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Schreibmaschine. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom 2. Juni 1g1 i die Priorität auf Grund der Anmeldungen in den Vereinigten Staaten
von Amerika vom 7. Oktober igiz und 14. Juni 1913 beansprucht. Gegenstand der Erfindung
ist eine Schreibmaschine mit einstellbarem, elastischem Typenband und Druckhammer.
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Bei den bisherigen Schreibmaschinen dieser Art wird das elastische
Typenband infolge starker Durchbiegungen seitens des Druckhammers mit der Zeit bleibende
Deformationen erhalten, wodurch die Zeilengeradheit beim Schreiben verlorengeht.
Um dieses starke Durchbiegen des elastischen Typenbandes durch den Druckhammer zu
vermeiden, wird nach vorliegender Erfindung der größte Teil des Typenbandweges durch
die Schwingbewegung des Typenbandhalters zurückgelegt, so daß nur noch eine ganz
geringe Durchbiegung des elastischen Typenbandes an der Druckstelle erforderlich
ist, um diese Stelle des Typenbandes gegen das Druckwiderlager bzw. das darübergeführte
Papier zu pressen. Zu diesem Zweck ist der Druckhammer mit einem elastischen Mitnehmer
versehen, der den Typenbandhalter bis nahe der Ebene des Typenabdruckes heranbewegt
und eine Weiterbewegung des Druckhammers zwecks Durchbiegung des elastischen Typenbandes
bei Herstellung eines Schriftzeichens zuläßt.
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Eine weitere Ausbildung des soeben in seinen allgemeinen Umrissen
gekennzeichneten Erfindungsgedankens besteht darin, daß der bis nahe der Ebene des
Typenabdruckes heranbewegte Typenhalter durch einen Anschlag in seiner Bewegung
gehemmt wird.
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Die neue Schreibmaschine ist in den Abb. z bis 8 der Zeichnung beispielsweise
dargestellt.
Abb. i zeigt die Schreibmaschine in schaubildlicher
Darstellung.
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Abb. 2 zeigt eine Vorderansicht der Schreibmaschine nach abgenommener
Hebelplatte. Abb. 3 zeigt schaubildlich die Wagenschaltvorrichtung.
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Abb.4 ist ein senkrechter Schnitt, welcher die Teile in ihrer normalen
Lage zeigt.
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Abb. 5 ist ein ähnlicher Schnitt, welcher die Teile in den Lagen zeigt,
welche sie bei Herstellung des Abdruckes einnehmen.
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Abb. 6 ist eine Draufsicht auf die Schreibmaschine nach Entfernung
der Hebelplatte. Abb. 7 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform im senkrechtem Querschnitt.
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Abb.8 zeigt die zugehörige Draufsicht auf die zweite Ausführungsform
nach abgenommener Hebelplatte.
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Die Schreibmaschine besitzt folgende Einrichtung Auf der hölzernen
Platte i ruht die Grundplatte 2, auf welcher die Bodenplatte 4 des Wagens 3 geführt
ist. Die Führung des Wagens ist durch den aufrechtstehenden Flansch 13 und durch
den U-förmig umgebogenen Lappen 14 der Grundplatte 2 gewährleistet. Die Bodenplatte
¢ ist mit senkrechten Endteilen 5 versehen, welche oben durch einen winkelförmigen
Teil 6 miteinander verbunden sind. Die vordere Fläche 7 dieses Teiles 6, die ungefähr
senkrecht ist, bildet die Druckwiderlagfläche. Die Papierführungswalze 8 ist in
den Endteilen 5 drehbar gelagert und an einem Ende mit einem gerippten Knopf 9 (Abb.
2) versehen. Die Drehung dieser Papierführungswalze ist durch eine federnde Klinke
io (Abb. i und 2), welche in die mit Einkerbungen versehenen Zahnlücken des Rades
ii eingreift, auf einen Zeilenabstand beschränkt.
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Am Kopf der Bodenplatte 4 ist ein Führungsblech iz für das Papier
befestigt. Der vordere Rand der Bodenplatte 4 ist als Zahnstange 15 ausgebildet.
Eine Hebelplatte 16 (Abb. 4, 5) ist an dem vorderen Teil der Grundplatte 2 angeordnet
und trägt Typenbezeichnungen 17, die in drei oder mehr geraden Reihen wie die Zeichen,
einer gewöhnlichen Typenschreibmaschine angeordnet sind. Von vorn nach hinten sind
diese Zeichen schräg oder versetzt angeordnet, so daß der nachstehend beschriebene
Zeiger in jeder seitlich eingestellten Lage nur auf ein Zeichen gebracht werden
kann. Es, befindet sich also in der Richtung von vorn nach hinten kein Zeichen in
gerader Linie mit irgendeinem anderen Zeichen. Die Hebelplatte ist vorzugsweise
nach vorn und nach unten geneigt und mit den Seitenflächen i9 sowie mit der Vorderfläche
18 versehen, so daß das Ganze eine Art Haube bildet. Die Typenbezeichnungen 17 sind
vorteilhaft auf einer Platte 2o (Abb. 4) angebracht, die sich unter der Hebelplatte
befindet. Die Hebelplatte16 ist mit kreisförmigen Öffnungen 2i versehen, durch welche
die Typenbezeichnungen sichtbar sind. Die Platte 2o, welche die Bezeichnungen trägt,
wird in irgendeiner Weise an der Hebelplatte 16 befestigt.
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Die Drucktypen 22 (Abb. 5) sind auf einem geraden, wagerecht angeordneten
biegsamen Gummiband 23 (Abb. 4) vorgesehen, welches an einer Längskante mit dem
Rande einer als Typenbandhalter ausgebildeten länglichen Metallplatte 24 verbunden
ist. Die Metallplatte 24 des Typenhalters ist in den Öffnungen 27 (Abb. 3, 5 und
6) der Konsole 26 schwingbar gelagert. Die Öffnungen 27 besitzen oben offene Schlitze,
welche den Durchgang der Metallplatte 24 gestatten. Die hinteren Wandungen 28 der
Schlitze bilden Anschläge für die Kippbewegung der Metallplatte 24.
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Die vorderen Wandungen der Schlitze 27 bilden ebenfalls Anschläge,
um die Rückwärtsbewegung des Typenbandhalters 24 zu begrenzen, der sich von der
Druckwiderlagfläche weit genug entfernen kann, damit die Schrift sichtbar bleibt.
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Die Hebelplatte 16 ist auf den Zapfen 35 (Abb. 5) der auf der Platte
2 befestigten Ständer 34 derart schwingbar gelagert, daß sie aus der Stellung der
Abb. 4 in diejenige der Abb. 5 bewegt werden kann. Diese Bewegung der Hebelplatte
16 wird mittels eines bei 39 an einem Ständer 40 schwingbar gelagerten Hebels 38
auf den bei 36 schwingbar gelagerten Druckhammer 33 dadurch übertragen, daß die
Zunge 41 dieses Hebels in eine Einkerbung 42 des Druckhammers eingreift. Die Achse
36, auf welcher der Druckhammer schwingbar gelagert ist, ist in den Konsolen 26
befestigt und trägt die Feder 37 (Abb. 6}, welche an einem Ende gegen die eine Konsole
26 und mit dem anderen Ende gegen den Druckhammer 33 wirkt, um denselben stets in
die in Abb.4 dargestellte Stellung zurückzuführen. Der Hebel 38 drückt mit
seinem vorderen Ende gegen die Hebelplatte 16 oder die Vorderseite 18, wo er durch
eine Einkerbung 43 hindurchgeführt sein kann. Der Druckhammer 33 wirkt mittels seines
elastischen Mitnehmers in Form einer leichten Feder 78 zunächst auf den Typenbandhalter
24 und schwingt ihn nahe zur Ebene des Typenabdruckes hin, bis er an der Weiterbewegung
durch den Anschlag 28' gehindert wird. Wird der Druckhammer33 noch weiterbewegt,
so wird die Feder 78 durch den vom Anschlag 28 aufgehaltenen Typenbandhalter 24
zusammengedrückt, bis der Kopf des Druckhammers 33 gegen das elastische Typenband
23 zur Wirkung gelangt und demselben die zum Abdruck noch erforderliche geringe
Durchbiegung erteilt.
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Die Typen 22 werden von einem oder mehreren Farbkissen 29 gefärbt,
die an dem Vorderteil einer Schutzplatte 3o befestigt sind. Letztere
besitzt
einen Einschnitt 31 (Abb. 4), durch welchen die eingestellte Type gegen das Druckwiderlager
7 bzw. das daraufliegende Papier gedrückt werden kann. Der untere Teil der Schutzplatte
30 ist bei 32 umgebogen und derart in den Konsolen 26 gelagert, daß er an
der Längsbewegung des Typenhalters nicht teilnehmen kann.
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Die Wagenschaltvorrichtung besteht aus einer Schiene qq- (Abb. 3),
welche sich unter der Hebelplatte 16 auf einer Seite des den Druckhammer 33 bewegenden
Hebels 38 von vorn nach hinten erstreckt. An ihrem hinteren Ende besitzt die Schiene
den Arm 47, an welchem die Klinke 45 angelenkt ist. Die Schiene 44 hat eine seitliche
Verlängerung 46, auf welche die Hebelplatte 16 beim Niederdrücken zur Wirkung gelangt.
Beim Niederdrücken der Schiene 44 wird die am Arm 47 befestigte Klinke 45 zurückgezogen.
Die Schiene 44 reicht in die Einkerbung 48 eines Ständers 49 und die eines Lappens
50 (Abb. 3), welch letzterer durch Ausbiegen eines der beiden genannten Konsolen
26 gebildet ist. Eine an dem Gestell befestigte Ose verhindert das Auskippen der
Schiene 44 aus den Einkerbungen. Die Schiene 44 wird in ihrer normalen Lage durch
eine Spiralfeder 52 gehalten, die das Bestreben hat, die Schiene in Eingriff mit
den Einkerbungen 48 zu halten. Wenn sich die Feder 52 zusammenzieht, wird die Klinke
45, welche in einen Zahn der Zahnstange 15 eingreift, derart bewegt, daß der Wagen
5 um den Abstand zweier Buchstaben vorrückt. Hierbei wird die Klinke unter einem
überhängenden Anschlag 54 (Abb. 6) gezogen, der die Klinke für gewöhnlich auf der
Zahnstange festhält. Durch Niederdrücken der aus der Verlängerung 46 bestehenden
Spatium taste wird der Wagen ebenfalls um die Entfernung zweier Buchstaben zur Bildung
eines Wortzwischenraumes bewegt.
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Nachdem der-Maschinenschreiber die abzudruckende Type eingestellt
hat, drückt er auf das Fingerstück 59 (Abb. 1), wodurch die Hebelplatte 16
niedergedrückt wird. Die Bewegung der Platte 16 nach oben wird durch Konsolen 75
begrenzt. Letztere erstrecken sich über Lappen 76 (Abb. 5), welche an den unteren
Kanten der Stirnfläche 1g nach innen gebogen sind.
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Die in Abb. 7 und 8 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich
von der soeben behandelten hauptsächlich dadurch, daß die Hebelplatte 16,1, welche
wie bei der ersten Ausführungsform in ein Vorderstück z811 ausläuft, mit ihren Stirnflächen
1g11 auf den Zapfen 35a der Ständer 342 gelagert ist und mit einer an ihrem hinteren
Teil gelagerten Rolle 7o auf den Druckhammer 3311 einwirkt. Die Feder 73 hat das
Bestreben, die Hebelplatte stets in der oberen in Abb.2 gezeigten Lage zu halten.
Der Druckhammer 33a besitzt die Verlängerung 71, durch welche er auf die Wagenschaltvorrichtung
einwirkt. Letztere besteht aus einer schwingenden Welle 4.4a, welche sich unter
der Hebelplatte 16a von vorn nach hinten erstreckt, und in den offenen Lagern der
Konsolen 4g11, 5o11 ruht. Auf der Welle 44a ist der Arm 72 befestigt, der sich über
den vorderen, mit Einkerbungen versehenen Ende der Verlängerung 71 des Druckhammers
33a
erstreckt, so daß eine nach oben gerichtete Bewegung dieser Verlängerung
den Arm hebt und dadurch die Welle 44a in Schwingung versetzt. Das hintere Ende
der Welle q.¢11 ist in der bei 47a dargestellten Weise nach unten gebogen. An diesem
Teil ist die Klinke 45 in ähnlicher Weise wie bei der ersten Ausführungsform angelenkt.
Eine Feder 52a, die an dem einen Ende am Maschinengestell befestigt und an dem anderen
mit einem nach unten ragenden Arm 53a verbunden ist, wird durch die Bewegung der
Welle 44a gespannt und dient dazu, nach Aufhören des Fingerdruckes die Welle in
ihre normale Lage zurückzuführen und den Wagen durch die Klinke 45 vorrücken zu
lassen. Die Welle 4q.11 ragt vorn durch die Zeigerplatte hindurch und ist mit einer
seitlich verbreiterten Wortzwischenraumtaste 4611 versehen, welche in derselben
Weise wie die Taste 46 der ersten Ausführungsform niedergedrückt wird, um den Abstand
zwischen den einzelnen Worten zu bewirken. Ein auf der Grundplatte angebrachter
Ständer 74 dient dazu, die Bewegung der Hebelplatte nach unten zu begrenzen. Die
Wagenschaltvorrichtung bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung.