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Maschine zum Abschneiden der Zwickfalten von aufgezwickten Schuhschäften
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Abschneiden der Zwickfalten, die
bei aufgezwickten Schuhen, insbesondere im Spitzenteil, auftreten. Es ist bekannt,
für diese Arbeit tellerförmige Messer vorzusehen .und das zu bearbeitende Werkstück
in .der Maschine durch Seitenanschläge und Gesinen Spitzenanschlag zu führen.
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Gemäß der Erfindung ist der Spitzenanschlag mit einer Lippe versehen,
die auf dem Zwickanschlag des Schuhschaftes aufliegt und nach der Sichneide des
Messers hin und über diese hinaus -in Richtung nach, der Dmehachse des Messers beweglich
angeordnet ist. Der Spitzenanschlag führt den Schuh und stellt ihn bezüglich des
Messers ein, bis der Schuh so weit in die Maschine eingeschoben ist, daß er :auch
von den Seitenanschlägen. geführt wird. Diese besondere Ausbildung des Spitzenanschlages
und die sich dabei ergebende vorteilhafte Führung des Werkstükkes hat zur Folge,
daß der Schuh sicher in der Maschine geführt wird und somit ein glatter Schnitt
entsteht.
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Die Bewegungsbahn des Spitzenanschlages gegenüber dem Messer ist einstellbar,
um wahlweise einen Flä.chschnitt oder einen Bogenschnitt ,auszuführen, was davon.
abhängig ist, .ob ein Schuh mit einem ebenen oder mehr gebogenen Boden beschnitten
werden soll'.
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Die Einstellung der Bewegungshahn Lies Spitzenanschlages, der auf
einem Arm angeordnet ist, erfolgt zweckmäßig durch entsprechende Verstellung des
Trägersi des
Armes, wobei er die Schuhspitze nach dem Erfassen der
Seitenanschläge in einer der Einstellung entsprechenden Bahn nach der Direha.chse
des Messers hin weiterführt.
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Wenn das Messer einen Bogenschnitt aus: führen soll, so bewegt sich
der Spitzenanschlag -längs einer Bahn, die den .durch die Messerschneide gebildeten
Kreis durchschneidet.
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Es ist bekannt, bei Beschneidmaschine!n der angegebenen Art, die mit
einem Tellermesser versehen sind, für das Tellermess ier eine drehbare Messerschleifscheibe
vorzusehen. Gemäß der Erfindung sitzt nunmehr der Träger der Schleifscheibe auf
einem Drehbolzen, dessen Achse die um die Riemenscheibe laufende Schleife des Antriebsriemens
für das Messer durchkreuzt, um die Schleifscheibe so bezüglich des Messers einstellen
zu können, d,aß der Randteil des seinen Arbeitsplatz nicht verlassenden Messers
wahlweise flach oder gewölbt geschliffenwird.
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Die Schleifscheibe ist bei den bekannten Maschinen längs ihrer Drehachse
mit Bezug auf das Messer bewegbar, und bei der Maschine gemäß der Erfindung wird
bei der Bewegung der Schleifscheibe nach dem Messer hin die die Scheibe drehende
Antriebskupplung durch Federn eingerückt und beider Bewegung der Scheibe in umgekehrter
Richtung wieder ausgerückt. Es erfolgt also eine vollkommen selbsttätige Ein- und
Ausschaltung der Schleifscheibe. Dies wird dadurch erreicht, d,aß der die Schleifscheibe
mit ihrer Welle hebende und senkende Handhebel beim Hochheben der Schleifscheibe
kurz vor ihrer Berührung mit dem Messer gegen den nachgiebigen Anschlag schlägt,
so daß beim Bewegen der Schleifscheibe in Eingriff mit dem Messer der Widerstand
des nachgiebigen Anschlages überwunden werden muß und somit ein hartes Anschlagen
der Schleifscheibe gegen das Messer verhindert wird, was eine Beschädigung des Messers
und der Scheibe zur Folge haben könnte.
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Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt. Fig. i ist eine Vorderansicht des Hauptteiles der Maschine.
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Fig.2 ist eine Seitenansicht des Hauptteiles der Maschine.
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Fig.3 ist ein Grundriß der Hauptarbeitswerkzeuge der Maschine.
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Fig. 4 ist eine der Fig. 3 entsprechende Abbildung bei einer anderen
Einstellung der Maschinenteile.
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Fig. 5 ist eine Seitenansicht der in Fig.4 dargestellten Maschinenteile.
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- Fig. 6 ist eine Rückansicht der Maschine, gesehen in der Richtung
des, Pfeiles A der Fig. 3. Fig. 7 ist eine Schnittansicht nach Linie VII-VII der
Fig.3.
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Fig.8 ist eine Schnittansicht nach Linie VIII-VIII der Fig.3.
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Fig.9 ist eine Ansicht eines Teiles der Maschine, gesehen in der Richtung
des Pfeiles F der Fig. i.
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Die Maschine hat ein tellerförmiges Messer io (Fig.7), das auf einer
Scheibe 13 auf einer senkrechten Drehwelle i i durch eine Klemmscheibe 14 und Klemmutter
16 festgeklemmt ist. Die Scheibe 13 hat einen Ringflansch i 5, .über welchen das
Messer i o eingesetzt wird. Die Schneide i 2 des Messers liegt in- einer Ebene,
und der Randteil des Messers längs der Schneide ist vorzugsweie mit radial gerichteten
Vertiefungen versehen, die die Schneide etwas wellenartig gestalten (Fig.3 und 4).
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Dias Messer wird zum Beschneiden ides Werkstückes dauernd angetrieben,
und zum Schleifen des Messers wird seine Drehrichtung umgekehrt. Die Welle i i sitzt
in Kugellagern 17 (Fig. 7.) des Maschinenkopfes i8 und trägt-eine Riemenscheibe
i 9, die durch einen Riemen 2o angetrieben wird. Der Riemen 2o treibt auch eine
Schleifscheibe 2i. Der Riemen 20 läuft um eine Riemenscheibe 22, durch die die Schleifscheibe
angetrieben wird, und über Leitrollen 23 (Fig. i und 2) und eine Riemenscheibe 24
auf einer Treibwelle 25.
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Die Welle 25 ist in einem Träger (Fig. i) eingesetzt, der durch Schrauben
27 an dem Maschinengestell 18 befestigt ist. Die Schrauben greifen in Nuten 28 ein,
so daß der Träger 26 zum Verstellen der Riemenspannung verstellt werden kann. Die
Welle 25 trägt ebenfalls zwei Riemenscheiben 29 und 3o und eine Leerscheibe 31,
die zwischen den Riemenscheiben 29 und 3o sitzt. Ein Riemen 32, der von einer nicht
dargestellten Riemenscheibe .aus angetrieben wird, treibt die Welle 25 vorwärts
oder rückwärts an. Eine Riemengabel 33, 34 ist auf einer Stange 35 befestigt, die
in dem Trager 26 in Axialrichtung beweglich ist. Die beiden Gabelteile 33, 34 sind
so .angeordnet, daß der eine Gabelteil eine Schleife des Riemens 32 auf die Leerscheibe
31 schiebt, während der andere Gabelteil die andere Schleife des Riemens 32 ,auf
die Riemenscheibe 29 schiebt, und zwar wenn die Stange 35 nach links der Fig. i
geschoben wird. Bei Verschiebung der Stange 35 nach rechts der Fig. i wird entsprechend
die eine Schleife des Riemens 32 auf die Riemenscheibe 3o geschoben und gleichzeitig
die ,andere Schleife des Riemens 32 auf die Leerscheibe 31.
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Zum Einstellen und Führen des Spitze@nendes des in die Maschine eingeschobenen,
gezwickten
Schuhes vor und bei dem Beschneiden des aufgezwickten Schuhschaftes dienen ein Spitzenanschlag
36, zwei Seitenanschläge 37 und ein sich auf die Brandsohle aufsetzender Anschlag.
Der Spitzenanschlag 36 ist in Ruhelage oder Anfangslage unter und etwas vor dem
Messer ,an der Arbeitsstelle .eingestellt (Abb. 3) und wird durch den Spitzenteil
des Schuhes in die in Fig.4 dargestellte Lage zurückbewegt. Der Spitzenanschlag
36 sitzt auf einem Arm, der um einen Dvehbolzen 39 schwingt, und hat leine Lippe
40 (Fig. 5), die über den Randteil 41 des Schianschaftes greift, der mittels Klebstofs-
an dem Spitzenerde auf die Brandsohle 42 aufgezwickt worden. ist und dessen Zwickfalten
(Fig.3) auf der Maschine beschnitten werden. Eine Feder 43 (Fig. 3) hält den Spitzenanschlag
36 in Anfangslage, .die durch eine Stellschraube 68 bestimmt wird. Obwohl der Spitzenanschlag
36 sich längs einer Kreisbahn bewegt, verläuft doch seine Bewegung im wesentlichen
nach der Direhachse des tellerförmigen Messersi bin. Der Spitzenanschlag ist in
seiner Anfangslage gut sichtbar, so .daß der Arbeiter- den Spitzenteil ,des Schuhes
vor Beginn des Schneidvorganges richtig' einstellen kann. In .dieser Anfangslage
steht der Spitzenanschlag zwischen den beiden Stitenainschlägen-37.
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Die beiden Seitenanschläge 37 sind in jeder Hinsicht einander gleich,
jedoch bewegt sich der eine Anschlag 37 nach rechts, wenn der andere sich nach links
bewegt. Jeder Anschlag 37 besteht aus einer Rolle mit einem Flansch 140 (Fig. 5)
an ihrem Oberende. Zwischen .der Oberfläche des Flansches und der Schneide des Messers
zo besteht nur ein geringer Abstand. Die Flanschen 140 der beiden Seitenanschläge
37 greifen über den aufgezwickten Schaftrandteil41 und stellen :das Werkstück in
senkrechter Richtung genau bezüglich des Messers ein. Die Unterflächen der Flanschen
14o,. die mit dein Werkstück in Eingriff treten, sind vorzugsweise in Anpassung
an die konvexe Form des Schuhbodens abgeschrägt. Die beiden Seitenanschläge und
der Spitzenanschlag bilden somit eine DTeipunktauflage für den Schuh, während .dieser
aus der ü1 Fig.3 dargestellten Anfangslage in die in Fig.4 dargestellte Endlage
bewegt wird. Die Seitenanschläge 37 sind auf von Armen 44 (Fig. 5) getragenen Bolzen
43 frei drehbar. Die Arme 44 sind auf senkrechten Wellen 45 befestigt, die in einem
an dem Maschinengestell 18 befestigten Trägergelagert sind. Die Unterendender Wellen
45 sind miteinander .verbunden, so daß beide Wellen und damit auch die Seitenanschläge
sich gleichzeitig und gleichmäßig bewegen, wodurch der Spitzenteil des Schuhes seitlich
geführt wird. Zu diesem Zwecke tragen beide Wellen 45 Hebel 47 (Fig. 3), die durch
einen Lenker 48 und Drehbolzen 49 miteinander verbunden sind. Die Wellen 45 sind
bezüglich der Drehachse des Messers so angeordnet, daß die Seitenanschläge 37 sich
ungefähr längs der Messerschneide bewegen. Die Abweichung der Bewegungsbahnen der
Seitenanschläge von der Messerschneide siald so gering, daß dadurch die Wirkung
der Seitenanschläge, nämlich den zu beschneidenden Teil des Schuhes genau bezüglich
des Messers einzustellen und in dieser Lage zu halten, nicht gestört wird. Eine
die Unterenden der Wellen 43 miteinander verbindende Feder 5o schwingt die Seitenanschlag
e aufeinander zu und verhindert ebenfalls eine einseitige Verschiebung der Seitenanschläge
.durch. die Schneidwirkung des Messers. Der kleinste Abstand zwischen den beiden
Seitenaaischlägen wird durch eine Stange 51 (Fig. i) bestimmt, die durch .die Feder
5o gesteckt äst und deren beiden Enden gegen die Wellen 43 anstoßen. Bei .der ,Herstellung
von Schuhen der erwähnten Art ereignet es sich bisweilen, daß die Brandsohle etwas
über die Vorderkante des Leistens herausragt und gegebenenfalls beim Zwicken die
Brandsohle -etwas durch den geigen die Kanten der Brandsohle ausgeübten Zwickdruck
aufgebogen wird. Diamit beim Beschneiden eines solchen Schuhes das Messer nicht
in den aufgebogenen Teil der Brandsolde einschneidet und dabei ein Stück der Brandsohle
ausschneidet, ist ein sich auf die Brandsohle aufsetzender Anschlag 38 vorgesehen,
der den aufgebogenen Teil der Brandsohle flach gegen den Leistenboden andrückt.
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Der Brandsoblenanschlag 38 (Fig. 3 und 4) greift hinter dem Zwickeinschlag
des Schuhes an der Brandsohle an. Seine Anfangslage ist in Fig. 3 mit gestrichelten
Linien .dargestellt. Der Anschlag 38 schwingt um einen waagerechten Drehbolzen 52
und ebenfalls umeinen senkrechten Drehbolzen 53 (Fig.8). Der Drehbolzen 52 verbindet
den Anschlag mit
einem Trägerblock 54, und der Drehbolzen 5 3 verbindet den
Trägerblock 54 mit dem bereits erwähnten Träger 46. Eine von :einer Stellschraube
57 getragene Feder 56 schwingt den Anschlag 58 unter die Ebene der Flanschen 140
der Seitenanschläge 37 (Fig. i) herab. Die Abwärtsbewegung des Brandsohlenanschlages
wird durch einen Ansatz 58 (Fig. 8) des Blockes 54 begrenzt. Die Stellsthraub.e
57 begrenzt .die Aufwärtsbewegung des Brandsohlenanschlages 38. Beim Einschieben
des Schuhes gegen den Spitzenanschlag 36 wird die Brandsohle iri Eingriff
mit dem Anschlag 38 gebracht, wobei dieser gegen den Druck der Feder 56 hochgeschoben
wird. Falls die
Brandsohle etwas aufgebogen ist, wird sie dabei
ausgefiacht. Durch die pendelnde Aufhängung des Brandsohlenanschlages 38 wird dieser
bei der Vorwärtsbewegung des Schuhes mitgenommen. Nach der Beschneidung des Schuhes
wird der Brandsohlenanschlag 38 in seine in Fig.3 mit gestrichelten Linien dargestellte
Anfangslage durch eine Feder 59 (Fig.8) zurückgeschwungen, die mit einem Ende bei
6o an dem Träger 46 und mit ihrem anderen Ende bei 61 an dem Drehblock 54 befestigt
ist. Die Schwingbewegung des Brandsohlenanschlages in Ausgangslage wird durch Anschlagen
des Drehblockes 54 ,gegen eine in dem Träger 46 eingeschraubte Stellschraube 62
(Fig. 3) begrenzt.
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Beim Betrieb der Maschine setzt der Arbeiter-zunächst den Schuh mit
dem Spitzenteil nach vorn in die Maschine ein, wie in Fig.3 mit gestrichelten Linien
dargestellt ist, wobei der Mittelteil 'der Brandsohle gegen den Anschlag 38 angelegt
und dieser etwas hochgeschoben wird. Sodann schiebt der Arbeiter den Schuh in Eingriff
mit ;dem Spitzenanschlag 36 und unter den Flansch 40 dieses Anschlages. Diese Einstellung
ist in Fig.3 mit ausgezogenen Linien dargestellt. Der Brandsohlenanschlag 38 bleibt
dabei in Eingriff mit der Brandsohle. Der Flansch 4o des Spitzenanschlages, der
nun ,auf dem aufgezwickten Schaftrandtei14i des Schuhes angreift, stellt den Schuhboden
unterhalb der Schnittebene des Messers io und ebenfalls in der Ebene der Flanschen
i4o der Seitenanschläge ein. Beim weiteren Vorschieben des Schuhes nach der Dmehachse
des Messers io hin greifen dann die Flanschen 140 der Seitenführungen auf dem aufgezwickten
Schaftrandteil an und verhindern, daß der Schuhboden auf beiden Seiten des Spitzenteiles
über die Schnittebene des Messers hinausgehoben wird. Der sich weiter einwärts bewegende
Schuh schiebt dann .die beiden Seitenanschläge 37 auseinander (Fig. 4), deren Flanschen
ein Beschneiden der über die Schnittebene- nach oben hinausragenden. Zwickfalten
an der Schuhspitze nicht verhindern. Die Schnittebene ist in Fig. 4 mit der Linie
64 angedeutet. Der Werkstückstoff :oberhalb dieser Ebene wird durch .das Messer
abgetrennt, und zwar in Form eines Abfallstreifens, 63
(Fig.4 und 5).
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In vielen Fällen wird der Schnitt längs einer Ebene ausgeführt, insbesondere
wenn der Vorderteil des Schuhbodens ziemlich flach ist. Bei der Beschneidung von
gewölbten Schuhböden wird der Schnitt in Anpassung an die Schuhbodengestalt in einem
Bogen oder schräg ausgeführt. Zit diesem Zwecke kann der Spitzenanschlag 36 so eingestellt
werden, daß er sich in einer Ebene bewegt, die die Schnittebene des Messers innerhalb
des durch die Messerschneide gebildeten Kreises durchschneidet, so .daß der Flansch
40 des Spitzenanschlages 36 in die Aushöhlung des tellerförmigen Messers :einrückt.
Beim Flachschneiden ist der Drehbolzen 39 (Fig. 3) des Spitzenanschlagträgers parallel
zur Drehachse des Messers eingestellt. Zum Ausführen eines Bogenschnittes wird der
Drehbolzen 39 unter einem Winkel zur Drehachse des Messers eingestellt, und zwar
so, daß das Oberende des Drehbolzens 39 nach vorn der Maschine geneigt ist. Bei
dieser Einstellung des: Drehbolzens bewegt sich der Spitzenanschlag 36 bei seiner
Bewegung nach der Drehachse, des Messers hin etwas nach oben, wobei der Flansch
40 in die Aushöhlung des Messers hineinbewegt wird und somit den Schuh 'an derselben
Richtung führt. Die Flanschen 140 -der Seitenanschläge 36 bleiben' jedoch dabei
auf ihrer Höhe eingestellt, so daß das. Messer auf keinen Fall in den Schuhboden
einschneiden, kann, da nämlich, wie bereits erwähnt, die Flanschen 140 der beiden
Seitenanschläge das Werkstück in unmittelbarer Nähe der Schnittstelle des Messers
einstellen. Bei dieser Einstellung der Maschinenteile wird der in die Maschine eingeschobene
Schuh Umeine Querachse gekippt, die ungefähr die beiden F1a.nschen 140 der Seitenanschläge
37 miteinander verbindet.
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Zum Einstellen der Bewegungsbahn des Spitzenanschlages 36 ist dieser
auf einem verstellbaren Träger 65 (Fig. 1, 3 und 9) durch den Drehbolzen 39 befestigt.
Der Träger 65 ist an dem Träger 46 durch eine Klemmschraube 66 und durch einen Drehbolzen
67 befestigt. Nach Lösung der Klemmschraube 66 kann der Träger 65 um den Drehbolzen
67 verstellt werden, wobei die Achse des Bolzens 39 in gewünschter Weise eingestellt
wird. Der Kopf des Drehbolzens 67 ist-.exzentrisch, so daß der Spitzenanschlag 36
in seiner Anfangslage senkreht eingestellt werden kann, und zwar wird der Spitzenanschlag
so engestellt, daß die Oberfläche seines Kopfes in unmittelbarer Nähe der Schneidkante
des Messers eingestellt ist, aber diese nicht berührt.
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Eine Stellschraube 68 auf .dem Spitzenanschlag bestimmt durch Anschlagen
gegen den Träger 65 die Anfangslage des Spitzenanschlages.
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Die zum Schleifen des Messers dienende Scheibe 2i (Fig. 7) ist unterhalb
des Messers io und hinter diesem angeordnet und steht gewöhnlich außer Eingrifft
.mit dem Messer. Weiterhin ist die Scheibe 21 gewöhnlich ausgeschaltet. Durch Anheben
der Scheibe jedoch wird ihr Antrieb eingeschaltet. Zum Anheben der Scheibe dient
ein Handhebel 69.
der um einen DTehbol'zen 70 schwingt. Der
Hebel trägt einen Drehblock 7 i, der in eine Ringnut in einen Kragen 72 eingreift.
Der Kragen 72 ist ,auf -dem Unterendeeiner Welle 73 befestigt, auf deren Oberende
.die Schleifscheibe 2 i befestigt ist. Die Welle sitzt in Lagern 74, 75 und trägt
eine Kupplung, die aus der bereits erwähnten, dauernd angetriebenen Riemenscheibe
22 und .einer unterhalb der Riemenscheibe angeordneten Muffe 76 besteht.
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Die Scheibe 2 i ist gegen einen Flansch 77 der Welle 73 durch eine
Klemmscheibe 78 tun.d Mutter 79 festgeklemmt. Wenn die Scheibe 21 ausgeschaltet
ist (Fig. 7), sitzt der Flansch 77 auf dem oberen Lager 75 der Welle 73 auf und
wirkt somit als eine Bremse, die die Welle 73 und Somit Scheibe 2 i anhält. In dieser
Lage steht die Muffe 76 nicht in Kupplungseingriffi mit :der Riemenscheibe 22, die
auf einem von einer festen Muffle 55 getragenen Kugellager 8o sitzt. Beim Hochheben
der Welle 73 und Scheibe 21 ;durch den Handhebel 69 wird somit die Bremse 75, 77
gelöst, und ebenfalls wird die Muffe 76 in Kupplungseingriff mit der Riemenscheibe
22 belegt. Zu diesem Zwecke ist das Lager 74 muffenartig und in einem mit dem Lager
75 fest verbundenen Träger 81 autf und ab beweglich. Die Muffle 74 hat einen Ringflansch,
an dem drei Federn 82 (Fig. 7) angreifen, die die Muffe 76 in Kupplungseingriff
mit der Riemenscheibe 22 hochschieben, sobald die Welle 73 durch den Hebel 69 hoch-P
a# hobeii wird. Die Lagermuffe 74 wird durch eine in den. Träger 8 1 reingesetzte
Schraube 83 an einer Drehung verhindert. Die Muffe 76 ist mit der Welle 73 durch
einen Keil 84 verbunden. Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist wie folgt: Angenommen,
Messer i o und Riemenscheibe 22'drehen sich, und die Schleifscheibe 2 1 ist ausgeschaltet
(Fig. 7). Durch die Hochschaltung des Hebels 69 wird die Welle 73 samt der Schleifscheibie
2 1 hochgeschoben, so daß die Federn 82 die Muffen 74 und 76 hochschieben können,
wobei die Muffe, 76 mit der dauernd getriebenen Riemnenscheibe 22 gekuppelt wird
und die Welle 73 und die Schleifscheibe 2 i dreht. Die Schleifscheibe 2 i Ad eingeschaltet
und beginnt sich zu drehen, ehe diese in Eingriff mit dem Messer tritt.
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Um ein plötzliches Anschlagen der Schleifscheibe 21 gegen das Messer
i o zu verhindern, ist ein nachgiebig gelagerter Anschlag vorgesehen. Dieser Anschlag
besteht aus, einer Schraube 85 (Fig. 7), die auf dem freien Ende einer Bandfeder
86 befestigt ist. Dias andere Ende der Bandfeder (Fig.2) istdurch Schrauben 87 an
dem Maschinengestell 18 befestigt. Wenn der Handhebel' 69 ,gegen die Schraube 85
anschlägt, ist die Schleifscheibe 21 gerade im Begriff, mit dem Messer in Eingriff
zu treten. Zum. Anlegender Schleifscheibe 2.1 gegen das Messer muß somit der Widerstand
der Feder 86 überwundenwerden.
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Da. Messer und Schleifscheibe 2 i sich mit hoher Geschwindigkeit drehen,
erfbrdert das Abschleifen des Messers nur .einige Sekunden. Beim. Abwärtsschwingen
des Handhebels 69 wird durch das Gewicht der. Welle 73 und der Schleifscheibe 21
,die Muffe 74 abwärts geschoben, wobei die Federn 82 'zusammengedrückt werden und
die Muffe 76 außer Kupplungseingriff mit der Riemenscheibe 22 bewegt und somit die
Schleifscheibe 2 i ausgeschaltet wird.
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Zum Abrichten der Schleifscheibe 2 i dient ein Stift 88 (Fig. 2 und
7), der in einem Hebel 89 festgeklemmt ist. Der Hebel 89
schwingt um
einen in dem -Träger 8 i eingesetzten Drehbolzen 9o. Eine die Hebel 89 und 69 verbindende
Feder 92 hält das Hinterende des Hebels 89 gegen einen festen Anschlag 91 (Fig.7).
In der Normallage des Hebels 89 ist der Abrichtestift 88 nicht über ,der Schleifscheibe
21 eingestellt. Zum l#inschal--ten dieser Vorrichtung bewegt der Arbeiter zunächst
den Stift samt schier Trägervorrichtung in die in den Zeichnluigendargestellte Lage
und hebt durch Hochschahung des Hebels 69 die Schleifscheibe 21 an, wobei die Kupplung
22, 76 eingerückt wird und die Schleifscheibe sich zu drehen beginnt, ehe diese
mit dem Abrichtestift 88 in Eingriff tritt. Der Stift kann durch Schwingung des
Hebels 89 um den Drehbolzen go hin und her geschwungen werden.
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In Fig. 6 stellt die Linie B die DxehaChse des Messers dar und die
Linie C die Drehachse der Schleifscheibe 21. Diese Achsen stehen m einem Winkel
von ungefähr i bis 2° zueinander. Folglich ist die Berührungsfläche der Schleifscheibe
21 mit dem Messer io auf das SegmentDi (Fig.3) begrenzt.. Bei der Parallellage der
Drehach-se der Scbleifsicheibe 21 mit der Drehachse des Messers io (Fig. 7) wird
das Messer vollkommen flachabgeschliffen. Dier Flachschlig ist vollkommen ausreichend
beim Bewegen des Messersi in einer Schnittebene: Wenn jedoch . der Schnitt in einem
Bogen ausgeführt werden soll, wird der Randteil ,des Messers vorzugsweise nicht
flach geschliffen, sondern etwas ausgehöhlt; um den zum Entfernen des Schneidabfalles
nötigen Zwischenraum zu erhalten. Die Messerschleifvorriichtung ist zum Ausführen
derartiger verschiedener Schliffe kippbar angeordnet. Zu diesem Zwecke sitzt der
Träger 81 auf einem Direhbolzen 93 - (Fig. 2 und 6), dessen Achse die um die Riemenscheibe
22 laufende Schleife des Riemens, durchkreuzt. Dier
Bolzen ist durch
ein Loch in dem Maschinengestell i 8 (Fig. 6) gesteckt und in den Träger 81 eingeschraubt.
Der Träger 8 i ist weiterhin durch eine Klemmschraube 94 mit dem Maschinengestell
verbunden. Wenn Bolzen 93 und Schrauben 94 gelöst werden, kann der Träger um den
Bolzen 93 zum Einstellen der Schleifvorrichtung in der gewünschten Kipplage verstellt
werden. Da, die Kippverstellung der Schleifvorrichtung um eineAchse stattfindet,
die die um die Riemenscheibe 22 verlaufende Schleife des Riemens 2o durchschneidet,
wird bei dieser Verstellung nicht die Treibverbindung der Schleifvorrichtung unterbunden.
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Ztun gemeinsamen Verstellen sämtlicher Anschläge der Maschine bezüglich
der Drehachse des Messers, insbesondere wenn .das Messer durch das Schleifen kleiner
wird, ist der sämtliche Anschläge tragende Träger 46 auf einer Schiene 95 (Fig.
2, 3, 7 und 9) angeordnet, die in einer schrägen Führung des Maschinengestells durch
eine Kletnrnschraube 96 befestigt ist. Die Klemmschraube 96 ist durch eine Nut 97
der Schiene gesteckt. Durch Verstellung der Schiene werden die Anschläge parallel
zu dem schrägen Randteil des Messers an der Arbeitsstelle verstellt.