DE360745C - Verfahren zur Verarbeitung von bituminoesen Teeren, Mineraloelen u. dgl. mittels Aceton - Google Patents
Verfahren zur Verarbeitung von bituminoesen Teeren, Mineraloelen u. dgl. mittels AcetonInfo
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Description
- Verfahren zur Verarbeitung von bituminösen Teeren, 1Vfineralölen u. dgl. mittels'Aceton. Man hat bereits vorgeschlagen, Mineralöle mit Azeton auszuziehen, um sie von asphaltartigen Bestandteilen zu befreien.
- Es würde nun gefunden, daß das Ergebnis ein ganz anderes ist, wenn man Teere oder Mineralöle an Stelle von reinem Azeton mit einer verdünnten wäßrigen Azetonlösung behandelt. In einer solchen lösen sich im wesentlichen nur die phenolartigen, gewöhnlich als Kreosotöle bezeichneten Bestandteile der Teere und Mineralöle. Die wäßrige Azetonlösung bietet also ein Mittel zur Extraktion dieser Kreosotöle und ihrer Trennung von viskosen Ölen, Treiböl und Paraffin. Dies ist namentlich wichtig für die Herstellung guter Schmieröle, denn kreosothaltige Schmieröle sind technisch nicht brauchbar oder doch minderwertig.
- Zu ähnlichem Zweck ist die Verarbeitung von Braunkohlenteer oder Generatorteer aus Braunkohlen und aus Steinkohlen durch Extraktion mit einer zur vollständigen Lösung des Teeres unzureichenden Menge starkem Alkohol schon vorgeschlagen worden. Mit Wasser verdünntes Azeton bietet aber dem 9o- bis 95prozentigen Alkohol gegenüber große -Vorteile dar, einmal durch den viel billigeren Preis, sodann aber durch den Umstand, daß das mit Wasser versetzte Azeton eine viel glattere Trennung der Kreosotöle von den übrigen Teer- oder Mineral'ölbestandteilen :ermöglicht. Diese anderen Bestandteile sind in Alkohol nicht unlöslich, sondern nur Schwerer löslich als Kreosotöl. Hingegen läßt sich beim Azeton der Wasserzusatz so bemessen, daß von -den wertvollen viskosen Ölen und den Treibölen überhaupt nichts in Lösung geht. Die Menge des Wasserzusatzes richtet sich nach der Art des Rohmaterials. Der zweckmäßigste Wassergehalt der entstehenden Kreosotlösung kann von etwa 25 bis 65 Prozent schwanken und ist durch Vorversuche zu ermitteln.
- Bei der Ausführung der Extraktion wird dickflüssiger Teer zweckmäßig etwas angewärmt. Man verfährt z. B. so, daß man rohen Braunkohlenschwelteer in einer heizbaren Waschkölohne bei 4.o° mit der gleichen Menge einer wäßrigen Azetonlösung von 5o Prozent Azetongehalt auswäscht, dann die Schichten trennt, jede für sich mittels einer D'estillationskolonne von Azeton befreit und in bekannter Weise weiterverarbeitet. Das wiedergewonnene Azeton kehrt in den Kreislauf des Prozesses zurück.
- In gleicher Weise lassen sich :alle anderen Teersorten, wie Schieferteer, Torfteer, Steinkohlenteer, Tieftemperaturteere und Generatorteere, extrahieren. Von W ichtigkeit ist es aber, wie bereits bemerkt, dem Azeton die richtige Menge Wasser zuzusetzen. Dabei ist das'Vasser zu berücksichtigen, das derRohteer etwa schon an sich enthält. So bestehen Generatorteere oftmals aus Ölemulsionen mit erheblichen Mengen, bis zu 25 Prozent Wasser. Sie brauchen bei Verarbeitung nach dem hier beschriebenen Verfahren nicht entwässert zu werden, was bekanntlich erhebliche technische Schwierigkeiten bietet. Nur ist der Wassergehalt vorher zu bestimmen und von dem dem Azeton zuzufügenden in Abzug zu bringen.
- Ebenso können alle Arten von Teerdestillateit und Destillationsrückständeti sowie einzelne Fraktionen der Verarbeitung von Teeren und Mineralölen extrahiert werden, indem man Sorge trägt, dem Azeton so viel Wasser zuzusetzen, daß die Kreosote vollständig i Lösung gehen, aber nicht so wenig, daß, .c@ie viskosen Öle oder Treiböle sich wesefitlich lösen.
- Das Verfahren läßt sich auch @in der Art ausführen, d:aß man einen in,@ekannter Weise mit reinem Azeton hergestellten Auszug tler" Teere oder Mineralöle mit so viel@Wässei-öder wäßriger Azetonlösung versetzt, ---= daß die Treiböle urxkl-vislcosen Öle -ausfallen, die Kreosote'äber in Lösung bleiben. Das ausgefallene Öl wird eventuell noch mit wäßriger =Azetonlösung gewaschen, dann durch Destillation von Azeton befreit und in bekannter Weise weiterverarbeitet.
Claims (3)
- PA`rENT-ANsPRTJ CHE i. Verfahren zur Verarbeitung von bituminösen Teeren, Mineralölen, Teerdestillaten oder Destillationsrückständen mittels Azeton, dadurch gekennzeichnet, daß man das- Azeton in solcher Menge mit Wasser verdünnt, daß die vom-ungelösten Ö1--ablaufende Azetonlösung etwa 25 bis -'G5 Prozent Wasser enthält und im wesentlichen nur -die phenolartigen Bestandteile der Teere 3pd Mineralöle in Lösung gehen.
- 2. _ - AesEÜhrüngsform des Verfahrens @_näc=Änspruch_ i, dadurch gekennzeichnet, daÜ ö;fe;"Teere oder Öle mit einer verdünnten wäßrigen@-Azetonlösung gewaschen und hierdurch in einen löslichen . Teil, vornehmlich Kreosotöle, und einen unlöslichen Teil zerlegt werden, worauf ,beide Schichten getrennt und darauf für sich in bekannter Weise weiterverarbeitet werden.
- 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einem in bekannter Weise hergestellten Azetonauszug der Teere oder Öle Wasser oder wäßrige Azetonlösung zugesetzt, das ausgeschiedene 01 abgetrennt und eventuell noch mit verdünnter Azetonlösung gewaschen wird.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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1919
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