte k- in passendem Abstande gehalten.
Das Schlagwerk kann von irgend einer passenden Construction, ζ. B. in bekannter Weise mit einer Staffel Z3 versehen sein, die durch ein Zwischengetriebe vom Zeitwerke eingestellt wird und dann je nach Einstellung die Anzahl der Schläge der Uhr bestimmt.
Das Schlagwerkgestell mit den beiden Platten i2/2 ist mit dem die Platten a? b2 enthaltenden Zeitwerkgestell durch Schraubstifte #>2 und in diese eingedrehte Kopfschrauben α3, Fig. 3, leicht lösbar verbunden. In Richtung mit den Kopfschrauben a3 sind Löcher bz in der Hinterplatte j'2 des Schlagwerks angeordnet, um durch diese einen Schraubenzieher zum Eindrehen und Lösen der Kopfschrauben az stecken zu können.
Den Theil der Achse h, welcher zum Aufziehen der Feder für das Zeitwerk dient, kann man von dem hinteren Theil der Achse entfernen, der zum Aufziehen der Schlagwerkfeder dient. Ferner steht die Zeigerachse c3, Fig. ι, mit der centralen Schlagwerkachse ds durch das Kuppelstück wz in leicht lösbarer Verbindung.
Bei der Modification Fig. 8 und 9 ist die Platte P fortgefallen. Die Schlagwerkachsen sind hier in den Platten j2 und i>2 gelagert.
Wie aus Fig. 4, 5, 6 und 7 besonders ersichtlich, treibt die mit dem Federgehäuse b verbundene Feder α mittelst des Zahnkranzes c am Federgehäuse in bekannter Weise ein durch eine Hemmung beeinflufstes Räderwerk zur Bewegung der Zeiger.
Ebenso kann· das Schlagwerk durch die Feder al an dem Gehäuse bx mit Zahnkränze1 und mittelst passenden Räderwerks mit Staffel und Rechen oder dergleichen in Thätigkeit gesetzt werden.
Das innere Ende der Zeitwerktriebfeder a ist mit der in b c lose drehbaren Hohlachse d verbunden, um die Feder aufziehen zu können, während das andere Federende auf das Federgehäuse drückt, wodurch das Zeiträderwerk getrieben wird. Ist die Feder in der bekannten Weise durch Drehung der Achse d aufgezogen, so wird duich eine Sperrklinke / am Gestell, die in das Schaltrad e der Achse i, Fig. 7, eingreift, das Ablaufen der Feder verhindert.
In ähnlicher Weise ist die Schlagwerkfeder a1 mit der Hohlachse d1 verbunden, Fig. 5, und eine am Gestell sitzende Sperrklinke/1, Fig. 4, verhindert in der bekannten Weise durch Eingriff in das Schaltrad e1 das Ablaufen der Feder al nach dem Aufziehen.
Gewöhnlich haben nun Uhren mit besonderen Triebfedern und Räderwerken Achsen d und d' mit einem Vierkant zum Aufstecken des Schlüssels, einmal auf die eine und dann auf die andere Achse, um die entsprechenden Federn aufzuziehen. Diese Achsen befinden sich dann meist an entgegengesetzten Seiten des Gestelles.
In dem vorliegenden Beispiel liegen diese Achsen conaxial und die Zähne der Schalträder e e1 sind nach entgegengesetzten Drehungsrichtungen gekehrt, derart, dafs ein Schahrad beim Aufziehen der entsprechenden Feder nach der einen Richtung sich drehen kann, während das andere eine Drehung nach der anderen Richtung zuläfst, wie in Fig. 4 durch Pfeile angedeutet ist. Zwischen den Schalträdern e el sitzt eine Scheibe g auf einer Achse h fest, die durch die Hohlachse d führt, in welcher die Achse h sich frei drehen kann. Die Schaltklinke i an der dem Schaltrade e zugewendeten Seite der Scheibe g greift in die Verzahnung von e ein, wenn man die Scheibe g nach der einen Richtung dreht, und gleitet bei Drehung nach der anderen Richtung über diese Verzahnung hinweg. Die Schaltklinke i1 an der dem Schaltrade e1 zugewendeten Seite der Scheibe oder des Schaltklinkenträgers g greift dagegen in die Verzahnung von el ein, wenn die Scheibe nach einer Richtung gedreht wird, bei welcher Schaltklinke i über die Verzahnung von e gleitet.
Fig. 6 zeigt die Anordnung der Schaltklinken ii1 zu einander, von der Seite des hier nicht dargestellten .Schaltrades e1 her, während das Schaltrad e punktirt angegeben ist.
Steckt man nun einen Schlüssel k auf die Achse h oder dreht man dieselbe mittelst einer passenden Handhabe rück- und vorwärts ohne loszulassen, so wird bei Drehung nach der einen Richtung durch Schaltklinke i das Schaltrad e gedreht und dadurch die Feder α aufgezogen , die durch Klinke / gesperrt wird.
Dreht man die Scheibe nach der anderen Richtung, so zieht man mittelst der Klinke il und des Schaltrades e1 die Feder al auf, die durch Klinke fl gesperrt 'gehalten wird.
Da nun Niemand beim Aufziehen von Uhren ununterbrochen mit der Hand nach einer Richtung drehen kann, man vielmehr immer die Hand erst zurückdrehen mufs, um weiter aufzuziehen, so leuchtet der Vortheil der beschriebenen Einrichtung von selbst ein. Denn auch die Rückwärtsdrehung der Hand wird dadurch nutzbar gemacht, derart, dafs man ebenso schnell zwei Federn aufziehen kann, als mittelst der bekannten Einrichtungen eine. Man spart also gegen früher die Hälfte an Zeit.
Die beiden Federachsen brauchen natürlich nicht conaxial zu liegen. Man kann auch einen Zwischenschahklinkenträger anordnen, wenn die beiden Federachsen neben einander liegen, wie es bei Uhren gewöhnlich der Fall ist.
Die Schalträder e e1 sind auf ein Vierkant der Achsen d d1 aufgesteckt, Fig. 5 und 7. Wie leicht einzusehen, können auch Gewichtsuhren diese Aufzugeinrichtung erhalten.
Bei den modificirten Uhrgestellen, Fig.'8 und 9, ist die Achse h für Aufnahme des Schaltklinkenträgers g durch diesen hindurch verlängert und dreht sich lose in den Hohlachsen d d ] der Federn aa1. Die Vierkantenden, Fig. 10, dieser Hohlachsen treten direct in die Schalträder e e1 ein. Die Schaltklinken i i1 sind wie beschrieben am Trägerg· angeordnet, während die Sperrklinken ff1 an entgegengesetzten Seiten der Mittelplatte &2 des Gestelles sitzen, die eine Oeffhung für den Schaltklinkenträger besitzt.
Die Schaltklinken ii1 tragen einen Zahn i3, auf den eine Feder js drückt, die am Schaltklinkenträger g sitzt. Hierdurch wird die betreffende Klinke aufser Eingriff mit dem Schaltrade gehalten und unthätig gemacht, wenn man eine der Federn a oder al ablaufen lassen will.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Aufziehvorrichtung für Feder- oder Gewichtsuhren, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Hin- und Herdrehung eines Schlüssels (k) die Federn oder Gewichte des Zeitwerks und Schlagwerks abwechselnd aufgezogen werden, und zwar mittelst eines Schaltklinkenträgers (g) mit Schaltklinken (i i 1J, die auf Schalträder (e el) auf den Achsen (ddl) für die Federn oder Gewichte des Zeit- und Schlagwerks nach entgegengesetzten Drehungsrichtungen treibend wirken, während Sperrung der Schalträder und Achsen durch am Gestell sitzende Sperrklinken ff1 stattfindet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT39441D Aufziehvorrichtung für das Zeit- und Schlagwerk von Uhren Expired - Lifetime DE39441C (de)

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