DE6111C - Apparat zur selbstthätigen Veränderung des Gewichtes und Druckes in Gasregulatoren - Google Patents
Apparat zur selbstthätigen Veränderung des Gewichtes und Druckes in GasregulatorenInfo
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Description
1878.
Klasse 26.
WILLIAM COWAN in EDINBURG. Apparat zur selbsttätigen Veränderung des Gewichtes und Druckes in Gasregulatoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1878 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Zunahme des Druckes während der Nachtzeit bei
starkem Gasverbrauch und die Abnahme des Druckes während der Tageszeit bei kleinem
Gasverbrauch selbsttätig herzustellen.
Der Apparat kann bei allen Gasregulatoren in Anwendung kommen.
Die Arbeit, welche der Apparat zu leisten hat, ist erstens, Wasser oder eine andere Flüssigkeit,
z. B. Glycerin, herbeizuschaffen, um zur Zeit der nöthig werdenden Erhöhung des Gasdrucks
das Gewicht auf dem Regulator zu vermehren; zweitens diese Flüssigkeit abzulassen, um behufs
der Verminderung des Gasdruckes das Gewicht auf dem Regulator zu vermindern.
Der selbstthätige rechtzeitige Beginn dieser Operationen wird mittelst einer Uhr bewerkstelligt,
welche eine mit einem oder mehreren Knaggen versehene Scheibe in Bewegung setzt.
Diese Knaggen wirken in bestimmten Zeitpunkten auf einen Mechanismus, der den Hahn einer Röhre öffnet, durch welche die
Flüssigkeit aus einem Reservoir in einen Behälter auf der Glocke des Gasregulators strömt.
Es wird dadurch das Gewicht und somit der Druck vergröfsert.
Die gedachte Scheibe ist ferner mit noch einem oder mehreren anderen Knaggen versehen,
welche in bestimmten Perioden auf einen Mechanismus wirken, wodurch dieser einen
Hahn öffnet, zum Zweck, die Flüssigkeit wieder aus der Glocke des Gasregulators abfliefsen zu
lassen und so das Gewicht und den Gasdruck zu vermindern.
Ein anderer Mechanismus ist noch angebracht, welcher durch den Gasdruck in der Hauptgasröhre
bewegt wird. Im Falle einer Zunahme des Gasdruckes bewirkt dieser Mechanismus die Abstellung des Zuflusses der Flüssigkeit in
den Regulator, sobald das auf den Regulator wirkende Gewicht die gewünschte Höhe erreicht
hat. Im Falle einer Abnahme des Gasdruckes bewerkstelligt der Mechanismus den Abschlufs
des Ausflusses der Flüssigkeit aus dem Regulator, sobald das auf dem Regulator wirkende
Gewicht auf den verlangten Grad herabgebracht worden ist.
Fig. ι stellt eine Vorderansicht des Apparates dar, der für den hier oben beschriebenen Zweck
bestimmt und der Erfindung gemäfs ausgeführt ist;
Fig. 2 einen Grundrifs desselben;
Fig. 3 einen Querschnitt, aus welchem der obere Theil eines Regulators ersichtlich ist,
dessen Gewicht und Druck durch den gedachten Apparat verändert werden soll;
Fig. 4 einen Bestandtheil, welcher später beschrieben werden wird.
In allen Figuren sind gleiche Theile mit den nämlichen Buchstaben bezeichnet. Der Mechanismus
wird von Seitenplatten oder Rahmen A A getragen, welche auf einem Gestell A1 sitzen.
Eine Scheibe C erhält ihre Umdrehung mit geeigneter Geschwindigkeit durch eine Uhr,
welche in der Zeichnung nicht angegeben ist. Die Bewegung derselben ist mittelst der Welle c,
Fig. i, und des konischen Getriebes clcl auf
die Scheibe C übertragen. Auf der letzteren sind Knaggen aia2a3 und b1 b2 b'J befestigt,
wovon die ersteren auf den Mechanismus wirken, um das Gewicht und den Druck auf den
Regulator zu vergröfsern; und die letzteren, um das Gewicht und den Druck auf denselben zu
verringern.
Das Rohr D führt von einem Reservoir zu irgend einer Stelle über dem Gefäfs F, welches
auf der Glocke des Regulators sitzt und die auf das Gewicht wirkende Flüssigkeit enthält
(s. Fig. 3).
Das Rohr E ist ein Heber, dessen kürzeres Ende in die Flüssigkeit im Gefäfs F, Fig. 3,
taucht. Am besten bringt man in der Glocke eine Eintauchröhre an, um sicher zu sein, dafs
das Heberende , stets in die Flüssigkeit taucht, gleichviel, welche Lage die Regulatorglocke
habe.
Das Rohr D ist mit einem Hahn d, der Heber E mit einem Hahn e versehen. Auf
den Hahnkegeln sind Spindeln dl e\ Fig. 2,
befestigt, die in den Seitenplatten A ihr Lager haben.
Jede Spindel trägt eine schraubenlinienförmig gefurchte Trommel d2 bezw. e2, sowie eine unrunde
Scheibe oder Sperrrad G bezw. H. Diese Scheiben oder Räder sind auch auf den
Spindeln aufgekeilt.
Auf die Trommeln d* e2 wickeln sich Schnüre
oder Ketten d3 e 3 auf. An diesen hängen Gewichte
d" eA, welche das Bestreben haben, die
Spindeln d' e' in der Richtung des Pfeiles i, 2,
Fig. 2, zu drehen. Eine der Spindeln d' mit Einrichtung ist in einer Seitenansicht, Fig. 4,
besonders dargestellt.
Das auf der Spindel dl sitzende Rad G ist
an einer Seite mit daumenartigen Flächen versehen, deren Absätze ggl diametral gegenüber
stehen.
An der anderen Seite dieses Rades sind ähnliche Flächen und Absätze g2 g3 ebenfalls
diametral gegenüber liegend angebracht. Diese letzteren liegen aber in der Mitte zwischen den
Absätzen gg1, so dafs die Entfernung zwischen
zwei angrenzenden Anstöfsen ggig'2g3 gleich
dem vierten Theil des Umfanges des Rades G ist, Fig. i.
Das Bestreben des Gewichtes d\ die Spindel d' in der Richtung des Pfeiles 1 zu drehen,
wird von einem oder dem anderen der Absätze gg\ welche sich gegen das Ende des
Hebels T legen, verhindert. Gleiche Wirkung haben die Absätze g~ g3, die sich gegen das
Ende des Hebels J anlegen.
Wirkt einer der Absätze g oder gl auf den
Hebel I, so schliefst der Hahnkegel den Durchgang für die Flüssigkeit durch das Rohr D.
Dagegen wird der Hahn geöffnet, wenn einer der Absätze g- oder g3 auf den Hebel J wirkt.
Das Rad H ist dem Rad G ähnlich geformt und hat auf einer Seite die Absätze h h', auf
der anderen die Absätze h" h3, welche sich in
der Mitte zwischen denjenigen von h A1 befinden.
Das Bestreben des Gewichtes <?4, die Spindel
e1 in der Richtung des Pfeiles 2, Fig. 1,
zu drehen, wird entweder von einem der Absätze h h ', welche auf den Hebel K wirken,
oder von einem der Absätze //2Zz3 auf das
Ende des Hebels L wirkend aufgehoben.
Im ersten Falle wird der an dem Heber befindliche Hahn geschlossen, im letzteren Falle
geöffnet.
Das Rohr M und dessen Fortsetzung M1,
Fig. i, geht von dem Hauptgasrohr aus über den Auslafs des Regulators in das Innere der
Glocke JV', welche in die im cylindrischen Gefäfs JV befindliche Flüssigkeit eintaucht. Diese
Glocke und dieses Gefäfs haben einigermafsen mit einem Gasbehälter Aehnlichkeit.
Die Glocke kann durch einen Luftkessel, durch Ausgleichgewichte oder auf andere Art
so schwimmend erhalten werden. Die Glocke iV1 trägt an ihrem oberen Theil eine lange Stange P.
Letztere sowie das Gestell A' ist in der Fig. 1
abgebrochen dargestellt. Die Stange P läuft in Rollenführungen//, welche von den Trägern/ 'p '
getragen werden. Eine ruhige und sichere Bewegung wird durch eineParallelführungsstange/3,
ebenfalls zwischen Rollen geführt, erhalten.
Auf der Stange P ist eine Zahnstange /2,
welche in ein auf der Axe q' befestigtes Zahnrad q eingreift. Die gleiche Axe trägt eine
Scheibe Q, welche mit einer Anzahl von Knaggen χ' χ2 χ3 versehen ist. Dieselben
stehen an der Seite der Scheibe vor und befinden sich in der gleichen verticalen Ebene,
wie das Ende des Hebels^ um mit demselben,
wie später beschrieben werden wird, 'in Berührung zu kommen. Diese Knaggen gehen aber
neben dem Hebel L frei vorbei.
Die Scheibe Q ist ebenfalls mit Knaggen y 'yy3
versehen, welche an der anderen Seite der Scheibe vorstehen und sich in der verticalen
Ebene des Hebels L befinden, um auf den letzeren einwirken zu können, wovon später die
Rede sein wird. Diese Knaggen gehen dagegen neben dem Hebel J frei vorüber.
Die Knaggen a' a~ a3 auf der Scheibe C
sind auf einer Seite derselben so befestigt, dafs sie in der gleichen Ebene liegen und mit dem
Ende des Hebels / in Berührung kommen, aber vor dem Hebel K frei vorbeigehen. Die
Knaggen bl i2 b3 sind auf der anderen Seite
der Scheibe C so angebracht, dafs sie im Bereich des Hebelendes K liegen und mit demselben
in Berührung kommen können, gehen aber neben dem Hebel / an einer Seite desselben
frei vorüber.
Auf der Stange P befindet sich eine Scheibe/4,
welche auf der mit Gewinde versehenen Länge dieser Stange verstellt werden kann. Diese
Scheibe wird in irgend einer Stellung mittelst einer Stellschraube /5 befestigt. Beim Steigen
oder Fallen der Glocke JV1 nimmt die Scheibe/4 Gewichte rr'r'2, welche den Zweck haben, die
Wirkung des Gasdrucks auf das Innere der gedachten Glocke zu controliren, entweder auf
oder legt dieselben ab.
Die Gewichte besitzen in der Mitte Löcher, durch welche die Stange P hindurchgeht. Wenn
die Glocke JV' hinuntergedrückt ist, liegen dieselben auf den Ringen r3 auf, welche von
staffelartig ausgeschnittenen Trägern R getragen werden.
Letztere sind auf Führungsstangen r4 verstellbar
und durch Stellschrauben r5 in ihrer Lage erhalten. Die Knaggen der Scheibe C,
ebenso diejenigen der Scheibe Q sind auf geeignete Art an denselben angebracht, so dafs
sie auf diesen Scheiben versetzt werden können.
In der Zeichnung bestehen die Knaggen aus Metallstreifen, jeder an einem Ende mit einem
Auge versehen, welches über die Spindel, worauf die Scheibe C oder Q sitzt, geschoben an
dem Umfang der Scheibe bei ί ί mittelst Schraubenbolzen
und Muttern . befestigt wird, Fig. 1. Da diese Bolzen durch die Löcher t gehen und
leicht los zu machen sind, so ist ersichtlich, dafs beim Drehen der Knaggen dieselben auf
der Scheibe in jede gewünschte Lage gebracht werden können.
Die Scheibe C macht in 24 Stunden eine Umdrehung, mithin macht das eingetheilte
Zifferblatt während einer jeden halben Stunde einen Weg, der gleich der Entfernung zweier
nächstanliegender Löcher ist. Letztere werden mit Buchstaben oder Ziffern wie angedeutet
versehen, damit man die Stelle weifs, wo die
Knagge befestigt werden mufs, um zu jeder gewünschten Zeit in Wirkung zu kommen.
■ Es ist klar, dafs die auf der Scheibe C angegebenen Ziffern nur die Befestigungsstelle für diejenige Knaggengruppe anzeigen, welche auf den Hebel / wirken. Dagegen bei der Angabe der Befestigungsstelle der anderen Knaggengruppe mufs Sorge getragen werden, dafs dieselben um die Entfernung zwischen den Enden der Hebel / und K von den ersteren abstehen.
■ Es ist klar, dafs die auf der Scheibe C angegebenen Ziffern nur die Befestigungsstelle für diejenige Knaggengruppe anzeigen, welche auf den Hebel / wirken. Dagegen bei der Angabe der Befestigungsstelle der anderen Knaggengruppe mufs Sorge getragen werden, dafs dieselben um die Entfernung zwischen den Enden der Hebel / und K von den ersteren abstehen.
Anstatt das Zifferblatt mit Ziffern zu versehen, können besondere Anzeiger für jede
Knaggengruppe zur Anwendung kommen, oder die Knaggen der Gruppe b1 b'2 b3 können, an
ihren wirkenden Enden ein nach innen versetztes, nach vorn zu gekrümmtes Stück haben,
dessen Länge gleich der Entfernung zwischen den Enden des Hebels IK ist: In diesem
Falle würde eine Zeigergruppe für die Feststellung beider Knaggengruppen genügen.
Die Knaggen X1X^x3 sind durch Einschaltung
eines Scharniers mit der Scheibe Q befestigt und wirken nur beim Steigen der Stange P
auf den Hebel J, oder wenn die Scheibe Q eine rechtsdrehende Bewegung macht. Dagegen
legen sich bei der linksdrehenden Bewegung der Scheibe Q zwar die Knaggen auf den
Hebel, wirken aber nicht darauf, weil sie sich des Scharniers wegen umlegen können.
Das Ende des Hebels L ist in ähnlicher
Weise mit einem Scharnier versehen, damit die Knaggen y'y2y3 nur bei der linksdrehenden
Bewegung der Scheibe Q auf den Hebel L wirken. Bei der entgegengesetzten Bewegung
giebt das Hebelende den Knaggen nach und die Stellung des ersteren bleibt unverändert.
Die Hebel IJK und L sind durch ihre
Form oder durch an geeigneten Stellen angebrachte Federn so ausgeglichen, dafs die inneren
Enden derselben in ihrer normalen Lage das Bestreben haben, auf den Daumenflächen
zu ruhen oder sich gegen die Absätze der Räder G und H zu legen.
Im nachstehenden soll die Wirkung des Apparates in Bezug auf die in der Zeichnung
dargestellte Einrichtung beschrieben werden, wonach der Gasdruck allmälig durch drei Gewichtszulagen, deren jede in einer aufeinanderfolgenden
Reihe auf den Regulator zur Wirkung kommt, gesteigert und nach. Verlauf einer gewissen
Zeit der Gasdruck nach und nach durch drei besondere Gewichtsabnahmen vermindert
wird.
Erhält die Scheibe C durch eine Uhr eine langsame Umdrehung, so wird die Knagge a'
zu einer bestimmten Zeit, für welche dieselbe eingestellt worden, mit dem Ende des Hebels /
in Berührung kommen und beim Hinuntergehen das andere Hebelende von dem Absatz g auf
dem Rad G befreien. Das Gewicht di kann daher frei herabsinken und dreht zugleich die
Spindel d' um den vierten Theil einer Um- - drehung, da dann der Absatz g* sich gegen den
Hebel / anlegt.
Durch diese Viertelumdrehung der Spindel rf1
wird der Schlüssel des Hahnes d geöffnet und die Flüssigkeit kann durch das Rohr D in das
Gefäfs F, Fig. 3, auf den oberen Theil der zu beschwerenden Regulatorglocke fliefsen. Die
Zunahme des Druckes in der Hauptrohrleitung wird durch die Röhren M M^ auf die untere
Fläche der Glocke N übertragen, welche deshalb steigen wird.
Nachdem der gewünschte Druck erzielt ist, ist die Stange P genügend hoch gekommen, um
die durch die Scheibe p 4 mitgenommenen Gewichte
r in Stand zu setzen, die Wirkung dieses besonderen Druckes controliren zu können.
Beim Steigen der Stange P wird durch die Zahnstange ρ 2 und das gezahnte Rad q auch der
Scheibe Q eine Umdrehung ertheilt. Die auf dieser Scheibe angebrachten Knaggen sind so
eingestellt, dafs sie zu den gewünschten Zeitpunkten auf das Ende des Hebels J wirkend
während ihres Steigens das andere Hebelende von dem Absatz g2 befreien. Das Gewicht d''
kann dadurch herabgehen und veranlafst die Spindel dl, den vierten Theil einer Umdrehung
zu machen, weil dann der Hebel / sich gegen den Absatz gl stemmt.
Der Schlüssel des Hahnes d kommt so in eine Lage, bei welcher er den Durchgang der
Flüssigkeit durch das Rohr D in die Regulatorglocke abschliefst, und der Druck wird mithin
in einem constanten Zustand erhalten. Derselbe dauert so lange, bis in einem anderen
festgestellten Zeitpunkt die Umdrehung der. Scheibe C die Knagge a1 veranlafst, auf den
Hebel / zu wirken, wodurch der Hahn wieder geöffnet wird. Es wird hierdurch eine weitere
Zunahme des Druckes durch den Durchgang der Flüssigkeit durch das Rohr D in die
Glocke JV1 erhalten.
Hat man die zweite Druckzunahme erzielt, so wird die Glocke JV1 eine höhere Lage erhalten
haben, indem die Scheibe /5 noch zugleich
die Gewichte r V, welche die Wirkung dieses Druckes reguliren, mitgenommen hat.
Es wird sodann die Knagge x2 auf den
Hebel J wirken und die Abschliefsung des Hahnschlüssels d in der hier oben beschriebenen
Weise bewerkstelligen.
Nach einem anderen bestimmten Zeitpunkt veranlafst die weitere Umdrehung der Scheibe C
die Knagge a3, den Schlüsselhahn zu öffnen und das Quantum der Flüssigkeit auf dem Regulator
zu vergröfsern.
Ist der verlangte Druck dadurch erreicht, so wird auch die Glocke iV1 eine höhere Lage
angenommen haben und dadurch die Gewichte r~, welche die Wirkung des gröfseren
Druckes reguliren, gehoben worden sein. Die Knagge x3 wirkt demnächst auf den Hebel J
und bewerkstelligt das Schliefsen des Hahnes d. Der so erzielte Druck wird so lange erhalten,
bis zur Zeit, auf welche die Knaggen b' b - b3
eingestellt worden sind. Dieselben wirken dann auf den Hebel K, um den Schlüssel des
Hahnes e auf dem Heber E zu bewegen.
Die Umdrehung der Scheibe C veranlafst die Knagge b', das Ende des Hebels K niederzudrücken,
wobei gleichzeitig der Vorsprung am anderen Hebelende aus dem Absatz h gehoben
wird.
Das Gewicht e'' sinkt dann und dreht die Spindel e' um den vierten Theil einer Umdrehung,
da letztere durch den Absatz h'1, gegen welchen sich das Ende des Hebels L
stemmt, angehalten wird. Der auf dem Heber E sitzende Hahn e ist alsdann geöffnet und gestattet
der Flüssigkeit, von dem Gefäfs F, Fig. 3, des Regulators aus durch den Heber
zu fliefsen, wodurch eine Druckverminderung erhalten wird. Diese Verminderung des Druckes
wird von der Hauptrohrleitung aus durch die Röhren M und M' auf die untere Seite der
Glocke D' übertragen, welche infolge dessen so weit herabgesunken ist, bis die Knagge y'
auf das Ende des Hebels L wirkt und durch Heben des anderen Endes das Rad H frei
macht.
Es kann dadurch das Gewicht eA herabgehen
und ertheilt der Spindel e' eine andere Viertelumdrehung,
da dieselbe durch den Vorsprung auf den Hebel K, der sich gegen den Absatz h'
anlegt, aufgehalten wird. Der Hahn e ist dann zugedreht und der Ausflufs der Flüssigkeit aus
dem auf der Glocke des Regulators befindlichen Gefäfse ist unterbrochen.
In dem Mafse als die Glocke JV1 sinkt, werden auch die Gewichte r~ von der Scheibe /4
aufeinanderfolgend auf ihre Sitze abgegeben und der so erzielte verminderte Gasdruck wird
erhalten, bis die Knagge b" auf den Hebel K wirkt, um den Hahn e wieder zu öffnen. Es
wird dann mehr Flüssigkeit aus dem Gefäfs F auf der Glocke des Regulators abgesogen, bis
ein weiteres Fallen der Glocke N1, welches durch die Druckvermmderung in der Hauptrohrleitung
bewirkt wird, die nächste Knagge y 2
veranlafst, auf das Ende des Hebels L zu wirken und die Schliefsung des Hahnes e zu bewerkstelligen.
Gleichzeitig sind die Gewichte r'r1
auf ihre Sitze abgegeben worden.
Der so verminderte Gasdruck wird erhalten, bis die Knagge b3 den Hahn e wieder öffnet,
um noch mehr Flüssigkeit aus dem Gefäfs F abziehen zu lassen. Die Abnahme des Druckes,
welche so hergestellt worden ist, hat ein Sinken der Glocke Nx zur Folge. Die Knagge ys
wirkt jetzt auf den Hebel L, wodurch der Hahn geschlossen wird, und die übrigen Gewichte auf
die Glocke iV1 wirkend, legen sich auf ihre Sitze r3 auf.
Der auf diese Weise erzielte niedrige Druck wird so lange erhalten, bis die Knagge a1 infolge
der Umdrehung der Scheibe C wieder auf den Hebel / wirkt. Alsdann wiederholen
sich die Bewegungen und die in Reihe aufeinanderfolgenden Wirkungen, wie beschrieben,
was so lange fortdauert, bis die Gewichte JA
und e* gänzlich abgelaufen sind. Dieselben werden dann mittelst des Handgriffes u am hinteren
Ende, Fig. 3, wieder aufgewunden und ■ der Apparat verrichtet seine Arbeit wieder wie
hier oben beschrieben wurde.
Die Knaggen der Scheiben C und Q können in jeder gewünschten Weise so angeordnet werden,
dafs sie den Druck, welcher je nach der Jahreszeit oder anderen Umständen anders
verlangt werden kann, vermehren oder vermindern. Die Zunahme oder Abnahme des Druckes
kann durch einmalige Wirkung der Knaggen bewerkstelligt werden.
In diesem Fall sind nur eine Knagge a' und eine Knagge b' auf der Scheibe C nöthig, oder
es können zwei oder mehr als drei solcher Knaggen angebfacht sein, um den Druck in
jeder gewünschten Weise zu vergröfsern oder zu vermindern.
In allen Fällen müssen die auf der Scheibe Q befindlichen Knaggen der Zahl und Anordnung
nach mit der Zahl und Anordnung der auf der Scheibe C angebrachten Knaggen übereinstimmen,
damit, nachdem eine Knagge der Scheibe C den Hahn d oder e zur Vermehrung oder Verminderung
des Druckes geöffnet hat und der verlangte Grad des Zuwachses und der Abnahme des Druckes erzielt ist, eine Knagge
der Scheibe Q den Hahn d oder e wieder zuschliefst.
Das Rohr D und der Heber E sind beide noch mit Hahn dh bezw. e'° versehen, mittelst
welchen das Mafs der Flüssigkeit, welches aus dem auf der Regulatorglocke befindlichen Gefäfs
F heraus- oder hineinströmt, regulirt wird. Der Heber E ist ferner mit einer Röhre ί6
versehen, um denselben füllen zu können, falls derselbe nicht mehr mit Flüssigkeit angefüllt
wäre.
Die von dem Heber E kommende Flüssigkeit strömt durch eine Röhre A 3 in einen Behälter
A2, aus welchem dieselbe mittelst des Hahnes A4 abgelassen werden kann.
Das Gasrohr Mist mit einem Hahn versehen,
welcher zur Regulirung des Gaszuflusses in das Innere der Glocke JV* dient.
Es ist selbstverständlich, dafs viele Abänderungen des Mechanismus, aus welchen der Apparat
zusammengesetzt ist, angenommen werden können. So können beispielsweise die Knaggen
χ und y auf der Stange P selbst sein, anstatt auf der Scheibe Q.
In diesem Falle sind dieselben so angebracht, dafs sie auf der Stange in verschiedenen Entfernungen
einzeln verstellt werden können.
Die Gewichte, welche von der auf der Stange P sitzenden Scheibe /4 mit hinaufgenommen
werden, können so angebracht sein, dafs entweder das Ganze eines jeden Gewichtes,
welches einen gewissen Druck zu reguliren vermag, auf einmal hinaufgenommen, oder es
kann jedes Ge\vicht in zwei oder mehr Stücke getheilt sein, so dafs dessen einzelne Stücke
aufeinanderfolgen, in zwei oder mehr als zwei Zeitpunkten des Aufsteigens der Glocke JV1
■zwischen,.irgend zwei gegebenen Drucken mit hmaufgenqmmen werden.
Indem man die Gewichte so abtheilt, kann der auf die Glocke N1 wirkende15>Druck beim
Steigen allmälig vermehrt und beim Fallen der Glocke stufenweise zwischen irgend zwei Drucken
vermindert werden.
Die Gewichte r können auch auf andere Arten, wie hier angegeben, getragen werden,
nämlich: dieselben können in einem Cylinder in verschiedenen Höhenlagen besonders unterstützt
sein, indem man letztere mit in verschiedenen Höhen endenden Schlitzen versieht, in
welche die an den Gewichten angebrachten Stifte sich legen. ■ In diesem Falle würden alle
Gewichte von gleichem Durchrhesser sein können.
Ebenso können die Schlüsselhähne d und e am anderen Ende der Spindeln d1 und el und
das Rohr D und der Heber E würden sich dann auf der Hinterseite anstatt auf der Vorderseite
befinden.
Statt der Anwendung eines Hebers E, um die Flüssigkeit, wie hier oben beschrieben, abzuziehen,
kann ein biegsames Rohr zur Anwendung kommen. Dasselbe ist durch einen Hahn mit dem zu belastenden Gefäfs in Verbindung
gesetzt, so dafs die Flüssigkeit, welche auf den Regulator wirkt, in dem Verhältnifs
abgesogen wird, wie sich der Druck durch die Verminderung des Gewichtes verkleinert.
Claims (4)
1. Der hier oben beschriebene Apparat oder eine Modification davon, zur selbstthätigen
Veränderung des Gewichtes und Druckes in Gasregulatoren, bestehend aus einem durch eine Uhr bewegten Mechanismus,
vermittelst dessen eine als Gewicht dienende Flüssigkeit in den oder aus dem Regulator
gelassen wird, um den Druck des durch den Regulator strömenden Gases selbstthätig zu
vergröfsern oder zu verkleinern.
2. Die Einrichtung, wodurch der Zuflufs der Flüssigkeit in den oder aus dem Regulator,
nachdem der gewünschte Druck erhalten worden ist, in selbsttätiger Weise abgeschlossen
wird.
3. Die selbsttätige Vorrichtung zum Abschliefsen des Zuflusses der Flüssigkeit in
den oder aus dem Regulator mittelst des in der Hauptrohrleitung stattfindenden Gasdruckes
selbst.
4. Der hier oben im wesentlichen beschriebene und durch Zeichnung dargestellte Apparat
im allgemeinen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6111C true DE6111C (de) |
Family
ID=284358
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6111D Active DE6111C (de) | Apparat zur selbstthätigen Veränderung des Gewichtes und Druckes in Gasregulatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6111C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198162B (de) * | 1960-04-13 | 1965-08-05 | Gpe Controls Inc | Steuerungsvorrichtung zur Einstellung einer gegen eine laufende Materialbahn verschieblichen Walze mit an den Enden der Walze angeordneten hydraulischen Motoren |
| DE19501011A1 (de) * | 1995-01-14 | 1996-07-18 | Stephan Peter Grunert | Dekorspiegel |
-
0
- DE DENDAT6111D patent/DE6111C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198162B (de) * | 1960-04-13 | 1965-08-05 | Gpe Controls Inc | Steuerungsvorrichtung zur Einstellung einer gegen eine laufende Materialbahn verschieblichen Walze mit an den Enden der Walze angeordneten hydraulischen Motoren |
| DE19501011A1 (de) * | 1995-01-14 | 1996-07-18 | Stephan Peter Grunert | Dekorspiegel |
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