DE3939313C2 - Hinterradaufhängung für ein vierradgelenktes Fahrzeug - Google Patents
Hinterradaufhängung für ein vierradgelenktes FahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hinterradaufhängung mit den
Merkmalen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei vierradgelenkten Fahrzeugen ist es bekannt, daß aufgrund
der Betätigung des Lenkrades die Hinterräder im allgemeinen
zur Lenkrichtung der Vorderräder entgegengesetzt eingeschlagen
werden, wenn der Lenkwinkel des Lenkrades groß ist, d. h. wenn
die Fahrzeuggeschwindigkeit niedrig ist. Dagegen werden die
Hinterräder im allgemeinen in der gleichen Richtung wie die
Vorderräder eingeschlagen, wenn der Lenkwinkel des Lenkrades
klein ist, d. h. wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit hoch ist
(DE 29 52 566 A1).
Das Einschlagen der Hinterräder in der gleichen Richtung wie
die Vorderräder erfolgt mit einem sehr kleinen
Einschlagwinkel, weshalb dieser genau gesteuert werden muß. Im
Hinterrad-Lenkmechanismus ist ein einteilig mit einem
Radträger ausgebildeter Arm über ein Kugelgelenk mit der
Spurstange verbunden. Hierbei entsteht das Problem, daß ein im
Kugelgelenk normalerweise vorhandenes leichtes Spiel die
Ansprechempfindlichkeit auf die Hinterrad-Lenkbetätigung
verschlechtert. Außerdem wirkt die während der Kurvenfahrt das
kurvenäußere Hinterrad belastende Seitenkraft über dieses auf
die Spurstange, was sich auf die Genauigkeit des Einschlagens
der Hinterräder nachteilig auswirkt.
Bei einer Radaufhängung entsprechend der im Oberbegriff des
Patentanspruches 1 genannten Art (GB 21 24 167 A) ist eine mit
dem Radträger verbundene Radführungseinrichtung vorgesehen,
durch die eine bezüglich des Fahrzeugaufbaues aus der
Vertikalen nach innen geneigte Lenkachse definiert ist und die
eine am Fahrzeugaufbau und am Radträger abgestützte
Federungseinrichtung aufweist. Bei dieser bekannten Anordnung
durchsetzt die Lenkachse die Radaufstandsfläche des
Hinterrades in einem Punkt, der in Fahrzeuglängsrichtung
gegenüber demjenigem Punkt nach hinten versetzt ist, an dem
bei Kurvenfahrt die auf das Hinterrad wirkende Seitenkraft
angreift. Außerdem durchsetzt die Lenkachse die
Radaufstandsfläche außerhalb des Mittelpunktes der
Radaufstandsfläche. Dadurch wird insgesamt die Lenkkraft
verringert. Die Federungseinrichtung ist bei dieser bekannten
Radaufhängung starr mit dem Radträger verbunden und bildet
insofern die Radführungseinrichtung.
Bei einer weiteren bekannten Radaufhängung (DE 37 14 688 A1)
ist angestrebt, eine zuverlässige Lenkungsrückstellung der
gelenkten Räder zu erzielen. Hierzu weist diese Radaufhängung
einen Radträger auf, der durch zwei zum Radträger
konvergierende Lenker abgestützt ist. Eine Tragfeder der
Radaufhängung ist an einem der Lenker derart abgestützt, daß
bei der Kurvenfahrt unterschiedliche Rückstellmomente an dem
kurvenäußeren bzw. kurveninneren Rad erzeugt werden. Somit
können diese Momente sich nicht mehr - wie bei der
Geradeausfahrt - gegenseitig aufheben, sondern es wird eine
zuverlässige Lenkungsrückstellung der gelenkten Räder erzielt.
Bei einer weiteren Radaufhängung nach dem Stand der Technik (§
3 Abs. 2 PatG) ist die Lenkdrehachse so geneigt, daß ein
positiver Radnachlauf sichergestellt ist. Darüber hinaus ist
die Radaufhängung so ausgebildet, daß die sich dynamisch
ändernden Radaufstandskräfte und die durch Stützglieder
gebildete Dämpfungseinrichtung nicht am Radträger selbst,
sondern an einem der Querlenker angreifen. Dadurch wird die an
sich erwünschte Vorspuränderung bei Bremsvorgängen beeinflusst
(DE 37 16 706 A1).
Schließlich ist bei einer Radaufhängung nach dem Stand der
Technik (§ 3 Abs. 2 PatG) ein Radträger durch Querlenker und
einen Längslenker so abgestützt, daß die Lenkdrehachse nach
außen geneigt ist. Außerdem ist ein Federbein vorgesehen, über
dessen Lage relativ zu der Lenkdrehachse nichts ausgesagt ist
(DE 39 24 950 A1).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Hinterradaufhängung der
eingangs geschilderten Art zu schaffen, die einen genau
definierten Einschlag der Hinterräder auch um sehr kleine
Winkel gewährleistet. Darüber hinaus soll die durch
Seitenkräfte am Hinterrad angreifende Belastung der Spurstange
verringert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die
Ausgestaltung gemäß dem Patentanspruch 1.
Da erfindungsgemäß die Federungseinrichtung, die zwischen dem
Radträger und der Fahrzeugkarosserie wirksam ist, den
Radträger in Richtung Nachspur beaufschlagt, wird dieser bei
der Kurvenfahrt in einer eindeutigen Stellung gehalten, bei
der vorhandene Spiele aufgezehrt sind. In diesem Zustand
können durch die Hinterrad-Lenkeinrichtung die bei Kurvenfahrt
einzustellenden sehr kleinen Einschlagwinkel an den
Hinterrädern exakt realisiert werden, d. h. ein einwandfreies
Lenkverhalten des Fahrzeuges ist gewährleistet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend anhand der
beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer
Hinterradaufhängung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2a eine schematische Darstellung zur Erläuterung der
Funktion der in Fig. 1 gezeigten Hinterradaufhängung,
betrachtet in Richtung von der Innenseite des rechten
Hinterrades;
Fig. 2b eine schematische Darstellung zur Erläuterung der
Funktion der in Fig. 1 gezeigten Hinterradaufhängung,
betrachtet in Richtung von der Vorderseite des Fahrzeugs;
Fig. 2c eine schematische Darstellung zur Erläuterung der
Funktion der in Fig. 1 gezeigten Hinterradaufhängung,
betrachtet in Richtung des Pfeils A in Fig. 1;
Fig. 3 einen Graphen zur Erläuterung der Beziehung zwischen
der Fahrzeugsgeschwindigkeit und dem Hinterradlenkverhältnis;
Fig. 4a-4c den Fig. 2a bis 2c entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5a-5c den Fig. 2a bis 2c entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 6a-6c den Fig. 2a bis 2c entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 7a, 7b den Fig. 2a und 2b entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 8a, 8b den Fig. 2a und 2b entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 9a, 9b den Fig. 2a und 2b entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 10a, 10b den Fig. 2a und 2b entsprechende Darstellungen
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 11, 12 schematische Darstellungen zur Erläuterung des
Ergebnisses der Erfindung, und
Fig. 13 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, in der ein
Beispiel der konkreten Anordnung für die in den Fig. 5, 6, 9
und 10 gezeigten Ausführungsformen gezeigt ist.
In Fig. 1 ist eine Hinterradaufhängung gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt, die in
einem vierradgelenkten Fahrzeug mit einem
Hinterradlenkmechanismus Anwendung findet. Die
Hinterradaufhängung trägt das rechte Hinterrad 11R. Wie in
Fig. 1 gezeigt, erstreckt sich ein Gelenkarm 14R nach hinten
und ist über ein Kugelgelenk 50 mit der Spurstange 13R
verbunden. Der Gelenkarm 14R ist einteilig mit einem Radträger
40 ausgebildet. Dieser ist über Kugelgelenke 43 und 44 mit
einem oberen Querlenker 41 bzw. mit einem unteren Querlenker
42 verbunden. Auf diese Weise wird eine Radaufhängung von
Doppelquerlenkerbauart ausgebildet. Der obere und untere
Querlenker 41, 42 sind über elastische Buchsen 51 bzw. 52 mit
der Fahrzeugkarosserie verbunden. Die Lenkdrehachse KP, die
die Mittelpunkte der Kugelgelenke 43 und 44 verbindet, ist aus
der Vertikalen nach vorne und nach innen geneigt, wie aus den
Fig. 2a und 2b ersichtlich ist. Sie schneidet die
Straßenoberfläche im Punkt P, der sich außerhalb und hinter
dem Mittelpunkt G der Auflagefläche des rechten Hinterrades
11R befindet, weshalb der Nachlauf und der Lenkrollhalbmesser
negativ sind. An einem Federführungsschaft 47, der sich im
wesentlichen vertikal erstreckt, ist eine Schraubenfeder 46
befestigt. Das untere Ende des Federführungsschaftes 47 ist
hinter der Lenkdrehachse KP mit dem Radträger 40 drehbar
verbunden. Der obere und der untere Querlenker 41, 42 sind
jeweils mit den hinteren Enden von Längslenkern 48 und 49
verbunden. Das vordere Ende des Längslenkers 49 ist mit der
Fahrzeugkarosserie über eine elastische Buchse 53 verbunden.
Bei einer auf diese Weise angeordneten Hinterradaufhängung
erzeugt die Gegenkraft der Schraubenfeder 46 ein Drehmoment M
um die Lenkdrehachse KP, das eine Drehung des Hinterrades 11R
in Richtung Nachspur bewirkt, wie aus Fig. 2c ersichtlich ist.
In Fig. 2c gibt der die Punkte X und Y verbindende Pfeil die
Richtung der Gegenkraft an, wobei die Punkte X bzw. Y die
Verbindungspunkte des Federführungsschaftes 47 mit der
Fahrzeugkarosserie bzw. mit dem Radträger 40 darstellen; der
Pfeil M stellt das durch die Gegenkraft der Schraubenfeder 46
erzeugte Drehmoment dar. Dieses Drehmoment wird im folgenden
als "Nachspurdrehmoment" bezeichnet. Das Nachspurdrehmoment
wirkt als Kraft, die auf die mit dem Radträger 40 hinter der
Lenkdrehachse KP verbundene Spurstange 13R einen Schub ausübt
und dabei die elastischen Buchsen 51 bis 53 verformt, wie in
Fig. 11 gezeigt, wobei das Kugelgelenk 50 zwischen der
Spurstange 13R und dem Radträger 40 gegen die Spurstange 13R
gedrückt wird, so daß das Spiel im Kugelgelenk 50 aufgehoben
wird. Wenn das Fahrzeug im Gleichphasenbereich, d. h. bei
gleicher Einschlagrichtung der Vorder- und Hinterräder,
(schneller als 35 km/h) eine Linkskurve fährt, wird das rechte
Hinterrad 11R, welches dann ein Außenrad ist, durch die
Spurstange 13R in Richtung der Vorspur gelenkt. In diesem
Moment wird die Kraft der Spurstange 13R an den Radträger 40
in einem Zustand übertragen, in dem das Spiel im Kugelgelenk
50 aufgehoben ist. Folglich wird das Ansprechverhalten des
Hinterrades 11R auf die Hinterradlenkbetätigung verbessert.
Da ferner, wie oben beschrieben, der Nachlauf negativ ist,
zwingt die auf den Mittelpunkt G der Auflagefläche des rechten
Hinterrades 11R wirkende Kraft das Rad 11R in Richtung Vorspur
und wirkt folglich als Eingangslast an der Spurstange 13R. In
dieser Ausführungsform wird jedoch die das Rad 11R in Richtung
Vorspur zwingende Kraft durch die Gegenkraft der
Schraubenfeder 46, die das Rad 11R in Richtung Nachspur
zwingt, aufgehoben. Daher muß eine Zentrierfeder, die die
Hinterräder 11L und 11R bei Ausfall des Hinterrad-Lenksystems
in die Geradeausposition zurückstellt, die das Rad 11R in
Richtung Vorspur zwingende Kraft nicht kompensieren und kann
daher verhältnismäßig schwach sein. Dadurch wird die Belastung
eines hydraulischen Servo-Systems verringert, weshalb
beispielsweise eine dafür vorgesehene Ölpumpe von
verhältnismäßig kleiner Kapazität sein kann.
Aus der Fig. 2 wird nochmals deutlich, daß die Wirkungslinie
XY, in der die Gegenkraft der drehbar am Radträger 40
gelagerten Schraubenfeder 46 wirkt, in Bezug auf die
Lenkdrehachse KP so geneigt ist, daß sie die Lenkdrehachse KP
weder schneidet noch dazu parallel ist und um die
Lenkdrehachse KP ein Drehmoment erzeugt, das den Radträger 40
in Richtung Nachspur des an ihm montierten Hinterrades 11L
bzw. 11R lenkt.
In Fig. 4a bis 4c sind Darstellungen, die den Fig. 2a bis 2c
entsprechen, in denen aber eine weitere Ausführungsform der
Erfindung gezeigt ist. In dieser Ausführungsform stimmen die
Ausrichtung der Lenkdrehachse KP und die Befestigungsposition
der Spurstange 13R mit denjenigen der in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsform überein. Jedoch ist der Federführungsschaft 47
mit dem Radträger 40 vor der Lenkdrehachse KP verbunden und
aus der Vertikalen um einen Winkel geneigt, der größer ist als
derjenige der Lenkdrehachse KP. Aus Fig. 4c ist ersichtlich,
daß auch in dieser Ausführungsform die Gegenkraft der
Schraubenfeder 46 ein Nachspurdrehmoment erzeugt.
In der in den Fig. 5a bis 5c gezeigten Ausführungsform ist der
Federführungsschaft 47 mit dem Radträger 40 vor der
Lenkdrehachse KP verbunden und vertikal orientiert, während
die Lenkdrehachse KP aus der Vertikalen nach vorne und nach
außen geneigt ist. Auch in dieser Ausführungsform kann die
Gegenkraft der Schraubenfeder 46 ein Nachspurdrehmoment
erzeugen, wie aus Fig. 5c ersichtlich ist.
In der in den Fig. 6a bis 6c gezeigten Ausführungsform ist der
Federführungsschaft 47 mit dem Radträger 40 hinter der
Lenkdrehachse KP verbunden und nach außen geneigt, während die
Lenkdrehachse KP nach vorne und nach außen geneigt ist. Auch
in dieser Ausführungsform kann die Gegenkraft der
Schraubenfeder 46 ein Nachspurdrehmoment erzeugen, wie aus
Fig. 6c ersichtlich ist.
In den in den Fig. 4 bis 6 gezeigten Ausführungsformen ist die
Spurstange 13R mit dem Radträger 40 hinter der Lenkdrehachse
KP verbunden, weshalb das Kugelgelenk 50 zwischen der
Spurstange 13R und dem Radträger 40 gegen die Spurstange 13R
gedrückt wird, so daß das Spiel im Kugelgelenk 50, wie es in
Verbindung mit Fig. 11 beschrieben worden ist, aufgehoben
wird.
Die in den Fig. 7 bis 10 gezeigten Ausführungsformen sind
jeweils die gleichen Ausführungsformen wie diejenigen der Fig.
2 und 4 bis 6 mit der Ausnahme, daß die Spurstange 13R mit dem
Radträger 40 vor der Lenkdrehachse KP verbunden ist. Auch in
diesen Ausführungsformen erzeugt die Gegenkraft der
Schraubenfeder 46 ein Nachspurdrehmoment, wie es in Verbindung
mit den Fig. 2c und 4c bis 6c beschrieben worden ist. In
diesen Ausführungsformen wirkt das Nachspurdrehmoment als
Kraft, die auf die Spurstange 13R, die mit dem Radträger 40
vor der Lenkdrehachse KP verbunden ist, wie in Fig. 12
gezeigt, einen Zug ausübt, wobei das Kugelgelenk 50 zwischen
der Spurstange 13R und dem Radträger 40 unter einer
Zugspannung gehalten wird, so daß das Spiel im Kugelgelenk 50
aufgehoben wird.
In sämtlichen oben beschriebenen Ausführungsformen ist der
Nachlauf negativ.
Während in den in den Fig. 2, 4, 7 und 8 gezeigten
Ausführungsformen die Lenkdrehachse KP aus der Vertikalen nach
innen geneigt ist, ist sie in den in den Fig. 5, 6, 9, 10
gezeigten Ausführungsformen aus der Vertikalen nach außen
geneigt. Die Lenkdrehachse KP kann nach außen geneigt werden,
wenn die Hinterradaufhängung so angeordnet wird, wie es in
Fig. 13 gezeigt ist. Wie in Fig. 13 gezeigt, weist die
Hinterradaufhängung ein Paar von oberen Querlenkern 41' und
Paar von unteren Querlenkern 42' auf. Die oberen Querlenker
41' sind zwischen dem Radträger 40 und der Fahrzeugkarosserie
gekoppelt, so daß der Abstand zum Radträger 40 kleiner wird.
Genauso sind die unteren Querlenker 42' zwischen dem Radträger
40 und der Fahrzeugkarosserie gekoppelt, so daß der Abstand
zum Radträger 40 kleiner wird. In dieser Hinterradaufhängung
stellt die Lenkdrehachse KP eine imaginäre Linie dar, die den
Schnittpunkt der Verlängerungen der oberen Querlenker 41' und
den Schnittpunkt der Verlängerungen der unteren Querlenker 42'
miteinander verbindet.
Obwohl in den oben beschriebenen Ausführungsformen eine
Schraubenfeder verwendet wird, kann auch ein Dämpfer, der eine
zur Geschwindigkeit der auf ihn einwirkenden Kraft
proportionale Gegenkraft erzeugt, oder sowohl eine
Schraubenfeder als auch ein solcher Dämpfer vorgesehen sein.
Obwohl in den oben beschriebenen Ausführungsformen die
Erfindung bei einer Hinterradaufhängung von
Doppelquerlenkerbauart angewendet wird, kann sie auch bei
einer Hinterradaufhängung von Federbeinbauart angewendet
werden, in der die Federbeinachse und die Lenkdrehachse nicht
zueinander parallel sind und sich nicht schneiden.
Die Bestandteile der Hinterradaufhängung der vorliegenden
Erfindung müssen sich nicht ständig in denjenigen Positionen
befinden, wie sie in Verbindung mit den Fig. 2 und 4 bis 10
beschrieben worden sind; es genügt, wenn sie sich im erwähnten
Gleichphasenbereich in diesen Positionen befinden.
Claims (6)
1. Hinterradaufhängung für ein vierradgelenktes Fahrzeug,
das einen Vorderrad-Lenkmechanismus und einen Hinterrad-
Lenkmechanismus aufweist und bei dem in einem bestimmten
Fahrzustand wenigstens das kurvenäußere der Hinterräder in
gleicher Richtung wie die Vorderräder eingeschlagen wird, mit
einem Radträger (40) für das Hinterrad, mit einer mit dem
Radträger (40) verbundenen Radführungseinrichtung (41, 42;
41', 42'), durch die eine Lenkdrehachse (KP) definiert ist,
und mit einer bei Vertikalbewegungen des Radträgers (40) eine
Gegenkraft erzeugenden, am Fahrzeugaufbau abgestützten
Federungseinrichtung (46, 47),
dadurch gekennzeichnet, daß die Federungseinrichtung (46, 47)
drehbar am Radträger (40) gelagert und derart ausgerichtet
ist, daß die Gegenkraft mit ihrer Wirkungslinie (XY) die
Lenkdrehachse (KP) weder schneidet noch dazu parallel ist und
ein Drehmoment um die Lenkdrehachse (KP) erzeugt, welches den
Radträger (40) in Richtung der Nachspur des an ihm montierten
Hinterrades (11L, 11R) lenkt.
2. Hinterradaufhängung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Federungseinrichtung eine an einem
Federführungs-bauteil (47) gehaltene Schraubenfeder (46) ist.
3. Hinterradaufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Radführungseinrichtung einen oberen
und einen unteren Querlenker (41, 42; 41', 42') aufweist.
4. Hinterradaufhängung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lenkdrehachse (KP) durch die Punkte
(43, 44) verläuft, an denen der obere (41, 41') und der
untere (42, 42') Querlenker mit dem Radträger (40) verbunden
sind.
5. Hinterradaufhängung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens einer der Querlenker als ein
Paar von voneinander getrennten Einzellenkern (41', 42')
ausgebildet ist.
6. Hinterradaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkdrehachse (KP) die
Fahrbahn an einem Punkt (P) durchsetzt, der hinter demjenigen
Punkt (G) liegt, in welchem die Radaufstandsfläche des
Hinterrades mit ihrem jeweiligen Mittelpunkt die Fahrbahn
berührt.
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