DE37767C - Drehschieber für eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Schliefsen und Oeffnen sämtntlicher Thüren eines Eisenbahnzuges und zum Bedienen von Luftbremsen - Google Patents
Drehschieber für eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Schliefsen und Oeffnen sämtntlicher Thüren eines Eisenbahnzuges und zum Bedienen von LuftbremsenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F15/00—Power-operated mechanisms for wings
- E05F15/50—Power-operated mechanisms for wings using fluid-pressure actuators
- E05F15/53—Power-operated mechanisms for wings using fluid-pressure actuators for swinging wings
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05Y—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES E05D AND E05F, RELATING TO CONSTRUCTION ELEMENTS, ELECTRIC CONTROL, POWER SUPPLY, POWER SIGNAL OR TRANSMISSION, USER INTERFACES, MOUNTING OR COUPLING, DETAILS, ACCESSORIES, AUXILIARY OPERATIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, APPLICATION THEREOF
- E05Y2900/00—Application of doors, windows, wings or fittings thereof
- E05Y2900/50—Application of doors, windows, wings or fittings thereof for vehicles
- E05Y2900/51—Application of doors, windows, wings or fittings thereof for vehicles for railway cars or mass transit vehicles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine pneumatische Einrichtung zum gleichzeitigen geräuschlosen
Oeffnen und Schliefsen sämmtlicher Waggonthüren eines Eisenbahnzuges. Die Einrichtung
läfst sich besonders bei Wagen mit Luftdruck- oder Vacuum bremsvorrichtung leicht
anbringen und erfordert hier nur geringe Abänderungen und verhältnifsmäfsig wenig neue
Einrichtungen.
Wagen A und Untergestell B sind von gewöhnlicher Construction; auch das. Luftrohr C
für die Luftdruck- oder Vacuumbremse ist in der üblichen Weise unter dem Wagen befestigt.
Für den vorliegenden Zweck werden noch zwei andere schwächere Luftrohre D unter
dem Wagen angeordnet. Die Rohre D können in gleicher Weise wie das Rohr C für sich
durch den Zug hindurch zwischen den einzelnen Wagen gekuppelt werden. Da in diesem
Falle jedoch eine sehr grofse Anzahl . von Kupplungen erforderlich würde, so empfiehlt
es sich, die Rohre D, wie dargestellt, derart mit dem Rohr C zu combiniren, dafs zwischen
je zwei Wagen immer nur eine Kupplung erforderlich wird. Zu diesem Zweck sind die
Rohrenden von D an jedem Wagenende an je ein Rohr D1 angeschlossen, welches innerhalb
des Hauptrohres C angeordnet wird. Die hierzu dienende Einrichtung ist in Fig. 4 dargestellt.
Dieselbe besteht aus einer in das Rohr C eingeschalteten, elliptisch erweiterten
Muffe E und einem T - Rohrstück E\ welches quer durch die Muffe hindurchgeht und mit
derselben zusammen als ein Ganzes gegossen ist. In die beiden einander gegenüberstehenden
Enden des Rohrstückes E1 sind die Rohre D, in den quer stehenden Stutzen ist das innerhalb
des Hauptrohres C angeordnete Rohr D1 eingeschraubt. Zur Kupplung der so entstehenden
Doppelrohre dient die in Fig. 5 dargestellte Einrichtung. Bei derselben trägt jede
Hälfte der Hauptkupplung F mittelst radialer Arme oder Stege ein Flantschrohr F1. Die
Flantschenden sind abgedreht und in gleicher Weise wie Flantschhälften der Hauptkupplung F
mit Gummidichtung versehen, so dais beim Kuppeln des Hauptrohres C auch eine gute
Dichtung der Nebenrohre D1 erzielt wird. Jedes einzelne Rohr D steht mit einem oder
mehreren pneumatischen Behältern G in Verbindung , welche durch geeignete Kolbenoder
Hebelübertragung den Mechanismus zum Schliefsen und Oeffnen der Thüren betreiben.
Es empfiehlt sich, an jeder Längsseite des Wagens eine solche Einrichtung anzubringen, um
die Thüren jeder Seite für sich handhaben zu können. Es kann aber ebensogut für jede:
einzelne Thür ein pneumatischer Behälter mit Hebelvorrichtung angeordnet werden oder auch
für den ganzen Wagen nur ein einziger pneumatischer Cylinder zur Anwendung kommen.
Die Behälter G entsprechen den Bremscyliiidern der Vacuumbremsen. Die Kolbenstange greift
an den Arm α der Welle b an, deren Arm d - durch eine Gelenkstange e mit einer in Führungsaugen
g gleitenden Stange f in Verbindung steht und diese Stange entsprechend der
Bewegung des Kolbens in G vor- oder zurück-
schiebt. Die Welle b ist mit einem Gegengewicht c ausgestattet und in Lagern, welche
am unteren Rahmen B befestigt sind, gelagert. Die Schieberstange f trägt an der Seite paarweise
angeordnete Anschlagstifte hh1, welche
bei der Verschiebung der Stange/abwechselnd an Winkelhebel anschlagen und hierdurch die
Verschlufsstangen der Thüren heben oder senken und damit die Thüren schliefsen oder
öffnen, Fig. 7a und 7b. Die Stange/ wird dadurch in Thätigkeit gesetzt, dafs man in den
theilweise evacuirten Behälter G hinter den Kolben oder das denselben ersetzende Diaphragma
Aufsenluft einlä'fst, durch deren Uebe.rdruck der Kolben bezw. das Diaphragma nach
innen geprefst wird, so dafs α d und die
Schieberstange / in die in Fig. 1 dargestellte Lage kommen, bei welcher die Thüren geschlossen
sind. Das Schliefsen der Thüren erfolgt gleichfalls mittelst der Schieberstange /.
Zu diesem Zweck sind die Thüren mit Armen k versehen, Fig. 6 a und 6 b, welche von Stiften /
der Stange / erfafst werden, wenn die Thüren geöffnet sind, Fig. 6 b, und die Stange / nach
links, Fig. 2, verschoben wird; hierbei findet dann auch nach Fig. 7 b eine Verriegelung der
Thüren durch die Stifte hl statt. Ein Oeffnen der Thür kann demnach nur stattfinden, wenn
die Stange / entsprechend verschoben ist. In Fig. 8 ist eine Einrichtung dargestellt, welche
es den Reisenden ermöglicht, bei etwaigem Unfälle das Vacuum in G zu beseitigen, um
somit die Thüren vom Innern des Waggons aus öffnen zu können. Zu diesem Zweck führen von dem Vacuumcylinder zwei Zweigrohre
m in dem Wagen hoch, um sich in einer an geeigneter Stelle der Wand befestigten
Büchse zu vereinen. Diese Büchse ist durch einen Stöpsel n1 geschlossen. Wird dieser
herausgezogen, so strömt Luft in die Behälter G ein, das Vacuum wird aufgehoben
und die Thüren können geöffnet werden. In den Fig. 9, 10, 11 und 12 ist die Einrichtung
dargestellt, durch welche sowohl die Bremsvorrichtung als auch der Mechanismus
zum Oeffnen und Schliefsen der Thüren in Function gesetzt werden kann. Die Einrichtung
beruht auf einer mit verschiedenen Bohrungen versehenen Stellscheibe. Fig. 9 zeigt die Einrichtung
im Längsschnitt. Fig. 10 ist eine Ansicht des Sitzes der Stellscheibe, Fig. 11 eine
untere Ansicht der Stellscheibe, Fig. 12 eine Darstellung der verschiedenen Stellungen des
Griffes. Fig. 9 a und 9 b sind Schnitte nach X-X bezw. y-y-i Fig. 11.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Lage der Stellsclieibe gewährt die Oeffnung p, Fig. 11,
sowohl nach dem Hauptrohr C als auch nach dem Nebenrohr D1 freien Durchgang, so
dafs also in beiden Leitungen ein Vacuum entstehen wird und somit die Bremsen und
die Thürverschlüsse gelöst werden. Wird der Griff der Stellscheibe bis in die Lage I, Fig. 11,
gedreht, so ist nur nach dem Rohr C ein freier Durchgang vorhanden, so dafs das Vacuum
auch nur in diesem Rohr erhalten bleibt, während das Rohr D1 mit der äufseren Luft in
Communication tritt, Fig. 9 a, die Bremsen also gelöst bleiben, die Thüren dagegen geschlossen
werden. Sollen die Bremsen angezogen werden , ohne dafs dabei die Thüren geöffnet
werden, so mufs die Oeffnung r über die Rohre C und D1 eingestellt werden. In diesem
Falle treten beide Rohre mit der Aufsenluft in Communication, und es werden somit die
Bremsen angezogen und die Thüren weiter verschlossen gehen. Sollen dagegen die Thüren
bei angezogenen Bremsen geöffnet werden, so dreht man den Griff in die Lage II, Fig. ii, bis die Oeffnung s mit dem Rohr D1
zusammenfällt, Fig. 9 b. Rohr C befindet sich alsdann in Communication mit der Aufsenluft,
während im Rohr D1 nunmehr wieder ein Vacuum erzeugt wird, so dafs die Thüren geöffnet
werden, die Bremsen aber angezogen bleiben. Die Oeffnung, durch welche die
Aufsenluft hinter den Kolben in den Behälter G eintritt, wird so klein gehalten, dafs die Bewegung
des Kolbens und somit das Schliefsen der Thüren nur langsam und geräuschlos vor sich geht. Die Wirkung der Bremseinrichtung
ist demnach im allgemeinen die entgegengesetzte von derjenigen der pneumatischen Verschlufsvorrichtung;
während der Bewegung des Zuges besteht in der Bremseinrichtung also ein Vacuum, und die Verschlufsvorrichtung für die Thüren'
steht unter der Wirkung der Aufsenluft. Beim Stillstand des Zuges findet dagegen das Gegentheil
statt; die Bremsen stehen alsdann unter der Wirkung der Aufsenluft, während in der Verschlufsvorrichtung wieder ein Vacuum herrscht.
Die oben beschriebene Stellvorrichtung wird beim Zug- oder Lokomotivführer angeordnet.
Claims (1)
- . Patent-Anspruch:Die mit verschiedenen Bohrungen (r sp) versehene Stellscheibe zum gleichzeitigen, gleichmäfsigen' oder beliebig entgegengesetzten Betriebe des Bremsapparates, sowie der pneumatischen Verschlufseinrichtung (Fig. 11).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.'
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37767C true DE37767C (de) |
Family
ID=313505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37767D Expired - Lifetime DE37767C (de) | Drehschieber für eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Schliefsen und Oeffnen sämtntlicher Thüren eines Eisenbahnzuges und zum Bedienen von Luftbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37767C (de) |
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0
- DE DENDAT37767D patent/DE37767C/de not_active Expired - Lifetime
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