DE350484C - Vervielfaeltigungsverfahren mittels Umdrucks von Metallpapier - Google Patents

Vervielfaeltigungsverfahren mittels Umdrucks von Metallpapier

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DE350484C
DE350484C DE1916350484D DE350484DD DE350484C DE 350484 C DE350484 C DE 350484C DE 1916350484 D DE1916350484 D DE 1916350484D DE 350484D D DE350484D D DE 350484DD DE 350484 C DE350484 C DE 350484C
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DE1916350484D
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Chr Schroeder & Cie GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/06Transferring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Duplication Or Marking (AREA)

Description

  • Vervielfältigungsverfahren mittels Umdrucks von 1V(etallpapier. Uni die bekannten Nachteile der lVachspapiervervielfältigungsverfahren zu vermeiden, ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, das eine Metallpapierschablone verwendet. Hierbei wird die zu vervielfältigende Schrift oder Zeichnung von der Papierseite des Metallpapiers her durch dasselbe durchgedrückt, und der einfärbungsfähige Aufdruck: wird dadurch erzielt, daß auf die iNletallseite des Metallpapiers während des Durchdrückens ein Kohlepapier aufgelegt wird, das auf der Metallseite des Metallpapiers ein Negativ erzeugt. Dieses Negativ dient als Druckforin, mittels deren unter ständig wiederiiclter Einfärbung die Vervielfältigungen hergestellt werden. Dieses letzterwähnte Verfahren bietet große grundsätzliche Vorteile (s. Patentschrift 20.15i7), vermochte sich aller nicht einzuführen, weil diesen der sehr erhebliche Nachteil gegenüberstand, daß die Schriftzüge u. dgl..durch das wegen ,der Benutzung als Druckplatte notwendigerweise kräftig zii beniessende Metallpapier in der Reggel nicht genügend scharf durchzudrucken oder durchzu-Ichlagen waren.
  • Nach der Erfindung wird nun dadurch Abhilfe geschaffen, daß die bei der @7ervielfältigung als Drucktypen dienenden Zeichen unmittelbar auf die Metallseite des Metallpapiers aufgebracht werden.- Dies kann bei Handschriften und Zeichnungen einfach dadurch geschehen, daß man mit einer der bekannten Umdrucktinten, welche einfärbungsfähige Schriftzüge erzeugen, auf die vorher in bekannter Weise sorgfältig entfettete Metallseite des Metallpapiers schreibt. Bei V ervielfältigong von Schreibmaschinenschrift kann inan entweder eine Maschine benutzen, deren Tvpen mit einer entsprechenden Farbe eingefärbt werden, oder man kann zwischen die Typen und die 2letallseite des Metallpapiers ein Kohlepapier oder ein möglichst dünnes entsprechend eingefärbtes Farbband zwischenschalten. Da auf diese Weise in der Regel auf der Metallseite des Metallpapiers ein Positiv erzeugt wird, so würde man, wenn man davon auf Papier drucken wollte, nur Negative (Spiegelschrift) erhalten. Uni nun trotzdem ohne weiteres Positive erzeugen zu können, wird bei der zur Ausübung des neuen Verfahrens dienenden Maschine vorzugsweise von der Metallpapierschablone, die in der bei Wachspapiervervielfältigern bekannten Art auf eine Druckwalze aufgespannt wird, erst auf eine Umdruckwalze - meist .Gummiwalze -, und von dieser dann auf das Papier gedruckt. Die Umdruckwalze erhält also einen negativen und damit das Papier einen positiven Aufdruck. Die einzelnen Teile der Maschine sind völlig bekannt, so daß eine zeichnerische Darstellung entbehrlich ist.
  • Im Bedarfsfall kann man auch so vorgehen, daß man mit einer Schreibmaschine, welche negative Typen benutzt, auf die Metallseite des :Metallpapiers schreibt und von dein so erhaltenen Negativ unmittelbar druckt. Ferner kann man auf das Metallpapier mittels eines Klischees einen Briefkopf 'o. dgl. aufdrucken und so bei der Vervielfältigung mit dein Brieftext-gleichzeitig auch den Briefkopf drucken, was bei dem alten Verfahren so gut wie ausgeschlossen ist. Außer den oben bereits erläuterten Vorzügen hat das neue Verfahren noch eine Reihe weiterer Vorteile. Während man beispielsweise bei Benutzung des Verfahrens nach Patentschrift 204517 für Schreibmaschinenschrift das Metallpapier zwecks Vornahme von Verbesserungen iedesmal -erst aus der Maschine ausspannen muß, ist dieses lästige Ausspannen nach der Erfindung nicht nötig, sondern die Verbesserung kann bei eingespanntem Papier vorgenommen «-erden. Gemäß Patentschrift 20a.517 treten die von der Papierseite her durchgedrückten Schriftzüge auf der Metallseite des Metallpapiers als Erhabenheiten vor. Infolgedessen werden die Schriftzüge beim Druck rasch abgenutzt. Die mit solchen Druckformen erzeugten \"ervielfältigungen zeigen selbst bei den ersten Abzügen bereits ein gewisses Raster, lassen also die wünschenswerte Geschlossenheit der Schriftzüge vermissen. Im Gegensatz hierzu treten bei der Druckform des neuen @'erfalirecis die mit der Schreibmaschine o. dgl. eingeprägten Schriftzüge hinter die Metallfläche zuriick und unterliegen demgemäß beim Druck keiner Abnutzung. Außerdem nehmen sie die Farbe besser an, so daß bei dem neuen Verfahren die bekannten Vorteile des Tiefdruckverfahrens gegenüber dem Hochdruckverfahren erzielt werden. Wird ferner bei dem älteren @'erfaliren die Druckform im Laufe des Vervielfältigungsvorganges schadhaft, so muß eine neue Druckform geschrieben oder gezeichnet werden. Bei dem neuen Verfahren dagegen, das mit Umdruck arbeitet, ist dies nicht erforderlich, vielmehr braucht man nur bei Beginn der Vervielfältigung statt eines gewöhnlichen Papierbogens ein unbeschriebenes Metallpapier durch die Maschine laufen zu lassen. Dieses Metallpapier wird von der Umdruckwalze mit einem positiven Aufdruck versehen und kann nach Abnutzung der ersten Druckform ohne weiteres an deren Stelle verwendet werden.
  • Das Metallpapier hat für die Herstellung metallischer Tiefdruckplatten besondere Vorteile, da es die Vorzüge einer metallischen Druckplatte mit der Nachgiebigkeit und Weichheit des Papiers vereint. Denn das Metallpapier ermöglicht es, eine außerordentlich dünne Metallschicht zu verwenden, welche, abgesehen von ihrer Billigkeit, den Schreibmaschinentypen oder dem Griffel keinen merklichen Widerstand entgegensetzt, so daß sich die Vertiefung der Schriftzüge ebenso leicht und mit derselben Schonung der Typen wie auf gewöhnlichem Papier vollzieht. Das die Rückseite des Metallpapiers bildende Papier wirkt hierbei als weiche, eindruckfähige Unterlage. Anderseits aber verleiht die mit der dünnen Metallschicht vereinigte starke Papierschicht dem ganzen Blatt einen solchen Halt, daß es sich ebenso bequem und sicher wie ein starkes Metallblech handhaben läßt, das der Vertiefung der Schriftzeichen durch Einprägung einen viel zu großen Widerstand entgegensetzen würde, während ein bequem brauchbares dünnes iAl etallblatt für sich allein viel zu verletzbar und schwierig zu handhaben wäre.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Vervielfältigungsverfahren mittels Umdruck von Metallpapier, dadurch gekennzeichnet, daß die Züge (Schrift oder Bild) von der Metallseite des Papiers her- aufgebracht werden, so daß sie vertieft in dieser liegen.
DE1916350484D 1916-11-22 1916-11-22 Vervielfaeltigungsverfahren mittels Umdrucks von Metallpapier Expired DE350484C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE350484C true DE350484C (de) 1922-03-18

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ID=6262365

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DE (1) DE350484C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006869B (de) * 1954-11-24 1957-04-25 Karl Weidner Feuersichere Dokumenten-Metallfolie

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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