DE38448C - Guillochir-Maschine - Google Patents

Guillochir-Maschine

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Publication number
DE38448C
DE38448C DENDAT38448D DE38448DA DE38448C DE 38448 C DE38448 C DE 38448C DE NDAT38448 D DENDAT38448 D DE NDAT38448D DE 38448D A DE38448D A DE 38448DA DE 38448 C DE38448 C DE 38448C
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DE
Germany
Prior art keywords
molette
holder
pin
guilloché
machine
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT38448D
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English (en)
Original Assignee
A. GÜDEL in Biel, Schweiz
Publication of DE38448C publication Critical patent/DE38448C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B3/00Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B2700/00Machines, apparatus, tools or accessories for artistic work
    • B44B2700/02Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
    • B44B2700/026Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings for guilloching

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
A. GÜDEL in BIEL (Schweiz). Guillochir-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juni 1886 ab.
Diese Neuerungen bezwecken,. Moletten aus weicher Substanz (wie Holz, Zink u. dergl.) statt aus Stahl zu verwenden, und dabei eine vielartige Charakteristik der Zeichnung, also eigentlich verschiedenartige Zeichnungen mit ein und derselben weichen Molette zu erzielen.
Fig. ι und 2 zeigen den Supportschlitten im Aufrifs und Grundrifs, wie er zum Schneiden von Reliefzeichnungen, mit Körnern oder mit Fadengrund in den Zwischenräumen der Zeichnung, gebraucht wird. In Fig. 3 ist eine umgekehrte Stichelbewegung skizzirt, und Fig. 4, 5 und 6 zeigen Aufrifs, Grundrifs und Seitenansicht einer Einschaltung von Hebeln in die Stellung der Fig. 1 und 2.
Um auch die Merkmale der Verbesserungen klarzulegen, zeigt Fig. 7 den Typus der bisherigen Combination.
Das allgemeine Princip des Mustercopirens ist beiden Systemen gemeinschaftlich, die Anordnung oder das constructive Princip dagegen ist eine verschiedene. Jede Erhöhung auf der Molette, und zwar sowohl in der bisherigen Construction, Fig. 7, als in der neuen Construction, Fig. ι und 2, stöfst den Stift/1 bezw. f rückwärts, zieht durch die Verbindung mit dem Arbeitsstahl letzteren mit sich und läfst ihn, sobald wieder eine Vertiefung auf der Molette kommt, durch Federdruck wieder einschneiden. Während beim bisherigen System, Fig. 7, die schlittensupportartige Wiege g1 die Spindel, Mutter, Zählrad und Kurbel in sich fafste, die Wiege direct mit dem Stahlschlitten verbunden war und durch eine starke Feder z1 der Druck sowohl auf das zu bearbeitende Stück als auf die Molette in derselben Intensität bewirkt wurde, ist im neuen System die Wiege g von allem übrigen getrennt, und das Schlittchen der Wiege wird von der Schraubenmutter durch einen in derselben placirten Stift mitgenommen. Der Arbeitsstahl beim vorliegenden System,' Fig. ι, macht eine kreisförmige Bewegung und schneidet deshalb, ähnlich der Handbewegung eines Graveurs, die Späne leichter aus, als ein im horizontal geführten Schlitten befindlicher Arbeitsstahl. Endlich bedingen die neuen Gabelanordnungen, dafs der Druck des Molettenstiftes/ auf die Molette nur gering ist, weshalb die weichen Moletten aus Holz u. dergl. sich weniger schnell abnutzen als bisher die Stahlmoletten.
Während der gehärtete Molettenstift/3 bei der bisherigen Construction stumpf ist, bevor er die Länge der Molette passirt hat und deshalb gegen das Ende eine klotzige Zeichnung reproducirt, nutzt sich der Stift f der neuen Construction wochenlang nicht ab.
Die gravirte Molette a, Fig. 1 und 2, aus Holz oder dergleichen erhält ihre Rotation von der Guillochir-Maschine aus durch ein gelochtes Stahlband, in welches die Stifte des Rades b eingreifen. Auf der gleichen Welle befinden sich drei Rosetten c, eine glatte und zwei geschnittene. Je nach der Umdrehungszahl dieser Molettenwelle für einen Umgang des zu guillochirenden Gegenstandes wird die auf derselben befindliche Zeichnung gröfser oder kleiner übertragen.
Der ganze Schlitten ruht auf einem hier nicht gezeichneten gewöhnlichen Support, der
sich mit jenem kreuzt, und erlaubt, diesen an einer Spindel seitwärts bezw. auch halbrund zu bewegen, um geschweiften Gegenständen folgen zu können.
Der ganze Schlitten wird nun gegen das Arbeitsstück leicht angedrückt, so dafs der übliche Leitstichel d, welchem der Drehstahl e um Schnitttiefe vorsteht, auf dem Arbeitsstück Führung hat. Die Schiene g trägt den Stiftenhalter g°, sowie den Halter für den Stift / und erhält die seitliche Verschiebung durch die Schraube h, indem die Mutter auf der Schraube h den Stift des Wiegenschlittchens fafst und seitlich genau führt. Die Schiene oder Wiege g hat einen Arm u.
Der Stichelsupport k ist oscillirend angeordnet und hat einen hebelartigen Fortsatz gegen die Molette hin. Ein Hebel ν bildet die Verbindung zwischen dem Schienen- oder Wiegenarm u mittelst der Kupplungshülse t und zwischen, dem Stahlsupport k (bezw. dessen Fortsatz k°) mittelst des Verbindungsorgans n. Mit dieser Anordnung läfst sich eine Reliefzeichnung mit Körnern in den Zwischenräumen bilden. Der Stift I fällt durch den Druck der Feder i auf die Rosette ein, sobald der Molettenstift/sich in den Zwischenräumen des Molettenmusters befindet. Die kleinen Schnitte auf den Rosetten c geben nun den Hebeln und dem Stichelhalter eine geringe Bewegung, welche genügt, um die Körner zu schneiden. Zum Versetzen derselben dient der Sperrhaken m.
Um von derselben Molette ein zweites Bild, eine Reliefzeichnung mit Fadengrund, zu erzielen, wird nur der Stift / auf die glatte Rosette geschoben. Eine dritte Mustermodification, die vertiefte Zeichnung, ergiebt sich durch umgekehrte Manipulation der Hebel. Die Verbindung η links vom Drehpunkt des Doppelhebels ν wird gelöst und dafür ein Stützpunkt o, Fig. 3, rechts von genanntem Drehpunkt angebracht, die Feder i entfernt und dagegen eine Feder ρ so befestigt, dafs sie den Stichelhalter herunterdrückt. Wenn also der Stift/ auf der Zeichnung steht, schneidet der Stichel, und man kann auf diese Art die Zeichnung durch feine Faden darstellen.
Will man aber die Zeichnung ciselirt haben, bedarf es der Einschaltung eines von der Wiege g unabhängigen Stiftenhalters q, Fig. 4, 5 und 6, einer einerseits fest, andererseits in der Kupplung t gelagerten kleinen Welle r mit dem doppelt gebogenen Arm s; dagegen wird das Stiftchen t, Fig. 1 und 2, welches für die erhabenen Zeichnungen die Verbindung der Hebel bewirkte, entfernt, so dafs der Arm u der Wiege g unabhängig vom Doppelhebel ist, während die Welle r einseitig sich auf- und abbewegen kann, wodurch der Arm s an den Doppelhebel geprefst oder losgelassen wird. Sobald also der Arm u durch erhöhte Stellen der gravirten Molette gehoben wird, drückt der gebogene Arm s von unten an den Doppelhebel und q wird infolge des Widerstandes der Feder ρ an die Rosette geprefst, so dafs deren Schnitte eine vibrirende Bewegung der Hebel und des Stahlhalters hervorrufen. Fällt dann der Stift f in einen Zwischenraum der Zeichnung, so sinkt der Arm u mit der Welle r und dem Arms, der Doppelhebel findet einen Ruhepunkt auf der Stütze ν und der Arbeitsstand wird dadurch genügend zurückgezogen, dafs er nicht mehr schneiden kann. Was also auf der Molette erhöht ist, wird auf dem Arbeitsstück vertieft geschnitten, und die Zwischenräume der Zeichnung setzen den Drehstahl aufser Thätigkeit.
Für eine vierte Mustermodification, wobei die Zeichnung ebenfalls ciselirt, aber erhöht statt vertieft ist, und die Zwischenräume durch Fadengrund ausgefüllt sind, dient die ganze Anordnung, wie in Fig. 4, 5 und 6 gezeichnet, nur mit der Aenderung, dafs die Verbindung zwischen Stichelhalter und Doppelhebel wieder bei η statt 0 hergestellt und die Feder ζ statt ρ in Function tritt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: Eine Guillochir-Maschine, charakterisirt durch folgende Einrichtungen:
1. die Anordnung eines oscillirenden Stichelhalters k und der Uebersetzungshebel ν und u g g° zwischen Stichel und Molette a, deren im Hebelarm befindlicher Stift f auf der festgelagerten Leitspindel h längs der Molette geführt wird;
2. die Anordnung eines von dem Molettenstifte unabhängigen besonderen Stiftenhalters q mit einer den letzteren mit dem Uebersetzungshebel ν und dadurch mit dem Stichelhalter k verbindenden Zwischenachser.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT38448D Guillochir-Maschine Expired - Lifetime DE38448C (de)

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