DE36358C - Selbstthätig wirkende Wärme-Regulir - Vorrichtung - Google Patents

Selbstthätig wirkende Wärme-Regulir - Vorrichtung

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DE36358C
DE36358C DENDAT36358D DE36358DA DE36358C DE 36358 C DE36358 C DE 36358C DE NDAT36358 D DENDAT36358 D DE NDAT36358D DE 36358D A DE36358D A DE 36358DA DE 36358 C DE36358 C DE 36358C
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Germany
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container
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36358D
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English (en)
Original Assignee
S. KOCHERTHALER in Ernsbach (Württemberg)
Publication of DE36358C publication Critical patent/DE36358C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00Control of temperature
    • G05D23/01Control of temperature without auxiliary power
    • G05D23/12Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Zweck vorliegender Vorrichtung ist, den Wärmezuflufs für einen bestimmten Raum auf einen beliebigen gewünschten, den augenblicklichen Umständen entsprechenden Grad reguliren zu können, so dafs in diesem Raum beständig eine constante Temperatur herrscht, welch letztere indefs auch nach Bedürfnifs periodisch durch den Apparat selbst in Verbindung mit einer zweiten Vorrichtung gesteigert werden kann. Der Construction des Apparates liegt die Anwendung einer selbst bei gewöhnlicher Temperatur sich leicht verflüchtigenden Flüssigkeit zu Grunde, deren bei erhöhter Temperatur expandirende Dämpfe Quecksilber in einen Behälter überlaufen lassen, in welchem ein Schwimmer angebracht ist, der mit einer Absperrvorrichtung für die Wärmequelle in Verbindung steht, so dafs bei dem Steigen oder Fallen des Schwimmers ein stärkerer oder schwächerer Wärmezuflufs in dem betreffenden Raum stattfindet. Die Flüssigkeit, durch deren expandirende Dämpfe der Druck auf das Quecksilber erzeugt wird, ist so zu wählen, dafs dieselbe schon bei der gewünschten Temperatur eine starke Expansion veranlafst, wodurch die Empfindlichkeit des Apparates geringeren Temperaturschwankungen gegenüber bedeutend gesteigert wird. Die Construction dieses Apparates in gleichzeitiger Verbindung mit einer Vorrichtung, durch welche in beliebigen Zeitabschnitten eine beliebige Temperatursteigerung veranlafst wird, ergiebt sich aus beiliegender Zeichnung...
Fig. ι zeigt den Apparat in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht, Fig. 3 den Behälter mit dem 1 Quecksilber B und der auf diesem gelagerten, sich leicht verflüchtigenden Flüssigkeit A, während durch Fig. 4 bis 6 einzelne Theile des Apparates im besonderen zur Darstellung gebracht sind.
Das Gefäfs C, Fig. 3, ist so stark constrain, dafs es den nöthigen Druck auszuhalten vermag, und ist in dem Raum aufgestellt, dessen Temperatur regulirt werden soll. In den Deckel des überall luftdicht verschlossenen Behälters C ist das Rohr D, welches bis zum Boden des letzteren reicht, eingefügt. In diesem Rohr ist ein zweites Rohr E, ähnlich den ausziehbaren Gaszuführungsrohren, verschiebbar angeordnet, welches in den Behälter F mündet. Letzterer ist zwischen den Führungen HH auf- und abschiebbar angebracht; das Gewicht / hat das Bestreben, denselben in die Höhe zu ziehen. Derselbe wird jedoch durch den auf der drehbaren Welle K angebrachten Anschlag J, dessen vorstehende Nase sich über eine gleiche an dem Behälter F angebrachte legt, am Aufwärtsgehen gehindert und in der gegebenen Lage gehalten. In dem Behälter F liegt der Schwimmer G, welcher durch eine Deckelöffnung des Behälters F hindurch mit dem auf dem Deckel drehbar gelagerten Hebel L, Fig. 4, in Verbindung steht. Auf gleicher Achse mit letzterem befindet sich der doppelarmige Hebel M, an dessen längerem Arm das Gegengewicht JV angebracht 'ist. Die durch den Schwimmer G beim Steigen und Fallen des Quecksilbers erzeugte Bewegung überträgt sich daher durch den Hebel L auf den Hebel M, da beide auf der gemeinsamen Achse fest angebracht sind. Der zweite, kürzere Arm des doppelarmigen Hebels M trägt die kleine Rolle b, während
unterhalb derselben an dem Behälter F eine gleiche Rolle c drehbar fest angebracht ist. Ueber diese Rollen b und c ist die bei a an dem Führungsrahmen H befestigte Schnur ο geleitet, deren anderes Ende mit dem Hebel d verbunden ist. Letzterer steht dann in weiterer Verbindung mit einem Ventil oder einer Klappe, durch welche der Wärmezutritt in den betreffenden Raum beeinflufst wird.
Der Apparat arbeitet folgendermafsen:
Zunächst hat man dem zwischen den Führungen H in der Höhe verschiebbaren Behälter F die Stellung zu geben, in welcher bei dem gewünschten Temperaturgrade das Quecksilber B durch die entwickelten Dämpfe der Flüssigkeit A in dem Rohr D bezw. E so weit in die Höhe gedrückt wird, dafs es bis zur Mündung des Rohres E in den Behälter F steigt. Tritt nun eine Erhöhung der Temperatur ein, so wird das Quecksilber durch die hierdurch vermehrte Expansion der Dämpfe zum Eintritt in den Behälter F veranlafst und drückt hierbei den in demselben befindlichen Schwimmer G in die Höhe, welche Bewegung sich in der bereits besprochenen Weise auf den Doppelhebel M und von diesem aus durch die Schnur ο auf den Hebel d überträgt. Durch die entsprechende Bewegung des letzteren wird nun eine Verminderung des Wärmezuflusses. in den betreffenden Raum veranlafst, infolge dessen dann auch die gesteigerte Temperatur auf die gewünschten Grade zurückgeht. Eine durch diesbezüglich gemachte Versuche festgestellte, an den Führungen H angebrachte Scala erleichtert sehr das Einstellen des Behälters F auf einen bestimmten Grad. Anstatt dafs die Rohre D und E in einander verschiebbar angeordnet sind, können dieselben auch durch einen Schlauch verbunden werden, welcher die Bewegungen des Behälters in der Höhenrichtung gestattet.
Soll nun eine in bestimmten Zeitabschnitten periodisch erfolgende Erhöhung der Temperatur in dem betreffenden Räume, wie es z. B. bei Malzdarren erwünscht ist, durch den Apparat selbstthätig hervorgerufen werden, so wird an demselben eine Vorrichtung angebracht, wie in Fig. ι und ζ der Zeichnung veranschaulicht.
An der drehbaren Welle K sind in bestimmten Zwischenräumen Anschläge II1 /2 . . . angebracht. Die einzelnen Abstände dieser Anschläge sind der gewünschten Temperaturerhöhung entsprechend gröfser oder kleiner. Es müssen deshalb, will man eine geringe Temperaturerhöhung, die Anschläge II1... näher zusammengerückt und, will man eine gröfsere Temperaturerhöhung, weiter von einander entfernt sein. Am oberen Ende der Welle K befindet sich lose auf derselben das Zahnrad P, dessen Zähne mit der Schnecke 5 in Eingriff stehen. Oberhalb derselben ist das Sperrrad Q.
fest auf die Welle K aufgekeilt, und greift eine an dem Rade P drehbar angebrachte Sperrklinke in die Zähne des Sperrrades in der Weise ein, dafs die Umdrehung der Schnecke S zwar durch das Rad auf die Welle K übertragen wird, eine Umdrehung der Welle K im entgegengesetzten Sinne indefs ohne allen Einflufs auf die Schnecke 5 bleibt, da bei dieser Umdrehung die an dem Zahnrade P angebrachte Sperrklinke e über die Zähne des Sperrrades Q. gleitet und so eine Verbindung zwischen der Welle K und dem Rade P nicht vermittelt. Mittelst des unten an der Welle K angebrachten Kegelgetriebes, an dessen Welle f eine Kurbel angebracht ist, kann der Welle K die besprochene Bewegung gegeben werden. Die Schnecke S setzt sich in der Walze T, welche durch das Gewicht R zur Umdrehung veranlafst wird, fort. Auf derselben Achse mit der Schnecke S und der Walze T befindet sich fest die Scheibe U und das Excenter V. Erstere ist, wie aus Fig. ι und 5 ersichtlich, mit einer vorspringenden Nase versehen, vor welche sich mit der Nase g der Hebel h legt und so die Umdrehung der Scheibe U und mit dieser der Schnecke S und der Walze T inhibirt.
Der Hebel h ist mit dem Hebel i fest verbunden, so dafs beide Hebel einen einzigen Winkelhebel bilden, der bei k drehbar gelagert ist. Vorn an dem Hebel h ist drehbar um diesen der Hebel / angebracht, welcher mit einer unten an demselben angebrachten Nase auf einer festen Unterlage W steht und so als Stützpunkt ein Sinken des Hebels h hindert. Der Zeiger eines Uhrwerks, welcher, je nach Gröfse der Zeitzwischenräume, in welcher die Temperaturerhöhungen auf einander folgen sollen, diesem entsprechend jedesmal eine Umdrehung macht, legt sich vor den Hebel I, wodurch letzterer von der festen Unterlage W gedrückt wird und der Hebel h jetzt seinen Stützpunkt verliert und sich heruntersenkt. Hierbei tritt die Nase g des letzteren von der Nase der Scheibe U hinweg, so dafs jetzt die Schwere des Gewichtes R zur Geltung kommt und eine Umdrehung der Walze T und der Schnecke S veranlafst. Durch die Umdrehung der Schnecke S wird nun aber eine theilweise Drehung der Welle K herbeigeführt, wobei dann in weiterer Folge die Nase des Anschlages / von der an dem Behälter -F angebrachten Nase forttritt und der Behälter jetzt ungehindert durch das Gewicht J in die Höhe gezogen wird. Durch die Umdrehung der Welle K ist aber gleichzeitig der zweite Anschlag J1 in die Stellung des ersten Anschlages / gebracht, so dafs dessen Nase jetzt einem weiteren Steigen des Behälters F hindernd in den Weg tritt und letzterer deshalb so lange in der Stellung gehalten wird,
bis eine zweite, durch den Uhrzeiger in der beschriebenen Weise veranlafste theilweise Umdrehung der Welle K ein weiteres Steigen des Behälters bis zum nächstfolgenden Anschlage P gestattet. Der durch den Uhrzeiger aus seiner Stellung gebrachte Hebel / bezw. Winkelhebel i h wird durch das Excenter V bei der vollen Umdrehung der Walze T wieder in die innegehabte Stellung gebracht, indem das Excenter gegen den Hebelarm i drückt und so den Hebel h mit dem Hebel / hebt, so dafs letzterer seinen Stützpunkt auf der festen Unterlage W wiedergewinnt und durch den Hebel h eine Umdrehung der Scheibe U mit Schnecke 5 und Walze T in besagter Weise gehindert wird.
Bei dem fortschreitenden Steigen des Behälters F wird durch den Hebel d der Kanal oder' das Rohr, durch welches die WTärme in den betreffenden Raum tritt, immer mehr geöffnet und bleibt auch in diesem Zustande so lange, bis die durch den verstärkten Wärmezuflufs in gröfserem Maise expandirten Dämpfe das Quecksilber wieder zum Eintreten in den Behälter F veranlassen, wodurch dann in der bekannten Weise eine Regulirung des Wärmezutritts hervorgebracht wird. Durch den Abstand der einzelnen Anschläge II1 P . . . wird also die Gröfse der jedesmaligen Wärmezunahme bedingt, während von der periodisch erfolgenden Auslösung des Hebels / durch ein Uhrwerk die Gröfse des Zeitraumes, in welchem die Temperaturerhöhungen auf einander folgen sollen, abhängig ist.
Dafs zu der Bewegung des Behälters F und der Walze T anstatt Gewichte auch Federn benutzt werden können, ist selbstverständlich und braucht nicht weiter hervorgehoben zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine selbstthätig wirkende Wärme-Regulir-Vorrichtung, in der Weise construirt, dafs beim Ueberschreiten eines bestimmten Temperaturgrades Quecksilber mittelst gespannter Dämpfe zum Eintritt in einen in der Höhe verstellbaren Behälter F gebracht wird, in. welchem sich der Schwimmer G befindet, durch den dann in weiterer Folge in Verbindung mit dem Hebel L, dem Doppelhebel M, der Schnur ο und dem Hebel d der Wärmezutritt in den betreifenden Raum derart regulirt wird, dafs in diesem gerade die vorgesehene Temperatur herrscht.
    Der durch Patent-Anspruch i. charakterisirte Apparat in Verbindung mit einer Vorrichtung, durch welche in bestimmten Zeitabschnitten eine beliebige Steigerung der Temperatur herbeigeführt wird, bestehend aus der drehbaren Welle K mit den verstellbaren Anschlägen IPP..., dem Sperrrade Q. und dem mit der Sperrklinke e versehenen Zahnrade P, dessen Zähne mit der Schnecke S, welche letztere mit der Scheibe U, dem Excenter V und der durch Gewicht oder Feder umdrehbaren Walze T auf derselben Achse fest angebracht ist, in Eingriff stehen; diese Theile in weiterer Zusammenstellung mit einer mit einem Uhrwerke in Verbindung gebrachten Auslösevorrichtung, bestehend aus dem bei k drehbar gelagerten und mit der Nase g versehenen Hebel h, dem mit diesem verbundenen Hebel i und dem vorn an dem Hebel h drehbar angebrachten und unten mit der Nase m versehenen Hebel /, welche Gesammtvorrichtung in der Weise functionirt, dafs bei einer durch die Walze T veranlafsten theilweisen Umdrehung der Welled ζ. B. der unterste an der Welle K angebrachte Anschlag / eine an dem Behälter F befindliche Nase losläfst, so dafs der Behälter F, jetzt bis zum nächsten Anschlage J1 in die Höhe_ gehend, durch letzteren an einer Weiterbewegung gehindert wird u. s. w., infolge dessen ein periodisches Aufsteigen des Behälters F von Anschlag zu Anschlag und hiermit die beabsichtigte Temperaturerhöhung in gewissen Zeitzwischenräumen herbeigeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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