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Elektromotorischer Antrieb für Rechenmaschinen. Der elektrische Antrieb
von Rechenmaschinen bietet eine Reihe von Schwierigkeiten, da die Bewegung der Rechenmaschine
möglichst gleichmäßig, stoßfrei und doch schnell vor sich gehen muß.
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Bei dem üblichen Antrieb mit einem gewöhnlichen, dauernd 1 aufenden
Motor sind zahlreiche Übersetzungen, Schaltungen und Mechanismen erforderlich, die
in der Herstellung teuer und im Betrieb unsicher und geräuschvoll sind. Auch ist
der kleine Motor selbst mit seinen empfindlichen, schnellaufenden Teilen eine Quelle
von Störungen und Unsicherheiten.
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Um diese Schwierigkeiten zu beheben, hat man bereits verschiedene
Konstruktionen von relativ einfachen und hin und her gehenden Motoren vorgeschlagen
nach dem Magnetanker-oder Solenoidprinzip, die aber den gewünschten Zweck auch nicht
vollkommener zu erfüllen vermochten, meist noch schärfere Stöße und ungünstigere
Schwung- und Massenwirkungen hatten. Zur Beseitigung dieser Nachteile wurden dann
besondere bremsende und stoßdämpfende Teile angeordnet, die die ganze Antriebsvorrichtung
aber wieder wesentlich komplizierten und leicht abnutzbare, mechanische Polsterungen
erforderten.
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Durch die in der Erfindung näher beschriebene Antriebsvorrichtung
werden diese Mängel denkbar vollkommen behoben, da der hier vorgesehene Antrieb
ohne jedes Zwischenglied an der Hauptachse selbst, wie ein von Hand betätigter Kurbelarm,
angreift und es erlaubt, das Antriebsmoment in jeder Phase der Bewegung unter Berücksichtigung
der gesamten Schwungmasse dem Kraftbedarfsdiagramm beliebig anzupassen.
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Die Zeichnung stellt den neuen Antrieb in Verbindung mit einer bekannten
Rechenmaschine dar. .
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Die Vorrichtung besteht aus einem mit der Hauptantriebsachse i starr
verbundenen Arm 2, der an seinem als Pol ausgebildeten freien Ende eine Magnetwicklung
3 trägt. Dieser Pol läuft vor einem zur Achse i konzentrischen Magnetkranz q., der
durch ein kollektorartig ausgebildetes Schaltsegment 5 der gewünschten Bewegung
entsprechend geschaltet wird und an
einem an der Grundplatte befestigten
Rahmen q.11 sitzt. Das Schaltsegment 5 besteht aus einzelnen voneinander isolierten
Lamellen, die je mit dem einen Ende der einzelnen Magnetwicklungen des Kranzes q.
verbunden sind und über die eine am Triebarm 2 sitzende federnde Bürste 18 gleitet,
derart, daß bei jeder Armstellung der im Sinne der Bewegung nächste Pol Strom erhält.
In den gleichen Stromkreis ist ferner die Wicklung 3 und der Kontakt 6 eingeschaltet.
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Der Kontaktschalter sitzt an dem um Stift 22 schwingenden Hebel 8,
der durch Feder 9 niedergezogen und durch Nase io des Hebels ix verklinkt ist. Der
zweite Schenkel 811 des Hebels 8 trägt die Schrägfläche 8b, gegen die der Stift
12 des Triebarms 2 stößt, wenn er in seine rechte Endlage kommt.
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Der um Stift 21 schwingende Klinkhebel ii trägt einen mit schräger
Anlauffläche iia versehenen Arm iie, der ebenfalls von dem Stift 12 in dessen rechter
Endlage getroffen wird, nach oben ausweicht und die Nase io unter den Ansatz 8c
des Hebels 8 zieht. Die Stellung der beiden Schrägflächen ija und 8b ist so bemessen,
daß der Hebel ii erst geschaltet wird, wenn der Hebel 8 in der Endlage steht. Der
dritte Arm ii° des Hebels ix ist durch die Glieder 13, 13' mit der Motortaste 7
gekuppelt.
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Um den Stift iqa schwingt der Doppelhebel 15 dessen Nase 15a in angehobener
Stellung hinter die Nase io des Hebels ix greift und diese in ihrer linken Endlage
verklinkt. Der linke Schenkel des Hebels 15 trägt den Stift 16 gegen den der Triebarm
2 in seiner linken Endstellung schlägt und dadurch den Hebel ii frei gibt.
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Der Arbeitsvorgang ist nun folgender: In der Ruhestellung wird der
Triebarm 2 durch die Hauptspannfedern des Antriebes in seiner linken Endstellung
gehalten. In dieser Lage wird durch Stift 16 die Nase r511 außer Eingriff mit dem
Anschlag io des Hebels ii gebracht, dadurch ist die Motortaste 7 freigegeben. Wird
diese gedrückt, so wird der Schalthebel 8 frei und schließt unter Einwirkung der
Feder 9 den Stromkreis. Der Triebarm 2 wird von den Magnetpolen nacheinander angezogen
und legt seinen vollen Arbeitsweg zurück.
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Bei dem ersten Impuls des Triebarmes 2 wird der Stift 16 des Hebels
15 freigegeben, infolgedessen legt sich seine Nase 15a unter Einwirkung der Feder
9 gegen die Fläche-lld des durch die Betätigung der Motortaste in seine rechte Endlage
gerückten Hebels ii.
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In dem letzten Teil des Weges stößt der Triebarm, mit dem Stift 12
gegen die Schrägfläche 8b des Hebels 8 und öffnet so den Kontakt 6. Schließlich
trifft der Triebarm mit dem gleichen Stift i2 gegen die Schrägfläche iia des Hebels
ii und schiebt so die Nase io zwangläufig unter den Ansatz 811 des Hebels 8, so
daß diese in der geöffneten Stellung verriegelt ist. Der Hebel ii wiederum wird
seinerseits durch die jetzt unter Federdruck stehende Nase 15a des Hebels 15 verriegelt,
bis der Triebarm. unter Einwirkung der Antriebsfeder in seine linke Endlage zurückgekehrt
ist, durch Heben des Stiftes 16 die Nase 1511 wieder ausklinkt und so die Antriebsvorrichtung
in die neue Bereitstellung bringt.
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Die Verriegelung des Hebels ii ist erforderlich, um ein Einschalten
des Stromes durch Betätigen der Motortaste während des Rückganges des Triebarmes
zu verhindern, da sonst die Maschine Teilwege machen könnte, die durch anderweitige
Sperrungen im Mechanismus verhindert sind.
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Ein zwangläufiges Antreiben des Hebels ii und somit der Motortaste
ist erwünscht, um bei Repetitionen und beim Multiplizieren mit der Hand an der dauernd
herabgedrückten Taste dieAnzahl derMaschinengängefühlen zu können.