AT90432B - Schwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen. - Google Patents
Schwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen.Info
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Description
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Scl1wimmverfal1ren zur Aufbereitung von Erzen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konzentration von Mineralien, wie sulfidischen Erzen u. dgl., nach dem Schwimmverfahren. Sie beruht auf der Beobachtung, dass bessere Ergebnisse erzielt werden können, wenn man das Schwimmverfahren unter Zusatz eines Schwimmittels zum Erz oder Mineralschlamm vornimmt, das aus einer Mischung von zwei oder mehr Amidoverbindungen besteht, welche mit dem Wasser des Mineralschlammes leichfmisehbar ist.
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zu erzielen und das Schwimmverfahren durch ihren Gebrauch vorteilhaft auszuführen.
Es hat sich nun gezeigt, dass derartige feste Amidoverbindungen schneller und vorteilhafter durch die ganze Masse hindurch verteilt werden können, wenn man die feste Amidoverbindung in einer flüssigen Amidoverbindung auflöst, welche leicht mit Wasser mischbar ist.
Zweckmässig verwendet man sowohl feste wie flüssige Amidoverbindungen. die gute Sehwimmittel sind und die dann zur Beschleunigung des Schwimmverfahrens zusammenwirken. Das Verfahren kann aber auch, wenn auch nicht ganz so vorteilhaft, mit Mischungen von Amidoverbindungen ausgeführt werden, von denen eine oder mehr gute Sehwimmittel sind. während das eine oder mehrere als solche keine guten Sehwimmittel darstellen. Beispielsweise kann eine feste Amidoverbindung, die selbst ein gutes Sehwimmittel darstellt, in einer flüssigen Amidoverbindung aufgelöst werden, die leicht mit Wasser rnisch- bar ist.
Die feste Amidoverbindung kann dann vorteilhafter als Schwimmittel verwendet werden, obgleich die flüssige Amidoverbindung für sieh kein gutes Sehwimmittel darstellt.
Als flüssige Amidoverbindungen, die als Lösungsmittel für die festen Amidoverbindungen in Frage
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hafter, wenn die flüssige Amidoverbindung ebenso wie die feste Amidoverbindung für sich schon ein gutes Schwimmittel darstellt.
Am zweckmässigsten hat sich eine Lösung von x-Napthylamin in Xylidin erwiesen. Es ist aber nicht nötig, das chemisch reines a apthylamin verwendet wird. Es kann auch das handelsübliche Produkt in rohem oder unraffiniertem Zustande benutzt werden. Ebenso kann man rohes oder unraffiniertes Xylidin verwenden, natürlich müssen aber die Verbindungen frei von Verunreinigungen sein. welche hindernd auf das Schwimmverfahren einwirken.
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Die Mengenverhältnisse an K-Napthylamin und Xylidin können je nach der Temperatur des Schlammes wechseln. Beispielsweise wird bei einem Schlamm, der ganz kaltes Wasser enthält, die Verteilung des Schwimmittels durch verhältnismässig grössere Mengen Xylidin, etwa 50 bis 600,., befördert
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unter Erzielung besserer Ergebnisse beim Schwimmverfahren. besonders dann. wenn man nur wenig Zeit zwischen dem Zusatz des Mittels und dem Beginn des Schwimmens verstreichen lässt oder wenn der Schlamm in der Zwischenzeit keinem Durchrühren unterworfen wird. Ist aber das Wasser des Erzschlammes sehr warm oder lässt man genügend lange Zeit verstreichen oder rührt man, so kann die Xylidinmenge bis auf
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dem Erzschlamm durch mechanische Bewegung zugeführt wird.
Bei einigen Erzschlämmen kann es vorteilhaft sein, kleine Mengen von Säuren oder Alkalien zuzuiügen, u. zw. je nach der Natur des zu behandelnden Erzsehlammes. Im allgemeinen soll aber keine freie Säure, aber wenigstens nur in sehr geringen Mengen vorhanden sein, wenn das Schwimmittel zugesetzt wird. Bezüglich des Zusatzes von Alkalien wild bemerkt, dass die fällende Whkung des Alkalis ohne praktische Bedeutung ist. da es sich hier um sehr geringe Konzentration handelt.
Bei gewissen Schlämmen ist es vorteilhaft, den Sehlamm vor dem Zusatz des Schwimmittels mit einer kleinen Menge Kalk durchzuführen. Dieser Kalk dient dazu, kleine Mengen der vorhandener Säure zu neutralisieren ; er kann auch auf die Schleim-oder kolloidalen Bestandteile des Erzsehlammes wirken oder auch eine andere Wirkung ausüben. Eine theoretische Elklärung dieser Wirkung lässt sieh noch nicht mit Sicherheit geben, Tatsache ist aber, dass der Kalkzusatz zur Verbesserung des Sehwimmverfahrens beiträgt. Das voillergeliende Rühren mit Kalk wird zweckmässig in der Kugelmühle oder in der sonstigen Mahlvorrichtung vorgenommen, in welcher das Erz mit Wasser pulverisiert wird.
Das nachstehende Ausführungsbeispiel beschreibt die Erfindung in ihrer Anwendung auf Kupfer-
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enthielt 0-145 %, das Konzentrat 37-6%. entsprechend einer Ausbeute von 84'90% an (-ìesamtkupfer,
Der Gehalt der Lösung an x-Napthylamin in Xylidin kann in gewissen Grenzen wechseln, beispiels-
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nicht des Erzschlammes). Diese Mengen haben sich beispielsweise bei porphyrischen Erzen von Utah zweckmässig erwiesen, die hauptsächlich aus Chalcopyrit und Chalcoziterzen mit Kieselsäurengangart bestehen. Bei derartigen Erzen setzt man vorteilhaft 1 bis 2 kg Kalk auf die Tonne zu. bevor man das Schwimmittel zugibt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der entstehende Schaum leicht zerstört und der darin enthaltene Teil des Schwimmittels wiedergewonnen werden kann zur Behandlung weiterer Erz- mengen. Es kinn also das aus den Konzentraten und sogar das aus den Rückständen wiedergewonnene
Waschwasser, das beträchtliche Mengen der Bestandteile des Schwimmittels enthält, wiedergewonnen werden, so dass bei den folgenden Operationen beträchtlich an Chemikalien gespart wird.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass bei Verwendung einer Lösung von'x-Naphtyl- amin und Xylidin die besonders gute trennende Wilkung des a-Napthylamins durch die besonderen schäumenden Eigenschaften des Xylidins erhöht wird, so dass sowohl eine gute trennende wie eine gute schäumende Wirkung erzielt wird. Überdies ist das Xylidin selbst ein Sehwimmittel, so dass es die Wirkung des a-Napthylamins in beträchtlichem Masse ersetzen und unterstützen kann. Man braucht daher verhält- nismässig weniger-Napthylamin bei Verwendung einer Lösung in Xylidin. als wenn es allein benutzt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sehwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mineral- schlamm vor dem Schwimmen eine kleine Menge eines Schwimmittels zugesetzt wird, dass aus einer
Mischung mehrerer Amidoverbindungen besteht.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung der Lösung einer festen in einer flüssigen, leicht mit Wasser vermischbaren Amidoverbindung.3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1-2, gekennzeichnet durch die Verwendung EMI2.44. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1-3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Lösung von α-Napthylamin in einer leicht mit Wasser mischbaren flüssigen Amidoverbindung, 5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch -4. gekennzeichnet durch die Verwendung einer Lösung von a-Napthylamin in Xylidin.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT90432B true AT90432B (de) | 1922-12-27 |
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| AT90432D AT90432B (de) | 1918-12-03 | 1920-06-30 | Schwimmverfahren zur Aufbereitung von Erzen. |
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