DE360549C - Vorrichtung zum Spielen von Mundharmonikas - Google Patents
Vorrichtung zum Spielen von MundharmonikasInfo
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- DE360549C DE360549C DEB101701D DEB0101701D DE360549C DE 360549 C DE360549 C DE 360549C DE B101701 D DEB101701 D DE B101701D DE B0101701 D DEB0101701 D DE B0101701D DE 360549 C DE360549 C DE 360549C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D7/00—General design of wind musical instruments
- G10D7/12—Free-reed wind instruments
- G10D7/14—Mouth-organs
- G10D7/15—Mouth-organs with movable mouthpiece
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Description
- Vorrichtung zum Spielen von Mundharmonikas. Bekanntlich gehört zum Spielen der Mundharmonika ein besonderes Geschick, um von den dicht nebeneinanderliegenden Stimmen immer gerade nur diejenigen zum Ertönen zu bringen, die man wünscht. Der Zweck der Erfindung ist nun darin zu erblicken, eine Vorrichtung zu schaffen, mit Hilfe welcher es jedermann, auch ohne die besondere bisher hierzu notwendige Geschicklichkeit zu besitzen, ermöglicht, Mundharmonika zu blasen. In erster Linie besteht daher die Vorrichtung in einem Luftverteilungsraum, auf welchem mindestens eine Mundharmonika leicht auswechselbar so sitzt, daß von Ventilen gesteuert, die Luft wahlweise die einzelnen Stimmen in der einen oder anderen Richtung durchströmt. Vorteilhaft schließt an den Luftverteilungsraum ein Mundstück an, durch das der Benutzer entweder Luft hineinbläst oder heraussaugt. Es ist natürlich auch denkbar, diesen Luftverteilungsraum nach Art einer Ziehharmonika auszubilden, um so den notwendigen Luftüber- oder -unterdruck zu erzeugen.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i die Vorrichtung von der Seite gesehen, teilweise geschnitten, Äbb.2 den wagerechten Schnitt gemäß II-II der Abb. i, Abb.3 den wagerechten Schnitt gemäß III-III der Abb. i, Abb. .4. den senkrechten Schnitt gemäß IV-IV der Abb. i.
- In einem kastenartigen Gehäuse 5 ist durch einen Querboden 6 ein Luftverteilungsraum 7 abgegrenzt, an den ein Mundstück8 anschließt. Der Querboden 6 hat auf seiner Oberseite eine Mehrzahl von Nuten 9, die mit Hilfe der Deckplatte io Kammern bilden. Jede Kaminer 9 steht durch eine Öffnung i i mit dem Raum 7 und durch Öffnungen 12, 13 in der Deckplatte io mit dem darüber befindlichen Raum 1.4 in Verbindung. Gegen die öffnungen i i werden von unten mit Hilfe der in den Nuten 27 geführten Federn 15 Filzpolster 16 gedrückt, so daß ein fester Abschluß dieser Öffnungen auf diese Weise geschaffen wird. Die so gebildeten Ventile stehen durch die Stangen 17 mit den Knöpfen i8 einer über den Deckel i9 der Vorrichtung herausragenden Klaviatur in Verbindung, so daß bei einem Druck auf den Knopf 18 das Ventil 16 gegen den Druck der Feder 15 geöffnet wird, während beim Loslassen des Knopfes die Feder das Ventil wieder zudrückt.
- Die Oberseite der Zwischendecke io ist mit einer Schicht 2o aus Leder, Filz, Gummi oder einem ähnlichen elastischen Material bedeckt, durch die auch die Öffnungen 12, 13 hindurchgehen. Mit diesen Öffnungen 12, 13 werden nun die zu spielenden Mundharmonikas, im vorliegenden Falle zwei Stück 2i und 22, so in Verbindung gebracht, daß -die Mundöffnungen mit den Öffnungen 12, 13 in Übereinstimmung kommen. Führungsfedern 24 erleichtern dies und halten die Mundharmonikas 21, 22 in ihrer Lage fest, während am Deckel i9 vorgesehene Plattfedern 25 die Mundharmonikas 21, 22 gegen die abdichtende Zwischenschicht 2o drücken. Vorreiber 26 halten den Deckel i9 in der geschlossenen Lage fest.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: Nachdem die beiden Mundharmonilcas2i,22, sowie eben beschrieben, eingesetzt sind, nimmt der Benutzer die Vorrichtung so in die Hand, daß er mit seinen Fingern die Knöpfe 18 der Klaviatur handhaben kann und bringt seinen Mund mit dem Mundstück 8 in Verbindung. Je nachdem nun, wie er unter Benutzung der Knöpfe 18 die Ventile 16 öffnet oder schließt und Luft einbläst oder heraussaugt, wird der entsprechende Ton der Mundharmonika zum Klingen gebracht. Hierbei ist es ohne weiteres möglich, Töne, die in der Tonfolge weit auseinanderliegen, gleichzeitig ertönen zu lassen, was beim normalen Mundharmonikablasen ausgeschlossen ist. Abgesehen hiervon können durch geeignete Wahl und Abstimmung der beiden Mundharmonikas Mehrklänge erzeugt werden, durch die der Klang ein vollerer wird. Durch Auswechselung der Mundharmonikas besteht außerdem die Möglichkeit, in verschiedenen Tonarten je nach Auswahl zu spielen.
- Selbstverständlich ist es ohne weiteres auch denkbar, daß anstatt, wie beispielsweise dargestellt, zwei Mundharmonikas, die Vorrichtung so eingerichtet ist, daß sie eine oder auch drei und mehrere Mundharmonikas aufnimmt, die dann in entsprechender Weise mit den Luftkammern in Verbindung gebracht, ganze Akkorde zum Ertönen bringen. Auch ist es denkbar, mit dem Luftraum 7 einen elastischen Speicher in Verbindung zu bringen, um das Einblasen von Luft zu erleichtern. Wenn dieser Speicher in der Art des Balgens einer Ziehharmonika ausgebildet ist, besteht auch die Möglichkeit, die Vorrichtung ohne Zuhilfenahme des Mundes zu spielen, indem man mit dem Balgen die notwendige Druck- oder Saugluft erzeugt. Ohne daher außerhalb des Rahmens der Erfindung zu fallen, sind in dieser, wie auch in konstruktiver Beziehung die verschiedensten Abänderungen möglich. Ebenso läßt sich die Vorrichtung zum Ausprobieren von Mundharmonikas und zum Vorführen dieser verwenden, wobei noch der hygienische Vorteil nicht zu vernachlässigen ist, daß der Verkäufer nicht die Mundharmonikas, die -ein anderer kaufen will, mit seinem Munde berühren muß, oder daß der Käufer nicht eine Reihe von Mundharmonikas mit seinem Munde durchprobiert, die später oder früher andere Leute in der gleichen Weise benutzen müssen.
Claims (6)
- PA:r EN T-AN S P RÜ C Ir E: i. Vorrichtung zum Spielen von Mundharmonikas, gekennzeichnet durch einen Luftverteilungsraum, auf welchem mindestens eine Mundharmonika leicht auswechselbar so sitzt, daß von Ventilen gesteuert, die Luft wahlweise die einzelnen Stimmen entweder in der einen oder anderen Richtung durchströmt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Luftverteilungsraum ein Mundstück, oder aber ein galgenartiger Teil zur Erzeugung der notwendigen Druck- oder Saugluft anschließt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftverteilungsraum im oberen Teil in der Zahl der Harmonikastimmen entsprechende Kammern unterteilt ist, die durch mit einer Klaviatur verbundene Ventile abschließbar sind. d..
- Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern sich nach dem Harmonikaraum zu öffnen und die Öffnungen finit einer elastischen Umrandung, beispielsweise aus Leder, Kautschuk oder Filz, versehen sind, gegen die die Harmonika gepreßt wird, so daß die Öffnungen luftdicht an die Stimmöffnungen der Mundharmonika anschließen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch .1 ., dadurch gekennzeichnet, daß die gleichen Luftkammern mehrere Öffnungen haben, die mit einer entsprechenden Zahl Mundharmonikas zusammen arbeiten, so daß beim Niederdrücken einer Taste der Klaviatur die gleich angeordneten Töne sämtlicher Harmonikas in Tätigkeit treten.
- 6. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die auswechselbar angeordnete Mundharmonika durch Federn in der richtigen Stellung gehalten und durch den Deckel der Vorrichtung unter Vermittlung von Plattfedern gegen die Öffnungen der Luftkammern gepreßt wird,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB101701D DE360549C (de) | 1921-09-29 | 1921-09-29 | Vorrichtung zum Spielen von Mundharmonikas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB101701D DE360549C (de) | 1921-09-29 | 1921-09-29 | Vorrichtung zum Spielen von Mundharmonikas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE360549C true DE360549C (de) | 1922-10-04 |
Family
ID=6990226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB101701D Expired DE360549C (de) | 1921-09-29 | 1921-09-29 | Vorrichtung zum Spielen von Mundharmonikas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE360549C (de) |
-
1921
- 1921-09-29 DE DEB101701D patent/DE360549C/de not_active Expired
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