DE375293C - Verfahren zur Schwimmaufbereitung von sulfidischen und karbonatischen Erzen - Google Patents

Verfahren zur Schwimmaufbereitung von sulfidischen und karbonatischen Erzen

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DE375293C
DE375293C DEE27671D DEE0027671D DE375293C DE 375293 C DE375293 C DE 375293C DE E27671 D DEE27671 D DE E27671D DE E0027671 D DEE0027671 D DE E0027671D DE 375293 C DE375293 C DE 375293C
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sulphidic
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paraglobulins
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Dr-Ing Kuno Wolf
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ELEKTRO OSMOSE AG GRAF SCHWERIN GES
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ELEKTRO OSMOSE AG GRAF SCHWERIN GES
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/001Flotation agents
    • B03D1/004Organic compounds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D2203/00Specified materials treated by the flotation agents; Specified applications
    • B03D2203/02Ores

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  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Schwimmaufbereitung von sulfidischen und karbonatischen Erzen. Bei der Schwimmaufbereitung von Erzen wurde bislang wie folgt verfahren: Das mit Hilfe mechanischer Vorrichtungen fein zerkleinerte Ausgangsmaterial wird im Verhältnis i : 3 bis q. mit Wasser gemischt und bildet die Erztrübe. Wird mit dem eigentlichen Ausbringen durch Flotation angefangen, so- befinden sich in der Erztrübe Zusätze von Elektrolyten basischer oder saurer Natur und Flotationsmittel: Schaum- und (bzw.) Schwimmmittel. In dem abfließenden Schaum ist der Hauptsache nach eine Erzkomponente (bzw. mehrere) des Ausgangsmaterials enthalten, während außerdem - je nach Wahl der Elektrolytzusätze und Flotationsmittel - bestimmte Gangartkomponenten mit übergehen und das Konzentrat entsprechend verschlechtern.
  • Es wurde gefunden, daß man bei Zusatz von elektrolytfreien Paraglobulinen zur Trübe den Zusatz von Alkalien oder Säuren vermeiden und außerdem den Zusatz an Flotationsmitteln reduzieren kann.
  • Die Gewinnung elektrolytfreier Paraglobuline geschieht folgendermaßen. Blutserum, bestehend aus einem Gemisch von Albuminen, Para- und Euglobulinen, wird nach bgkannten Trennungsmethoden behandelt, so daß man einerseits ein Gemisch von Para- und Euglobulinen, anderseits die Albumine erhält. Die Trennung der Para- von den Euglobulinen geschieht auf elektroosmotischemWege, indem die Lösung beider in physiologischer- Kochsalzlösung der Elektroosmose unterworfen wird. Es fallen die Euglobuline aus, während die Paraglobuline in Lösung bleiben. Eine vierprozentige elektrolytfreie Paraglobulinlösung wird für die Schwimmaufbereitung von Erzen verwendet.
  • Eine Erklärung für die überraschende Wirkung dieser Paraglobuline läßt sich nachträglich in der Weise aussprechen, daß die elektrolytfreien Paraglobuline eine Körperklasse mit außerordentlich hohem Adsorptionsvermögen darstellen, welches Adsorptionsvermögen in der praktisch neutralen Trübe spezielle selektive Wirkungen hinsichtlich der Oberflächenaktivität zwischen bestimmten Erzkomponenten und Flotationsmitteln hervorruft. Eine Stütze für diese Erklärung dürfte darin liegen, daß die Paraglobuline durchweg als Träger der Immunstoffe auftreten.
  • Es wurde gefunden, daß der Zusatz geringer Mengen einer vierprozentigen elektrolytfreien Paraglobulinlösung erst zur Trübe erfolgen darf, dagegen nicht zu dem in Zerkleinerungsvorrichtungen befindlichen Ausgangsmaterial. Nachdem der Zusatz von Paraglobulin zur Erztrübe zunächst durch kräftiges Rühren mit der Trübe innig vermischt worden ist, erfolgt der Zusatz von Flotationsmittel.
  • Das Verfahren besteht erfindungsgemäß darin, daß der Zusatz von Paraglobulin zur Erztrübe zunächst durch kräftiges Rühren mit der Trübe vermischt wird und erst hierauf der Zusatz von Flotationsmittel: Schwimm- und (bzw.) Schaummittel erfolgt.
  • Die Anwendung dieses Verfahrens auf sulfidische Erze bietet keine Schwierigkeiten. Liegt ein Gemisch von stilfidischen und karbonatischen Erzen vor, so ist das Ausbringen erfahrungsgemäß gut, solange noch der sulfidische Anteil des Erzes in der Trübe vorhanden ist. Die erste Fraktion, welche in Schaum übergeht, enthält somit sulfidisches und karbonatisches Erz, während in derTrübe nunmehr fast ausschließlich karbonatisches Erz enthalten ist. Es wurde gefunden, daß in diesem Stadium der Schwimmaufbereitung die Wirkung der Paraglobuline vorteilhaft unterstützt wird durch einen sehr geringen Zusatz von organischen Farbstoffen, wie Methylorange, Fuchsin, Kongorot usw., die wahre Lösungen bilden bzw. koloidal gelöst sind, und für sich oder in Kombination miteinander angewandt werden können. Man verfahrt praktisch in der Weise, daß man nur so viel Flotationsmittel zusetzt, wie für das Ausbringen des sulfidisehen und karbonatischen Erzgemisches erforderlich ist. Erfindungsgemäß wird also in der Weise verfahren, daß nach Entfernung der sulfidischen Erzanteile ein geringer Zusatz von organischen Farbstoffen zur fast ausschließlich karbonatisches Erz_ enthaltenden Trübe erfolgt, die Trübe gut durchmischt wird und hierauf die erforderlichen Flotationsmittel zugibt.
  • Hat man es mit einem rein karbonatischen Erz zu tun, so wird ganz analog in der soeben beschriebenen Weise verfahren. In letzterem Falle ist die Reihenfolge der Zusätze nicht willkürlich zu wählen, sondern muß erfindungsgemäß immer die Erztrübe finit der Paraglobulinlösung innig vermischt werden, bevor die weiteren Zusätze, wie Flotationsmittel bzw. organische Farbstoffe und Flotationsmittel, erfolgen können. Wird diese Reihenfolge der Zusätze nicht innegehalten, so wird die Wirkung der Paraglobuline derart abgeschwächt, daß das Ausbringen nicht mehr wirtschaftlich ist. Von einer theoretischen Erklärung dieser speziellen Erscheinungen muß vorläufig abgesehen werden.
  • Die elektrolytfreie Paraglöbulinlösunr wirkt in äußerst feinen Mengen; ih der Regel lassen sich Konzentrationen anwenden, die zwischen 1 : 5o ooo und 1 : 15o ooo liegen, während für die organischen Farbstoffe Konzentrationen zwischen 1 : 5oo und 1 : 300 000 in Betracht kommen.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: 1. Zerfahren zur Schwimmaufbereitung von sulfidischen und karbonatischen Erzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Erztrübe elektrolytfreie Paraglobuline zugesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß der Erztrübe auf Zusatz von elektrolytfreien Paraglobulinen organische Farbstoffe, wie llethylorange, Fuchsin, Kongorot u. dgl. zugesetzt werden.
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