DE3540904C2 - Vorrichtung zum Schneiden von Lebensmitteln, insbesondere von Fleisch - Google Patents
Vorrichtung zum Schneiden von Lebensmitteln, insbesondere von FleischInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden
von Lebensmitteln, insbesondere von Fleisch, mit einem
kastenförmigen Magazin für das Schneidgut, in welchem
ein Vorschubstempel das zu schneidende Gut in Richtung
auf ein vor einer stirnseitigen Magazinöffnung ange
ordnetes quer zur Vorschubrichtung bewegbares Messer
schiebt, mit einem quer zur Vorschubrichtung ver
schiebbaren Vorverdichtungsstempel, der wenigstens
einen Teil einer Magazinwand bildet und mit einer
Absperreinrichtung zum Verschließen der Einfüllöffnung
des Magazins.
Eine Vorrichtung dieser Art ist z. B. in der DE-OS 34
03 218 beschrieben. Dabei ist zusätzlich zu dem Trenn
messer noch eine Gattermessereinrichtung angeordnet,
welche die Lebensmittel in Würfelform schneidet. Mit
einer derartigen Maschine läßt sich z. B. Fleisch für
Gulasch, Eintopfgerichte und dergleichen weitgehend
exakt schneiden.
In der in der genannten Offenlegungsschrift offen
barten Vorrichtung ist ein Absperrschieber vorgesehen,
der in horizontaler Richtung von der Seite her
eingeschoben wird und somit die Einfüllöffnung für das
Schneidgut verschließt. Aus konstruktiven Gründen ist
der Absperrschieber mit einem seitlichen Verdichtungs
stempel einstückig gefertigt. Dieser seitliche Ver
dichtungsstempel übt eine Vorverdichtung auf das in
dem Magazin befindliche Schneidgut von der Seite her
aus.
Mit der gleichen Vorrichtung läßt sich jedoch auch bei
Entfernung der Gattermesser Fleisch in Scheiben, z. B.
für Schnitzel, Koteletts, Rouladen und dgl. schneiden.
Dabei sollen jedoch weitgehend gleiche, insbesondere
gewichtsgleiche Scheiben abgeschnitten werden. Auf
grund der unterschiedlichen Formen, der Schlüpfrigkeit
von frischem Fleisch und dessen Elastizität war es
bisher überhaupt nicht möglich, Frischfleisch in ge
wichtsgenaue Scheiben zu schneiden.
Es wurde deshalb bereits vorgeschlagen, das Fleisch
stück anzufrieren und in einer Formpresse bei Tempera
turen von ca. -4°C bis ca. -12°C in eine bestimmte
Form zu pressen. Durch den angefrorenen Zustand wurde
dabei ein Auffedern vermieden, das auftreten würde,
wenn - wie erforderlich - das Fleisch anschließend
wieder aus der Formpresse entfernt wird. Aus diesem
Grunde wurde das angefrorene Fleisch in diesem Zustand
in Scheiben geschnitten, wozu es entsprechend aus der
Formpresse entnommen und in eine Vorrichtung der ein
gangs erwähnten Art eingebracht wurde.
Nachteilig bei diesen bekannten Verfahren und den
hierzu erforderlichen Vorrichtungen ist jedoch, daß
sie relativ aufwendig sind. So sind z. B. zwei Ein
richtungen, nämlich eine Formpresse und eine Schneid
maschine, erforderlich. Die Handhabung ist damit um
ständlicher, denn es ist ein zusätzlicher Arbeitsgang
mit entsprechenden Zwischentransporten notwendig.
Weiterhin tritt eine Qualitätsminderung des Fleisches
durch den Gefriervorgang ein. Ebenso ist nachteilig,
daß beim Schneiden von gekochtem oder gebratenem
Fleisch dieses in einem gesonderten Arbeitsgang noch
mals auf die o. a. Temperaturen abgekühlt werden muß,
was auch einen zusätzlichen Energieaufwand darstellt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, bei der das zu schneidende Fleisch mit
einfachen Mitteln weitgehend gewichtsgenau geschnitten
werden kann, insbesondere mit der auch Frischfleisch
gewichtsgenau geschnitten werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
die Absperreinrichtung als Verdichtungsstempel ausge
bildet ist, welcher durch eine Betätigungseinrichtung
von oben nach unten und damit quer zur Vorschubrich
tung bewegbar ist, und daß vor dem Messer ein Gegen
haltestempel angeordnet ist.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird erreicht,
daß nunmehr in einer einzigen Maschine sowohl die
Formgebung des zu schneidenden Lebensmittels, insbe
sondere von Fleisch, als auch der Schneidvorgang
stattfindet. Auf diese Weise entfällt ein zusätzlicher
Arbeitsgang durch ein Umpacken des Schneidgutes von
einer Formpresse zu einer Schneidemaschine. Da das zu
schneidende Gut sicher zwischen den Begrenzungswänden
gehalten ist und den Raum aufgrund der verschiedenen
Verdichtungsvorgänge vollständig ausfüllt, lassen sich
aufgrund des bekannten Querschnittes nach Kenntnis des
spezifischen Gewichtes des zu behandelnden Schneid
gutes gewichtsgenaue Scheiben abschneiden.
Insbesondere wird in Verbindung mit dem Vorschub
stempel durch den Gegenhaltestempel bei von der Ab
sperreinrichtung verschlossenem Magazin eine Kompri
mierung bei vollkommen geschlossener Kammer erreicht,
so daß keine Leerräume auftreten.
In der DE-OS 34 03 218 sind zwar bereits ein Verfahren
und eine Vorrichtung beschrieben, wobei das Trennmes
ser als Gegenhalteeinrichtung zu dem Vorschubstempel
dient, aber mit dieser Einrichtung wird lediglich er
reicht, daß man eine bestimmte vorgewählte Dicke der
Scheibe auch beim Anschnitt einstellen kann. Da jedoch
auch in dieser Maschine das Fleisch keiner Verdichtung
in der Art unterworfen wird, daß es so verdichtet ist,
daß es den Raum zwischen seinen Begrenzungswänden
völlig ausfüllt und damit keine Leerstellen vorliegen,
besitzen die abgeschnittenen Scheiben unterschiedliche
Größen- bzw. Flächenformen. Damit weisen die einzelnen
Scheiben auch unterschiedliche Gewichte auf. Zwar wird
durch den quer zur Vorschubrichtung verschiebbaren
Vorverdichtungsstempel eine gewisse Vorverdichtung
erreicht, aber der von dem zu schneidenden Schneidgut
eingenommene Raum in dem Magazin wird durch diese Vor
verdichtung im Gegensatz zur erfindungsgemäßen Vor
richtung nicht völlig von dem Schneidgut ausgefüllt.
Dies wird erst erfindungsgemäß durch die kombinierte
Bewegung der Absperreinrichtung, die mittels der Be
tätigungseinrichtung bewegbar ist, und dem Gegenhalte
stempel mit der entsprechenden Verdichtung erreicht.
Statt einem einfachen Absperrschieber zum Verschließen
der Einfüllöffnung wird nunmehr diese Öffnung durch
eine als Verdichtungsstempel ausgebildete Absperrein
richtung gebildet, die durch eine geeignete Betäti
gungseinrichtung von oben nach unten, also quer zur
Vorschubrichtung des Schneidgutes, bewegbar ist und
einen entsprechenden Druck auf das Schneidgut ausüben
kann. Wenn vorher oder nachher der Vorverdichtungs
stempel seine vorgeschobene Position erreicht hat, ist
es lediglich erforderlich, den Gegenhaltestempel eben
falls in Richtung auf die Magazinöffnung vorzufahren,
um auf diese Weise ein Gegenhalteglied zu dem Vor
schubstempel zu bilden. Befindet sich der Gegenhalte
stempel in seiner vorderen Position, so wird der
Vorschubstempel vorgeschoben, bis er von hinten auf
das zu schneidende Gut trifft. Beim weiteren Vorschub
des Vorschubstempels findet damit eine entsprechende
Verdichtung des zu behandelnden Schneidgutes insofern
statt, daß das Schneidgut aufgrund seiner Elastizität
entsprechend alle freien Stellen bzw. Hohlräume in dem
Magazin ausfüllt. Der Vorschubstempel drückt dabei das
Schneidgut gegen den Gegenhaltestempel.
Vorzugsweise wird man mit der erfindungsgemäßen Vor
richtung Frischfleisch schneiden. Selbstverständlich
kann jedoch im Bedarfsfalle auch angefrorenes Fleisch
geschnitten werden. Ebenso ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung statt zum Schneiden in Scheiben auch bei
Einsatz eines Gattermessers zum Schneiden in Würfel-
oder Streifenform geeignet.
Der Gegenhaltestempel kann für den Verdichtungsvorgang
in eine Position in Richtung auf die Magazinöffnung
soweit gefahren werden, daß er um die gewünschte
Schnittbreite vor dem Messer zum Stehen kommt. Wird
anschließend das zu behandelnde Gut bzw. Schneidgut
durch den Vorschubstempel entsprechend nach vorne
geschoben, so kann nach Beendigung des Verdichtungs
vorganges sofort mit dem Messer die erste Scheibe
abgeschnitten werden. Anschließend fährt der Vor
schubstempel in üblicher Weise taktweise nach vorne,
wobei der Vorschubtakt der gewünschten Scheibenbreite
entspricht. Bei dieser Verfahrensweise ist lediglich
dafür zu sorgen, daß in dem Bereich zwischen dem
Gegenhaltestempel und der Schneideebene Wände zur
Führung des Schneidgutes vorgesehen sind, damit das
Schneidgut nicht seitlich ausweichen kann.
Soll mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Frisch
fleisch geschnitten werden, wird man in vorteilhafter
Weise jedoch den Gegenhaltestempel bis wenigstens an
nähernd in die Messerebene bzw. den Bereich der Maga
zinöffnung verschieben.
Da Frischfleisch bekanntlich eine sehr weiche Masse
ist, besteht die Gefahr, daß beim Verdichtungsvorgang
über den Messerspalt Frischfleisch austritt, und damit
sowohl die Funktion stört, als auch das gewichtsgenaue
Schneiden behindert.
Von Vorteil ist es weiterhin, wenn der Gegenhalte
stempel taktweise synchron mit dem Vorschubstempel
verschiebbar ist.
Auf diese Weise wird die Gewichtsgenauigkeit der zu
schneidenden Scheiben weiter erhöht, denn in diesem
Falle stellt der Gegenhaltestempel eine Führung dar.
Die bereits geschnittenen Scheiben bleiben damit bis
zum Ende des Schneidvorganges aneinander liegen und
können anschließend bequem entnommen werden.
Zur Einstellung und Einhaltung der gewünschten Schei
bendicke kann der Gegenhaltestempel mit einem Schalt
und/oder Steuerglied versehen sein.
Durch diese Maßnahme läßt sich die Lage des Gegen
haltestempels exakt einstellen und auch kontrollieren.
Als Steuerglied kann hierfür z. B. ein Magnetschalter
verwendet werden, wenn der Gegenhaltestempel zumindest
in seinem vorderen Bereich ferromagnetische Teile be
sitzt.
Zur exakten Steuerung des Verdichtungsvorganges kann
der Vorschubstempel mit einem Druckbegrenzungsventil
versehen sein. Auf diese Weise läßt sich die Höhe der
Verdichtung exakt steuern. Da der Vorschubstempel
gegen den Gegenhaltestempel drückt, läßt sich durch
die Anordnung des Druckbegrenzungsventiles die Höhe
des auf zubringenden Preßdruckes exakt steuern.
Im Bedarfs falle kann durch eine entsprechende Ein
stellbarkeit des Druckbegrenzungsventiles auch der
Preßdruck in Abhängigkeit von dem zu schneidenden Gut
entsprechend eingestellt werden.
Die Verdichtung durch den die Absperreinrichtung
bildenden Verdichtungsstempel kann auf beliebige Weise
mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch erfolgen.
In einfacher Weise kann hierzu die Betätigungsein
richtung für den Verdichtungsstempel eine mechanische
Kniehebelpresse aufweisen.
Dabei kann vorgesehen sein, daß die Preßplatte des
Verdichtungsstempels auf der Führungswand für den
Vorverdichtungsstempel aufliegt. Auf diese Weise ist
eine exakte Endposition gegeben, welche auch im Hin
blick auf die Querschnittsfläche des Vorschubstempels
vorzusehen ist.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
aus dem weitere erfindungsgemäße Merkmale und Vorteile
hervorgehen, anhand der Zeichnung prinzipmäßig be
schrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Vor
richtung von vorne im geöffneten Zustand des
Magazines; (aus der Position des quer zur
Vorschubrichtung bewegbaren Messers).
Fig. 2 eine Ansicht der Vorrichtung entsprechend
der nach der Fig. 1 mit geschlossenem
Magazin;
Fig. 3 einen seitlichen Schnitt der erfindungs
gemäßen Vorrichtung nach der Linie III-III
der Fig. 2.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist grundsätzlich von be
kanntem Aufbau, weshalb nachfolgend nur die für die Erfin
dung wesentlichen Teile näher beschrieben werden.
In einem nicht näher dargestellten Gehäuse der Maschine ist
ein Magazin 1 in Kastenform angeordnet. Eine senkrechte
Längswand 2 bildet eine Seite des Magazines, während auf der
anderen Seite die Längswand von einem Vorverdichtungsstempel
3 gebildet wird. Ein fester Boden 4 bildet den unteren Ab
schluß des Magazines. Auf der Oberseite weist das Magazin 1
eine Öffnung auf, welche die Einfüllöffnung für das in das
Magazin einzubringende Schneidgut 5 bildet. Zum Abschließen
der Einfüllöffnung dient ein Verdichtungsstempel 6 mit einer
horizontalen Preßplatte 7 auf der Unterseite, welche im ge
schlossenen Zustand auf einer senkrechten Führungswand 8 mit
seiner seitlichen Vorderkante aufliegt. Die Führungswand 8
bildet damit einen Anschlag für den Verdichtungsstempel 6.
An der Führungswand 8 ist auch der Vorverdichtungsstempel 3
mit seiner Hydraulik- oder Pneumatikeinheit 9 befestigt. Der
Kolben 10 zur Verschiebung des Vorverdichtungsstempels 3 ist
durch eine entsprechende Bohrung in der Führungswand 8 ge
steckt. Der Verdichtungsstempel 6 wird durch eine Kniehebel
einrichtung 11 bewegt. Selbstverständlich sind jedoch auch
noch andere Betätigungseinrichtungen, z. B. hydraulischer
oder pneumatischer Art möglich.
Die hintere Stirnwand des Magazines 1 wird durch einen pneu
matisch oder hydraulisch betätigten Vorschubstempel 12 abge
schlossen.
Vor der stirnseitigen, dem Vorschubstempel 12 gegenüberlie
genden Magazinöffnung befindet sich ein Gegenhaltestempel
13. Bei der in der Fig. 3 dargestellten Position befindet
sich der Gegenhaltestempel im Bereich der Schnittebene eines
Messers 14, das durch eine nicht näher dargestellte Antriebs
einrichtung angetrieben vor der Magazinöffnung rotiert. Hier
zu weist der nach vorne über die Magazinöffnung hinaus ver
längerte Boden 4 einen entsprechenden Schlitz zum Durchtritt
des Messers 14 auf. Gleiches gilt für eine Führungsplatte
15, welche vor der Magazinöffnung angeordnet ist. In dem
Boden 4 befindet sich ein Magnetschalter 16, der im Verschie
bebereich des Gegenhaltestempels 13 liegt. Das Messer 14 ist
durch eine Messerabdeckung 17 geschützt. Eine weitere Abdec
kung 18 liegt über dem Verschiebeweg des Gegenhaltestempels
13. Der Gegenhaltestempel 13 kann ebenfalls pneumatisch oder
hydraulisch über eine Kolbenstange 19 verschoben werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung funktioniert nun auf folgen
de Weise:
Das zu schneidende Gut, z. B. ein rohes Fleischstück 5, wird in das Magazin 1 eingebracht. Alle Verdichtungsstempel befin den sich in ihrer zurückgezogenen Position. Dies ist in der Fig. 1 dargestellt. In einem ersten Schritt wird nun der Verdichtungsstempel 6 über die Kniehebeleinrichtung 11 nach unten bewegt, bis die Preßplatte 7 auf der Führungswand 8 aufliegt. Anschließend wird der Vorverdichtungsstempel 3 aus seiner in der Fig. 1 dargestellten Position in die in der Fig. 2 dargestellte Position verschoben, womit das Fleisch 5 bereits durch die Seitenwand 2, dem Vorverdichtungsstempel 3, der Preßplatte 7 und dem Boden 4 so verformt worden ist, daß es vollflächig an diesen Wänden anliegt.
Das zu schneidende Gut, z. B. ein rohes Fleischstück 5, wird in das Magazin 1 eingebracht. Alle Verdichtungsstempel befin den sich in ihrer zurückgezogenen Position. Dies ist in der Fig. 1 dargestellt. In einem ersten Schritt wird nun der Verdichtungsstempel 6 über die Kniehebeleinrichtung 11 nach unten bewegt, bis die Preßplatte 7 auf der Führungswand 8 aufliegt. Anschließend wird der Vorverdichtungsstempel 3 aus seiner in der Fig. 1 dargestellten Position in die in der Fig. 2 dargestellte Position verschoben, womit das Fleisch 5 bereits durch die Seitenwand 2, dem Vorverdichtungsstempel 3, der Preßplatte 7 und dem Boden 4 so verformt worden ist, daß es vollflächig an diesen Wänden anliegt.
Der Gegenhaltestempel 13 befindet sich in der in der Fig. 3
dargestellten Position. Abschließend wird nunmehr der Vor
schubstempel 12 nach vorne bis etwa in die gestrichelt in
der Fig. 3 dargestellte Position verschoben, wobei das
Fleisch 5 wiederum vollflächig an der Vorderseite des Vor
schubstempels anliegt. Gleichzeitig wird es jedoch auch auf
grund der Vorschubbewegung des Vorschubstempels 12 in Rich
tung auf den Gegenhaltestempel 13 soweit verschoben, bis
auch hier das Fleisch stirnseitig an dem Gegenhaltestempel
13 vollflächig anliegt.
Wie ersichtlich, füllt nunmehr das Fleisch den Raum zwischen
den es umgrenzenden Wänden völlig aus. Ist nun das spezi
fische Gewicht des Fleischstückes 5 bekannt, lassen sich auf
grund der bekannten Querschnittsfläche bei Einstellung einer
entsprechenden Schnittbreite Scheiben mit einem bestimmten
Gewicht herstellen. Die Praxis hat gezeigt, daß man Gewichts
genauigkeiten von wenigen Gramm erreichen kann.
Ggf. ist für Entlüftungsöffnungen zu sorgen, um ein Entwei
chen von eingeschlossener Luft zu ermöglichen. Ebenso kann
die Reihenfolge der Stempelbetätigungen geändert werden. So
kann z. B. zuerst der Vorschubstempel 3 vorgeschoben werden,
wonach der Verdichtungsstempel 6 abgesenkt wird.
Bei Erreichen eines bestimmten Druckes kann eine Beendigung
der Vorschubbewegung des Vorschubkolbens 12 erfolgen. Hierzu
kann z. B. ein Druckbegrenzungsventil verwendet werden.
Anschließend wird der Gegenhaltestempel 13 um die gewünschte
Schnittbreite zurückgefahren, d. h. von der Magazinöffnung
wegbewegt, wobei gleichzeitig der Vorschubstempel 12 das
Fleischstück 5 weiter nach vorne schiebt. In der Fig. 3. ist
die um einen Takt zurückgezogene Position des Gegenhalte
stempels 13 gestrichelt dargestellt. Abschließend wird der
Antriebsmotor für das Messer 14 eingeschaltet, womit eine
erste Scheibe mit einer Dicke A angeschnitten wird.
Anschließend fährt der Vorschubstempel 12 wieder um einen
Takt - entsprechend einer Scheibendicke A - nach vorne, wo
bei gleichzeitig der Gegenhaltestempel 13 um wenigstens das
gleiche Maß zurückgeschoben wird. Auf diese Weise wird das
Fleischstück 5 taktweise in Scheiben geschnitten. Dabei kann
der Gegenhaltestempel 13 bei entsprechender synchroner Bewe
gung zu dem Vorschubstempel dazu dienen, daß auch die ge
schnittenen Scheiben noch aneinanderliegen und anschließend
sauber und schnell aus der Maschine entnommen werden können.
Durch den Magnetschalter 16 wird die genaue Lage des Gegen
haltekolbens 13 angezeigt. Die Schnittbreite A läßt sich mit
einfachen Steuergliedern leicht verändern. Bei entsprechen
der Ausgestaltung können im Bedarfsfalle auch sehr dünne
Scheiben geschnitten werden.
Der Gegenhaltestempel 13 kann z. B. in einfacher Weise wäh
rend des Vorschubes des Vorschubstempels 12 abgeschaltet wer
den, d. h. drucklos gemacht werden. Aufgrund der vorhandenen
Reibung kann er trotzdem noch zum Gegenhalten für die abge
schnittenen Scheiben dienen, wobei er aufgrund des Vorschu
bes des Vorschubstempels 12 entsprechend taktweise eingescho
ben bzw. zurückgeschoben wird.
Ist der Vorschubstempel 12 in seiner vordersten Position an
gekommen, d. h. ist das Fleischstück 5 vollständig geschnit
ten, wird das Messer 14 angehalten, wobei lediglich dafür zu
sorgen ist, daß es so zum Stillstand kommt, daß der Schneid
kanal, bzw. der Schlitz zwischen dem Boden 4 und der Abdek
kung 15 frei bleibt, damit der Gegenhaltestempel 13 für den
nächsten Schneidvorgang wieder nach vorne bis in den Bereich
der Messerebene vorgefahren werden kann.
Die Querschnittsfläche des Magazins 1 oder die seitliche
Vorverdichtung für das Schneidgut kann einstellbar sein.
Hierzu kann z. B. der Vorverdichtungsstempel 3 entsprechend
unterschiedlich weit vorgeschoben werden oder er besitzt
eine abstandseinstellbare Preßplatte.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Schneiden von Lebensmitteln, insbe
sondere von Fleisch, mit einem kastenförmigen
Magazin für das Schneidgut, in welchem ein Vor
schubstempel das zu schneidende Gut in Richtung auf
ein vor einer stirnseitigen Magazinöffnung angeord
netes quer zur Vorschubrichtung bewegbares Messer
schiebt, mit einem quer zur Vorschubrichtung ver
schiebbaren Vorverdichtungsstempel, der wenigstens
einen Teil einer Magazinwand bildet und mit einer
Absperreinrichtung zum Verschließen der Einfüll
öffnung des Magazins,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Absperreinrichtung als Verdichtungsstempel (6)
ausgebildet ist, welcher durch eine Betätigungsein
richtung (11) von oben nach unten und damit quer
zur Vorschubrichtung bewegbar ist, und daß vor dem
Messer (14) ein Gegenhaltestempel (13) angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Gegenhaltestempel (13) bis wenigstens annähernd
in die Messerebene bzw. den Bereich der Magazinöff
nung verschiebbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Gegenhaltestempel (13) taktweise synchron mit
dem Vorschubstempel (12) verschiebbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Gegenhaltestempel (13) ein Schalt- und/oder
Steuerglied (16) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuerglied einen Magnetschalter (16) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorschubstempel (12) mit einem Druckbegren
zungsventil versehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungseinrichtung für den Verdichtungs
stempel (6) eine Kniehebelpresse (11) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Preßplatte (7) des Verdichtungsstempels (6)
auf der Führungswand (8) für den Vorverdichtungs
stempel aufliegt.
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