DE35552C - Verfahren und Maschine zur Fabrikation von Cigarrenzündern - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Fabrikation von Cigarrenzündern

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DE35552C
DE35552C DENDAT35552D DE35552DC DE35552C DE 35552 C DE35552 C DE 35552C DE NDAT35552 D DENDAT35552 D DE NDAT35552D DE 35552D C DE35552D C DE 35552DC DE 35552 C DE35552 C DE 35552C
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combustible
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machine
cigar
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DENDAT35552D
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English (en)
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G. A. SWEET-SER in London
Publication of DE35552C publication Critical patent/DE35552C/de
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C06—EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06F—MATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F1/00—Mechanical manufacture of matches
    • C06F1/26—Production lines for complete match manufacture

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Bei der bisher üblichen Herstellungsweise von Cigarrenzündern (fusees oder vesuvians) wurde der Stiel des Zünders aus einem entsprechenden Stoff, wie Holz, Glas oder Porcellan, angefertigt und das eine Ende dieses Stieles in die brennbare Zündmasse eingetaucht.
Diese Herstellungsweise ist mühsam und verursacht viel Arbeit; der solchergestalt fabricirte Zünder ist plump, hat ein unansehnliches Aeufsere und nimmt bei der Verpackung verhältnifsmäfsig viel Raum ein.
Bei der neuen Fabrikationsweise werden ununterbrochen fortlaufende Stränge aus brennbarem und nicht brennbarem Material gebildet und in gleiche Stücke von der Lange der Cigarrenzünder zerschnitten. Die eine Hälfte eines jeden Zünders besteht aus brennbarer Masse und die andere, als Stiel dienende Hälfte aus nicht brennbarer Masse. Die Zusammensetzung dieser Massen . bildet ebenfalls einen Theil der Erfindung.
Die Stränge können mit oder ohne Kern sein und werden dadurch erzeugt, dafs die Masse durch hohle, dicht neben einander angeordnete Formen geprefst wird.
Alle diese Formen oder Rohre sind durch Kanäle mit zwei Cylindern verbunden, deren einer die brennbare Masse, der andere die nicht brennbare Masse der Zünder in plastischem Zustand enthält.
Die beiden Massen werden durch Kolben aus den Cylindern, durch Kanäle in die Formen geprefst. Durch die Formen laufen Drähte, welche, durch die Reibung der eingeprefsten Masse mit fortgezogen, sich von Spulen abwickeln und den Kern des Stranges bilden.
Die Anzahl der Formen für eine Maschine kann beliebig grofs genommen werden.
Durch Schieber wird der Zutritt der brennbaren und nicht brennbaren Masse in die Formen regulirt.
Der in Stücke von der Länge der Cigarrenzünder geschnittene Strang hat dieselbe Dicke wie die lichte Weite des die Form bildenden Rohres.
Die zerschnittenen Theile der dicht neben einander in der Maschine angeordneten Stränge fallen reihenweise in die Löcher von Trockenrahmen, welche sich auf dem Tisch der Maschine hinbewegen und, wenn sie ganz mit Zündern gefüllt sind, herausgenommen und durch leere Rahmen ersetzt werden.
Die in dem Rahmen sitzenden Zünder werden auf bekannte Weise mit irgend einer der gebräuchlichen Zündmassen versehen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen stellt:
Fig. ι den Aufrifs der Maschine für die Fabrikation von Cigarrenzündern,
Fig. 2 den Grundrifs derselben und
Fig. 3 die Endansicht des oberen Theiles dieser Maschine dar.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch den oberen Theil nach der Linie A-B, Fig. 1, von dem der treibenden Welle gegenüberliegenden Ende der Maschine aus gesehen.
Fig. 5 ist ein Längenschnitt nach der Linie C-D der Fig. 2,
Fig. 6 ein Querschnitt durch Fig. 5 und
Fig. 7 ein Cigarrenzünder im Längenschnitt, nach der neuen Fabrikationsweise hergestellt, bevor er mit Zündmasse versehen ist.
A ist die Triebwelle der Maschine, B und C die beiden Seitengestelle derselben.
Auf dem oberen Ende dieser Gestelle, vom einen zum anderen sich erstreckend, sind die aus einem Stück gegossenen Rohre h und i befestigt.
Dieselben liegen über einander und sind durch die Wand ρ mit einander verbunden.
In diese Wand sind neben einander, in horizontaler Richtung, die Formen oder Rohre α α eingeschraubt, deren Inneres durch die verticalen Kanäle r und q mit dem Innern der Rohre h i communicirt.
Die Rohre h i münden in den oberen Theil der verticalen, an dem einen Ende der Maschine zunächst der Antriebswelle montirten Cylinder fg.
Der Cylinder / ist mit brennbarer Masse, der andere g mit nicht brennbarer gefüllt, und zwar beide Massen in halbflüssigem oder plastischem Zustande.
j und k, Fig. i, sind Kolben, welche in den beiden Cylindern angebracht sind und durch hydraulische Kraft oder Schraubenpressen bewegt werden.
Dieselben wirken auf die losen Kolben I und m, um die die Cylinder und Rohre anfüllende Masse unter Druck zu halten und in die Formen α α zu drücken.
Genannte Kolben sind auf beiden Seiten mit Lederkappen versehen, so dafs sie in den Cylindern in beiden entgegengesetzten Richtungen sich verschieben können.
Wenn nämlich die Kolben am Ende ihres nach aufwärts gerichteten Hubes angekommen und die Cylinder geleert sind, so werden letztere so gedreht, dafs ihre oberen Endflächen mit dem Kolben wieder nach unten zu stehen kommen, worauf die Cylinder frisch gefüllt und die Kolben wieder in Thätigkeit gesetzt werden.
Wie Fig. 6 zeigt, sind die vorderen Enden b b der Formen α α offen, die hinteren Enden c c dagegen geschlossen, bis auf eine enge Bohrung d zum Durchlassen des endlosen Kernes e, welcher am besten aus Draht besteht.
Die einzelnen Drähte wickeln sich von Spulen ab, welche in passender Lage aufgestellt sind.
Damit die Stränge abwechselnd aus brennbaren und nicht brennbaren Stücken sich bilden, wird abwechselnd die Communication der Rohre h und i mit den Kanälen r und i unterbrochen, so dafs, wie in Fig. 6, entweder brennbere Masse aus dem Rohr h oder nicht brennbare durch das Rohr i in die Formen geprefst wird.
Zu diesem Zwecke sind die Schieber ο und o1 angeordnet. In Fig. 6 schliefst der Schieber o1 den Zutritt der im Rohr i befindlichen Masse ab, während der Schieber ο so steht, dafs die im Rohr h befindliche Masse durch den Kanal r in das Innere der neben einander angeordneten Formen α α eindringen kann.
Zur Regulirung des Zutrittes der durch die Kanäle r und q in die Formen α eindringenden Masse dienen die in die Wand ρ eingeschraubten Bolzen s und t.
Der Mechanismus zur Erzeugung der hin- und hergehenden Schieberbewegung ist wie folgt zusammengesetzt:
Auf der durch Hand oder Maschinenkraft bewegten Triebwelle A ist die Spurscheibe d1 befestigt; auf beiden Seiten neben dieser Scheibe sitzen die Tragplatten c1 und c2 lose; mit der Platte c2 ist ein Trieb el verbunden, welcher mithin auch lose auf der Welle A sitzt und in das auf der Welle h1 sitzende Zahnrad g' eingreift. ' ·
Vermittelst einer Frictionskupplung können die Tragplatten cl c2 und der Trieb e1 mit der Spurscheibe dl zeitweise verbunden und wieder ausgelöst werden, so dafs hierdurch die Drehung der Welle hl bewirkt wird.
Am Ende dieser Welle sitzt die Scheibe ul, Fig. i, 2 und 3, welche durch die Stange v1 mit der in den Führungen ^1 ^1 des Gestelles sich bewegenden Zahnstange w1 verbunden ist. Letztere greift in das Zahnrad a% ein, welches in das Rad b2 von gleichem Durchmesser eingreift.
Die Achsen dieser sich nach entgegengesetzten Richtungen drehenden Zahnräder sind, wie Fig. 5 zeigt, an ihrem Ende dicker und drehen sich in den Enden der Rohre h und i und haben Gewinde d2 eingeschnitten, in welchen sich Schraubenspindeln drehen, an denen die Schieber ο ol befestigt sind.
Diese Schieber haben ebenso viele Oeffnungen, als Kanäle r q in der Wand ρ sich befinden, und empfangen durch die drehende Bewegung der Muttern d2 eine hin- und zurückgehende Bewegung, abwechselnd die oberen und unteren Oeffnungen der Kanäle r und q abschliefsend und öffnend.
Die oben erwähnte Frictionskupplung besteht aus einer in die Furche der Spurscheibe ds eingreifenden Frictionsklaue/1, welche auf dem Zapfen bl festsitzt.
Letzterer ist drehbar in den Enden der Tragplatten c1 und c2 befestigt und trägt an seinem äufseren vorspringenden Ende (s. Fig. 2) einen Arm a1.
Dieser Arm wird durch die Spannung der an der Scheibe c2 sitzenden Feder s2 so geprefst, dafs die KIaUe1/1 in· dichtem Eingriff mit der Furche der Spurscheibe if1 steht, sobald der Arm ausgelöst oder nicht durch den Daumen ^ gesperrt wird.
Diese Sperrstellung ist in Fig. 4 in punktirten Linien gezeichnet.
Der Daumen \ sitzt fest auf dem drehbaren Zapfen y des Gestelles B.
In einer Linie mit dem Zapfen y ist auf dem Gestell C der Zapfen y1 befestigt.
Auf den beiden Zapfen sitzen die Arme χ x, deren untere Enden durch Federn aa gespannt werden, während die oberen Enden derselben durch eine horizontale Stange w mit einander verbunden sind.
Sobald sich durch irgend eine Ursache die Stange .&>, welche sich auf die ganze Breite der Maschine erstreckt, nach vorwärts bewegt, dreht sich der auf dem Zapfen y festsitzende Daumen ^ abwärts, den Arm ax auslösend, welcher, durch die Feder s2 getrieben, die Drehung des Zapfens bl und den Eingriff der auf demselben sitzenden Klaue/1 in die Furche der Spurscheibe dl bewirkt.
Hierdurch wird aber die Drehung der Scheibe d1 vermittelst des Triebes e1 auf die Welle hl übertragen und durch die Zahnräder a2 b2 die Schieber in Bewegung gesetzt.
In ihrer Normalstellung, wie in Fig. 4, wird die Stange w durch die Federn a3 der Arme χ χ an den Cylinder v gedrückt.
Letzterer ist unmittelbar vor den Enden bb der Formen α α montirt und mit sich rechtwinklig kreuzenden Durchbohrungen u u versehen, welche den Formöffnungen in Weite und Anzahl entsprechen.
Die Zapfenlager des Cylinders sind in den Lappen Z1 auf dem oberen Theil des Gestelles angebracht; der eine Zapfen des Cyinders ist nach aufsen verlängert und trägt an seinem Ende den Trieb e2, im Eingriff mit der in den Führungen g·'2 hin- und hergehenden Zahnstange /2.
Die Bewegung der letzteren wird durch den an der Zahnstange w befestigten verticalen Arm z"2 bewirkt, dadurch, dafs das obere Ende dieses Armes an die aus der Zahnstange/2 vorspringenden Zapfen h2 stöfst und die Zahnstange verschiebt.
Der Cylinder ν empfängt hierdurch Viertelsdrehungen in entgegengesetzten Richtungen.
Der Zweck des Cylinders ist die Aufnahme der aus der Form herauskommenden, überzogenen und abgeschnittenen Kerne und die Ablieferung der genannten Stücke in die Trichter j 3, durch welche dieselben in den Trockenrahmen k2 fallen.
Die Bewegung der , Stange w und die hierdurch.bewirkte Auslösung des Daumens ^, sowie des Armes a1 und die durch den Eingriff der Frictionsklaue bewirkte Schieberbewegung wird dadurch verursacht, dafs die vorderen Enden der aus den vorderen Oeffnungen b b der Formen und den entsprechenden Durchbohrungen u u des Cylinders ν durch einen der Kolben j oder k herausgeprefsten, überzogenen Kerne gegen die Stange w anstofsen.
Das Abschneiden der überzogenen Kerne auf die richtige Länge geschieht durch die Messer jl und j2, welche unmittelbar vor den Formen α α oberhalb und unterhalb derselben in Führungen A1 und s1 in verticaler Richtung verschiebbar angebracht sind.
Die Führungen k1 für das obere Messer sind an den Lappen /: ll der Gestelltheile B C befestigt. An jedem Ende dieses Messers gehen ein Paar Verbindungsstangen m1 nach abwärts und sind unterhalb der Welle h1 durch ein Querstück n1 mit einander verbunden.
In der Mitte dieses Querstückes ist die Stange p1 befestigt, deren oberes Ende an der auf der Welle Z?1 sitzenden Kammscheibe z1 anliegt, während das untere Ende dieser Stange in der Führung ql gleitet.
Die Feder r1 dient dazu, die Stange p1 gegen die Kammscheibe i[ anzupressen.
Das untere Messer-2 ruht durch sein Eigengewicht auf der Kammscheibe und wird bei deren Drehung nach aufwärts geprefst, während sich das obere Messer j1 nach abwärts bewegt, so dafs zwischen den Schneiden der beiden Messer die Stücke t1 des Stranges von der Länge eines Zünders abgeschnitten werden.
Alle diese Stücke oder Zünder tx stecken in den Löchern u des Cylinders ν; wenn derselbe seine Vierteldrehung macht, kommen diese Stücke in eine verticale Lage und fallen aus dem Cylinder herab in die Trichter js.
Die Messer schneiden abwechselnd durch die Mitte des brennbaren und durch die Mitte des nicht brennbaren Theiles der Stücke t\ und durch die Viertelsdrehung des Cylinders werden stets die aus gleicher Masse zusammengesetzten Hälften aller Zünder i1 nach einer und derselben Richtung durch die Trichter js in die Löcher des Trockenrahmens k% fallen.
Letzterer bewegt sich vermittelst der an seinen beiden Seiten befestigten Zahnstangen Z2 der Länge nach auf dem Tisch q2 der Maschine zwischen den Gestellen B und C hindurch und wird durch die auf den beiden Enden der unteren Welle n2 sitzenden, in die Zahnstangen eingreifenden Zahnräder jw2 getrieben.-
Auf der Welle n2 sitzt ein Schaltrad o2, dessen Drehung durch den an dem Querstück n1 befestigten Schalthaken p2 bewirkt wird, so dafs bei einem Hub des Querstückes das Schaltrad um einen Zahn gedreht wird. An dem Tisch q2 sind Flantschen r2 zur Führung der Zahnstangen P angebracht.
Die Maschine arbeitet folgendermafsen:
Nachdem die Cylinder / und g mit brennbarer und nicht brennbarer plastischer Masse gefüllt sind, werden die Kolben j und k in Bewegung gesetzt, ebenso wie die Welle A der Maschine.
Die Masse aus einem der beiden Cylinder/ oder g wird zuerst die Formen α α ausfüllen
und den Kern e umgeben, denselben mit sich ziehend. Hierdurch werden Drahtlängen von der ungefähren Länge der Formen mit der nämlichen Masse überzogen, ehe die Schieber ο und o! durch die selbsttätige Wirkung der Stränge auf die Stange W in Bewegung gesetzt werden.
Diese Längen sind indessen nicht brauchbar, weil sie nicht aus brennbarer und nicht brennbarer Masse zusammengesetzt sind, und fallen daher ab. Sobald der mit der Masse überzogene Strang t1 an den Enden b der Formen α herauskommt, schiebt er sich durch die horizontal stehenden Oeffnungen u u des Cylinders ν hindurch und bewegt die Stange n> nach vorwärts, wodurch sich der Daumen ^ senkt und den Arm a} auslöst; die Frictionsklaue f1 wird frei und durch die Feder s2 des Armes a1 in die Furche der beständig mit der Welle A rotirenden Spurscheibe d1 eingeprefst.
Infolge dessen theilt sich die Drehung der Welle A durch die Tragplatten c1 c2 und den Trieb e1, der Welle h1 und den Kammscheiben i1 mit. Die Messer j 1J2 nähern sich einander und schneiden die bestimmte Länge der vorgeschobenen Strangtheile i1 ab.
Gleichzeitig wird durch die Scheibe ul der Welle /j1 die Zahnstange w1 und durch den Arm z2 auch die obere, den Trieb e2 und Cylinder ν treibende Zahnstange f2 in Bewegung gesetzt.
Der die abgeschnittenen Längen des überzogenen Kernes enthaltende Cylinder v macht eine Vierteldrehung und die Längen fallen durch die Trichter js in den Trockenrahmen A:2, welcher, wie beschrieben, vorwärts bewegt wird, um eine leere Reihe von Löchern unter die Trichter j3 für den Empfang frischer, abgeschnittener Längen zu bringen.
Durch die Bewegung der Zahnstange w1 werden die Räder a2 und έ2 in entgegengesetzter Richtung gedreht, wodurch der Schieber o1 den Kanal q öffnet und der Schieber ο den Kanal r schliefst, oder umgekehrt.
Eine der beiden Mischungen, z. B. die brennbare, wird in die Formen a a geprefst. während die andere nicht brennbare abgesperrt ist; sobald eine hinreichende Menge der brennbaren Masse nach auswärts geprefst und mit der Stange w in Berührung gekommen ist, bewegt sich die Zahnstange jyl zurück, wodurch sich der andere Schieber öffnet, um die nicht brennbare Masse in die Formen eintreten zu lassen.
Sobald ein Trockenrahmen mit abgeschnittenen Zündern gefüllt ist, wird derselbe von der Maschine weggenommen, um durch Anbringung der Zündmasse auf bekannte Weise die Cigarrenzünder (fusees oder vesuvians) fertig zu machen.
Ein frischer, leerer Rahmen wird an Stelle des weggenommenen auf den Tisch gesetzt etc.
Die Schieber zum wechselweisen Absperren der beiden den Ueberzug des Kernes bildenden Mischungen können ganz wegfallen, wenn der Druck auf diese Mischungen mit Unterbrechungen stattfindet, so dafs, während die eine in die Formen eindringt, die andere unbeweglich bleibt.
Auch kann der Kern, welcher dazu dient, dem Zünder Steifigkeit zu geben, weggelassen werden. Anstatt Draht kann ein Holzspan als Einlage benutzt werden und der Kern kann anstatt in der Achse des Zünders auf der Seite desselben sich befinden.
Es ist klar, dafs anstatt mit zwei 'die Maschine auch nur mit einem einzigen Cylinder versehen sein kann, welcher z. B. nur die brennbare Masse des Zünders enthält.
In diesem Falle wird der ganze endlose Strang des Zünders der Maschine aus einer brennbaren Masse bestehen, welche den Kern umgiebt. Letzterer mufs an denjenigen Stellen, welche als Stiel oder unverbrennbarer Theil dienen sollen, freigelegt und die brennbare Masse wieder abgelöst werden.
Die brennbare Mischung ist am besten aus 2 Gewichtstheilen pulverisirter Holzkohle und ι Gewichtstheil chlorsaurem Kali zusammengesetzt, mit Zusatz von Gummilösung oder einer anderen Klebflüssigkeit, um einen consistenten Brei herzustellen.
Auch kann manchmal Schlemmkreide hinzugefügt werden, um die Adhäsion des Gemisches zu verstärken.
Mit Hülfe dieser Mischung erhält man einen ruhig brennenden Zünder, dessen Abbrennen längere Zeit erfordert und keine umherspritzenden Funken erzeugt, so dafs man sich beim Anzünden der Cigarre Zeit nehmen und den Zünder während des Brennens dem Gesicht ohne Gefahr nähern kann.
Die unverbrennbare, den Stiel des Cigarrenzünders bildende Mischung besteht am besten aus Leim und geschlemmter Kreide, nach Belieben mit Zusatz eines Farbstoffes. Auch kann bisweilen als entsprechende plastische Masse Thon oder eine ähnliche Erdart benutzt werden.
Die auf die beschriebene Weise fabricirten Cigarrenzünder (fusees oder vesuvians) behalten bei jeder Temperatur die nöthige Steifigkeit und Härte, brennen nicht ganz bis zu den Fingerspitzen ab und stellen sich im Preis sehr billig.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren zur Herstellung von Cigarren-"zündern (fusees oder vesuvians), dadurch charakterisirt, dafs eine brennbare, aus
    _
    pulverisirter Holzkohle und chlorsaurem Kali mit Zusatz von KlebflUssigkeit bestehende Masse abwechselnd mit einer nicht brennbaren, aus Leim und geschlämmter Kreide bestehenden plastischen Masse durch eine Reihe von horizontal neben einander angeordneten Formen geprefst und durch den Druck der hierdurch erzeugten Reihe von endlosen, aus brennbaren und nicht brennbaren Theilen zusammengesetzten Stränge der Mechanismus zum Abschneiden auf Zünderlä'nge und zur Bewegung der die plastischen Massen vertheilenden Schieber selbstthätig in Gang gesetzt wird.
  2. 2. Die zur Ausführung des im Anspruch i. beschriebenen Verfahrens dienende, in Fig. ι bis 6 dargestellte Maschine, bestehend aus einer Reihe von Formen α α zum Auspressen der beiden den Strang bildenden Massen, in Combination mit den hin- und hergehenden Schiebern ο ο1, den sich gegen einander, bewegenden, den Strang durchscheidenden Messern jl j* und dem sich hin- und herdrehenden Cylinder v, welcher die abgeschnittenen Längen aufnimmt und auf den .Trockenrahmen fallen läfst.
    Bei der Fabrikation von Cigarrenzündern in endlosen Strängen auf der in Fig. ι bis 6 dargestellten Maschine der intermittirende arbeitende Mechanismus zum Ueberziehen des Kernes mit brennbarer und nicht brennbarer Masse, welche dadurch charakterisirt ist, dafs die aus den Formen auf eine bestimmte ■ Länge herausgetretenen Stränge selbstthätig eine Frictionskupplung auslösen und hierdurch die die Messer und Schieber treibende Welle hl in Umdrehung setzen.
    Die aus zwei . Gewichtstheilen pulverisirter Holzkohle und einem Gewichtstheil chlorsaurem Kali mit Zusatz von KlebflUssigkeit bestehende plastische Masse zur Bildung, des brennbaren Theiles der durch das im Anspruch i. erläuterte und auf der Maschine, Fig. ι bis 6, ausgeführte Verfahren fabricirten Cigarrenzünder.
    Die aus Leim und geschlemmter Kreide bestehende plastische, die Stiele der auf der Maschine, Fig. ι bis 6, nach dem im Anspruch i. erläuterten Verfahren fabricirten Cigarrenzünder bildende unverbrennliche Masse.
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