DE360587C - Einrichtung zum Festlegen der Richtung der Drehachse eines Koerpers - Google Patents

Einrichtung zum Festlegen der Richtung der Drehachse eines Koerpers

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G5/00Elevating or traversing control systems for guns
    • F41G5/26Apparatus for testing or checking
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/56Gauges for measuring angles or tapers, e.g. conical calipers

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Description

  • Einrichtung zum Festlegen der Richtung der Drehachse eines Körpers. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine neue, sich, durch große Genauigkeit auszeichnende Einrichtung zum Festlegen der Richtung der Drehachse eines Körpers.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung erläutert, und zwar ist angenommen, daß es sich um die Festlegung der Richtung der Drehachsen von gepanzerten, an Bord von Schiffen befindlichen drehbaren Geschützständen handelt. Zugleich ist gezeigt, in welcher Weise man nach Größe und Lage den Winkel bestimmen kann, den die durch je eine solche Einrichtung festgelegten Drehachsen zweier Geschützstände bilden. Außerdem ist noch erläutert, in welcher Weise unter Benutzung von Einrichtungen dieser Art die gegenseitige Lagenänderung zweier Geschützstände sichtbar gemacht und gemessen werden kann, die infolge von elastischen Formänderungen des Schiffskörpers während der Fahrt des Schiffes oder beim Schlingern auftritt.
  • Auf der Zeichnung zeigt Abb. i einen senkrechten Längsschnitt eines Kasemattgeschützes mit der Einrichtung zum Festlegen der Richtung der Drehachse des Geschützstandes, und in kleinerem Maßstabe Abb. 2 die Oberansicht zweier benachbarter Geschütze nach Abb. i.
  • Ferner zeigt in größerem Maßstabe Abb. 3 eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht einer zum Erfindungsgegenstande gehörigen optischen Einrichtung, Abb. q. die zugehörige Oberansicht, Abb. 5 eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht einer weiteren zum Erfindungsgegenstande gehörigen optischen Einrichtung, und Abb. 6 die zugehörige Oberansicht.
  • Die Abb. 7 bis 13 sind Darstellungen von Markenbildern, die bei der Benutzung der optischen Einrichtungen sichtbar werden.
  • -In Abb. i bezeichnet A die Lafette des Kasemattgeschützes, die zusammen mit ihrem Panzer A'- um die aufwärts gerichtete Mittelachse a-a des Geschützstandes drehbar ist. An dem außerhalb des Panzers Al liegenden Teile. des Geschützrohres B, das zum Zwecke der Bestimmung der Richtung der Achse a-ca senkrecht zu dieser festgestellt ist, ist mittels zweier Schellen cl ein aus Winkeleisen zusammengesetztes Gerüst C befestigt. Dieses besitzt einen nach der Drehachse a-a hin gerichteten Arm c2, der über einen Teil dl des Schiffsdecks D greift. Auf diesem ist einzweites aus Winkeleisen zusammengesetztes Gerüst E, befestigt, das einen über den Arm c2 des Gerüstes C greifenden Arm e1 besitzt. Auf einer am freien Ende des Armes c2 befestigten Unterlägplatte c3 ruht mit drei in den Eckpunkten eines gleichseitigen Dreiecks (s. Abb. 6) angeordneten einstellbaren Fußschrauben f l eine einer Drehscheibe G als Lager dienende Giundplatte F. Auf dei Drehscheibe G ist ein durch ein Richtglas (Kollimator) GI gebildetes optisches Gerät derart befestigt, daß sein Markenbild der Grundplatte F zugekehrt ist und seine Ziellinie mit der Drehachse der Drehscheibe G zusammenfällt. Das die Ziellinie festlegende Markenbild des Richtglases besteht, wie Abb. 8 zeigt, aus einem Fadenkreuze g2 mit einer längs des einen Fadenkreuzstiches angeordneten Winkelteilung g3 und einer Anzahl von Kreisen g4, die konzentrisch zum Mittelpunkte des Fadenkreuzes g2 angeordnet sind. Unterhalb des Richtglases GI befindet sich eine an der Grundplatte F befestigte Glühlampe f2, die zur Beleuchtung des Maxkenbildes dient. Zur Bestimmung der Winkelstellung der Drehscheibe G dient eine an dieser vorgesehene Marke g5 und eine an der Grundplatte F angeordnete Teilung f3. Die Anordnung wird hierbei zweckmäßig so getroffen, daß die Marke g5 auf den Nullpunkt der Teilung f 3 zeigt, wenn der mit der Teilung g3 versehene Strich des Fadenkreuzes g2 der durch die Achsen zweier Fußschrauben f 1 gelegten Ebene parallel ist (Abb. 6).
  • Auf einer am freien Ende des Armes e1 befestigten Unterlagsplatte e2 ist ein Einstelltisch H aufgestellt, der drei als Einstellschrauben hl ausgebildete Füße besitzt. Auf der Tischplatte 1a2, die mittels der Schrauben hl möglichst wagerecht eingestellt ist, ruht mit drei in den Eckpunkten eines gleichseitigen Dreiecks (Abb. q.) angeordneten einstellbaren Fußschrauben il eine einer Drehscheibe K als Lager dienende Grundplatte J. Die Drehscheibe K trägt ein Gestell K1, an dem ein Zielfernrohr K2 derart befestigt ist, daß sein Objektiv der Grundplatte j zugekehrt ist und seine Ziellinie mit der Drehachse der Drehscheibe K zusammenfällt. Gleichachsig zur Ziellinie des Fernrohres K2, dessen Markenbild lediglich durch ein Fadenkreuz k3 (Abb. 7) gebildet wird, ist in der Drehscheibe Keine kreisförmige Öffnung k4, unte-halb dieser in der Grundplatte j eine gleich große Öffnung i2 (Abb. 3) und in dem Einstelltische H eine ebenso große Öffnung la3 vorgesehen, so daß das Zielfernrohr K2 auf das Richtglas G1 gerichtet werden kann. An dem Gestelle KI ist noch ein zweites Zielfernrohr M angeordnet, das an diesem mittels zweier Zapfen ml drehbar gelagert ist. Die zur Ziellinie des Fernrohres M senkrechte gemeinschaftliche Achse der Zapfen ml liegt in einer zur Ziellinie des Fernrohres K2 senkrechten Ebene und ist dem einen Striche des Fadenkreuzes k3 dieses Fernrohres parallel. Das Fernrohr M besitzt, wie Abb. g zeigt, ein Markenbild mit einem Fadenkreuze m2, dessen aufrecht stehender Strich rechtwinklig zur Achse der Zapfen ml angeordnet ist und zu beiden Seiten vom Mittelpunkte des Fadenkreuzes mit einer Winkelteilung m3 versehen ist. Ferner besitzt das Markenbild noch eine in der Umfangsrichtung verlaufende Winkelteilung m4, die zu beiden Seiten des anderen Fadenkreuzstriches angeordnet ist. Zur Bestimmung der Winkelstellung der Drehscheibe K dient eine an dieser vorgesehene Marke k5 (Abb. 4) und eine an der Grundplatte J angeordnete Teilung i3. Die Anordnung wird hierbei zweckmäßig so getroffen, daß die Marke k5 auf den Nullpunkt der Teilung i3 zeigt, wenn die Achse der Zapfen ml senkrecht auf der durch die Achsen zweier Fußschrauben il gelegten Ebene steht (Abb. 4).
  • Handelt es sich nur um die Festlegung der Richtung der Drehachse eines einzelnen Geschützstandes, so bleibt das Zielfernrohr M unbenutzt. Eine Benutzung dieses Zielfernrohres kommt erst in Frage, wenn es sich z. B. darum handelt, den Winkel zu messen, den diese Drehachse mit der Drehachse eines zweiten, benachbarten Geschützstandes bildet, und die Winkellage der Ebene zu bestimmen, in der dieser Winkel gemessen wird. Für jeden der beiden Geschützstände ist dann eine besondere Einrichtung der beschriebenen Art vorzusehen; insbesondere sind also zwei Geräte F, G, G1 (Abb. 5 und 6) und zwei Geräte J, K KI K2, M (Abb. 3 und 4) erforderlich. Bei dem zweiten Geräte J,K KI K2, M ist für das Fernrohr M eine (in Abb. 3 und 4 strichpunktiert gezeichnete) Glühlampe m5 vorgesehen, die am Okular des Fernrohres befestigt ist und zur Beleuchtung des Markenbildes des Fernrohres dient. Dieses Markenbild besteht, wie Abb. ro zeigt, aus einem Fadenkreuze ms und mehreren zu dem liegenden Fadenkreuzstriche parallelem Strichen m'. Die Anordnung dieser parallelen Striche m' ist hierbei lediglich zu dem eingangs erwähnten Zwecke getroffen, die während der Fahrt des Schiffes oder beim Schlingern infolge elastischer Formänderungen des Schiffskörpers entstehenden Änderungen der, gegenseitigen Lage zweier Geschützstände zu messen.
  • Zunächst soll an Hand der>Abb. = erläutert werden, wie für das in dieser dargestellte Einzelgeschütz die Richtung der Drehachse a-a des Geschützstandes festgelegt wird. Nachdem das Gerät F, G GI auf der Unterlagsplatte c3 und der Einstelltisch H mit dem Geräte ,%, K K1 K2, M auf der Unterlagsplatte e2 derart aufgestellt sind, daß die Ziellinien des Fernrohres K2 und des Richtglases GI möglichst genau mit der Achse a-a zusammenfallen, erblickt man im Gesichtsfelde des Zielfernrohres K2 das Markenbild des Richtglases G1 (Abb. zz). Der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 des Richtglases befindet sich hierbei im allgemeinen in einem bestimmten radialen Abstande w von dem Mittelpunkte des Fadenkreuzes k3 des Zielfernrohres K2, und zwar entspricht dieser Abstand dem Winkel, den die Ziellinie des Richtglases G1 mit der Ziellinie des Zielfernrohres K2 bildet. Würde die Ziellinie des Richtglases G1 genau die gleiche Richtung haben wie dieDrehachse a-a, so würde der Winkel, den die Ziellinie des Richtglases GI mit der Ziellinie des Zielfernrohres K2 bildet, bei einer Drehung des Geschützes unverändert bleiben, desgleichen die Winkellage der Ebene, in der dieser Winkel gemessen wird. Es würde daher bei einer Drehung des Geschützes um die Achse a-a im Gesichtsfelde des Fernrohres K2 der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 des Richtglases GI in einem unveränderlichen Abstande von dem Mittelpunkte des Fadenkreuzes k3 des Zielfernrohres K2 verbleiben, und die Verbindungslinie beider Mittelpunkte würde ihre Winkelstellung gegenüber den Strichen des Fadenkreuzes k3 unverändert beibehalten, d. h. der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 würde im Gesichtsfelde des Zielfernrohres K2 stillstehend erscheinen. Solange jedoch die Ziellinie des Richtglases GI mit der Drehachse a-a einen von Null verschiedenen Winkel bildet, muß sich bei einer Drehung des Geschützes die Größe des Winkels, den die Ziellinie des Richtglases GI mit der Ziellinie des Fernrohres K2 bildet, sowie die Winkellage der Ebene, in der dieser Winkel gemesssen wird, fortlaufend ändern. Im Gesichtsfelde des Zielfernrohres K2 muß sich daher bei einer Drehung des Geschützes um die Achse a-a der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 sowohl in radialer Richtung als auch in der Umfangsrichtung bewegen. Durch Drehen an den Fußschrauben, f l- der Grundplatte F wird nun die Richtung der Ziellinie des Richtglases Gl so lange verstellt, bis bei einer Drehung des Geschützes um die Achse a-a der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 im Gesichtsfelde des Zielfernrohres K2 seine Lage unverändert beibehält. Die Feststellung dieses Zustandes wird außerordentlich durch die konzentrischen Kreise g4 erleichtert, da jede Änderung des Abstandes der Mittelpunkte der beiden Fadenkreuze g2 und k3 mit einer leicht wahrnehmbaren Änderung des Abstandes zwischen dem Mittelpunkte des Fadenkreuzes k3 und dem nächstgelegenen Kreise g4 verbunden ist. Wenn das Richtglas Gl so eingestellt ist, daß bei der Drehung des Geschützes der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 im Gesichtsfelde des Fernrohres K2 seine Lage unverändert beibehält, so fällt die Ziellinie des Richtglases nach dem oben Gesagten genau in die Richtung der Drehachse a-a. Bringt man nunmehr durch Drehen an den Fußschrauben il die Ziellinie des Fernrohres K2 in eine solche Richtung, daß der Mittelpunkt des Fadenkreuzes k3 mit dem Mittelpunkte des Fadenkreuzes g2 zusammenfällt, so hat die Ziellinie die gleiche Richtung wie die Ziellinie des Richtglases Gl und mithin auch die Drehachse a-a. Die Richtung der Drehachse a-a ist dann an dem drehbaren Körper (A, Al) durch die Ziellinie des Richtglases GI und an dem feststehenden Körper (D) durch .die Ziellinie des Fernrohres K2 festgelegt.
  • Nunmehr soll erläutert werden, in welcher Weise man mittels der beschriebenen Einrichtung die Größe des Winkels, den die Drehachsen zweier benachbarter Geschützstände (s. Abb. 2) miteinander bilden, und die Winkellage der Ebene bestimmen kann, in der .dieser Winkel gemessen wird. Die Drehachse jedes der beiden benachbarten Geschützstände (Abb. 2) sei hierbei in der beschriebenen Weise durch je einen besonderen Satz der Geräte F, G GI und J, K KI K2, ..TI festgelegt, und zwar sei angenommen, daß bei dem in Abb. 2 rechts befindlichen Geschütze dasjenige Gerät J, K Kl K2, M verwendet ist, dessen Fernrohr M das durch die Glühlampe m5 beleuchtete Markenbild nach Abb. Zo hat.
  • Zunächst ist das auf dem links befindlichen Geschütze (Abb. 2) aufgestellte Gerät F, G Gl, während die Ablesemarke g5 auf den Nullpunkt der Teilung f 3 zeigt, durch Drehen seiner Grundplatte F auf der Unterlagsplatte c3 in eine solche Winkellage zu bringen, daß der mit der Teilung g3 versehene Strich des Fadenkreuzes g2 bei einer bestimmten seitlichen Winkelstellung des Geschützes, in der dieses später festzustellen ist, in die Richtung der Kiellinie des Schiffes zeigt. Zu diesem Zwecke wird das Geschütz in die erwähnte seitliche Winkelstellung gebracht und sodann die über diesem Geschütze befindliche Drehscheibe K, deren Drehachse @slie gleiche Richtung wie die Drehachse des Geschützes hat, in eine solche Lage gedreht, daß die Ziellinie des Fernrohres M der zur Schildzapfenachse des Geschützes senkrechten Erhöhungsebene parallel ist. Die Bestimmung dieser Lage erfolgt unter Benutzung von Geräten üblicher Bauart, die Wernicht näher erläutert zuwerden brauchen. Auch der zur Achse der Zapfen ml senkrechte Strich des Fadenkreuzes k3 ist dann der Erhöhungsebene des Geschützes parallel. Wie groß der Winkel ist, den die Erhöhungsebene bei der erwähnten seitlichen Winkelstellung des Geschützes mit der Kiellinie des Schiffes bildet, kann an der Teilung der (nicht dargestellten) Seitenrichtmaschine des Geschützes abgelesen werden. Dreht man daher die Drehscheibe K um den abgelesenen Winkel, so gelangt der zur Achse der Zapfen ml senkrechte Strich des Fadenkreuzes k3 in die Richtung der Kiellinie. Die Größe des Winkels, um den die Drehscheibe K hierbei zu drehen ist, kann mittels der Marke k5 an .der Teilung i3 eingestellt werden. Nunmehr wird die Grundplatte F des Geräts F, G Gl, während .die Drehscheibe G so eingestellt. bleibt, daß die Marke g5 auf den Nullpunkt der Teilung f 3 zeigt, auf der Unterlagsplatte c3 so gedreht, daß der mit der Teilung g3 versehene Strich des Fadenkreuzes g2 mit dem in die Richtung der Kiellinie fallenden Striche des Fadenkreuzes k3 zusammenfällt. Falls hierbei der Mittelpunkt des Fadenkreuzes g2 außer Deckung mit dem Mittelpunkte des Fadenkreuzes k3 kommt, ist durch erneutes Drehen an den Fußschrauben f l die Grundplatte F so einzustellen, daß die Mittelpunkte der beiden Fadenkreuze zusammenfallen. Die Ziellinie des Richtgerätes Gl fällt dann wieder in die gleiche Richtung wie die Ziellinie des Fernrohres K2 und daher auch in die gleiche Richtung wie die Drehachse des Geschützstandes. Nachdem man noch einmal durch Drehen des Geschützstandes nachgeprüft hat, ob hierbei die Mittelpunkte der beiden Fadenkreuze in Deckung bleiben, die beiden Ziellinien also in die Richung der Drehachse des Geschützstandes fallen, bleibt dieser in der in Frage stehenden Winkelstellung, bei der mit der Teilung g3 versehene Strich, des Fadenkreuzes g2 in die Richtung der Kiellinie fällt, gegenüber dem Schiffsdeck D festgestellt.
  • Nunmehr werden die auf den beiden benachbarten Geschützständen befindlichen Fernrohre M derart aufeinanderzugedreht, daß das durch die Glühlampe m5 beleuchtete Markenbild des auf dem rechten Geschützstande befindlichen Fernrohres M im Gesichtsfelde des auf dem linken Geschützstande befindlichen Fernrohres M erscheint. Zu diesem Zwecke wird auf dem rechten Geschützstande die Drehscheibe K gegenüber -der Grundplatte J gedreht und auf dem linken Geschützstande die Grundplatte J gegenüber der vorher möglichst wagerecht eingestellten Tischplatte h2 des Einstelltisches H. Die Drehscheibe K des auf dem linken Geschützstande befindlichen Geräts j, K K1 K2, 111 ist hierbei so eingestellt, daß ihre Marke ks auf den. Nullpunkt der Teilung i3 zeigt, die Achse der Zapfen m1 und der dieser parallele Strich des Fadenkreuzes m2 also senkrecht zu der durch die Achsen zweier Fußschrauben il gelegten Ebene steht. In der angegebenen Weise werden die beiden Geräte J, K KI K2, M so eingestellt, daß im Gesichtsfelde des auf dem linken Geschützstande befindlichen Fernrohres M die Mittelpunkte der beiden Fadenkreuze m2 und ms zusammenfallen, wobei auf dem linken Geschützstande nötigenfalls auch die Fußschrauben il nachgestellt werden müssen. Die Ziellinien der beiden Fernrohre M haben dann die gleiche Richtung, wie in Abb. z durch die strichpunktierte Gerade m-m angedeutet ist. Die Drehbarkeit der beiden Fernrohre M um die Achse der Zapfen in' ermöglicht hierbei, die Einstellung der Ziellinien in die gleiche Richtung auch dann vorzunehmen, wenn die beiden Geräte 1, K K1 K2, M in verschiedenen Höhenlagen aufgestellt sind. Nachdem die Mittelpunkte der Fadenkreuze m2 und mfi zur Deckung gebracht sind, wird auf dem linken Geschützstande der zur Achse der Zapfen na' parallele Strich des Fadenkreuzes m2 durch Drehen derjenigen Fußschraube il, deren Achse bei der angegebenen Winkelstellung der Drehscheibe K (Abb. q.) in der zur Achse der Zapfen m': parallelen Achsialebene liegt, so lange gedreht, bis er mit dem entsprechenden Striche des Fadenkreuzes m' zusammenfällt. Beide Fadenkreuze decken sich dann vollständig. Es ist jetzt die Ziellinie des über dem linken Geschütze befindlichen Zielfernrohres K2 parallel zur Ziellinie des über dem rechten Geschütze befindlichen Zielfernrohres eingestellt, sie ist also, da die Richtung der letztgenannten Ziellinie unverändert geblieben ist und daher in die Richtung der Drehachse des rechten Geschützstandes zeigt, dieser Drehachse parallel. Sind die Drehachsen der beiden Geschützstände gegeneinander geneigt, so muß daher, wie Abb. ii zeigt, im Gesichtsfelde des links befindlichen Zielfernrohres K2 der Mittelpunkt des darunter befindlichen Fadenkreuzes g2 des Richtglases in einem gewissen von Null verschiedenen Abstande von dem Mittelpunkte des Fadenkreuzes h3 erscheinen. Die Größe dieses Abstandes, der auf der Zeichnung (Abb. ii und 12) mit w bezeichnet ist, bildet ein Maß für den Winkel, den die Drehachsen der beiden Geschützstände bilden. Die Größe dieses Winkels kann an der Teilung g3 des Richtglases abgelesen werden, nachdem die Drehscheibe um einen solchen Winkel gedreht ist, daß der mit der Teilung g3 versehene Strich, des Fadenkreuzes g2 durch den. Mittelpunkt des Fadenkreuzes k3 des Zielfernrohres K2 geht (Abb. i2). Die Größe des Drehwinkels, der mit w1 bezeichnet ist (Abb. ii und 12) und an der Teilung f3 (Abb. f) mittels der Marke 0s abgelesen werden kann, bildet ein Maß für die Winkellage der Ebene, in der der von den Drehachsen der beiden Geschützstände gebildete Winkel (w) gemessen wird.
  • Haben die beiden Geschützstände eine solche Lage, daß es nicht möglich ist, von dem einen Geschützstande aus mit dem Fernrohr M unmittelbar das auf dem anderen Geschützstande befindliche Fernrohr M anzuschneiden, so verfährt man in folgender Weise. Man sucht einen Zwischenpunkt, von dem sowohl" das auf dem links befindlichen Geschützstande als auch das auf dem rechts befindlichen Geschützstande befindliche Gerät 1, K K1 K2, M sichtbar ist, und stellt auf diesem Zwischenpunkte ein drittes Gerät 1, K K1 K2, M auf, das ebenso @vie das zweite Gerät eine zur Beleuchtung des Markenbildes seines Fernrohres 1t1 dienende Glühlampe besitzt. Während jedoch bei dem zweiten Geräte die Glühlampe zfzs dauernd an ihrer Stelle verbleibt, so daß das Fernrohr M dieses Geräts wie ein Richtglas wirkt und auch durch ein solches ersetzt sein könnte, ist bei dem dritten Geräte die Einrichtung so getroffen, daß die Glühlampe willkürlich entfernt werden kann, so daß das Fernrohr 111 des dritten Geräts entweder als Zielfernrohr oder als Richtglas benutzt werden kann. Zunächst werden nun das dritte und das zweite Gerät in derselben Weise, wie dies vorher für das erste und zweite Gerät geschildert wurde, derart aufeinander eingerichtet, daß sich das Fadenkreuz des jetzt als Zielfernrohr benutzten Fernrohres 111 des dritten Gerätes mit dem Fadenkreuze des Fernrohres M des über dem rechten Geschützstande befindlichen zweiten Geräts vollständig dCCkt. Es ist dann die Drehachse der Drehscheibe K des dritten Gerätes der Drehachse des rechten Geschützstandes parallel. Nunmehr werden in derselben Weise, wie dies vorher für das erste und zweite Gerät geschildert wurde, das erste und das dritte Gerät derart aufeinander eingerichtet, daß sich das Fadenkreuz des Zielfernrohres M des ersten, auf dem linken Geschützstande befindlichen Geräts mit dem jetzt durch die Glühlampe beleuchteten Fadenkreuze des Fernrohres M"des dritten, auf dem Zwischenpunkte befindlichen Gerätes vollkommen deckt. Es ist dann die Ziellinie des Fernrohres K2 des ersten Gerätes der Drehscheiben-Drehachse des dritten. Geräts und mithin auch der Drehachse des rechten Geschützstandes parallel, so daß der Winkel zwischen den Drehachsen der beiden Geschützstände und die Winkellage der Ebene, irr _de_r dieser Winkel gemessen wird, in derselben Weise wie vorher bestimmt werden kann. Da bei der geschilderten Benutzungsweise des dritten Geräts das Zielfernrohr K2 außer Gebrauch bleibt, kann dieses bei dem dritten Geräte auch fehlen.
  • Das erste und das zweite Gerät J, K KI K2, M können auch dazu benutzt werden, um die gegenseitigen Lagenänderungen zu messen, die zwei Geschützstände während der Fahrt oder beim Schlingern infolge von Formänderungen des Schiffskörpers erfahren. Zu diesem Zwecke denke man sich, während das Schift in Ruhe liegt - nötigenfalls unter Benutzung je eines Einstelltisches H - auf dem einen Geschützstande das erste und auf dem anderen Geschützstande das zweite Gerät ,j, K K2 K2, M aufgestellt, Das Fernrohr M des ersten Geräts wird dann in der oben beschriebenen Weise derart auf das durch die Glühlampe m5 beleuchtete Markenbild des Fernrohres M des zweiten Gerätes eingerichtet, daß sich die Fadenkreuze m2 und ms vollständig decken. Wenn das Schiff in Fahrt ist oder schlingert, erfahren die beiden Geschützstände infolge der Formänderung des Schiffskörpers eine gegenseitige Lagenänderung von periodisch veränderlicher Größe. Im Gesichtsfelde des Fernrohres M des ersten Geräts entsteht hierbei beispielsweise im Augenblicke der größten gegenseitigen Lagenänderung ein Bild nach. Abb. 13. Man kann dann aus diesem Bilde durch Abschätzung an der Teilung m3 ersehen, um welchen Winkel w2 sich der zweite Geschützstand gegenüber dem ersten in der Höhenrichtung gedreht hat, ferner wie groß schätzungsweise der Verdrehungswinkel w3 in der Seitenrichtung ist. Diejenige der Parallelen ira" die möglichst genau durch den Mittelpunkt des Fadenkreuzes m2 geht, zeigt schließlich an der Teilung m4 den Verkantungswinkel w 4 an, um den sich der zweite Geschützstand gegenüber dem ersten um eine in die Richtung der Ziellinie des Fernrohres fallende Achse gedreht hat.

Claims (7)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: z. Einrichtung zum Festlegen der Richtung der Drehachse eines Körpers, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl an dem drehbaren Körper (A A-) als auch an dem feststehenden Teile (D), gegenüber dem der Körper (A A1) drehbar ist, möglichst gleichachsig zur Drehachse je ein optisches Gerät (GI Lund K2) mit Ziellinie derart einstellbar angeordnet ist, daß die Ziellinie innerhalb bestimmter Grenzen in beliebige Lage gebracht werden kann, wobei das eine optische Gerät (K2) durch ein dem anderen optischen Geräte (G1) zugekehrtes Zielfernrohr gebildet wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das eine (G1) der beiden optischen Geräte (G1 und K2) ein Markenbild (Abb. 8) mit einer Schar von konzentrisch zum Mittelpunkte des Markenbildes liegenden Kreisen (g4) besitzt.
  3. 3. Einrichtung zur Bestimmung des Winkels, den zwei mittels je einer Einrichtung nach Anspruch. = festgelegte Richtungen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes der beiden optischen Geräte (K2), die an dem feststehenden Teile (D) angeordnet sind, ein Lager (J) vorgesehen ist, gegenüber dem das-optische Gerät (K2) um eine in die Richtung seiner Ziellinie fallende Achse drehbar ist, und daß mit jedem der beiden optischen Geräte (K2) ein zweites optisches Gerät (M) mit quer zur Drehachse verlaufender Ziellinie verbunden ist, wobei das eine der beiden letztgenannten optischen Geräte (M) als Zielfernrohr ausgebildet ist. q..
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das eine der beiden optischen Geräte (GI), die f an den drehbaren Körpern (A A') angeordnet sind, um eine in die Richtung seiner Ziellinie fallende Achse drehbar ist und ein Markenbild (Abb. 8) mit einer Winkelteilung (g3) besitzt, die längs einer durch den Mittelpunkt des Markenbildes gehenden Geraden angeordnet ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der beiden optischen Geräte (M) mit quer zur Drehachse verlaufender Ziellinie ein Markenbild (Abb.9) mit einer Winkelteilung (m3) besitzt, die längs einer durch den Mittelpunkt des Markenbildes gehenden Geraden angeordnet ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der beiden optischen Geräte (M) mit quer zur Drehachse verlaufender Ziellinie ein Markenbild (Abb. 9) mit einer in der Umfangsrichtung verlaufenden Winkelteilung (m4) zum Messen des Verkantungswinkels der beiden aufeinander eingerichteten optischen Geräte (M) besitzt.
  7. 7. Eimichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ablesen der in der Umfangsrichtung verlaufenden Winkelteilung (m4), die sich im Markenbilde (Abb. 9) des einen optischen Gerätes (M) befindet, in dem Markenbilde (Abb. zo) des anderen optischen Gerätes (M) eine Anzahl von parallelen Strichen (m7) vorgesehen ist. e
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