DE387602C - Verfahren zur Herstellung von Kunstleder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstleder

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DE387602C DES56697D DES0056697D DE387602C DE 387602 C DE387602 C DE 387602C DE S56697 D DES56697 D DE S56697D DE S0056697 D DES0056697 D DE S0056697D DE 387602 C DE387602 C DE 387602C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

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  • Polymers & Plastics (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstleder. Die Herstellung von Kunstleder aus Lederabfällen ist bereits mehrfach vorgeschlagen, z. B. sollen fein gepulverte Lederabfälle in heißen Formen unter hohem Druck ohne Bindemittel zusammengepreßt werden. Auch hat man die zerkleinerten Lederabfälle mit Harz oder Kolophonium vermischt uni .diese Mischung auf Jute oder Leinwand gepreßt.
  • Gegenüber diesen bekannten Verfahrest erm C),licht die Erfindung die Herstellung einer öe Z> Masse, die sich auf einer Kartonmaschine oder auf Filzen weiter verarbeiten läßt. Den zu Pulver zerkleinerten Lederabfällen wird eine Lösung von Harz und Kolophonium zugesetzt, und es wird sodann diese Mischung erfindungsgemäß mit Kochsalz imprägniert. Dieses soll das Harz und Kolophonium über die ganze Masse gleichmäßig verteilen und die Klebrigkeit derselben aufheben, so daß die weitere Verarbeitung auf der Pappenmaschine oder auf Filzen möglich ist. Die hergestellte Masse läßt sich dann sehr gut mit Wasser vermischen, ohne daß ein Verlust von Harz und Kolophonium infolge Ausspülens durch das Wasser zu befürchten ist.
  • Die Zerkleinerung der Lederabfälle -muß in gttt trocknem Zustand derselben zwischen Metallkörpern zu einem Mehl bzw. feinem Grieß derart erfolgen, daß alle Fasern zerstört werden. Die Verwendung von Metallkörpern ist deshalb wichtig, weil bei der Zermahlung durch Stein infolge der Abnutzung leicht Fremdkörper in die zerkleinerte Ledermasse gelangen können, die bei der darauffolgenden chemischen Verbindung .der feinen Lederteilchen den festen Zusammenhalt stören. Der erhaltene Staub muß so beschaffen sein, :daß er Flüssigkeiten aufsaugen kann. Diesen Staub läßt man darauf durch ein Sieb: mit sehr feinen Maschen gehen und mischt ihn innig mit einer FlüssiglKeit, die aus in Öl oder anderen ähnlichen Lösungsmitteln, wie Äther, Alkohol, Benzin u. dgl. gelöstem Harz und Kolophonium hergestellt ist, und zwar werden an Harz (Tannenharz u. dgl.) etwa 5 bis 7 Prozent und an Kolophonium etwa q. bis 7 Prozent zugesetzt. :Nachdem das überschüssige Lösungsmittel abgelassen ist, werden zweckmäßig etwa 3 Teile zooprozentiges Kochsalz (Chlornatrium) zugesetzt. Die Mischung wird ohne Zusatz von Wasser auf kaltem Wege in einem geeigneten Behälter ausgeführt, bis man einen Teig von gleichmäßiger Farbe erhält, der dann in üblicher Weise verarbeitet werden kann. Das Salz wird bei der weiteren Verarbeitung der :Masse durch das hierbei verwendete Wasser ausgeschieden.
  • Das erhaltene Endprodukt ist Luft- und wasserdicht und hat den großen Vorteil-- der Zugfestigkeit. Harz und Kolophonium wirken :dabei nicht, -wie bisher angenommen, in gleicher Weise, sondern das Harz als kräftiger Leim, während das Kolophonium zur Festigkeit und Elastizität beiträgt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUciir': i. Verfahren zur Herstellung von Kunstleder aus zu feinem Pulver zerkleinerten Lederabfällen, die mit Harz oder Kolophonium vermischt werden, dadurch gekennzeichnet, daB die zerkleinerten Lederabfälle mit einer Harz- und Kolophoniummischung unter Zusatz von etwa 3 Prozent Kochsalz vermengt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB die Zerkleinerung der Lederabfälle zwischen Metallkörpern erfolgt.
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