DE3523948A1 - Vorrichtung zur versorgung von narkosemittelabgabeeinrichtungen - Google Patents
Vorrichtung zur versorgung von narkosemittelabgabeeinrichtungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Versorgung
von Narkosemittelabgabeeinrichtungen mit flüssigen Nar
kosemitteln aus einem oder mehreren Vorratsbehältern.
Eine derartige Vorrichtung wird in der Anmeldung
P 34 01 923.5 beschrieben.
Dort ist eine Vorrichtung zur Beimischung flüssiger Nar
kosemittel in das dem Patienten zuzuführende Atemgas an
gegeben, welche verschiedene, mit dem jeweiligen Narkose
mittel gefüllte Narkosemitteltanks enthält. Jeder ein
zelne Narkosemitteltank ist über eine eigene Zuführungs
leitung an eine Narkosemittelumschaltung angeschlossen.
Bei Wechsel von einem Narkosemittel zu einem anderen ver
bindet die Narkosemittelumschaltung die jeweilige Nar
kosemittelzuführung mit einer Narkosemittelpumpe, welche
das Narkosemittel zu dem Narkosemittelverdampfer leitet.
Eine derartige Narkosemittelbevorratung über mehrere im
Narkosegerät anzuordnende Narkosemitteltanks benötigt ent
sprechenden Raum im Narkosegerät, welcher bei Benutzung
von nur einem oder auch zwei Narkosemitteln nicht ander
weitig ausgenutzt werden kann, da die übrigen Narkose
mitteltanks zwar vorhanden sind, jedoch nicht benötigt wer
den. Das Befüllen der Narkosemitteltanks muß direkt am Nar
kosegerät erfolgen, wodurch eine unerwünscht lange Aus
fallzeit für das Gerät in Kauf genommen werden muß,
da während des Befüllvorganges der Narkosemitteltanks der
Einsatz des Narkosegerätes unterbrochen werden muß.
Die während der Befüllung unvermeidbaren Leckagen von
Narkosemitteln führen zu einer Belastung der Umgebungs
atmosphäre und damit des das Narkosegerät be
dienenden Personals. Der zur automatischen Umschaltung
von einem Narkosemitteltank auf den anderen vorgesehe
ne Narkosemittelumschalter ist ein weiteres, zusätz
lichen Platz im Narkosegerät beanspruchendes Geräteteil.
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabenstellung
aus, eine Vorrichtung der genannten Art so zu verbessern,
daß auch bei Anwendung mehrerer verschiedener Narkose
mittel im Gerät der Platz für lediglich einen einzigen
Vorratsbehälter vorgesehen zu werden braucht, und daß die
Befüllung der Vorratsbehälter getrennt vom Narkosegerät
erfolgen kann.
Die Lösung der Aufgabe besteht darin, daß der Vorrats
behälter als Modul ausgebildet und über eine Narkose
mittelzuführung mit der Narkosemittelabgabeeinrichtung
verbindbar ist.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen,
daß beim Wechsel von einem Narkosemittel zu einem anderen
der entsprechend nicht mehr benötigte Vorratsbehälter als
eigenständiges Modul gegen einen anderen, schon mit dem
neuen benötigten Narkosemittel gefüllten Vorratsbehälter
ausgetauscht werden kann. Die dazu benötigte Austauschzeit
hängt lediglich davon ab, wie schnell die Verbindung mit
der Narkosemittelzuführung hergestellt werden kann. Dies ist
jedoch bei den hierfür einsetzbaren bekannten Steckverbin
dungen in einem solch kurzen Zeitraum möglich, daß der Ein
satz des Narkosegerätes beim Wechsel zwischen verschiedenen
Vorratsbehältern nur für eine unbedeutend kurze Zeit unter
brochen wird. Außerdem ist es möglich, einen leeren
Vorratsbehälter auf schnelle Weise durch einen neuen
gefüllten Vorratsbehälter zu ersetzen, wobei die Be
füllung selbst an dafür vorgesehenen Arbeitsplätzen
außerhalb des Betriebsbereiches von Narkosegeräten
durchgeführt werden kann. Der einmal gefüllte Vorrats
behälter ist dann als eigenständige Einheit transportier-
und lagerfähig. Schon vor oder auch während des Ein
satzes von Narkosegeräten können die im Laufe einer
Narkose benötigten Vorratsbehälter mit den entsprechen
den Narkosemitteln gefüllt und im Bedarfsfalle am
Narkosegerät eingesetzt werden, ohne eine bedeutende
Stillstandszeit für das Narkosegerät in Kauf nehmen zu
müssen. Darüberhinaus ist die Möglichkeit des Einsatzes
verschiedener Narkosemittel nicht mehr abhängig von der
Anzahl der fest im Narkosegerät eingebauten Narkose
mittelvorratsbehälter. Da der Platz für nur jeweils
einen Vorratsbehälter im Narkosegerät vorgesehen zu
werden braucht, ist weiterer Platzbedarf auch bei Ver
wendung mehrerer Vorratsbehälter nicht nötig.
Die Vorratsbehälter können sowohl zum Einmalgebrauch
vorgesehene Module sein. Es ist jedoch zweckmäßig,
eine Füllöffnung zur Befüllung der leeren Vorratsbehäl
ter aus einem Nachfüllbehälter vorzusehen. An diese
Füllöffnung ist ein Nachfüllbehälter, z. B. eine Nar
kosemittelflasche, anschließbar.
Die Füllöffnung befindet sich vorzugsweise in einer
Vertiefung des Vorratsbehälters, so daß sich bei Be
füllung aus dem Nachfüllbehälter in der Umgebung der
Vertiefung innerhalb des Vorratsbehälters ein Luft
polster ausbilden kann. Dieses nach Befüllung des
Vorratsbehälters verbleibende Gasvolumen kann Volumen
änderungen der Flüssigkeit durch thermische Ausdehnung
aufnehmen. Außerdem ist die Füllöffnung in der Ver
tiefung vor mechanischen Beschädigungen geschützt.
Zweckmäßigerweise enthält die Füllöffnung eine mit einer
Kodiereinrichtung versehene Aufnahme, welche das kom
plementäre Teil zu einer entsprechenden Kodiereinrichtung
an dem Nachfüllbehälter bildet. Ein in Füllrichtung
öffenbares Verschlußelement gibt die Einfüllöffnung
während des Füllvorganges aus dem Nachfüllbehälter frei
und verschließt diese nach Beendigung des Füllvorganges.
Zur Überwachung des Füllstands innerhalb des Vorratsbe
hälters dient in weiterer Ausgestaltung des Erfindung ein
Füllstandsanzeiger, welcher beispielsweise aus einer an
der Rückseite des Vorratsbehälters angeordneten kommuni
zierenden Röhre besteht. Dadurch kann der Füllstand des
Behälters in eingebautem Zustand leicht kontrolliert
werden.
Als Füllstandsanzeiger kann darüberhinaus auch ein anderer
bekannter Pegelanzeiger dienen, der beispielsweise nach dem
Prinzip der thermischen Leitfähigkeit, der Weglängenmessung
über einen Schwimmer oder der Kapazitätsmessung arbeitet.
Die bekannten Füllstandsanzeiger sind über geeignete Ver
bindungselemente an eine in der Narkosemittelabgabeein
richtung befindliche Auswerte- und Anzeigeeinheit angeschlos
sen.
Der Vorratsbehälter ist in weiterer Ausgestaltung der Er
findung mit einer Kennung versehen, die es dem Anwender er
möglicht, am Narkosegerät zu überprüfen, welches Narkose
mittel durch den eingeschobenen Vorratsbehälter der Narkose
mittelabgabeeinrichtung zugeführt wird. Diese Kennung
kann beispielsweise über einen Steckkontakt eine dem
Vorratsbehälter zugeordnete Widerstandsbrücke im Narko
segerät schließen und so eine entsprechende Anzeige be
tätigen.
Beim Anschluß des Vorratsbehälters an den Entnahmestutzen wird die
entsprechende Öffnung im Vorratsbehälter zweckmäßigerweise durch
ein die Narkosemittelzufuhr freigebendes Dichtelement geöffnet.
Um den Anschluß des Vorratsbehälters an die Narkose
mittelabgabeeinrichtung sicher und zuverlässig zu voll
ziehen, ist eine Führung vorgesehen, welche eine anders
artige Anschlußverbindung ausschließt.
Dies wird in besonders einfacher Weise dadurch verwirk
licht, daß die Führung aus in Richtung zur Narkosemittel
abgabeeinrichtung im leichten spitzen Winkel zulaufenden
Schienen besteht. Bei angepaßtem spitzwinkligem Zulaufen
der entsprechenden Grundfläche des Vorratsbehälters wird
ein betriebsbereiter Anschluß an die Narkosemittelab
gabeeinrichtung nur bei richtigem Einführen hergestellt.
Zur einfachen Sichtkontrolle über den Füllstand des Vorrats
behälters während der Befüllung ist vorgesehen, daß an einer
geeigneten Stelle ein Sichtfenster angebracht ist.
Um bei Gebrauch des Vorratsbehälters das entnommene
Narkosemittelvolumen auszugleichen, ist günstiger
weise ein Unterdruckventil vorgesehen, durch welches
Umgebungsluft in das Innere des Vorratsbehälters ein
treten kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung angegeben und wird im folgenden näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des
Vorratsbehälters
Fig. 2 einen Schnitt durch den Vorratsbe
hälter mit angeschlossenem Nachfüll
behälter.
Der in Fig. 1 gezeigte Vorratsbehälter 1 weist an
seiner einen Stirnfläche 23 die Narkosemittelzuführung 3
sowie eine für das jeweilige Narkosemittel spezifische
Kennung 4 auf. Daneben befindet sich ein Anschluß 18 für
die Zuführung der elektrischen Signale aus der Füll
standsanzeige 13 zum nicht dargestellten Narkosegerät.
An der Oberseite 35 ist ein Sichtfenster 24 über einem
Durchbruch 32 sowie eine Öffnung 31 zu dem Unterdruck
ventil 25 angebracht. Der Vorratsbehälter 1 ist über
die Schienen 20, 21 geführt.
In dem in Fig. 2 dargestellten Schnitt durch den Vor
ratsbehälter 1 ist die Aufnahme 7 in der Vertiefung 6
angeordnet, welche die Füllöffnung 5 enthält. Die Auf
nahme 7 ist so ausgeführt, daß der Nachfüllbehälter 30,
beispielsweise in Form einer Narkosemittelflasche, mit
seinem Gewinde 34 in die entsprechenden Ausnehmungen der
Aufnahme 7 einschraubbar ist. Beim Einschrauben der Nar
kosemittelflasche 30 stößt deren Stirnfläche 29 gegen
die Flachdichtung 26, welche von einem Metallbalg 27
gehalten wird. Der Metallbalg 27 gewährleistet eine
sichere Abdichtung der Narkosemittelflasche gegen die
Flachdichtung 26, bevor das Rohr 28 durch weiteres Ein
schrauben der Narkosemittelflasche 30 gegen die Kraft
des Metallbalges 27 die Kugel 10 gegen die Feder 11 von
ihrem Sitz 9 abhebt und den Innenraum des Vorratsbehält
ters 1 mit der Narkosemittelflasche 30 verbindet. Bei
aus der Aufnahme 7 herausgeschraubter Narkosemittel
flasche 30 ist die Füllöffnung 5 gegenüber der Umgebung
abgeschlossen. Um ein verwechslungsfreies Anschließen
der verschiedenen Narkosemittelflaschen 30 zu gewähr
leisten, besitzt die Aufnahme 7 eine für das jeweilige
Narkosemittel spezifische Kodiereinrichtung 8. In diese
greift der Kodierkragen 12 der Flasche 30 ein.
Zum Anschluß der Narkosemittelzuführung 3 an den ent
sprechenden Entnahmestutzen 33 der in der Figur nicht
dargestellten Narkosemittelabgabeeinrichtung wird ein
Entnahmeventil 19 betätigt, dessen Funktionsweise dem
Verschlußelement 9, 10 ähnlich ist.
Zur Anzeige es jeweiligen Füllstandes im Vorratsbe
hälter 1 ist ein Füllstandsanzeiger 13 angebracht. Dieser
besitzt zwei Elektroden 14, 15, welche über die Zuleitun
gen 16, 17 an den Anschluß 18 geführt sind. Der An
schluß 18 ist über Steckkontakte 116, 117 mit der nicht
dargestellten Narkosemittelabgabeeinrichtung verbindbar.
Zum Befüllen des Vorratsbehälters 1 wird beispiels
weise die Narkosemittelflasche 30 in die Aufnahme 7
geschraubt und der Vorratsbehälter 1 derart gekippt,
daß seine Seitenfläche mit dem Sichtfenster 24 nach
unten und seine Seitenfläche mit der Vertiefung 6 nach
oben gerichtet sind. Durch das geöffnete Verschluß
element 9, 10 fließt die Narkosemittelflüssigkeit aus
der Narkosemittelflasche 30 in den Vorratsbehälter 1,
wobei die darin befindliche Luft in die Narkosemittel
flasche 30 so lange entweichen kann, bis der Füllstands
spiegel die Eindellung 36 erreicht hat. Jetzt kann der
Einfüllvorgang abgeschlossen, der Vorratsbehälter 1 in
seine Ausgangslage zurückgekippt und die Narkosemittel
flasche 30 aus der Aufnahme 7 herausgeschraubt werden.
Zum Anschluß an die Narkosemittelabgabeeinrichtung des
Narkosegerätes wird nunmehr der Vorratsbehäler 1 über
die Führungsschienen 20, 21 an den Entnahmestutzen 33
angeschlossen, wobei das Entnahmeventil 19 geöffnet und
auch der Anschluß 18 gekuppelt wird.
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Versorgung von Narkosemittelabgabe
einrichtungen mit flüssigen Narkosemitteln aus einem
oder mehreren Vorratsbehältern, dadurch gekennzeich
net, daß der Vorratsbehälter (1) als Modul ausgebil
det und über eine Narkosemittelzuführung (3) mit
der Narkosemittelabgabeeinrichtung verbindbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (1) eine Füllöffnung (5) für
den Anschluß eines Nachfüllbehälters (30) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllöffnung (5) in einer in den Innenraum
einspringenden Vertiefung (6) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füllöffnung (5) eine Aufnahme (7), welche
mit einer Kodiereinrichtung (8) versehen ist, und ein
in Füllrichtung öffenbares Verschlußelement (9, 10, 11)
enthält.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (1) einen Füllstandsanzei
ger (13) besitzt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Füllstandsanzeiger (13) von kapazitiven
Füllstandssensoren (14, 15) gebildet wird, deren Zu
leitungen (16, 17) an einen mit der Narkosemittelabgabe
einrichtung verbindbaren Anschluß (18) geführt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter mit einer Kennung (4) versehen
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Narkosemittelzuführung (3) von dem Vorratsbe
hälter (1) durch ein die Narkosemittelzufuhr frei
gebendes Dichtelement (19) abgetrennt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (1) in einer Führung (20, 21)
derart geführt ist, daß ausschließlich seine die Nar
kosemittelzuführung (3) aufweisende Fläche (23) mit
der Narkosemittelabgabeeinrichtung verbindbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung aus in Richtung zur Narkosemittel
abgabeeinrichtung spitzwinklig zulaufenden Schie
nen (20, 21) besteht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (1) ein Sichtfenster (24) be
sitzt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (1) ein Unterdruckventil (25)
aufweist.
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