DE53989C - Vorrichtung zur Bethätigung von Reibungsräderbremsen durch Luftdruck oder Luftleere - Google Patents

Vorrichtung zur Bethätigung von Reibungsräderbremsen durch Luftdruck oder Luftleere

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DE53989C
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DE
Germany
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air
friction wheel
evacuation
air pressure
piston
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53989D
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Original Assignee
E. HARTMANN in Düsseldorf, Jacobistr. 26
Publication of DE53989C publication Critical patent/DE53989C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T1/00Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles
    • B60T1/02Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels
    • B60T1/04Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels acting directly on tread

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. .
KLASSE 20: ^Ei
isenbahnbetrieb.
ERNST HARTMANN in DÜSSELDORF. Vorrichtung zur Bethätigung von Reibungsräderbremsen durch Luftdruck oder Luftleere.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. December 1889 ab.
Um die mit Reibungsradbremsen versehenen Eisenbahnfahrzeuge auch bei Zügen, welche mit Luftdruck- oder Luftleerbremsen ausgerüstet sind, benutzen zu können, erhalten die mit Reibungsbremse versehenen Fahrzeuge aufserdem eine Rohrleitung, welche an beiden Enden des Fahrzeuges die erforderlichen Schlauchverschraubungen zum Anschlufs an eine Luftleitung anderer Fahrzeuge besitzt. Die einzelnen Anschlüsse sind je mit einem Absperrhahn versehen. An jede dieser Rohrleitungen ist ein Luftcylinder angeschlossen, dessen beide Enden gleichfalls mit je einem Absperrhahn versehen sind. Die Kolbenstange jedes Cylinders steht in geeigneter Weise direct oder, indirect derart mit dem Hebelmechanismus der betreffenden Reibungsradbremse in Verbindung, dafs die Bremse sowohl durch die in den Cylinder eingeleitete Druckluft oder durch eine erzeugte Luftleere vermittelst der damit hervorgerufenen Bewegung des Kolbens, wie durch deren eigene Ein- oder Ausrückvorrichtung in oder aufser Thätigkeit versetzt werden kann.
In der Zeichnung ist solche Vorrichtung beispielsweise in Anwendung bei einer contir nuirlichen Schmid'sehen Schraubenrad bremse mit Reibungsantrieb dargestellt.
Die in einem Cylinder α mittelst Kolbens b bewegte Kolbenstange c ist durch eine Schleife d mit der Zugstange e des Hebelwerkes der Sch mid'sehen Schraubenbremse (s. Patentschriften No. 32465 und 35226) so verbunden, dafs deren eigene Ein- und Ausrückvorrichtung in keiner Weise behindert wird.
Bei Bethätigung der Bremsvorrichtung mittelst Luftdruckes wird die Luft bei f eingelassen. Der Kolben wird aus der Stellung I nach der Stellung II zurückgetrieben, bis der Kanal h frei wird, wonach die Luft durch h hinter den Kolben tritt. Beim Bremsen wird die Druckluft aus der Leitung herausgelassen, und bewirkt nun die nach Raum χ übergetretene Luft ein schnelles Vorschieben des Kolbens von II nach I, wobei das Reibungsrad k mit der Rolle I in Eingriff und die Bremsbacke in in bekannter Weise zur Wirkung gebracht wird. Die umgekehrte Kolbenbewegung, hervorgerufen durch Einlassung von Druckluft in die Leitung bezw. Cylinder, bewirkt das Lösen der Bremse.
Bei Bethätigung der Bremsvorrichtung mittelst Luftleere wird der Kolben b durch Oeffnen des Hahnes g und Schliefsen des Hahnes f, wodurch die erzeugte Luftleere die Luft aus dem Raum χ saugt, von I nach II bewegt. Nachdem derselbe an dem Kanal h vorbeigegangen . ist, wird die Luft auch aus dem Raum y angesaugt. Soll nun gebremst werden, so wird, wie üblich, Luft in die Leitung bezw. in den Raum χ gelassen und dadurch der Kolben von II nach I bewegt, wobei die in y befindliche Luftleere diese Kolbenbewegung unterstützt. Durch diese Kolbenbewegung wird wieder das Reibungsrad der Bremsvorrichtung zum Angriff gebracht und die Bremse in Thätigkeit gesetzt. Ein in der Rohrleitung bezw. in dem Cylinder erzeugte Luftleere bewirkt wieder die umgekehrte Kolbenbewegung und damit das-Lösen der Bremse.
Die Hähne / und g werden nur dann geöffnet bezw. geschlossen, wenn das Fahrzeug von einer Bahn mit Luftdruckbremsen auf eine Bahn mit Luftleerbremsen übergeht.
Die Kolbenbewegung ist einmal durch Anstofsen des Kolbens bei I, das andere Mal durch Anstofsen der Schleife d an der Stopfbüchse des Cylinders begrenzt. Es kann daher ein beliebig hoher Druck oder eine beliebige Luftleere angewendet werden; die Einwirkung der Kolbenbewegung auf die Bremsvorrichtung findet stets in derselben Weise statt.
Der Cylinder va kann auch in anderer Weise an dem Fahrzeug angeordnet und mit der Luftleitung verbunden sein, wie z. B. Fig. 2 zeigt, und die Einwirkung der Kolbenstange auf die Bremsvorrichtung indirect (durch Hebelübersetzüngen, Zahnstange und Zahnrad etc.) erfolgen.
Auch kann der Cylinder α mit jeder Wagenabtheilung durch eine Leitung mit Bremshahn in Verbindung gebracht werden, ähnlich wie solches bei den bekannten Carpenterbremsen statthat.
Wie leicht ersichtlich, können derartig mit einer beliebigen Reibungsradbremse und mit Luftbremse ausgerüstete Wagen. in alle Züge mit Luftleitung eingeschaltet werden, und können sowohl die mit gleichen Reibungsradbremsen versehenen Fahrzeuge für sich mit eigener Ein- und Ausrückvorrichtung, wie alle mit Luftwirkung gebremst werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Bremse mit Reihungsräderantrieb, welche ' sowohl durch die bekannte gemeinschaftliche Leine zugleich mit den anderen Bremsen des Zuges angezogen und gelöst werden kann, als auch bei Zügen mit Luftdruck- oder Luftleerbremsen dadurch benutzbar ist, dafs der auf die Stellung der Reibungsräder einwirkende Cylinder α je nach Art der Luftbremse mit dem Hauptluftrohr entweder durch den Hahn/ oder den Hahn g verbunden wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT53989D Vorrichtung zur Bethätigung von Reibungsräderbremsen durch Luftdruck oder Luftleere Expired - Lifetime DE53989C (de)

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