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Einrichtung zum Entleeren von Förderwagen innerhalb eines Kreisel-bzw.
Rollkippers
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zulm Ent leeren von Förderwagen
innerhalb einer Kreisel-oder Rollkipperanlage, durch die die Förderwagen im geschlossenen
Zug absatzweise mittels einer Vorziehkettenbahn oder ähnlichen Vorrichtung hindurchbewegt
werden. Damit die vor dem Kipper befindlichen, beladenen Waagen während der Entleerung
des im Kipper befindlichen Wagens diesen nicht weiterzuschieben vermögen, da vor
dem Kipper vielfach ein Gefälle angeordnet ist, wird zweckmäßig vor dem Kipper eine
Wageneinlaufsperre angeordnet, die außer Wirkung ist, wenn der Förderwagenzug vorgezogen
wird. Die Erfindung schafft eine Sicherheitseinrichtung für eine derartige Entleerungsanlage,
um ein Vorziehen des Förderwagenzuges bei falscher Stellung der Einlaufsperre zu
verhindern. Würde die Vorziehlçetten:bathn arbeiten, ohne daß die Einlauf sperre
einwandfrei außer Sperrlage ist, können infolge Überbeanspruchungen leicht Betriebsstörungen,
z. B. Reißen der Förderwagenku.pplun.gen u. dgl. mehr auftreten. Die erfindungsgemäße
s icherheitseinrichtung besteht darin, daß der Antrieb der Vorziehkettenhahn oder
eines sonstigen Vorholers mit der Einlaufsperre gekuppelt ist, so daß die Kettenbahn
in Abhängigkeit von der Stellung der Wageneinlaufsperre in Tãtigkeit gesetzt wird.
Blei Steuerung des Antriebs der Voriiehkettenbahn durch Servomotoren (Druckmittelzylinder),
deren Druckmittelzuleitung durch ein Umsteuerventil beeinflußt ist, wird dasselbe
über
Gestänge od. dgl. mit der Einlaufsperre verbunden, so daß das
Umstenerientil durch die Bewegungen der Einlaufsperre zwangsläufig mitgeschaltet
wird, und zwar in der Weise, daß in der Sperrstellung der Wageneinlaufsperre der
Antrieb der Vorziehkettenbahn ausgeschaltet ist, wogegen bei der Bewegung der Einlaufsperre
in die Außersperrlage, d. h. bei Freigabe der Förderwagen, dei Druckmittelzufuhr
zu den Servomotoren der Vorziehkettenbahn infolge entsprechender Umschaltung des
Steuerventils freigegeben wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch wiedergegeben, und zwar zeigt Abb. I die Gesamtanlage und Abb. 2 den
Antrieb der Vorziehkettenbahn im Ruhezustand.
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Der Förderwagenzug besteht aus den Förderwagen I bis 7, die mit Hilfe
einer Kettenbahn 8 absatzweise durch einen Roll-bzw. Kreiselkipper 9 hindurchbewegt
werden. Vor dem Roll- bzw.
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Kreiselkipper g ist eine Wageneinlaufsperre 10 in Form eines Kniehebels
angeordnet. Die Einlaufsperre 10 wird mit Hilfe eines Steuerzylinders 14 (Servomotors)
gesteuert, der einen Differentialkolben aufweist und mit Preßluft beaufschlagt wird.
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Das hintere Ende des Steuerzylinders 14 bet über die Leitung 31' unmittelbar
an die Preßlufthauptleitung 21 angeschlossen, wogegen das; vordere Ende des Steuerzylinders
14 über die Leitung 3I mit eingebautem Umschaltventil I7 (Mehrwegehahn) an die Hauptleitung
21 angeschlossen ist. Das Umschaltventii 17 wird zwangsläufig gesteuert, indem dasselbe
mit dem Kolben des Steuerzylinders 29 des Radauflaufhebels II gekuppelt ist. Der
Steuerzylinder 29 ist über die Leitung 30 mit eingebautem Hauptumschaltventil I9'
an die Hauptpreßluftleitung 21 angeschlossen. Das Hauptumschaltventil I9 wird durch
den Bedienungshebel 18 über den Hilfssteuerzylinder 19 umgesteuert.
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Der Antrieb der Vorziehkettenbahn 8 erfolgt über ein Planetengetriebe
23, welches das Drehmoment über eine Bremse 40 und einen Kettentrieb auf die Kettenbahn
8 überträgt. Die Bremse 40 steht unter dem Einfluß eines Seivoinotors 37, der über
die Leitungen 36, 32 mit den beiden eingebauten Umschaltveritilen I6, 218 an die
Hauptleitung 2I angeschlossen ist. Die Betätigung des Umschaltventils 28 erfolgt
durch einen Schalthebel 33 über Gestänge 34. Das Umschaltventil I6 ist durch Gestänge
mit dem Kniehebel der Einlaufsperre 10 gekuppelt, so daß dieses Ventil bei der Ein-
und Ausschaltbewegung der Einlaufsperre 10 mitgeschaltet wird, indem es die zum
Steuerzylinder I2 und dem Umschaltventi,l 28 führende Preßluftleitung 32 wahlweise
freigibt und sperrt. Der Steuerzylinder 12 betätigt den Schalthebel33 und damit
zugleich auch das Umschaltventil 28. Die für das absatzweise Vorbewegen der Kettenbahn
8 notwendige, vorülbergehende Kupplung derselben mit dem Getriebe 23 geschieht durch
die Schaltscheibe 24, die mit dem Zahnrad 25 kämmt. Diese Schaltscheibe ist mit
zwei Anschlägen 26, 27 versehen, die um I800 zueinander versetzt sind; die Schaltscheibe
24 ist im übrigen derart bemessen, daß eine volle Umdrehung einer Wagenlänge entspricht,
um die der Förderwagenzug jeweils absatzweise vorgezogen wird. Der auf der Rückseite
der Schaltscheibe. 24 befindliche Anschlag 27 arbeitet mit dem Schalthebel 33 zusammen,
indem dieser zwecks Rückschaltung des Steuerventils 28 kurz vor Ausführung einer
vollen Umdrehung der Schaltscheibe 24 in die aus Abb. 2 ersichtliche Ausgangsstellung
zurückbewegt wird.
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Der zweite, auf der Vorderseite der Schaltscheibe 24 befindliche Anschlag
26 wird' zwischen dem federnd nachgiebigen Haltenocken 41 und dem Anschlaghebel
39 gehalten. Der Anschlaghebel 39 ist mit dem Steuerzylinder 38 gekuppelt, dessen
vorderes Ende mit der Druckmittelleitung 36 in Verbindung steht. Beim Beaufschlagen
des Steuerzylinders 38 wird der Anschlaghebel 39 so weit zurückgeschwenkt, daß der
Anschlag 26 freigegeben ist und die Schaltscheibe 24 beim Anziehen der Bremse 40
sich in Richtung des Pfeiles drehen kann.
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Der Rollkipper 9 wird durch den umschaltbaren Druckmittelzylinder
I3 betätigt, an dessen eines Ende die Leitung 57 und an dessen anderes Ende die
Leitung 60 angeschlossen ist, die beide durch je ein Umsteuerventil 55 bzw. 6I steuerbar
sind. Die beiden Umsteuerventile 53, 61 werden durch einen Hilfssteuerzylinder 47
zwangsläufig gesteuert, der mittel,s eines Schaltgliedes 53 wechselweise mit einem
Anschlag 54 bzw. 69 am Umsteuerventil 55 bzw. 6I zusammenwirkt. Das vordere und
hintere Ende des umschaltbaren Hilfssteuerzylinders 47 ist wechselweise über das
Umschaltventil) 15 und die Leitungen 46, 49 an die Druckmittelzuleitung 45 anschließbar.
Das Umschaltventil 15 wird durch einen Hilfssteuerzylinder 42 betätigt, der einen
Differentialkolben aufweist und dessen hinteres Ende an die Druckmittelleitung 45
und dessen vorderes Ende an die Leitung 43 angeschlossen ist, die über das Hauptumschaltventil
20' mit der Hauptleitung 21 in Verbindung gebracht werden kann. Das Haupt umschaltventil
20' ist mit dem Hilfssteuerzylinder 20 gekuppelt, der in der einen Richtung durch
den Handhebel 18 und in der anderen, entgegengesetzten Richtung durch Anschließen
an die Leitung 74, welche von der Druckmittelleitung 57 des Arbeitszylinders I3
des Rollkippers g abzweigt, selbsttätig bewegt wird. Sinngemäß dient die Abzweigleitung
36' dazu, den Hilfssteuerzylinder 19 samt Hàuptumschaltventil I9 selbsttätig in
die Ausgangsstellung zurückzustellen.
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Zum Zweck des Vorziehens des Förderwagenzuges I bis 7 wird der Bedienungshebel
18' nach links auf I umgelegt. Hierbei wird der Kolben des Steuerzylinders 19 nach
links bewegt, wobei das damit gekuppelte Hauptumschaltventil- I9t derart gesteuert
wird, daß die zum Hilfssteuerzylinder 29 führende Leitung 30 mit dem Hauptleitungsnetz
21 in Verbindung tritt. Der Hilfssteuerzylinder 29 bringt den Wagenauflaufhebel
II in Bereitschaftsstellung; gleichzeitig wird das Umschaltventil I7 umgesteuert,
so daß das vordere Ende des Hilfs-
steuerzylinders 14 über die freigegebene
Leitung 3I beaufschlagt wird mit der Wirkung, daß die Wageneinlaulfsperre 10 außer
Sperrlage gezogen wird.
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Hierbei steuert die Wageneinlaufsperre 10 das Umschaltventil I6 um,
so daß nunmehr auch die Leitung 32 nach dem SteuerzylinderI2 freigegeben wird, der
durch Betätigung des Schalthebels 33 das Umschaltventil 28 umsteuert, wodurch die
Leitung'32 auch mit der Leitung 36 in Verbindung steht, so daß die beiden Steuerzylinder
37, 38 beaufschlagt werden. Demzufolge wird die Kettenbahn 8 um eine Wagenlänge
angetrieben und dann wieder stillgesetzt. Dadurch, daß die Leitung 36 über die Nebenleitung
36' Verbindung hat mit dem Steuerzylinder I9, wird während des Vorziehens des Förderwagenzuges
das Hauptsteuerventil I9' samt Bedienungshebel IS selbsttätig in die Ausgangslage
zurückbewegt.
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Durch die zwangsläufige Steuerung der Kettenbahn 8 in AShängi\gkeit
von der Wageneinlaufsperre 10 wird mit Sicherheit erreicht, daß die Kettenbahn 8
stets erst dann in Tätigkeit tritt, wenn die Einlaufsperre 10 aus dem Bereich der
Förderwagen geschwenkt ist.