DE37478C - Schnellfeuer-Geschütz - Google Patents

Schnellfeuer-Geschütz

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DE37478C
DE37478C DENDAT37478D DE37478DA DE37478C DE 37478 C DE37478 C DE 37478C DE NDAT37478 D DENDAT37478 D DE NDAT37478D DE 37478D A DE37478D A DE 37478DA DE 37478 C DE37478 C DE 37478C
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DE
Germany
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frame
gun
inner frame
spring
crankshaft
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37478D
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English (en)
Original Assignee
H. ST. MAXIM in London
Publication of DE37478C publication Critical patent/DE37478C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/10Spring-operated systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Λα
U-
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf selbstthätige und andere Geschütze und schliefst sich an die in der Patentschrift No. 36329 beschriebene Erfindung an. Zweck der vorliegenden Neuerungen ist, zu ermöglichen, dafs selbstthätige oder andere mittelst Schildzapfen gelagerte Geschütze von der Schulter aus gerichtet und abgefeuert werden können, ohne dafs dem Kanonier dies nachtheilig oder unbehaglich wäre. Sechspfünder und andere Geschütze mit am Laufe angebrachten und in Dreifüfsen oder Laffeten gelagerten Schildzapfen sind in gewissen Fällen wohl mit einer Vorrichtung versehen worden, gegen welche der Kanonier sich mit der Schulter anlegen kann, um das Geschütz vollkommen in der Gewalt zu haben und mit demselben auf einen in geringer Schufsweite mit grofser Schnelligkeit sich bewegenden Gegenstand leicht zielen und schiefsen zu können. Wenn aber bei einem derart eingerichteten Geschütz der Dreifufs oder die Laffete nicht auf einer sehr starken und unnachgiebigen Unterlage, wie beispielsweise auf dem Deck eines Panzerschiffes, angeordnet wird, so ist der durch den Rückstofs hervorgerufene Schlag, den der Kanonier empfängt, so grofs, dafs es thatsächlich zur Unmöglichkeit wird, das Geschütz von der Schulter abzufeuern.
Der Erfinder bringt nun die Schildzapfen nicht mehr am Geschützlauf, sondern an einem äufseren Rahmen an, der behufs Richtens und Abfeuerns des Geschützes mit einer Schulter- oder Kolbenplatte, einer Krücke oder dergleichen versehen ist, aber am Rückstofs nicht theilnimmt. Lauf und Verschlufs sind dann in einem inneren Rahmen gewöhnlich so angeordnet, dafs dieser (ihr Tragrahmen) in dem äufseren Rahmen hin- und hergleiten kann, und zwischen den beiden Rahmen wird ein Prelltopf, oder ein Wasser- oder anderes Prellkissen zum Auffangen des durch den Rückstofs des Innenrahmens und seiner Theile hervorgerufenen. Stofses eingeschaltet.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine theilweise senkrecht geschnittene Seitenansicht eines in Gemäfsheit der vorliegenden Erfindung eingerichteten Geschützes, Fig. 2 ein Horizontalschnitt, theilweise nach x-x, Fig. 1, geschnitten, Fig. 3 eine Schnittansicht eines Theiles des Geschützes, von der rechten Seite gesehen, Fig. 4 eine Ober- und Fig. 5 eine Seitenansicht eines nach der Erfindung eingerichteten anderen Geschützes; Fig. 6 veranschaulicht die Anwendung der Erfindung bei einem schweren Geschütz.
A bezeichnet den äufseren Rahmen mit Schildzapfen A1 A1, in welchem der innere Rahmen B gleitbar angeordnet ist; an letzterem ist der Lauf B1 fest angebracht, ferner trägt derselbe die Verschlufsvorrichtung, . die von der in dem Patent No. 36329 beschriebenen oder von beliebige? anderer Art sein mag. C ist der Verschlufsblock und D die Kurbelwelle, E die fest am Aufsenrahmen A sitzende Schulterplatte oder Krücke.
In Fig. ι ist F eine am hinteren Ende des Rahmens A gebildete Kammer, welche Glycerin oder eine andere zweckentsprechende Flüssigkeit enthält und an ihrem hinteren Ende etwas weiter als vorn ist. Dem engeren Theil entspricht der Durchmesser des Kolbens F1, dessen doppelte Kolbenstange ff1 durch Liderungen
in den Kammerenden hindurchtritt; die eine Kolbenstange f ist fest in das hintere Ende des inneren Rahmens B eingeschraubt, so dafs beim Rücklauf des letzteren die in F eingeschlossene Flüssigkeit durch den Zwischenraum zwischen Kolben und innerer Kammerwandung gedrückt wird; da dieser Zwischenraum aber nur sehr eng ist, so findet der Rahmen B beim Rückstofsen beträchtlichen Widerstand, welcher sich aber infolge der Kammerform immer mehr verringert, je weiter der Rahmen sich rückwärts bewegt. Auf diese Weise wird der durch den Rückstofs hervorgerufene Schlag wesentlich abgeschwächt; zur weiteren Abschwächung des Stofses sind die als Prellkissen wirkenden Schneckenfedern G zwischen den hinteren Enden des Aufsen- und Innenrahmens eingeschaltet, welche auch zur Rückführung des inneren Rahmens mit seinen Theilen in seine ursprüngliche Lage dienen.
Zweckentsprechende Prellvorrichtungen anderer Art können mehr oder minder vortheilhaft an die Stelle der vorbeschriebenen gesetzt werden, um den durch den Rückstofs bedingten Schlag abzuschwächen.
Um die durch den Rückstofs entwickelte Kraft aufzuspeichern und nachher zum Zweck der Rückführung der Theile in ihre frühere Stellung nutzbar zu machen, keilt Erfinder auf die Kurbelwelle D einen Hebel oder Hebedaumen a, Fig. 3, auf, der durch eine Kette b mit einem ähnlichen Hebel oder Daumen c an der. auf der Welle e aufgekeilten Scheibe d verbunden wird. Die Welle e ist in dem Block g befestigt, der fest am Innenrahmen B angebracht ist und in dem Schlitz /2 im Aufsenrahmen A sich verschiebt, und mit der Kurbelwelle D durch die Zugstange e1 verbunden. An der Scheibe d ist noch ein zweiter Hebel oder Daumen i angebracht, welcher durch die Kette k mit der Schraubenfeder / verbunden ist, die an dem hinteren Ende der Gewindestange m mit Mutter η sitzt und das Bestreben hat, die Theile in den aus der Zeichnung ersichtlichen Stellungen zu halten. Die Feder / wird beim Rückstofs des Rahmens B gelockert und bei seinem Vorgang in ihre ursprüngliche Lage gespannt. Auf diese Weise wird der Widerstand für die Bewegung der Kurbel während des Beginnes ihrer theilweisen Umdrehung vermindert, welche bekanntlich durch das Anschlagen eines auf der Kurbelwelle sitzenden Armes gegen einen Ansatz am äufseren Rahmen A hervorgerufen wird. Die Bildung und Anordnung der Hebel oder Daumen α ei ist derart getroffen, dafs, wie aus der Zeichnung ersichtlich, bezüglich der Hebelübersetzung zwischen Kurbelwelle D und Feder e die günstigste Wirkung erzielt wird.
Durch Linksdrehen der Mutter η kann die Spannung der Feder / nöthigenfalls verringert werden, um ein bequemes Bethätigen des Geschützes von Hand zu gestatten.
Die Kurbelwelle D ist auf einem oder jedem Kurbelbug mit einer Verstärkung D1 versehen; ferner sitzen fest am Rahmen A die Stangen As, welche durch Aussparungen B2 im inneren Rahmen B reichen und mit Nasen A^ versehen sind, gegen welche beim Rückstofsen die Verstärkungen D1 anschlagen, um· die theilweise Drehbewegung der Kurbel einzuleiten, ehe dieselbe auf die früher erwähnte Weise hervorgerufen und beendet wird.
Die Schildzapfen A1 des Rahmens A ruhen in den Schildzapfenlagern H^ des Obergestelles H1, welches sich auf seinem Drehzapfen H- in der Lagerführung H& im Untersatze H dreht. An letzterem sitzt der Lagerarm J, in welchem der gebogene Hebel / mit seinem Knie so ruht, dafs er darin schwingen kann. Mit seinem einen Arm ist der Hebel mittelst Schraubenbolzens K am Untersatz H ■befestigt, während er mit seinem anderen Arm unter den Drehzapfen H2 greift. Wird aus dem Geschütz nicht gefeuert, so löst man den Bolzen K, worauf sich das Obergestell H1 auf den Untersatz H auflegt. Durch Anziehen des Bolzens K dagegen wird der Hebel / um seinen Hebelpunkt in J gedreht, so dafs er nach oben gegen den Drehzapfen H'2 drückt und dadurch das Obergestell H1 mit dem Geschütz anhebt, so dafs das letztere mit Leichtigkeit gedreht werden kann.
Bei der in Fig.. 4 und 5 gezeigten Anordnung ist der vom inneren Rahmen mit seinen Theilen im äufseren Rahmen ausgeführte Rückstofs sehr bedeutend und beträgt etwa 30 bis 50 cm. Hier wendet Erfinder zwei Prelltöpfe oder Wasserprellkissen an, und zwar eines an jeder Seite des Geschützes; ferner benutzt er hier ein Trommelgehäuse M, in welchem an einem Zapfen M1 eine gewundene Feder sitzt, die mit ihrem anderen Ende an der auf M1 sich drehenden Trommel M befestigt ist. Um die Trommel ist die Kette M2 gewickelt und mit ihrem einen Ende an derselben,, mit ihrem anderen Ende aber am inneren Rahmen B befestigt, so dafs beim Rückstofsen des letzteren die Feder sich aufwickelt und dann durch ihre Rückwirkung die Vorbewegung des Rahmens B hervorruft. Auf der Kurbelwelle D sitzt das Stirnrad N in Eingriff mit der in Führungen im Rahmen B gleitbar angeordneten Zahnstange O, welche durch die Schraubenfeder P mit dem Rahmen B verbunden ist; an letzterem sitzt drehbar auf dem Zapfen Q.1 die Sperrklinke Q, die durch die Feder Q.2 in Eingriff mit der Zahnstange O gehalten wird. Die Kurbel ist auf einem oder jedem Bug mit einer schiefen Fläche D2 und die entsprechende Seite des Rahmens A mit einem Ansatz Ai versehen, so dafs während des. letzten Theiles
der Rückwärtsbewegung des inneren Rahmens B die schiefe Fläche D2 gegen den Ansatz A* anschlägt und die Kurbel dadurch theilweise gedreht wird, um den Verschlufsblock zurückzuziehen. Bei dieser Bewegung der Kurbel wird die Zahnstange 0 durch das Getriebe JV zurückgeschoben und zieht dadurch die Feder P aus einander, während die Klinke Q die Vorbewegung der Kurbel verhindert. Nachdem der Innenrahmen B seine Vorbewegung beinahe beendet hat, wird die Klinke Q aus der Zahnstange O durch den am Aufsenrahmen A sitzenden Stift R gehoben, worauf die Feder P die Vorbewegung der Kurbel hervorruft.
Vermöge der vorbeschriebenen Anordnung der Theile hält Erfinder den Verschlufs geschlossen, bis der Druck der Gase im Laufe bedeutend nachgelassen hat.
Die Anwendung einer Schulterplatte oder Krücke, wie oben, erscheint dem Erfinder bei seinen selbsttätigen Geschützen sehr wichtig, und zwar besonders wenn dieselben sehr grofs sind oder der innere Rahmen sehr weit zurückstöfst, wie bei dem Geschütz Fig. 4 und 5, weil es wegen des stetigen raschen Wechselns in der Lage des Schwerpunktes des Geschützes in Bezug auf die. Schildzapfen schwer fallen würde, ohne Schulterplatte oder Krücke die nöthige Gewalt auf das Geschütz zum Zwecke des Zielens und Feuerns auszuüben.
Um diese Gewalt noch zu vermehren, kann, wie in Fig. 6 gezeigt, in den am äufseren Rahmen A sitzenden Lagerarmen S2 die Welle S1 mit dem Stirnrade £ gelagert werden, welches in die bei T1 drehbar am Arm T2 sitzende Zahnstange T eingreift. Der Arm T2 sitzt fest am Obergestell H1. Zur Geradführung der Zahnstange T dient das auf der Welle S1 sitzende Führungsstück S3, welches Zahnstange und Stirnrad S in Eingriff mit einander hält. Die Drehung des Stirnrades behufs Hebens und Senkens der Laufmündung erfolgt durch das die Schulterplatte ersetzende Rad U entweder, wie in der Zeichnung, direct von der Welle S1 aus oder durch Zahnradübersetzung.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Geschütz, welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs die Schulterplatte oder Krücke (E) der leichteren Handhabung des Geschützes halber, anstatt am Laufe, an dem auf den Schildzapfen (A1) aufgesetzten äufseren Rahmen (A) angebracht ist.
  2. 2. In dem unter !.gekennzeichneten Geschütze der Ersatz der Schulterplatte oder Krücke (E) durch das Rad (U) und Stirnrad (S), welche von dem Aufsenrahmen (A) getragen werden und von denen letzteres in die drehbar am Traggestell oder der Laffete (H1) sitzende Zahnstange (T) eingreift, um die Beweglichkeit des Geschützes beim Heben und Senken zu vermehren.
  3. 3. In einem Geschütze der unter 1. gekennzeichneten Art die folgenden mit einander verbundenen Vorrichtungen:
    a) die Anordnung der Kurbelwelle D, der Hebel oder Daumen α c i, der Feder / und der Ketten b k in solcher Weise, dafs dadurch während des Rückstofses Kraft aufgespeichert und dieselbe hernach zum Bewirken der Vorbewegungen der Theile nutzbar gemacht wird, wobei die Anordnung so getroffen ist, dafs ein Erschlaffen der Feder / während des Rückstofses und ein Anspannen derselben während der Vorbewegung des inneren Rahmens B stattfindet;
    b) die Verbindung der mit Verstärkung D1 versehenen Kurbel D und der am Rahmen A befestigten und mit Nase A2 versehenen Stange As, durch welche Einrichtung die Kurbelwelle bei der Vorbewegung des RahmensB theilweise gedreht wird.
  4. 4. Die Abänderung des unter 1. genannten Geschützes, dadurch gekennzeichnet, dafs der äufsere Rahmen A und der innere Rahmen B, die Kurbelwelle D, das Getriebe N, die Zahnstange O, die Feder P, die Sperrklinke Q. und der Stift R in Verbindung mit einander so angeordnet sind, dafs der innere Rahmen im äufseren Rahmen sehr weit zurückstöfst und der Verschlufs nicht eher geöffnet wird, bis der Rückstofs des inneren Rahmens beinahe beendet ist, und sich erst schliefst, wenn der innere Rahmen seine Vorwärtsbewegung annähernd vollendet hat.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT37478D Schnellfeuer-Geschütz Expired - Lifetime DE37478C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8222987B2 (en) 2004-09-09 2012-07-17 Vogt Electronic Ag Supporting component, interference suppression coil device and method for the manufacture thereof

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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