DE353140C - Drehgestell fuer Lokomotiven - Google Patents
Drehgestell fuer LokomotivenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/38—Arrangements or devices for adjusting or allowing self- adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves, e.g. sliding axles, swinging axles
- B61F5/48—Trailing or leading bogies for locomotives or motor- driven railcars
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 11. MAI 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Od GRUPPE 3
Commonwealth Steel Company in St. Louis, Missouri.
Drehgestell für Lokomotiven. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. März 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage' vom 2, Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 7. August 1916 beansprucht.
Die Erfindung bezieht sich auf Drehgestelle für Lokomotiven 11. dgl. Fahrzeuge, insbesondere
der In dem amerikanischen Patent 1160874 vom 16. November 1915 beschriebenen
Art und bezweckt eine Verbesserung der Konstruktion der Drehgestelle, insbesondere
der drehbaren Verbindung des vorderen Drehgestellrahmens mit dem Lokomotivrahmen.
Der letztere wird ferner auf dem hinteren Teil des Drehgestelles derart gelagert, daß jede
Seite des letzteren sieh unabhängig von der anderen Seite in vertikaler Richtung bewegen
kann, so daß die ganze Anordnung eine große Nachgiebigkeit aufweist.
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dar.
Abb. ι zeigt ein hinteres Drehgestell mit einem Teil des Lokomotivrahmens in Draufsicht,
Abb. 2 in teilweise geschnittener Seitenansicht,
ίο Abb. 3 in Stirnansicht in Richtung des Pfeiles 3 der Abb. 2 gesehen.
Abb. 4 ist ein Schnitt nach Linie 4-4, Abb. 5 nach Linie 5-5 und
Abb. 6 nach Linie 6-6 der Abb. 1. Die Abb. 7 zeigt in schaubildlicher Darstellung
eine Federlasche bzw. Federwiege.
Der Rahmen des hinteren Drehgestelles besteht vorzugsweise aus einem einzigen Gußstücke,
kann aber auch unter Umständen aus 20' mehreren Teilen zusammengesetzt sein. Er
enthält zwei seitliche Träger 10, die hohl oder mit Flanschen versehen sein oder auch jeden
anderen geeigneten Querschnitt aufweisen können. Die vorderen Enden sind eingezogen
»5 und vereinigen sich schließlich in einer Lagerstelle
11 mit einer Bohrung 12. An der Unterseite
des Auges 11, 12 ist ein vorzugsweise aus gehärtetem Metall bestehender Druckring
13 mit unterer konkaver Sitzfläche angebracht. j
Hinter dem Auge 11 ist eine querlaufende ;
Platte 14 angeordnet, die mit den Trägern 10 ■
aus einem Stück bestehen oder auch beson- ; ders aufgesetzt sein kann und an der Oberseite
eine mit einer Aushöhlung versehene Platte 15, vorzugsweise aus gehärtetem Me- i
tall, trägt. In die nach oben zeigende Aus- j höhlung der Platte 15 greift ein entsprechend :
konvex gestalteter Reibungszapfen 16 ein, Ao dessen ebene Oberfläche eine an der Unter- j
seite des Lokomotivrahmens angebrachte ebene Platte 17 aus vorzugsweise gehärtetem
Metall trägt. '
Der Drehgestellrahmen ist mit dem Loko- 1
+5 motivrahmen verbunden, der aus einem Gußstück besteht und zwei Seitenträger 18 enthält,
die durch einen Querriegel 19 in ihrem : vorderen Teil verbunden sind. An der Unter- ;
seite dieses Riegels ist die Platte 17 ange- j bracht sowie ein im wesentlichen hohles End- j
stück 20, in welchem das Auge 11 gelagert ist. Das Vorderende des Gestellrahmens ist mit
dem Lokomotivrahmen drehbar und nachgiebig durch einen senkrechten Drehbolzen 21
verbunden, der durch Öffnungen bzw. Bohrungen des Endstückes 20 und durch die Bohrung
12 des Auges 11 hindurchgeht. Der Bolzen 21 trägt eine Scheibe 22, welche entsprechend
der Aushöhlung des Druckringes 13 an ihrer Oberfläche konvex gestaltet ist.
Die Bohrung 12 hat etwas größeren Durch-I messer als der Bolzen 21, so daß der hintere
Teil des Drehgestellrahmens in vertikaler und horizontaler Richtung um seine Drehachse
schwingen kann. Die so geschaffene Beweg- , lichkeit wird noch dadurch erhöht, daß der
Drehzapfen 21 in gewissen Grenzen sich in vertikaler Richtung in der Bohrung des Endstückes
20 verschieben kann. Dadurch ist die Möglichkeit geboten, daß die Lagerstelle zwisehen
Zapfen 21 und Vorderende des Dreh-1 gestellrahmens ihre Lage unabhängig von dem
■ Lokomotivrahmen in senkrechter Richtung : ändert.
; Die Verbindung zwischen dem Drehgestell-ι und Lokomotivrahmen ist also derart, daß der
Angriff der ersteren nach vorn ziehenden ; Kraft an der Stelle der schwingbaren Verbindung
zwischen den beiden Rahmen erfolgt, : während die Last auf den Drehgestellrahmen
: hinter dieser Schwingungsachse zur Wirkung j kommt. In dieser Beziehung unterscheidet
, sich die Anordnung gemäß der Erfindung von ; der in der erwähnten Patentschrift beschriebe-I
nen. Denn hier erfolgt die Stützung des Dreh-
gestellrahmens an seinem äußersten vorderen ; Ende, während der Rahmen an einer hinter
; der vorderen Stützstelle gelegenen Stelle be-I lastet wird und dort seine Schwingungsachse
1 hat. An dieser Stelle greift auch die den Rah-I men verschiebende Kraft an.
Das obere Ende des Drehbolzens 21 ist I durch ein Gelenk 23 mit horizontalem
; Schwingzapfen mit dem unteren Ende der I Federhängestange 24 verbunden, welche an δ.ί
einem doppelarmigen Querbalken 25 angreift. Die Enden dieses Balkens sind mit den unteren
Enden der Laschen 26 verbunden, welche an den Federn 27 der Lokomotive hängen. Der Drehzapfen 21 bildet also die vordere hjo
Federhängestange für das Drehgestell.
Die hinteren Enden der Träger 10 sind bei 28 nach oben gebogen und bilden so ein
Paar senkrechter Achslagerführungen 29, welche die üblichen Lagerbüchsen 30 für die
Drehgestellachsen 31 aufnehmen. Die unteren Enden der Lagerführungen sind durch horizontale
Platten 32 verbunden.
Die geschwungenen Teile 28 der Träger 10 sind über den öffnungen der Achsbüchsen ge- no
teilt bzw. gegabelt, so daß Taschen 33 zur Aufnahme der halbelliptischen Federn 34 entstehen,
welche mit ihrem mittleren Teil auf den Lagerbüchsen 30 aufruhen, während ihre vorderen Enden an den Trägern 10 durch
Hängestangen 35 befestigt sind.
Die Enden eines Querriegels 36 sind mit den hinteren Enden der Seitenträger 10 verbunden.
An diesen Riegel schließen sich auf jeder Seite des Drehgestellrahmens senkrechte
Taschen 37 an, die mit den Taschen 33 in Verbindung stehen. An den inneren Wänden
dieser Taschen 37 sind Führungsplatten 38 [ befestigt, vorzugsweise aus gehärtetem Metall,
zwischen welchen die senkrechten Wände von rechtwinkligen Laschen 39 an den äußeren
Enden der Federn 34 gelagert sind. Die obere Fläche dieser Laschen ist mit einer in
der Querrichtung sich erstreckenden ausgehöhlten Lagerfläche 40 versehen, welche mit
einer entsprechend konvex gestalteten Fläche 41 eines Stützgliedes 42 zusammenwirkt. Das
letztere besitzt einen flachen oberen Teil 42, auf welchem eine ebene Platte 43 ruht, die an :
einem seitlich von jedem Träger 18 des Loko- ■
motivrahmens vorstehenden Arm 44 befestigt ist.
Die Platten 42 besitzen an beiden Enden nach unten gerichtete Flansche 45,, welche die
oberen Enden der Laschen 39 umgreifen. ■
Infolge der beschriebenen Anordnung ist der hintere Teil des Lokomotivrahmens auf
dem hinteren Teil der Federn 34 nachgiebig gelagert, und jede Seite des Drehgestellrahmens
kann sich in vertikaler Richtung unab-"hängig von der anderen Seite bewegen.
Die Lagerblöcke 42 dienen als Reibungskörper, indem ihre flache Oberfläche mit der
flachen Unterseite der Platten 43 zusammenwirkt. Infolge der gekrümmten in der Querrichtung
verlaufenden Unterfläche der Lagerteile 42 kann sich jede Seite des Drehgestellrahmens
unabhängig von der anderen Seite in senkrechter Richtung bewegen. Während die-,
ser Bewegung wiegen sich die Lagerteile 42 auf den oberen Enden der Federlaschen 39,
die aber gleichzeitig in der wirksamen Stellung mit Bezug auf die Teile 42 und die Federn
34 gehalten werden.
Ein Drehgestellrahmen gemäß der Erfindung ist verhältnismäßig einfach und widerstandsfähig,
besonders, wenn er in einem Stück gegossen ist. Die Verbindungsstelle | zwischen dem vorderen Ende des Drehgestell- 1
rahmens und dem Lokomotivrahmen bildet 1 nicht allein die Schwingungsachse für das
Drehgestell, sondern auch eine Art Federgehänge. Die Last wird an einer Stelle hinter j
der Schwingungsachse übertragen. Durch die j besondere Ausgestaltung der Stützstellen für
die hinteren Enden der Drehgestellfedern ist ;
eine vertikale Bewegung der Seitenteile des Drehgestellrahmens unabhängig voneinander
möglich, wodurch die Nachgiebigkeit zwischen dem Drehgestell und dem Lokomotivrahmen
beträchtlich erhöht wird.
Claims (6)
1. Hinteres Drehgestell für Lokomotiven o. dgl., in welchem das Vorderende
mit dem Lokomotivrahmen durch einen Drehzapfen und das hintere durch eine nachgiebige Lagerung verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehzapfen (21) durch ein Gelenk (23) mit dem Lokomotivgehänge
(24, 25 und1 26) in Verbindung steht.
2. Ausführungsform des Drehgestelles nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehzapfen (21) mit dem Drehgestellrahmen durch ein Kugelgelenk (13,
22) verbunden ist.
3. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Lokomotivrahmen
in einem Endstück (20) eine Führung für den Drehzapfen (21) vorgesehen
ist, derart, daß er sich in gewissen Grenzen vertikal verschieben kann.
4. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet^ daß hinter dem Drehzapfen
(21) zwischen Drehgestell- und Lakomotivrahmen ein Reibungszapfen (16)
eingeschaltet ist, der an seinem oberen Teil mit Tragflächen für eine ebene Platte (17)
an dem Lokomotivrahmen versehen und an seiner Unterseite in einer in der Querrichtung
gekrümmten Platte (15) des Drehgestellrahmens gelagert ist.
5. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebigen
Stützglieder an der hinteren Verbindungsstelle zwischen Drehgestell und Lokomotivrahmen
mit in der Querrichtung verlaufenden gekrümmten Auflagerflächen versehen sind, um eine unabhängige vertikale
Bewegung der Seitenteile des Drehgestellrahmens zu ermöglichen.
6. Ausführungsform des Drehgestelles nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem hinteren Teil des Drehgestelles und dem Lokomotivrahmen Fedem
(34) angeordnet sind, wobei zwischen deren Laschen (39) und einer Platte (43) des Lokomotivrahmens ein Stützkörper
(42) eingeschaltet ist, dessen obere Fläche eben und dessen untere Fläche (41)
entsprechend der Aushöhlung (40) der Federlaschen (39) in der Querrichtung gekrümmt
ist. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US140417XA | 1916-08-07 | 1916-08-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE353140C true DE353140C (de) | 1922-05-11 |
Family
ID=21763201
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920353140D Expired DE353140C (de) | 1916-08-07 | 1920-03-24 | Drehgestell fuer Lokomotiven |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT89864B (de) |
| DE (1) | DE353140C (de) |
| FR (1) | FR510727A (de) |
| GB (1) | GB140417A (de) |
-
1920
- 1920-02-25 FR FR510727A patent/FR510727A/fr not_active Expired
- 1920-03-15 GB GB7693/20A patent/GB140417A/en not_active Expired
- 1920-03-24 DE DE1920353140D patent/DE353140C/de not_active Expired
- 1920-04-10 AT AT89864D patent/AT89864B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB140417A (en) | 1921-03-24 |
| FR510727A (fr) | 1920-12-09 |
| AT89864B (de) | 1922-11-10 |
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