DE352152C - Elektromotorischer Antrieb fuer Rechenmaschinen - Google Patents

Elektromotorischer Antrieb fuer Rechenmaschinen

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DE352152C
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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06CDIGITAL COMPUTERS IN WHICH ALL THE COMPUTATION IS EFFECTED MECHANICALLY
    • G06C23/00Driving mechanisms for functional elements
    • G06C23/02Driving mechanisms for functional elements of main shaft

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Description

  • Elektromotorischer Antrieb für Rechenmaschinen. Der elektrische Antrieb von Rechenmaschinen bietet eine Reihe von Schwierigkeiten, da die Bewegung der Rechenmaschine möglichst gleichmäßig, stoßfrei und doch schnell vor sich gehen muß.
  • Bei dem üblichen Antrieb mit einem gewöhnlichen, dauernd 1 aufenden Motor sind zahlreiche Übersetzungen, Schaltungen und Mechanismen erforderlich, die in der Herstellung teuer und im Betrieb unsicher und geräuschvoll sind. Auch ist der kleine Motor selbst mit seinen empfindlichen, schnellaufenden Teilen eine Quelle von Störungen und Unsicherheiten.
  • Um diese Schwierigkeiten zu beheben, hat man bereits verschiedene Konstruktionen von relativ einfachen und hin und her gehenden Motoren vorgeschlagen nach dem Magnetanker-oder Solenoidprinzip, die aber den gewünschten Zweck auch nicht vollkommener zu erfüllen vermochten, meist noch schärfere Stöße und ungünstigere Schwung- und Massenwirkungen hatten. Zur Beseitigung dieser Nachteile wurden dann besondere bremsende und stoßdämpfende Teile angeordnet, die die ganze Antriebsvorrichtung aber wieder wesentlich komplizierten und leicht abnutzbare, mechanische Polsterungen erforderten.
  • Durch die in der Erfindung näher beschriebene Antriebsvorrichtung werden diese Mängel denkbar vollkommen behoben, da der hier vorgesehene Antrieb ohne jedes Zwischenglied an der Hauptachse selbst, wie ein von Hand betätigter Kurbelarm, angreift und es erlaubt, das Antriebsmoment in jeder Phase der Bewegung unter Berücksichtigung der gesamten Schwungmasse dem Kraftbedarfsdiagramm beliebig anzupassen.
  • Die Zeichnung stellt den neuen Antrieb in Verbindung mit einer bekannten Rechenmaschine dar. .
  • Die Vorrichtung besteht aus einem mit der Hauptantriebsachse i starr verbundenen Arm 2, der an seinem als Pol ausgebildeten freien Ende eine Magnetwicklung 3 trägt. Dieser Pol läuft vor einem zur Achse i konzentrischen Magnetkranz q., der durch ein kollektorartig ausgebildetes Schaltsegment 5 der gewünschten Bewegung entsprechend geschaltet wird und an einem an der Grundplatte befestigten Rahmen q.11 sitzt. Das Schaltsegment 5 besteht aus einzelnen voneinander isolierten Lamellen, die je mit dem einen Ende der einzelnen Magnetwicklungen des Kranzes q. verbunden sind und über die eine am Triebarm 2 sitzende federnde Bürste 18 gleitet, derart, daß bei jeder Armstellung der im Sinne der Bewegung nächste Pol Strom erhält. In den gleichen Stromkreis ist ferner die Wicklung 3 und der Kontakt 6 eingeschaltet.
  • Der Kontaktschalter sitzt an dem um Stift 22 schwingenden Hebel 8, der durch Feder 9 niedergezogen und durch Nase io des Hebels ix verklinkt ist. Der zweite Schenkel 811 des Hebels 8 trägt die Schrägfläche 8b, gegen die der Stift 12 des Triebarms 2 stößt, wenn er in seine rechte Endlage kommt.
  • Der um Stift 21 schwingende Klinkhebel ii trägt einen mit schräger Anlauffläche iia versehenen Arm iie, der ebenfalls von dem Stift 12 in dessen rechter Endlage getroffen wird, nach oben ausweicht und die Nase io unter den Ansatz 8c des Hebels 8 zieht. Die Stellung der beiden Schrägflächen ija und 8b ist so bemessen, daß der Hebel ii erst geschaltet wird, wenn der Hebel 8 in der Endlage steht. Der dritte Arm ii° des Hebels ix ist durch die Glieder 13, 13' mit der Motortaste 7 gekuppelt.
  • Um den Stift iqa schwingt der Doppelhebel 15 dessen Nase 15a in angehobener Stellung hinter die Nase io des Hebels ix greift und diese in ihrer linken Endlage verklinkt. Der linke Schenkel des Hebels 15 trägt den Stift 16 gegen den der Triebarm 2 in seiner linken Endstellung schlägt und dadurch den Hebel ii frei gibt.
  • Der Arbeitsvorgang ist nun folgender: In der Ruhestellung wird der Triebarm 2 durch die Hauptspannfedern des Antriebes in seiner linken Endstellung gehalten. In dieser Lage wird durch Stift 16 die Nase r511 außer Eingriff mit dem Anschlag io des Hebels ii gebracht, dadurch ist die Motortaste 7 freigegeben. Wird diese gedrückt, so wird der Schalthebel 8 frei und schließt unter Einwirkung der Feder 9 den Stromkreis. Der Triebarm 2 wird von den Magnetpolen nacheinander angezogen und legt seinen vollen Arbeitsweg zurück.
  • Bei dem ersten Impuls des Triebarmes 2 wird der Stift 16 des Hebels 15 freigegeben, infolgedessen legt sich seine Nase 15a unter Einwirkung der Feder 9 gegen die Fläche-lld des durch die Betätigung der Motortaste in seine rechte Endlage gerückten Hebels ii.
  • In dem letzten Teil des Weges stößt der Triebarm, mit dem Stift 12 gegen die Schrägfläche 8b des Hebels 8 und öffnet so den Kontakt 6. Schließlich trifft der Triebarm mit dem gleichen Stift i2 gegen die Schrägfläche iia des Hebels ii und schiebt so die Nase io zwangläufig unter den Ansatz 811 des Hebels 8, so daß diese in der geöffneten Stellung verriegelt ist. Der Hebel ii wiederum wird seinerseits durch die jetzt unter Federdruck stehende Nase 15a des Hebels 15 verriegelt, bis der Triebarm. unter Einwirkung der Antriebsfeder in seine linke Endlage zurückgekehrt ist, durch Heben des Stiftes 16 die Nase 1511 wieder ausklinkt und so die Antriebsvorrichtung in die neue Bereitstellung bringt.
  • Die Verriegelung des Hebels ii ist erforderlich, um ein Einschalten des Stromes durch Betätigen der Motortaste während des Rückganges des Triebarmes zu verhindern, da sonst die Maschine Teilwege machen könnte, die durch anderweitige Sperrungen im Mechanismus verhindert sind.
  • Ein zwangläufiges Antreiben des Hebels ii und somit der Motortaste ist erwünscht, um bei Repetitionen und beim Multiplizieren mit der Hand an der dauernd herabgedrückten Taste dieAnzahl derMaschinengängefühlen zu können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektromotorischer Antrieb für Rechenmaschinen mit schwingendem Motoranker, dadurch gekennzeichnet, daß der als Elektromagnet ausgebildete Motoranker unmittelbar und ohne Zwischenglied am Kurbelarm der Hauptachse der Rechenmaschine sitzt und an einem Kranz von Feldpolen vorüber schwingt, deren magnetisches Feld durch entsprechende Bemessung der Amperewindungszahl dem Arbeitswiderstanddiagramm der Rechenmaschine angepaßt ist.
  2. 2. Elektromotorischer Antrieb für Rechenmaschinen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der den Motoranker tragende Arm. bei Schwingung des Ankers einen Kommutator so schaltet, daß jeweils der in der Schwingungsrichtung des Ankers folgende Feldpol in den Stromkreis eingeschaltet, der vorangehende ausgeschaltet wird, während derRücklauf des Motorankers durch Federkraft erfolgt.
  3. 3. ElektromotorischerAntrieb für Rechenmaschinen nach Anspruch x und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Motoreinrücktaste aus gesteuerte Kontaktschalter (8) für das Motorfeld unter dem Einfluß eines Gesperres (15, 15a) steht, welches vom Motoranker in den Grenzlagen desselben gesteuert wird, und während der Schwingung desselben die Schalttaste sperrt.
DE1920352152D 1920-11-27 1920-11-27 Elektromotorischer Antrieb fuer Rechenmaschinen Expired DE352152C (de)

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