AT90432B - Schwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen. - Google Patents

Schwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen.

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ore
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Ferdinand Peder Egeberg
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Ferdinand Peder Egeberg
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    Scl1wimmverfal1ren   zur Aufbereitung von Erzen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konzentration von Mineralien, wie sulfidischen Erzen u.   dgl., nach   dem Schwimmverfahren. Sie beruht auf der Beobachtung, dass bessere Ergebnisse erzielt werden können, wenn man das Schwimmverfahren unter Zusatz eines Schwimmittels zum Erz oder Mineralschlamm vornimmt, das aus einer Mischung von zwei oder mehr Amidoverbindungen besteht, welche mit dem Wasser des   Mineralschlammes leichfmisehbar   ist. 
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 zu erzielen und das Schwimmverfahren durch ihren Gebrauch vorteilhaft   auszuführen.   



   Es hat sich nun gezeigt, dass derartige feste Amidoverbindungen schneller und vorteilhafter durch die ganze Masse hindurch verteilt werden können, wenn man die feste Amidoverbindung in einer flüssigen Amidoverbindung auflöst, welche leicht mit Wasser mischbar ist. 



   Zweckmässig verwendet man sowohl feste wie flüssige Amidoverbindungen. die gute   Sehwimmittel   sind und die dann zur Beschleunigung des Schwimmverfahrens zusammenwirken. Das Verfahren kann aber auch, wenn auch nicht ganz so vorteilhaft, mit Mischungen von Amidoverbindungen   ausgeführt   werden, von denen eine oder mehr gute   Sehwimmittel   sind. während das eine oder mehrere als solche keine guten Sehwimmittel darstellen. Beispielsweise kann eine feste Amidoverbindung, die selbst ein gutes   Sehwimmittel   darstellt, in einer flüssigen Amidoverbindung aufgelöst werden, die leicht mit Wasser   rnisch-   bar ist.

   Die feste Amidoverbindung kann dann vorteilhafter als   Schwimmittel verwendet werden, obgleich   die flüssige Amidoverbindung für sieh kein gutes Sehwimmittel darstellt. 



   Als flüssige Amidoverbindungen, die als Lösungsmittel für die festen Amidoverbindungen in Frage 
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 hafter, wenn die flüssige Amidoverbindung ebenso wie die feste Amidoverbindung für sich schon ein gutes Schwimmittel darstellt. 



   Am zweckmässigsten hat sich eine Lösung   von x-Napthylamin   in Xylidin erwiesen. Es ist aber nicht nötig, das chemisch reines   a apthylamin   verwendet wird. Es kann auch das handelsübliche Produkt in rohem oder unraffiniertem Zustande benutzt werden. Ebenso kann man rohes oder unraffiniertes Xylidin   verwenden, natürlich müssen aber   die Verbindungen frei von Verunreinigungen sein. welche hindernd auf das   Schwimmverfahren einwirken.   
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   Die Mengenverhältnisse an   K-Napthylamin und   Xylidin können je nach der Temperatur des Schlammes wechseln. Beispielsweise wird bei einem Schlamm, der ganz kaltes Wasser enthält, die Verteilung des Schwimmittels durch verhältnismässig grössere Mengen Xylidin, etwa 50 bis   600,.,   befördert 

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 unter Erzielung besserer Ergebnisse beim Schwimmverfahren. besonders dann. wenn man nur wenig Zeit zwischen dem Zusatz des Mittels und dem Beginn des Schwimmens verstreichen lässt oder wenn der Schlamm in der Zwischenzeit keinem Durchrühren unterworfen wird. Ist aber das Wasser des Erzschlammes sehr warm oder lässt man genügend lange Zeit verstreichen oder   rührt   man, so kann die   Xylidinmenge   bis auf 
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 dem Erzschlamm durch mechanische Bewegung zugeführt wird.

   Bei einigen Erzschlämmen kann es vorteilhaft sein, kleine Mengen von Säuren oder Alkalien zuzuiügen, u.   zw.   je nach der Natur des zu behandelnden Erzsehlammes. Im allgemeinen soll aber keine freie Säure, aber wenigstens nur in sehr geringen Mengen vorhanden sein, wenn das Schwimmittel zugesetzt wird. Bezüglich des Zusatzes von Alkalien wild bemerkt, dass die fällende   Whkung   des Alkalis ohne praktische Bedeutung ist. da es sich hier um sehr geringe Konzentration handelt. 



   Bei gewissen Schlämmen ist es vorteilhaft, den Sehlamm vor dem Zusatz des Schwimmittels mit einer kleinen Menge   Kalk durchzuführen.   Dieser Kalk dient dazu, kleine Mengen der vorhandener Säure zu neutralisieren ; er kann auch auf die Schleim-oder kolloidalen Bestandteile des   Erzsehlammes   wirken oder auch eine andere Wirkung ausüben. Eine theoretische Elklärung dieser Wirkung lässt   sieh   noch nicht mit Sicherheit geben, Tatsache ist aber, dass der Kalkzusatz zur Verbesserung des Sehwimmverfahrens beiträgt. Das   voillergeliende   Rühren mit Kalk wird zweckmässig in der Kugelmühle oder in der sonstigen Mahlvorrichtung vorgenommen, in welcher das Erz mit Wasser pulverisiert wird. 



   Das nachstehende Ausführungsbeispiel beschreibt die Erfindung in ihrer Anwendung auf Kupfer- 
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 enthielt 0-145 %, das Konzentrat   37-6%.   entsprechend einer Ausbeute von   84'90% an (-ìesamtkupfer,  
Der Gehalt der Lösung   an x-Napthylamin in Xylidin   kann in gewissen Grenzen wechseln, beispiels- 
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 nicht des Erzschlammes). Diese Mengen haben sich beispielsweise bei porphyrischen Erzen von Utah   zweckmässig   erwiesen, die hauptsächlich aus Chalcopyrit und Chalcoziterzen mit Kieselsäurengangart bestehen. Bei derartigen Erzen setzt man vorteilhaft 1 bis 2 kg Kalk auf die Tonne zu. bevor man das   Schwimmittel   zugibt. 



   Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der entstehende Schaum leicht zerstört und der darin enthaltene Teil des Schwimmittels wiedergewonnen werden kann zur Behandlung weiterer Erz- mengen. Es kinn also das aus den Konzentraten und sogar das aus den   Rückständen wiedergewonnene  
Waschwasser, das beträchtliche Mengen der Bestandteile des Schwimmittels enthält, wiedergewonnen werden, so dass bei den folgenden Operationen beträchtlich an Chemikalien gespart wird. 



   Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass bei Verwendung einer Lösung   von'x-Naphtyl-   amin und Xylidin die besonders gute trennende Wilkung   des a-Napthylamins durch   die besonderen schäumenden Eigenschaften des Xylidins erhöht wird, so dass sowohl eine gute trennende wie eine gute schäumende Wirkung erzielt wird. Überdies ist das Xylidin selbst ein Sehwimmittel, so dass es die Wirkung des a-Napthylamins in beträchtlichem Masse ersetzen und unterstützen kann. Man braucht daher verhält- nismässig   weniger-Napthylamin   bei Verwendung einer Lösung in Xylidin. als wenn es allein benutzt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sehwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mineral-   schlamm   vor dem Schwimmen eine kleine Menge eines Schwimmittels zugesetzt wird, dass aus einer
Mischung mehrerer Amidoverbindungen besteht.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung der Lösung einer festen in einer flüssigen, leicht mit Wasser vermischbaren Amidoverbindung.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1-2, gekennzeichnet durch die Verwendung EMI2.4
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1-3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Lösung von &alpha;-Napthylamin in einer leicht mit Wasser mischbaren flüssigen Amidoverbindung, 5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch -4. gekennzeichnet durch die Verwendung einer Lösung von a-Napthylamin in Xylidin.
AT90432D 1918-12-03 1920-06-30 Schwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen. AT90432B (de)

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