DE368146C - Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpfluegen - Google Patents
Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an MotortragpfluegenInfo
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-
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B63/00—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements
- A01B63/02—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors
- A01B63/08—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors operated by the movement of the tractor
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN Al 1. FEBRUAR 1923
REICH SPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 a GRUPPE 21
Emil Rezler in Jungbunzlau.
Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpflügen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1920 ab.
Für diese Anmeldung' ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Österreich vom 28. Januar 1914 beansprucht.
Es ist bekannt, Motorkipppflüge derart auszugestalten, daß der Pflugrahmen beim Wechsel
der Fahrtrichtung durch die Reaktionskraft des Motors in die jeweilige Arbeitsstellung gekippt
wird. Diese Reaktionskraft ändert nämlich beim Wechsel der Fahrtrichtung gleichfalls
ihre Richtung und sucht den Pflugrahmen derart zu drehen, daß der in der Fahrtrichtung
hinten liegende Teil desselben niedergezogen, der vorn liegende Teil dagegen hochgehoben
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wird. Die durch die Reaktionskraft bewirkte Drehbewegung des Pflugrahmens wird hierbei
durch die Arbeitslage des in der Fahrtrichtung hinten liegenden Teiles des Rahmens begrenzt.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, bei einseitig wirkenden Motortragpflügen die
Reaktionskraft des Motors dazu auszunutzen, den Pflugrahrnen in die Arbeitslage zu bringen
und aus dieser heraus zu bewegen. Eine solche to Ausnutzung der Reaktionskraft ist bei Motortragpflügen
nicht ohne weiteres möglich, weil der Pflugrahmen während des Wendens am Ende des Feldes nicht gekippt, sondern gehoben
und wieder gesenkt werden muß und weil hierbei das mit dem Pflugrahmen verbundene
Lenkrad den Boden nicht verlassen darf.
Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß bei nur in der einen Richtung
wirkenden Motortragpflügen die Reaktionskraft des Motors zum Heben und Senken des Pflugrahmens
ausgenutzt werden kann, indem die am Ende des Feldes notwendige Wendung des Pfluges in der Rückwärtsfahrt durchgeführt
wird. Zum Heben des Pflugrahmens wird dann die während der Rückwärtsfahrt auftretende,
auf das Aufwärtsschwingen des Pflugrahmens abzielende Reaktionskraft des Motors, zum
Senken des Pflugrahmens dagegen sein Eigengewicht und die während der Vorwärtsfahrt in
der entgegengesetzten Richtung wirkende Reaktionskraft ausgenutzt. Damit diese Kräfte die
angestrebten Bewegungen des Pflugrahmens bewirken, ist das auf die Treibradachse des Pfluges
bezogene Gewichtsmoment des Rahmens und des Lenkrades größer, das des Pflugrahmens
allein jedoch kleiner als das während der Rückwärtsfahrt auf dieselbe Achse bezogene Drehmoment
der Reaktionskraft des Motors. Demgemäß wird der Rahmen durch die Reaktionskraft
nur so weit aufgeschwungen, bis ein an demselben angeordneter Anschlag das Lenkrad
mitnimmt.
Abb. ι der Zeichnung zeigt einen im Sinne der Erfindung konstruierten Tragpflug schematisch
in Seitenansicht, während Abb. 2 und 3 eine Abänderung der Ausführung im Sinne eines
nach A-B der Abb. 1 geführten Vertikalschnittes
durch Abb. 2 zeigen. Abb. 4 zeigt die der Abänderung gemäß konstruierte Zahnstange samt
Klinken in größerem Maßstabe.
Das hintere Ende des Pflugrahmens t, der auf den Vorderrädern 0 und dem Lenkrade 6 aufruht,
trägt ein Gehäuse 2, in welchem die Zahnstange 3 in vertikaler Richtung geführt ist; die
Zahnstange 3 trägt die Halslager 4, 5 der vertikalen Schwenkachse, an welcher die Horizontalachse
8 des Lenkrades 6 befestigt ist. Im Gehäuse 2 ist eine in die Zahnstange 3 greifende
Klinke 9 (Abb. 1) gelagert, die durch den Kurbeiarm 10 und die Zugstange 11 von dem vor
dem Führersitz α angeordneten Fußhebel 12
bedient werden kann. Die Zahnstange 3 ist mit einem Anschlagdorn 22 ausgestattet, der der gewünschten
Furchentiefe entsprechend verstellbar ist, und auf welchem während des Pflügens das Gehäuse 2 aufruht. Wenn der Pflug gewendet
und demgemäß der Rahmen t samt den Pflugscharen h gehoben werden soll, schaltet der
Führer den Rückwärtsgang ein, wodurch der im Sinne des Pfeiles 13 nach abwärts gerichtete
Reaktionsdruck des im Sinne des Pfeiles 14 nach oben gerichteten Zahndruckes ein Kippmoment
auslöst, welches den Pflugrahmen t mit den Pflugscharen h um die Achse η nach aufwärts
zu schwingen sucht.
Um mit Hilfe dieses Kippmomentes das Anheben des Pflugrahmens t zu bewirken, werden
die Gewichte des Rahmens und des die Zahnstange 3 tragenden Lenkrades 6 derart gewählt,
daß die Summe der auf die Vorderachse η bezogenen Gewichtsmomente des Pflugrahmens t
und des Lenkrades 6 größer, das auf dieselbe Achse bezogene Gewichtsmoment des Pflugrahmens
t allein jedoch kleiner ist, als das während der Rückwärtsfahrt auf die Achse η bezogene,,
im Sinne des Pfeiles 13 wirkende Drehmoment der Reaktionskraft des Motors m; demgemäß
wird der Rahmen t durch das Drehmomont der Reaktionskraft nur aufgeschwungen
werden, wenn seine Verbindung mit dem Lenkrad 6 ausgerückt ist.
Infolge dieser Wahl der Gewichte wird der Pflugrahmen t während der Rückwärtsfahrt angehoben,
während das Lenkrad 6 infolge seines Gewichtes auf dem Boden bleibt und die Klinkeo.
hierbei über die Zähne der Zahnstange weggleitet und den Rahmen t in der jeweilig erreichten
Hochlage festhält. Dieses Aufwärtsschwingen des Pflugrahmens t währt so lange, bis ein das
Mitnehmen der Zahnstange 3 bewirkender Anschlag in Wirksamkeit tritt, so daß die Zahnstange
3 samt dem Lenkrad 6 bei der weiteren Aufwärtsbewegung des Rahmens t von diesem
mitgenommen werden müßte. Von diesem Zeitpunkte an wird der Rahmen t nunmehr festgehalten,
da, wie vorerwähnt, das Drehmoment der Reaktionskraft des Motors nicht ausreicht,
um den Rahmen t samt dem Lenkrade δ anzuheben.
Wenn nun der Pflugrahmen t gesenkt werden soll, löst der Pflugführer während der Vorwärts- .
fahrt die Klinke 9 mittels des Fußhebels 12 aus, wodurch der Rahmen t durch sein Eigengewicht
und durch das nun im entgegengesetzten Sinne wirkende Kippmoment so weit nach unten gedrückt
wird, bis sich das Gehäuse 2 auf den in der Zahnstange 3 verstellbaren Anschlag 22 aufsetzt,
so daß durch die jeweilige Höhenlage des Anschlages 22 die Furchentiefe bestimmt wird.
Zur Abänderung der Furchentiefe muß sohin
bei dieser Einrichtung der Anschlag 22 verstellt werden, was natürlich nicht während des Pflügens
geschehen kann. Die in Abb. 2, 3 und 4 dargestellte Ausführungsform hingegen, bei weleher
der Anschlag 22 wegfällt, gestattet dem Pflugführer die Furchentiefe wärhend des Pflügens
zu ändern; zu diesem Zwecke ist die Klinke 9 mit einer Gegenklinke 15 (Abb. 4) versehen,
die bei dem durch Ausheben der Klinke 9 verursachten Senken des Pflugrahmens in die
nächsthöhere Zahnlücke eingreift, während der Abwärtsbewegung (Pfeil 16) des Pflugrahmens
von dem darüberliegenden Zahn der Zahnstange 3 aus der Zahnlücke herausgedrückt wird
und damit dieKlinkeg zwangläufig in die nächstfolgende Zahnlücke einklinkt und die weitere
Abwärtsbewegung des Rahmens hemmt. Infolge dieser Wirkungsweise der Klinken 9, 15
senkt sich der Pflugrahmen bei jedesmaligem Ausheben der Klinke 9 stets nur um einen Zahn.
Bei dem durch Einschalten des Rückwärtsganges erfolgenden Heben des Pflugrahmens
gleitet sowohl die Klinke 9 als auch die mit derselben fest verbundene Gegenklinke 15 über alle
Zähne der Zahnstange 3, bis durch Anschlag der Klinke 9 auf die Flanke 17 der obersten Zahnlücke
(Abb. 4) und der Gegenklinke 15 auf die volle Seitenfläche der Zahnstange die Bewegung
gehemmt wird.
Die unter dem Zahn 18 befindliche Zahnlücke ist bedeutend länger als alle übrigen Zahnlücken.
Wenn die Klinke 9 auf dem Zahn 18 aufsitzt, befinden sich die Pflugschare in der höchsten
Stellung, also etwa 20 cm' über dem Erdboden. Der Zahn 19 entspricht derjenigen Höhenlage
der Pflugschare, bei welcher dieselben über den Boden streichen, ohne zu pflügen. Der unterste
Zahn 20 entspricht schließlich der größten vorgesehenen Furchentiefe. Soll also z. B. die dem
Zahn 21 entsprechende Furchentiefe eingestellt werden, muß der Pflugführer, um den Pflugrahmen
von der dem Zahn 18 entsprechenden Höhenlage auf die dem Zahn 21 entsprechende
Höhenlage zu senken, viermal auf den Fußhebel 12 drücken, wobei jedoch eine einzige Auslösung
der Klinke 9 genügt, um den Pflugrahmen t von der höchsten Lage bis zu der dem Zahn 19 entsprechenden
Nullage zu senken.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpflügen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Heben des Pflugrahmens die während der Rückwärtsfahrt auftretende, auf das Aufwärtsschwingen des Pflugrahmens abzielende Reaktionskraft des Motors zum Senken des Pflugrahmens sein - Eigengewicht und die während der Vorwärtsbewegung des Pfluges auftretende, auf das Abwärtsschwingen des Pflugrahmens abzielende Reaktionskraft des Motors benutzt wird, und daß zur zweckentsprechenden Ausnutzung dieser Kräfte das auf die Vorderradachse des Pflugrahmens bezogene Gewichtsmoment des Rahmens und Lenkrades größer, das des Pflugfahmens allein jedoch kleiner ist als das während der Rückwärtsfahrt auf dieselbe Achse bezogene Drehmoment der Reaktionskraft des Motors, so daß der Rahmen durch das Drehmoment der Reaktionskraft nur so weit aufgeschwungen wird, bis ein an dem Rahmen angeordneter Mitnehmer das Lenkrad mitnimmt.
- 2. Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpflügen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Lenkrad (6) in vertikalem Sinne fest verbundene Zahnstange (3) durch eine vom Führersitz aus zu bewegende Klinke (9) gehalten wird, die in dem mit dem Pflugrahmen (t) fest verbundenen Führungsgehäuse (2) der Zahnstange (3) gelagert ist, wobei die Furchentiefe durch einen verstellbaren Anschlag (22) zwischen Zahnstange^) und dem auf dieser gleitenden Gehäuse (2) geregelt werden kann.
- 3. Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpflügen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Zahnstange (3) eingreifende Klinke (9) mit einer Gegenklinke (15) versehen ist, so daß der Pflugrahmen bei jedesmaligem Ausheben der Klinke (9) nur um einen Zahn nach abwärts geht.
- 4. Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpflügen nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (3) zwischen der höchsten Lage und der Nullage, bei welcher die Pflugschare über den Erdboden gleiten, lou ohne zu pflügen, keine Zähne aufweist, so daß das Senken des Pflugrahmens (t) von der höchsten Lage bis zur Nullage ohne jeden Zeitverlust durch einmaliges Ausrücken der die Zahnstange (3) abstützenden Klinke (9) 10S erfolgt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT368146X | 1914-01-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE368146C true DE368146C (de) | 1923-02-01 |
Family
ID=3672899
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER50417D Expired DE368146C (de) | 1914-01-28 | 1920-06-15 | Vorrichtung zum Heben und Senken des Pflugrahmens an Motortragpfluegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE368146C (de) |
-
1920
- 1920-06-15 DE DER50417D patent/DE368146C/de not_active Expired
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