DE384102C - Verfahren zur Herstellung zylindrischer Reifen aus flachen Blechringen auf einer Ziehpresse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung zylindrischer Reifen aus flachen Blechringen auf einer ZiehpresseInfo
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- DE384102C DE384102C DEK72307D DEK0072307D DE384102C DE 384102 C DE384102 C DE 384102C DE K72307 D DEK72307 D DE K72307D DE K0072307 D DEK0072307 D DE K0072307D DE 384102 C DE384102 C DE 384102C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D53/00—Making other particular articles
- B21D53/16—Making other particular articles rings, e.g. barrel hoops
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung zylindrischer Reifen aus gleichmäßig
starken flachen Blechringen auf einer Ziehpresse, deren Stempel einen zu dem Innendurchmesser
des Reifens passenden zylindrischen Teil und einen vor diesem liegenden kegelförmig verjüngten Teil besitzt. Die Herstellung
solcher Reifen erfolgte bisher in zwei Arbeitsgängen, und zwar nach zwei verschiedenen
Arbeitsverfahren. Bei dem einen Verfahren \vurde der flache Blechring auf der
Ziehpresse in einem ersten Arbeitsgange zunächst zu einem kegelförmigen Reifen umgeformt
und dieser kegelförmige Reifen sodann in einem zweiten Arbeitsgange zu einem zylindriscxhen
Reifen erweitert. Bei dem andern Arbeitsverfahren wurde der flache Blechring von rechteckigem Querschnitt zunächst in
einem ersten Arbeitsgange zu einem flachen Ringe von trapezförmigem Querschnitt ausgewalzt
und der ausgewalzte Ring sodann in einem zweiten Arbeitsgange auf der Ziehpresse
zu einem zylindrischen Reifen umgeformt.
Durch die Erfindung soll nun die Herstellung derartiger Reifen auf der Ziehpresse in
einem einzigen Arbeitsgange ermöglicht werden.
Dieser Zweck wird der Erfindung gemäß durch die Verwendung von Blechringen erreicht,
deren Außendurchmesser und Breite in solcher Beziehung zu dem Durchmesser der Bohrung des Ziehgesenkes stehen, daß jeder
Blechring durch einen einzigen Arbeitshub des Stempels zu einem fertigen zylindrischen
Reifen umgeformt werden kann.
Auf der Zeichnung ist in Abb. 1 der zur Herstellung eines Reifens bestimmte Blechring
im Querschnitt veranschaulicht, während Abb. 2 den fertigen Reifen im Querschnitt
zeigt.
Abb. 3 und 4 veranschaulichen durch schematische achsiale Schnitte einer Ziehpresse
und des Werkstücks das Ergebnis des Zieh- '· Vorganges bei beliebiger, der Erfindung nicht
! entsprechender Wahl der Abmessungen des Werkstückes und der Ziehpresse und
Abb. 5 bis 7 in gleicher Darstellung ein Ausführungsbeispiel des den Gegenstand der
Erfindung bildenden Verfahrens.
Aus einem flachen Blechringe A (Abb. 1) kann ein nahtloser zylindrischer Reifen B
(Abb. 2) auf der Ziehpresse hergestellt werden, wenn es gelingt, durch das Zusammenwirken
von Stempel und Gesenk der Presse jeden Querschnitt des Ringes A um 90° gegen
seine Anfangslage zu verdrehen. Hierzu ist eine Presse nötig, deren Stempel einen zu
dem Innendurchmesser des Reifens passenden zylindrischen Teil und einen vor diesem liegenden
kegelförmigen Teil besitzt.
Wie Versuche gezeigt haben, mißlingt jedoch bei beliebiger, der Erfindung nicht entsprechender
Wahl der Abmessungen des Blechringes und der Presse die Herstellung
der Reifen auf einer derartigen Presse, was sich durch nachstehende Erwägungen an Hand
der Abb. 3 und 4 erklären läßt.
Beim Niedergange des Preßstempels C (Abb. 3) tritt zunächst der kegelförmige
Teil c1 des Stempels in die öffnung des auf
dem Gesenke D liegenden Blechringes A ein und sucht den Blechring in das Gesenk D hineinzuziehen.
Hierbei erfährt jeder auf dem Werkstücke in der Nähe seines Außendurchmessers gezogene Kreis eine Verminderung
und jeder in der Nähe seines Innendurchmessers gezogene Kreis eine Vergrößerung seines
Durchmessers. Diesen Veränderungen setzt das Werkstück einen bestimmten Widerstand
entgegen; außerdem treten zwischen dem Werkstücke und dem kegelförmigen Teile c1
des Stempels einerseits und zwischen Werkstück und Gesenk anderseits noch Reibungskräfte
auf, die sich dem Niedergange des Stempels widersetzen. Ist nun die vom Stempel
auf das Werkstück übertragene Kraft, die das Werkstück in das Gesenk hineinzuziehen
*) Von dem Patetitsucher ist als Erfinder angegeben worden:
Karl Bohle in Essen.
sucht, größer als der Widerstand, den das Werkstück dem Hindurchziehen durch das
Gesenk entgegensetzt, so bleibt das Werkstück A an dem kegelförmigen Teile c2 des
Preßstempels haften und wird, wie Abb. 3 zeigt, ohne ausreichende Änderung seiner
Querschnittsform durch das Gesenk D hindurchgezogen. Im umgekehrten Falle, wenn
der Widerstand, den das Werkstück dem Hindurchziehen durch das Gesenk entgegensetzt,
überwiegt, wird das Werkstück A nicht vollständig in das Gesenk hineingezogen und
erhält, wie Abb. 4 zeigt, nur auf einem Teile seines Umfanges zylindrische Gestalt. Hieraus
folgt, daß die Herstellung zylindrischer Reifen aus einem flachen Blechringe nur dann
gelingen kann, wenn die vom Preßstempel auf das Werkstück ausgeübte Kraft, die das
Werkstück in das Gesenk hineinzuziehen sucht, bis zum Austritte des kegelförmigen
Preßstempelteiles aus dem Werkstücke immer annähernd gerade so groß ist, daß ihr durch
den Widerstand, der beim Hindurchziehen des Werkstückes durch das Gesenk zu überwinden
wäre, das Gleichgewicht gehalten wird.
Von dieser Erkenntnis ist bei der Erfindung Gebrauch gemacht. Es hat sich nun gezeigt,
daß die geschilderten Verhältnisse nur dann eintreten können, wenn der Innen- und
Außendurchmesser des verwendeten Werkstückes in einer ganz bestimmten Beziehung zum Durchmesser der Bohrung des Gesenkes
stehen. Bezeichnet D (Abb. 1) den Außendurchmesser des Werkstückes, b seine Ringbreite
und d (Abb. 3) den Durchmesser der Bohrung des Gesenkes, so muß bei der Herstellung
eiserner Reifen der Wert von D zwischen
den Grenzen
2
D=d-\- — b und
D=d-\- — b und
liegen.
In Abb. 5 bis 7, die schematisch eine Presse veranschaulichen, die zur Ausführung des im
vorstehenden näher beschriebenen Verfahrens bestimmt ist, bezeichnet E den Preßstempel,
e1 seinen zylindrischen und e2 seinen kegelförmigen
Teil. Das Gesenk F besitzt eine ringförmige Ausdrehung f1, die zur Aufnahme des
ringförmigen Werkstückes A bestimmt ist. Die Ausdrehung/'1 hat den gleichen Durchmesser
wie ein sich an den zylindrischen Teil e1 des Preßstempels anschließender
Bund es des Preßstempels. In die Bohrung des Gesenks ragt ein rohrförmiger Auswerfer
G hinein.
Vor dem Pressen wird das gegebenenfalls zur Rotglut erhitzte Werkstück A in die Ausdrehung/1
des Gesenks F eingelegt (Abb. 5). Beim Niedergange des Preßstempels E tritt
dessen kegelförmiger Teil e2 in die öffnung
des Werkstückes A ein und erweitert diese. Gleichzeitig wird durch die Einwirkung des
Gesenks F der Außendurchmesser des Werkstückes vermindert, so daß jeder Querschnitt
in seiner Ebene gedreht wird und das Werkstück eine im wesentlichen kegelförmige Gestalt
erhält (Abb. 6). Wenn der Preßstempel so tief in das Werkstück eingedrungen ist,
daß sein kegelförmiger Teil ez gerade aus dem Werkstücke heraustritt, hat das an seinem
hinteren Ende immer noch am oberen Rande des Gesenkes festgehaltene Werkstück bereits
im wesentlichen zylindrische Gestalt erhalten. Während des ganzen bisher geschilderten Abschnittes
des Preßvorganges ist die vom Preßstempel auf das Werkstück ausgeübte Kraft, die das Werkstück in das Gesenk hineinzuziehen
sucht, immer annähernd gerade so groß, daß ihr durch den Widerstand, der beim Hindurchziehen des Werkstückes durch das
Gesenk zu überwinden wäre, das Gleichgewicht gehalten wird, so daß weder der durch
Abb. 3 noch der durch Abb. 4 veranschaulichte Fall eintreten kann. Gegen Ende der
Bewegung des Preßstempels £ gelangt sein Bund es zur Anlage an das -Werkstück und
drückt es vollständig in das Gesenk/7 hinein (Abb. 7). Nach dem Rückgange des Preßstempels
wird der in einem einzigen Arbeitsgange fertiggepreßte Reifen durch den Auswerfer
G aus dem Gesenke entfernt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung zylindrischer Reifen aus gleichmäßig starken flachen Blechringen auf einer Ziehpresse, deren Stempel einen zu dem Innendurchmesser des Reifens passenden zylindrischen Teil und einen vor diesem liegenden kegelförmig verjüngten Teil besitzt, gekennzeichnet durch die Verwendung von Blechringen (A), deren Außendurchmesser (D) und Breite (f>) in solcher Beziehung zu dem Durchmesser (d) der Bohrung des Ziehgesenkes (F) stehen, daß jeder Blechring (A) durch einen einzigen Arbeitshub des Stempels (E) zu einem fertigen zylindrischen Reifen umgeformt werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK72307D DE384102C (de) | Verfahren zur Herstellung zylindrischer Reifen aus flachen Blechringen auf einer Ziehpresse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK72307D DE384102C (de) | Verfahren zur Herstellung zylindrischer Reifen aus flachen Blechringen auf einer Ziehpresse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE384102C true DE384102C (de) | 1923-10-27 |
Family
ID=7232243
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK72307D Expired DE384102C (de) | Verfahren zur Herstellung zylindrischer Reifen aus flachen Blechringen auf einer Ziehpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE384102C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2119962A1 (de) * | 1970-12-31 | 1972-08-11 | Zahnradfabrik Friedrichshafen |
-
0
- DE DEK72307D patent/DE384102C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2119962A1 (de) * | 1970-12-31 | 1972-08-11 | Zahnradfabrik Friedrichshafen |
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