DE35503C - Einrichtungen an Maschinen zum Fräsen und Probiren der Schuh- und Stiefelabsätze - Google Patents

Einrichtungen an Maschinen zum Fräsen und Probiren der Schuh- und Stiefelabsätze

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Publication number
DE35503C
DE35503C DENDAT35503D DE35503DA DE35503C DE 35503 C DE35503 C DE 35503C DE NDAT35503 D DENDAT35503 D DE NDAT35503D DE 35503D A DE35503D A DE 35503DA DE 35503 C DE35503 C DE 35503C
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DE
Germany
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axis
support
milling
heel
guide
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35503D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. KEATS in Frankfurt a. M. und S KEATS in Leipzig
Publication of DE35503C publication Critical patent/DE35503C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D87/00Edge or heel cutters; Machines for trimming the heel breast

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. September 1885 ab.
Die einzelnen Mechanismen an der vorliegenden Maschine sind derartig angeordnet, dafs der Absatz des Schuhes oder des Stiefels in alle erforderlichen Stellungen gegen den Fräser zur Formgebung oder gegen den Polirstahl zum Poliren gebracht werden kann, ohne dafs die genannten Werkzeuge beschädigend oder auch nur berührend auf das Oberleder einwirken können. Erreicht wird dies in der vorliegenden Maschine dadurch, dafs neben gewissen Einrichtungen zur Herbeiführung der erforderlichen Drehung, Bewegung und Veränderung in der Stellung des Absatzes eine Führung angebracht ist, deren Führungskante bei jeder Stellung des Absatzes während seiner Bearbeitung unausgesetzt in dem zwischen Absatz und Oberleder befindlichen Spalt verbleibt, und welche Kante stets in die Verlängerung der verticalen Drehachse fällt, um welche der den Stiefel haltende Support geschwungen werden kann.
Da die verticalen Curvenformen auf der Oberfläche eines Absatzes sehr verschieden sind, so bedingen dieselben bekanntlich, wenn ein und derselbe Fräser diese Formen erzeugen soll oder ein und derselbe Polirstahl diese Flächen bearbeiten soll, eine fortwährend veränderte Stellung des Absatzes zum Werkzeug; diese Veränderungen können in der vorliegenden Maschine dadurch hervorgerufen werden, dafs der Support, in welchem der Stiefel eingespannt ist:
i. in verticaler Richtung verschoben werden kann, um den Absatz in das Niveau des Werkzeuges in die Höhe zu führen oder zu senken,
2. Um eine horizontale Achse gedreht werden kann, um den Absatz gegen das Werkzeug zu führen,
3. um eine verticale Achse gedreht werden kann, um die Achse des. Absatzes in verschiedene Winkelstellungen zur Werkzeugachse zu bringen.
In der vorliegenden Maschine geschieht die Bewegung zu 1. mittelst Fufstrittes, zu 2. mittelst Feder- oder Gewichtszuges unter Benutzung eines verstellbaren Anschlags zur Begrenzung dieser Bewegung nach dem Werkzeuge zu, zu 3. mittelst Drehung des Supports mit der Hand. Aufserdem kann der eingespannte Stiefel oder Schuh mit der Hand um die Achse seiner Einspannspindel gedreht werden.
Bei diesen sämmtlichen Bewegungen liegt die Kante des erwähnten Führungslineals stets in dem Spalt zwischen Oberleder und Absatz.
Zur Sicherung der genauen Einstellung des Führungslineals in die verticale Schwingungsachse des Supports kann sowohl das Lineal nach mehrfachen Richtungen verstellt werden, als auch der Support selbst mit seiner verticalen Führung in horizontaler Richtung verschoben und festgestellt werden.
Aufser dem erwähnten Führungslineal kommt ein verstellbarer zweiter Führungstheil mit gewölbter Führungsfläche zur Anwendung, gegen welche der Einspannklotz anliegt, der gegen den Oberfleck drückt. Dieser Führungstheil kann je nach der Höhe des Absatzes zum Führungslineal verstellt werden und rollt sich bei Drehung und Wendung des Absatzes in
gewissen Stellungen der Klotz an dieser gewölbten Führungsfläche ab.
Fig. ι zeigt in Seitenansicht, Fig. 2 in Stirnansicht und Fig. 3 im Grundrifs die für die verschiedenen oben genannten Bewegungen gewählte .Vorrichtung für eine beliebige Maschine zum Fräsen und Poliren von Schuh- und Stiefelabsätzen. In der Zeichnung ist beispielsweise so viel von einer nach dem Patent No. 26335 gebauten Maschine dargestellt, als zur Verdeutlichung des Wesens der Erfindung erforderlich ist.
Behufs verticaler Emporführung des in nachbeschriebener Weise in seinen Support eingespannten Schuhes oder Stiefels liegt die an die Supportauflagerfläche sich nach unten anschliefsende Achse A auf einer durch Tritt B gehobenen, an dem diese Achse umgebenden Cylinder drehbar gelagerten Auflagerung C auf; das Heranführen des Schuhes oder Stiefels an das Werkzeug ist dadurch ermöglicht, dafs der Support D um eine in den Augen E gelagerte horizontale Achse drehbar ist. Die Augen E bilden mit der Achse A ein Stück. Ein hinter dem Support D befindliches und an diesen angehängtes Zuggewicht F (an dessen Stelle auch Federzug treten kann) bewirkt die Drehung des Supports um die Achse y-y, welche durch den Anschlag G begrenzt wird. Support D theilt sich in seinem oberen Theile in zwei Arme, deren einer feststeht, während der andere durch Schraube H verstellbar ist, um sich der Höhe des Schuhes oder Stiefels anzupassen und nach Aufsetzen des Absatzes auf den wegnehm baren Einspannklotz I den Schuh oder Stiefel fest zwischen die Arme des Supports zu pressen.
Ist der so eingespannte Stiefel oder Schuh durch Heben der Achse A und Herumdrehen des Supports D an das Werkzeug herangebracht, so legt sich in den zwischen Absatz und Oberleder befindlichen Spalt das Führungslineal J ein, welches vorher so eingestellt ist, dafs seine abgeschrägte, in den Spalt eintretende Kante in die Richtung der Mittelachse von A fällt. Aufser dem Führungslineal ist noch eine Führung R mit gewölbter Führungsfläche vorgesehen , gegen welche sich der in seinem Innern, Fig. 3 , halbkugelig ausgehöhlte Einspannklotz / mit seiner Aufsenfläche anlegt.
Aus Vorstehendem ergiebt sich die Wirkungsweise des in drei Richtungen beweglichen Supports D mit seinem eingespannten Stiefel, der durch die halbkugelförmige Aushöhlung in dem Einspannklotz / im eingespannten Zustande noch eine vierte, der Wölbung des Spaltes zwischen Oberleder und Absatz entsprechende Schwingbewegung machen kann, sehr leicht, indem behufs Bildung des am meisten gewölbten Hintertheils des Absatzes der Stiefel dem Werkzeuge in horizontaler Richtung entgegengehalten wird, während behufs Abfräsens oder Polirens der weniger gekrümmten Seitenflächen des Absatzes der Stiefel abwechselnd gehoben, gesenkt, und herumgeschwungen wird, gleichzeitig aber der ganze Support mit der Hand oder durch Anlegen des diesen umfassenden Armes um die Achse x-x gedreht wird, wobei sich Klotz I auf der gewölbten Führung K abwälzt. Bei all diesen Bewegungen verbleibt Führungslineal / immer in dem Spalte, so dafs die Berührungskante zwischen beiden immer in Verlängerung der Mittelachse von A liegt.
In der Zeichnung ist die beschriebene Vorrichtung als vor einem Fräswerkzeug stehend angegeben; dieselbe kann aber auch vor dem vibrirenden Polirwerkzeug aufgestellt werden, welchem in diesem Falle nicht wie im Patent No. 26335 eine verticale, sondern eine horizontale Lage gegeben wird, um den Absatz, ähnlich wie beim Absatzfräsen, durch abwechselndes Heben und Senken, Drehen und Heranführen an den Stahl leicht und ohne besonders nöthige Geschicklichkeit des Arbeiters zu poliren.
Aufser den oben genannten Bewegungen, welche sich speciell zum Bearbeiten des Absatzes nöthig machen, kann der Achse A noch eine Bewegung in verticaler Ebene ertheilt werden, indem sich an den diese Achse umgebenden Cylinder ein in dem Auge M verschiebbarer Gleitcylinder N anschliefst. Auf Auge M sitzt ein nach unten rechtwinklig umgebogener Anschlag O mit Schraubenmutter O1, durch welche der Cylinder JY und so die Achse A mit dem Support D horizontal verschoben und in die geeignete Stellung gebracht werden können.
Fig. 4 zeigt noch in vergröfsertem Mafsstabe die Vorrichtung zur Einstellung sowohl des Führungslineals J als auch der gewölbten Führung K. Auf dem Aermellager P des Maschinengestelles befindet sich eine Führung, in welcher der an seiner Stirnfläche das Führungslineal J tragende Schlitten Q. sitzt; letzterer umgreift das Werkzeug, ohne mit diesem selbst in Berührung zu kommen. In diesem Schlitten sitzt ein zweiter, die Führung K tragender Schlitten R. Sowohl Führungslineal / wie die Führung K können an den Stirnflächen ihrer Schlitten noch horizontal, also senkrecht zum Werkzeug verschoben und durch Muttern befestigt werden. Will man den Schlitten Q. für das Führungslineal J verschieben, so löst man durch Aufsetzen eines Schlüssels auf das Vierkant des Bolzens S den letzteren und stellt die Kante von J in die Achsenrichtung x-x ein; soll dagegen Führung K in der gleichen Richtung verschoben und eingestellt wer-
den, so braucht nur die auf dem Bolzen 5 sitzende Mutter S x gelöst zu werden. Das Werkzeug selbst ist in Fig. 4 nicht angegeben, sondern es ist nur seine Achse mit ww bezeichnet , während %-s[ . die horizontale Drehachse für den Schuh oder Stiefel angeben soll.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: An Absatz-, Fräs- und Polir-Maschinen:
1. Ein verticales, in den Spalt zwischen Oberleder und Absatz eintretendes verstellbares Führungslineal (J), dessen Führungskante stets in die Verlängerung der verticalen Schwingungsachse (x-x) des Supports (D) fällt oder eingestellt sein mufs, in welchen der Stiefel zur Bearbeitung eingespannt ist.
2. In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Anordnung die Einrichtungen:
a) zum Heben und Senken des Supports durch Trittbewegung;
b) zum Drehen des Supports um eine horizontale Achse (y-y) mittelst Federoder Gewichtszug, welche Drehung nach der Fräserachse zu durch Anschlag (G) begrenzt ist;
c) zum Drehen des Supports um seine verticale Achse (x-x) mittelst Handoder Armbewegung;
d) zur Verrückung und Feststellung dieser verticalen Achse in horizontaler Richtung in dem Lager (M).
In Verbindung mit der unter 1. gekennzeichneten Anordnung eine verstellbare Führung (K) mit gewölbter Führungsfläche, an welcher der Einspannklotz (I) Führung findet, der gegen den Oberfleck anliegt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35503D Einrichtungen an Maschinen zum Fräsen und Probiren der Schuh- und Stiefelabsätze Expired - Lifetime DE35503C (de)

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