DE369887C - Verfahren und Retorte zur Erzeugung von Knochenkohle - Google Patents

Verfahren und Retorte zur Erzeugung von Knochenkohle

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DE369887C
DE369887C DEC31902D DEC0031902D DE369887C DE 369887 C DE369887 C DE 369887C DE C31902 D DEC31902 D DE C31902D DE C0031902 D DEC0031902 D DE C0031902D DE 369887 C DE369887 C DE 369887C
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cooling
retort
cooling cylinder
cylinder
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CHEMISCHE WERKE BROCKHUES AKT
HANS RAIBLE
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CHEMISCHE WERKE BROCKHUES AKT
HANS RAIBLE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/336Preparation characterised by gaseous activating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Retorte zur Erzeugung von Knochenkohle. Mit der Erfindung wird bezweckt, ein Verfahren zu schaffen, das eine möglichst hochwertige Knochenkohle erzeugen läßt.
  • Hierzu wird erfindungsgemäß auf eine möglichst rasche und intensive Albkühlung der Knochen nach. dem Verkrohlungsprozeß Bedacht genommen und diese verfahrensgemäß dadurch erreicht, daß man die, Ab- kühlung der verkohlten Knochen zwischen zwei Kühlmedien vornimmt, von denen das eine Kühlmedium kernartig innerhalb der abzukühlenden verkohlten Knochenmasse liegt und das andere Kühlmedium die verkYhlte Knochenmasse mantelartig umgibt. Als Kübkneddum kann z. B. Luft, Wasser oder Glyzerin benutzt wenden. Die Wärmeanreicherung, welche dieses Kühlmedium im Kühlprozeß erfährt, kann außerhalb der Kühlvorrichtung irgendwelchen privaten oder industriellen Zwecken dienstbar gemacht werden. So kann ibei Verwendung von Kühlwasser -dieses nach Verlassen des Kühlraumes als Heißwasser zu Reinigungszwecken in dem Betrieb Verwendung finden.
  • Zweckmäßig wird eine derartige Kühlung der verkohlten Knochen in sonst bekannter Weise innerhalb eines möglichst luftdicht abgeschlossenen, zylinderförmigen Kühlraumes vorgenommen, der sich unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines Übergangsstutzens an dem Verlkohlungsraum hzw. an die den Verkohlungsraum bildende Retorte anschließt. In diesem Fall werden in den Kühlzylinder ein oder mehrere Kühlrohre eingesetzt. Diesen wird (das Kühlmedium von unten zugeführt. Die Abführung des Kühlmediums -erfolgt an. dem oberen Erde dieser Kühlrohre. Ferner wird, um diese Kühlzylinder zur Bildung des äußeren Kälteinittelraumes ein Mantel gelegt, in welchem gleichfalls das Kühlmedium von unten nach oben steigend zugeführt wird. Wird nur eine innere Kühlröhre verwendet, so wird diese konzentrisch in dem Kühlzylinder angeordnet.
  • In der anliegenden Zeichnung ist eine mit einem solchen Kühlzylinder versehene Retorte durch Abb. i und 2 in einem Längsschnitt dargestellt, wobei Abb. i die zum Verkohlen der Knochen dienende Retorte a selbst und Abb.2 den sich unter Zwischenschaltung eine, Übergangsstutzens b an die Retorte cr anschließenden Kühlzylinder c darstellt.
  • Der Retorte a werden die zu verkohlenden Knochen durch einen Füllstutzen d zugeführt, der nach der Füllung nach oben in irgendeiner geeigneten Weise luftdicht abschließbar ist. Dieser Abschluß kann z. B. mittels zweier teleskopartig ausziehbarer Röhren erfolgen, von denen die äußere Rühre auf dem Füllstutzen sitzt und mit seitlichen Einwurfschlitzen versehen ist, die von -dem inneren, oben geschlossenen Rohr verdeckt werden, wenn dieses nach abwärts .geschoben. %virid.
  • Der untere in der Feuerungszone liegende Teil der Retorte a kann zu seinem Schutz .mit einer Chamotte- o. dgl. Verkleidung c° versehen werden. Um ein gutes Anhaften dieser Verkleidung zu erzielen, versieht man den diesbezüglichen Teil der Retorte zweckmäßig mit rippen- o. dgl. förmigen Ansätzen f.
  • An das untere Ende der Retorte a schließt sich der querschnittausgleichend wirkende Übergangsstutzen b an, durch welchen die verkohlten Knochen in den Kühlzvlinider c übertreten. Diese lagern sich dabei um ein Kühlrohr g, das sich I,-onzentrisch in dem Kühlzylinderc befindet, diesen der Länge nach durchzieht und zweckmäßig bis in den Übergangsstutzen b heraufreicht. Diesem Kühlrohr g wird die Flüssigkeit von unten durch die Rohrleitung h zugeführt. Die Albführung der Kühlflüssigkeit erfolgt an dem oberen Ende :des Kühlrohres g durch eine entsprechende Austrittsleitung i. Um den Kühlzylinder c ist ferner noch ein Mantel k gelegt, der zwischen sich und dem Kühlzylinder c einen flüssigkeitsdurchflossenen Kühlraum l bildet. Diesem wird die Kühlflüssigkeit unten bei in- zugeführt. Der Austritt aus diesem Kühlraum L erfolgt oben bei n..
  • Auf diese Weise wird eine .möglichst rasche und intensive Abkühlung der aus der Retorte a in den Kühlzylinder übertretenden verkohlten Knochen erreicht, da :der Abkühlungsprozeß nicht mehr, wie bisher, nur von außen nach innen, sondern auch in umgekehrter Richtung von innen nach außen stattfindet. Durch diesen raschen und intensiven Abkühl.ungsprozeß «-irl eine Nachoxydation bzw. eine Oherflächenveraschung der verkohlten Knochen möglichst hintangehalten und damit ein höchst wertvolles Gut erzielt.
  • Um diesen @-orteil möglichst sicher zu stellen, wird der Kühlzylinder c nach unten außer mittels des üblichen Schiebers noch durch eine luftdicht abschließbare Kammer abgeschlossen, nachdem, wie bekannt, der Abschlußschieber selbst nur sanddicht schließen darf, um Funktionsstörungen des Schiebers auszuschließen.
  • Dieser doppelte Abschluß des Kühlzylinders ist noch durch Abb.3 gleichfalls in einem Vertikalschnitt dargestellt. Danach schließt sich an das untere Ende des Kühlzylinders c eine Kammer o an, welche zur Aufnahme einer Transportschnecke p bestimmt ist. Diese Kammer o ist an ihrer einen Stirnfläche mit einem luftdicht a!bschließbaren Deckel q versehen. Dieser schließt die Öff-@nung r ab, durch welche @di-e Knochenkohle mittels der Förderschnecke p aus dem Apparat entfernt wird. Die Betätigung der Fördersclinecke p :kann z. B. mittels eines Handrades s erfolgen. Die Durchtrittsstelle der Achse t dieser Förderschnecke p durch die Kammer o wird entsprechend, z. B. mittels einer Stopfbüchse rr, abgedichtet. Das Anpressen .des Deckels q kann z. B. mittels Bügels und einer Druckschraube v erfolgen.
  • Der übliche sanddicht gelagerte Schieber ie, wird bei Verwendung einer solchen luftdicht abschließbaren Kammer o zwischen dem Anschlußflansch N dieser Kammer und dem Anschlußflansch x des Kühlzylinders c innerhalb eines Schiebergehäuses all angeordnet, dessen Durchtrittssahlitz für den Schieber entsprechend abgedichtet wird.

Claims (2)

  1. PATEI\TT-ANSpRÜcHE: i. Verfahren zur Erzeugung von Knochenkohle durch Glühen von Knochen und Kühlen der erhaltenen Kohle unter Luftabschluß, dadurch gekennzeichnet, daß man die glühende Knochenkohle in an die Verkohlungsretorten unmittelbar Aisdlließenden Räumen gleichzeitig von außen und innen kühlt.
  2. 2. Retorte mit Kühlzylinder zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kühlzylinder eine oder mehrere achsial ange-,ordnete Kühlrohre vorgesehen sind und um den Kühlzylinder ein Kühlmantel gelegt ist.
DEC31902D 1922-04-02 1922-04-02 Verfahren und Retorte zur Erzeugung von Knochenkohle Expired DE369887C (de)

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