DE36336C - Vorschubvorrichtung an Vollgattern mit Walzenvorschub - Google Patents
Vorschubvorrichtung an Vollgattern mit WalzenvorschubInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27B—SAWS FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COMPONENTS OR ACCESSORIES THEREFOR
- B27B3/00—Gang saw mills; Other sawing machines with reciprocating saw blades, specially designed for length sawing of trunks
- B27B3/02—Gang saw mills; Other sawing machines with reciprocating saw blades, specially designed for length sawing of trunks with vertically-reciprocating saw frame
- B27B3/16—Driving mechanisms for the feed rollers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mit Ausbildung der Vollgatter für gesteigerte Leistung wurde die Zuführung der Stämme
nach den Sägen durch Walzen mit Benutzung kurzer, auf Schienen laufender Spannwagen
eingeführt, wodurch ein vermehrtes Schneiden mit stetiger Aufeinanderfolge der Stämme geboten
ist. Dabei haben die allgemeinen Bestrebungen zur Erreichung des vortheilhaftesten
Sägenschnittes bisher hauptsächlich zwei Vorschubsysteme gleichberechtigt bestehen lassen.
Bei dem einen System wird der ganze Vorschub mit dem Niedergang der Sägen, also während des Schneidens bewirkt, dagegen bei
dem anderen System mit dem Aufgang der Sägen, wenn dieselben nicht schneiden. Für
letztere Anordnung wird der Vorschub durch entsprechenden Ueberhang der Sägen ermöglicht,
indem dieselben dann beim Aufgang des Rahmens von den Schnittlinien zurücktreten,
so dafs der Stamm im Verhältnifs zu dem erwähnten Ueberhang vorgeschoben werden kann,
um darauf festliegend beim Niedergang des Rahmens den Sägenschnitt zu erhalten. Beide
Systeme sind bei dem an Walzengattern weniger verwendeten continuirlichen Vorschub
vertreten, denn hier mufs der Ueberhang der Sägen dieselben mindestens zur Hälfte des
Vorschubes mit dem Aufgang zurücktreten lassen, und es wird dann beim Niedergang der
Sägenschnitt durch den Ueberhang und den weiteren Vorschub vollzogen. Stellvorrichtung
für verschiedenen Vorschub mufs stets genommen werden. Eingehende ' Betrachtung dieser Vorschubverhältnisse läfst erkennen, dafs
dabei die Sägengeschwindigkeit als Hauptfactor für vortheilhaftetsen Schnitt nicht genügende
Beachtung fand. Denn mit Berücksichtigung der Bewegungsübertragung von der rotirenden
Kurbel zu dem auf- und niedergehenden Sägenrahmen sollte zweckmäfsigst die mittlere
Hälfte des Hubes beim Niedergang zum Schneiden allein ausgenutzt werden, da dann
der Sägenrahmen und damit die Sägen gröfste Geschwindigkeit besitzen.
Um dieses Schneiden der Sägen hauptsächlich während der mittleren Hälfte des Hubes beim
Niedergang zu erreichen, wird dem periodischen Vorschub eine nach den vorliegenden Verhältnissen
berechnete Voreilung gegeben, welche mit dem dazu gehörigen Ueberhang der Sägen
den Schnittanfang derselben während der vortheilhaftesten Geschwindigkeit herbeiführt.
Die Berechnung des Ueberhanges der Sägen und der Voreilung des Vorschubes ergiebt,
dafs dieser ungefähr beim letzten Viertel des aufsteigenden Sägenhubes beginnen mufs, um ■
für gröfste Vorschubgeschwindigkeit . besten Schnitt zu ergeben, indem dann der Eingriff
nach dem ersten Viertel des Hubes beim Niedergang der Sägen beginnt und auch zugleich
für die anderen Vorschubeinstellungen damit das rationellste Schneiden erhalten wird.
Als nicht zu vernachlässigendes Erfordernifs für guten Schnitt dient auch die Einrichtung
der treibenden Vorschubwalzen mit den Spannwagen, da die leichte und sichere Zuführung
des Stammes immer für geraden Schnitt die beste Garantie giebt. Unter Bezug hierauf
wird eine weitere Verbesserung gebracht, indem die Schienenbahnen an beiden Seiten des Gatters
in der Vorschubrichtung abfallend gelegt werden , so dafs der Stamm hierdurch Neigung
zum selbsttätigen Vorgehen erhält und die Arbeit der Vorschubwalzen mit Pression wesentlich
entlastet und die Geradführung des Stammes zuverlässiger wird.
Aus Fig. ι als Seitenansicht eines Vollgatters
mit Walzenvorschub ist die Neigung der Schienenbahn durch den Winkel α gegen die
Horizontale ersichtlich. Dieser Winkel ist nach den Gröfsenverhältnissen des Gatters zu bestimmen.
Mit dieser Gatteransicht ist auch der Kurbelkreis b für den Sägenhub und c für den Vorschub
gezeigt, und es ist dabei der Kurbelzapfen für den Sägenhub mit b1 und für den
Vorschub mit c' bezeichnet. Mit Bezug zu
der durch Pfeil angedeuteten Drehungsrichtung wird der Voreilungswinkel von Vorschubkurbel
zur Sägenkurbel durch d angezeigt.
Fig. 2 zeigt noch einmal die Stellung der beiden Kurbeln nach der beschriebenen Verbesserung,
indem hierbei die Kurbel des Vorschubes durch ein Excenter ersetzt ist.
Die allgemeine Anordnung des in Fig. ι gezeigten Gatters ist nach gebräuchlichen Ausführungen
genommen, so dafs von der Vorschubkurbel oder dem für gleichen Zweck eingerichteten Excenter durch Zugstange die
Schalicoulisse A in schwingende Bewegung gesetzt wird und durch den Schaltkegel B auf
das Schaltrad C periodische Drehung überträgt, welche dann durch Zahnräder so fortgesetzt
wird, dafs die den Stamm tragenden Vorschubwalzen diese Drehung in gleicher Rich-,
tung empfangen und dadurch den Transport des Stammes periodisch übernehmen, während
der Sägenrahmen auf- und niedergehende Bewegung erhält.
Aus Fig. 3 bis 6 sind für die verschiedenen Kurbelstellungen die entsprechenden Lagen der
Sägen zum Stamm und dadurch die Schnittverhältnisse ersichtlich:
Fig. 3 Kurbelstellungen, bei welchen der Vorschub des Stammes beginnt,
Fig. 4 Kurbelstellungen beim Beginn des Einschneidens der Sägen,
Fig. 5 Kurbelstellungen beim Ende des Vorschubes,
Fig. 6 Kurbelstellungen am Ende des Schnittes.
Hierbei sind wieder die Kurbelkreise, Kurbelzapfen und Voreilungswinkel wie vorher bezeichnet,
e e1 ist die Verbindungslinie von den Spitzen der Sägenzähne mit dem Ueberhang
f, und die Linie g-g1 zeigt am Stamm
den vorhergegangenen Schnitt.
In Fig. 7 sind nach den verschiedenen Stellungen b ' £>2 b3 b* br>
der Kurbel des Sägenhubes die beiden Curven hl h2 h3 h* h 5 und
A:1 k2 k3 ki k& als Schnittbewegung von zwei
angenommenen Zahnspitzen der Sägen gezeigt.
Indem b 1 den oberen todten Punkt des
Kurbelkreises bezeichnet, ist zu ersehen, dafs mit Stellung b'2 nach dem ersten Viertel des
Hubes die Sägen mit ausreichender Geschwindigkeit in den Stamm zum rationellen Schneiden treten und dafs damit ein gleich mäfsiger
Schnitt bis zum dritten Viertel des Hubes vollzogen wird. In dieser Stellung b*
ist der Vorschub beendet, und es findet nur noch ein verlangsamtes Auslaufen der Sägen
im Stamm durch den Ueberhang bis zum unteren todten Punkt bh des Kurbelkreises
statt, wodurch der lebendigen Kraft, welche der niederlaufende Sägenrahmen nebst Zubehör
angenommen hat, Gegenwirkung geboten und somit beim Hubwechsel ruhiger Gang unterstützt
wird.
In Fig. 8 ist eine Vorderansicht der Vorschubvorrichtung und in gleicher Weise mit
Fig. 9 noch einmal die Seitenansicht vom unteren Theile des Gatters gegeben, während Fig. ι ο
einen Horizontalschnitt nach der Linie x-y von Fig. 9 zeigt. Die Schaltcoulisse A schwingt um
den Bolzen D, welcher im Gattergestell befestigt ist. Es wird also beim Aufgang der Excenterstange
E die Zugstange F des Schaltkegels B niedergehen und diesen am Schaltrad infolge
seiner Aufhängung gleiten lassen, da dasselbe durch den Rückhaltkegel G an der Bewegung
in dieser Richtung gehindert ist. Dagegen wird mit dem Niedergang der Excenterstange
die Zugstange des Schaltkegels mit diesem aufsteigen und dadurch das Schaltrad in der
durch Pfeil bezeichneten Richtung mit Ausweichung des Rückhaltkegels drehen. Mit dem
Schaltrad dreht sich das fest damit verbundene Triebrad H, welches durch Vermittelung des
Zwischenrades I die beiden Zahnräder K und damit die Transportwalzen L in gleicher
Richtung dreht und somit den Vorschub eines aufliegenden Stammes bewirkt.
Die Construction der Schaltcoulisse ist so eingerichtet, dafs während des Gatterbetriebes
das zur Einstellung für verschiedenen Vorschub dienende Handrad in Ruhelage bleibt, um die
Vorschubeinstellung besser vollziehen zu können.
Das Handrad M ist deshalb mit der Schraubenspindel
JV in einem am Gattergestell festgeschraubten Consol O gelagert. Durch Drehung
des Handrades wird die durch Führung an gerader Fläche des Consoles gegen Drehung
gesicherte Mutter P vor- oder zurückbewegt, so dafs damit auch durch die Zugstange Q. der die
Excenterstange E und Zugstange F tragende Schlitten Al der Schaltcoulisse dieser Verschiebung
folgen mufs und hiermit in Folge der Verstellung von den beiden Angriffspunkten der erwähnten Stangen zur Achse des Drehbolzens
D die verschiedenen Hebelarme den Vorschubverä'nderlich bedingen. Der Schlitten .4α
der Schaltcoulisse gleitet mit Prismaführung auf dem Führungsstück AQ, welches drehbar
auf dem Bolzen D sitzt.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch e:Eine Vorschubvorrichtung an Vollgattern mit Walzenvorschub, dadurch charakterisirt, dafs der Vorschub im letzten Theile des Aufganges der Sägen beginnt und dementsprechend auch vor dem vollendeten Niedergang der Sägen ab.schliefsen mufs, indem dazu ein auf der Kurbelwelle sitzendes Excenter (bezw. Gegenkurbel), welches den Vorschub mit Hülfe von Hebeln und Schaltrad bewirkt, gegen die Kurbel um einen Winkel d verstellt ist, dessen Gröfse sich nach dem Ueberhang f der Sägen richtet, zum Zwecke, die Sägen erst dann zum Angriff kommen zu lassen, wenn sie beim Niedergang eine entsprechend grofse Geschwindigkeit erlangt haben.
In Verbindung mit dieser Vorschubvorrichtung die Legung der Schienenbahnen, mit dem Neigungswinkel a. nach der Vorschubrichtung fallend, um durch das Rollen der Einspannwagen auf schiefer Ebene den Vorschub des Stammes zu unterstützen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36336C true DE36336C (de) |
Family
ID=312152
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36336D Expired - Lifetime DE36336C (de) | Vorschubvorrichtung an Vollgattern mit Walzenvorschub |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36336C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3326843A1 (de) * | 1983-07-26 | 1985-02-14 | Pirmin 6724 Dudenhofen Heil | Band- oder gattersaegemaschine |
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- DE DENDAT36336D patent/DE36336C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3326843A1 (de) * | 1983-07-26 | 1985-02-14 | Pirmin 6724 Dudenhofen Heil | Band- oder gattersaegemaschine |
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