DE370221C - Verfahren zur Abtreibung von Ammoniakwasser - Google Patents
Verfahren zur Abtreibung von AmmoniakwasserInfo
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Description
- Verfahren zur Abtreibung von Ammoniakwasser. Bei den bisher gebräuchlichen Einrichtungen zur Destillation von Ammoniak usw. in Kolonnenapparaten wurde das Rohwasser aus einem Hochbehälter oder einem anderen Apparat unter Druck in die Kolonnen geleitet. Es sind auch Anordnungen bekannt, bei denen es der Apparatur mittels einer Pumpe oder anderen Fördermitteln zugeführt wurde. und zwar so, daß es nach erfolgter Vorwärmung und anderen vorbereitendenMaßnahmen (z. B. Kohlensäureausscheidung), die in besonderen Apparaten erfolgte, dem Kolonnenapparat frei zufloß. Hierbei betrug die Temperatur etwa 9o°. Es ist verschiedentlich versucht worden, zur Ersparung an Bauhöhe und Unterstützungskonstruktion die über der Kolonne angeordnetenApparate herunterzusetzen und die heiße Flüssigkeit in die Kolonne zu fördern, sei es mittels einer Pumpe oder mittels Injektors. Beide Verfahren besaßen aber große Mängel. Eine 9o° warme Atnmoniaklösung mit einer Pumpe zu fördern, war wegen der unvermeidlichen Un.dichtigkeiten bei den kleinen in Frage kommenden Fördermengen unzweckmäßig. DieFörderung mittels Injektors war unökonomisch, weil durch einen solchen unnötige Wasserdampfmengen durch den Kolonnenoberteil in die Kühler geführt wurden.
- Mit der auf beifolgender Skizze angedeuteten Apparatur ist es nun möglich, das etwa c)o° warme, aus einem neben der Kolonne angeordneten Apparate abfließentde Flüssigkeitsgemisch so in die Kolonne zu fördern, daß es bereits mit Siedetemperatur in den Oberteil eintritt. Dabei werden die überschüssigen Dampfmengen, der Wasserdampf sowie der ' ,\-HI-Dampf, der Kolonne derart zugeführt, daß die Gesamtwärme dieser Dämpfe für die Destillation nutzbar gemacht wird. Die Wirkung ist folgendermaßen: Die heiße Flüssigkeit fließt einem Dampfinjektor A zu und wird in einem Gefäß B durch ein Spritzblech, gegen das der Injektorstrom prallt, gezwungen, sich am Boden des Gefäßes zu sammeln, während die Dämpfe durch das Rohr C entweichen. Diese Dämpfe werden dem unteren Teil der Kolonne zugeführt und dienen zur Abtreibung des Ammoniaks in der Kolonne.
- Etwa mitgerissene Flüssigkeitsmengen werden auf den unteren Böden der Kolonne durch Frischdampf abdestilliert. Im Rohr C entsteht ein gewisser Überdruck, .der d em Widerstand der Kolonne über der Eintrittsstelle dieses Rohres entspricht. Dieser Überdruck bewirkt den Flüssigkeitsabfluß aus dem Topfe B durch ein Syphonrohr D, das den Übertritt von Dampf aus dem Topfe B in den Kolonnenoberteil verhindert.
- Durch das beschriebene Verfahren wird gleichzeitig ein häufig beobachteter Übelstand behoben, der darin besteht, daß in der Kolonne in der Zone der Siedetemperaturgrenze (Oberteil) Flüssigkeitsstauungen auftreten. Es vereinigt also mit dem Vorteil geringster Bauhöhe der Anlage den Vorzug, nicht durch überschüssigen Dampf die Kühler zu belasten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abtreibung von Ammoniakwasser, dadurch gekennzeichnet, daß ein mittels Dampf injektors erhaltenes Rohwasserdampfgemisch in einem Scheidegefäß, z. B. durch Aufprallen auf ein Spritzblech, in seine Bestandteile (Dampf und Flüssigkeit) zerlegt wird und diese getrennt der Kolonne in der Weise zugeführt werden, daß der Dampf in den unteren Teil der Kolonne eintritt, um hier der Destillation des Rohwassers zu dienen, welches vom Scheidegefäß aus durch den Überdruck des Dampfes stetig der Kolonne zugeführt wird.
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| DEM77342D DE370221C (de) | Verfahren zur Abtreibung von Ammoniakwasser |
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| DE370221C true DE370221C (de) | 1923-02-28 |
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| DEM77342D Expired DE370221C (de) | Verfahren zur Abtreibung von Ammoniakwasser |
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