DE372940C - Elektrischer Antrieb fuer Wirk- und Strickmaschinen - Google Patents

Elektrischer Antrieb fuer Wirk- und Strickmaschinen

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DE372940C
DE372940C DES57400D DES0057400D DE372940C DE 372940 C DE372940 C DE 372940C DE S57400 D DES57400 D DE S57400D DE S0057400 D DES0057400 D DE S0057400D DE 372940 C DE372940 C DE 372940C
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DES57400D
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Siemens Schuckertwerke AG
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Siemens Schuckertwerke AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B15/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B15/94Driving-gear not otherwise provided for
    • D04B15/99Driving-gear not otherwise provided for electrically controlled

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Elektrischer Antrieb für Wirk- und Strickmaschinen. Bei elektrischen Antrieben für Wirkmaschinen und ähnliche -Maschinen, die zeitweilig während kurzer Zeit eine besonders niedrige Geschwindigkeit erfordern (bei der Wirkmaschine beispielsweise Deckgeschwindigkeit genannt), und bei denen diese Geschwindigkeit durch ein besonderes Organ ausgelöst wird, hat es sich gezeigt, @daß diese niedrige Geschwindigkeit nicht mit der Sicherheit erreicht wird, die mit Rücksicht auf Erzeugung und Wirtschaftlichkeit wünschenswert ist.
  • Bisher wurde bei derartigen Antrieben das Organ, das zur Auslösung der niedrigen Geschwindigkeit diente, .in demselben Zeitpunkte zur Wirkung gebracht, wo die Drehzahlverminderung eintreten sollte. Dieser Grundsatz ist falsch. Es ist vollkommen ausgeschlossen, daß das Antriebsmittel, also z. B. der Antriebsmotor, seine Geschwindigkeit zur gleichen Zeit mit der Betätigung des Steuerorgans, das diese niedrige Geschwindigkeit herstellen soll, vermindert: er muß infolge seiner Trägheit usw. dem Schalteinfluß um einen gewissen Zeitbetrag nachhinken. Trifft dies bereits ganz allgemein auf jede Geschwindigkeitsänderung zu, so muß sich diese Tatsache um so unangenehmer bemerkbar machen, je plötzlicher die Geschwindigkeitsänderung erfolgt und je kürzere Zeit die verminderte Geschwindigkeit andauern soll. Bei den außerordentlich kurzen Deckzeiten einer Wirkmaschine beispielsweise ist vielfach das Decken bereits beendigt, ohne daß der -Motor Zeit gehabt hätte, auf die erforderliche niedrige Drehzahl zu kommen. Eine Verstärkung des Mittels, das die Drehzahlverminderung auslöst, ist zwar wertvoll, kann aber allein nicht zu dem gewünschten Ziele führen, da das Nachhinken des Motors bestehen bleibt.
  • Nun kann man den bei Hobelmaschinen bekannten Gedanken der Voreilung anwenden, und zwar so, daß das Schaltorgan zur Erzeugung der niedrigen Geschwindigkeit nicht erst in dein Zeitpunkt zur Wirkung gebracht wird, wo diese niedrige Geschwindigkeit eintreten soll, sondern bereits eine gewisse Zeitspanne vorher. Wird z. B. die Geschwindigkeitsverminderung dadurch herbeigeführt, daß die der Feldwicklung vorgeschalteten Widerstände kurzgeschlossen werden, so wird der diesen Kurzschluß bewirkende Schalter nicht erst beim Beginn des Deckens eingeschaltet, sondern bereits um einen gewissen Zeitbetrag vorher, der so groß bemessen wird, daß beim Beginn -des Deckens der erforderliche Tiefpunkt der Geschwindigkeit sicher erreicht ist.
  • In den Fällen jedoch, in denen es sich um besonders große Geschwindigkeitsunterschiede handelt, genügt die Zeitvoreilung allein zur Erzielung des Erfolges nicht, da die Einschaltung des Auslöseorgans für die niedrige Geschwindigkeit dann vergleichsweise lange vor dein beabsichtigten Beginn dieser Geschwindigkeit erfolgen müßte, was mit den; Streben nach möglichster Zeitersparnis nicht vereinbar ist. Bei einer Wirkmaschine z. B. ist das Drehmoment j e nach Art der Maschine und des Erzeugnisses während eines Arbeitsganges in seiner Größe sehr verschieden, wie durch Versuche festgestellt wurde. Würde man das Auslöseorgan für die geringe Geschwindigkeit lediglich mit Rücksicht auf die Zeitvoreilung einstellen, so könnte der Fall eintreten, daß für diese Einstellung ein Zeitpunkt gewählt wird, in dem das Drehmoment der Wirkmaschine besonders niedrig oder im Fallen begriffen ist, so daß sich infolge der eintretenden Entlastung die Geschwindigkeit nur langsam vermindert. Nach der Erfindung soll daher in diesem Fall das Auslöseorgan zum Einschalten der niedrigen Geschwindigkeit vor Beginn des Deckens oder Minderns in einem Zeitpunkt bewegt werden, in dem das widerstehende Drehmoment der angetriebenen Maschine hinreichend groß und geeignet ist, die Geschwindigkeit rasch zu vermindern. Wann- dies der Fall ist, erläutern die Abb. 2 und 3.
  • In der Abb. 2 zeigt der Pfeil 9 die Richtung des widerstehenden- Drehmomentes an, während der Zeitverlauf von links nach rechts dargestellt ist. io ist die Schaulinie :des widerstehenden Drebrnomentes, annähernd also Kraftbedarfes, die an einer Wirkmaschine aufgenommen ist. Dieses widerstehende Drehmoment muß nun von dem Drehmoment des Antriebsmotors überwunden werden. In der Abb. 3 zeigt der Pfeil i i ,die Richtung der Drehzahl an, die Zeit verläuft ebenfalls von links nach rechts, 1a ist die Schaulinie der Wirkmaschinengeschwindigkeit für dien in der Abb.2 dargestellten Arbeitsvorgang, veranschaulicht also die Reihenzahl oder den Drehzahlverlauf. Die Punkte 13 in den Abb. 2 und. 3 entsprechen hierbei der Deckgeschwindigkeit, die Punkte 14 .bezeichnen den Anfang und; die Punkte 15 das Ende des Deckeis. Es würde nun unzweckmäßig sein, wenn man den Apparat für die Herstellung der Deckgeschwindigkeit erst im Punkte 14 einschalten wollte, also dort, wo die Wirkmaschine sich zu entlasten anfängt, denn infolge des sich verringernden widerstehenden Drehmomentes der Wirkmaschine hat der Antriebsmotor das Bestreben, seine Geschwindigkeit zu steigern und wirkt somit .der Absicht entgegen, die niedrigere Geschwindigkeit herbeizuführen. Nach der Erfindung erfolgt daher die Einschaltung des Apparates zur Herbeiführung der niedrigen Deckgeschwindigkeit schon in einem Augenblick, wo das widerstehende Drehmoment :der Wirkmaschine geeignet ist, die Wirkung des Apparates zu unterstützen. Ein: solcher Punkt wäre z. B. der Punkt 16, der einen bestimmten Vorgang an ider Wirkmaschine betrifft, .bei dem sich das Widerstandsdrehmornent zu einem beträchtlichen Werte steigert und das :Bestreben des Motors aufhebt, seine Drehzahl infolge der Entlastung der Wirkmaschine zu erhöhen, so daß die drehzahlvermindernde Wirkung des Apparates zur Herbeiführung der niedrigen Mindergeschwindigkeit voll zur Wirkung kommt. Dadurch wird dann, wie die Abb. 3 zeigt, ein plötzlicher und hinreichend tiefer Drehzahlabfall herbeigeführt. Je nach der beabsichtigten Minderwirkung und auf Grund der Erfahrungen wird man den Augenblick des Einschalteis, also den Punkt 16, verschieden wählen.
  • In, #derAbb.ii (wird als Ausführungsbeispiel dieAnwendung obigerErfindungsgedanken bei einer Wirkmaschine dargestellt. Die Zeieh@ nung stellt,die Teile dar, die bei einer Wirkmaschine das betreffende Schaltorgan betätigen. Bis auf den Hebel i, der die Geschwindigkeitsänderung der Maschine, z. B. durch Feldregelung, veranlaßt, sind alle diese Teile auch hei gewöhnlichen, mechanisch angetriebenen Wirkmaschinen vorhanden. Es bedeutet 2 ein Kettenrad, das seinen Antrieb durch ein Sperrad 3 und eine bewegliche Klinke 4 erhält, die vorn der Wirkmaschine bewegt wird. Auf -der Kette 3 sind Nocken 6 angebracht. Ein Hebel 7 wird durch die Nokken 6 angehoben und bewirkt durch eine mechanische Verbindung die für das Einschalten des Deckapparates erforderliche Verschiebung der Exzenterwelle der Wirkmaschine. Auf -der .gleichen Welle mit,dem Hebel 7 oder, wie in der Zeichnung dargestellt, auf einer besonderen Achse sitzt ein zweiter Hebel i, dessen :durch die Nocken betätigter Angriffspunkt entgegengesetzt der Laufrichtung der Kette gegenüber dem Angriffspunkt des Hebels 7 so weit versetzt ist, daß der Hebel i in einem Zeitpunkt angehoben wird, der hinreichend früh vor dem Beginn des Deckeis liegt und in dem ferner das Widerstandsmoment der Wirkmaschine groß genug und geeignet ist, eine genügend rasche Verringerung der Motordrehzahl zu bewirken. Der Hebel i besitzt :einen Vorsprung 8, der sich auf den Hebel 7 auflegt, wenn der Hebel 7 durch einen Nocken angehoben ist. Infolgedessen kann der frühere Zustand erst wiederhergestellt werden, wenn die Exzenterwelle wieder in die für das eigentliche Wirken erforderliche Stellung zurückgeschoben wird. Der Hebel i kann auch auswechselbar sein.
  • Es sind auch Anordnungen mehrerer solcher Vorrichtungen an einer Wirkmaschine oder einer Maschine mit ähnlichen Arbeitsbedingungen denkbar, die Verzögerungen nach (der -Erfindung gleichzeitig oder nacheinander zur Wirkung bringen.-

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Elektrischer Antrieb für Wirk- und Strickmaschinen mit veränderlicher Geschwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung des Organs zur Herbeiführung der niedrigen Geschwindigkeit vor Beginn des Deckeis oder Minderns in einem Zeitpunkt vorgenommen wird, in dem. das widerstehende Drehmoment der angetriebenen Maschine hinreichend groß und geeignet ist, die Geschwindigkeit rasch zu vermindern.
DES57400D Elektrischer Antrieb fuer Wirk- und Strickmaschinen Expired DE372940C (de)

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