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Schleifvorrichtung für Schneideisen u. dgl. Die Erfindung betrifft
eine Weiterausbildung der Einrichtung nach Patent 337934.
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Bei diesen älteren Einrichtungen ist es notwendig, daß nach . jedesmaligem
Schleifen einer Fläche das Schneideisen umgestellt wird, um die nächste anzuschleifende
Fläche in die richtige Stellung zu den Kurvengleitstücken 12 hzw: _1s zu bringen:
Es muß also jedesmal der Lauf der Maschine unterbrochen werden.
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Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung beseitigt, mit der Wirkung,
daß die Maschine ständig Hinlaufen kann und das Schneideisen von selbst für den
Anschnitt der verschiedenen aufeinanderfolgenden zu bearbeitenden Flächen sich einstellt.
Auf diese «'eise kann ein Mann mehrere Maschinen .bedienen. Dies wind gemäß der
Erfindung dadurch erzielt, daß das eine Gleitstück als geschlossene Kurventrommel
ausgebildet ist. Diese Kurventrommel ist auf dein Spannhüchsenhalter befestigt,
dessen Schaft in ständiger Drehung erhalten wird durch ein auf ihm angebrachtes
Schnecken- oder sonstiges Getriebe, das zwecks Unterbrechung des- Antriebes ausschwenkbar
am Halter befestigt ist.
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Hierdurch tritt auch gegenüber der Einrichtung nach dem Patent 337934
eine Vereinfachung ein, insofern, als das Mittelstück, das zwischen dein Spannhüchsenhalter
und seinem Schaft einerseits sowie dem Halter anderseits vorgesehen ist, überflüssig
wird, da- die besondere Einstellung.smäglichkeit der
Spannbüchse
gegenüber dem früheren Träger der Gleitstücke nicht mehr nötig ist, sondern die
Kurventrommel unmittelbar-- auf dem Spannbüchsenhalter angebracht sein kann.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
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Abb. i ist eine Seitenansicht, Abb. 2 ein Längsschnitt, Abb.3 eine
Vorderansicht, teilweise irn Schnitt, die Abb. 4, 5 und 6 stellen verschiedene Ausführungsarten
der Kurventrommel dar; Abb.7 ist eine Abwicklung ,der Profilfläche der Kurventrommel.
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Der Spannbüchsenhalter 44, dessen eigentlicher Halterteil als ein
besonders aufgeschobenes Mundstück go ausgebildet sein kann, ist reit einem vorspringenden
Kreisflansch g i versehen, der zur Befestigung der Kurventrommel g2 beispielsweise
mittels Schrauben 93 dient. Gegen den Rand der Kurventrommel g2 liegt eine
Rolle 94 an, deren Träger 95
mittels der Schraube 96 am Halter 6 befestigt
ist. Die Feder 45 umgibt den Schaft 43 in der Mitte und liegt einerseits gegen die
Stirnfläche 6a an, anderseits gegen Muttern 47, die auf den Schaft 43 aufgeschraubt
sind.
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Auf dem äußeren Ende des Schaftes 43 sitzt das -Schneckenrad
97, das mittels des zweiteiligen Nasenringes 98 drehbar am Halter
6 befestigt ist und den Schaft 43 mittels des Keiles 9g mitnimmt, der in den Schaft
43 fest eingesetzt ist, jedoch in der Nut ioo der Nabe des Schneckenrades
97 verschiebbar ist. In das Schneckenrad 97 faßt die Schnecke ioi
ein. Das die Schnecke aufnehmende Gehäuse 1o2 ist um einen Zapfen 103 in
seinem unteren Teile schwingbar, der in einem an dem Halter 6 befestigten Träger
104 sitzt. Durch Schwenkung um diesen Zapfen 103
kann die Schnecke ioi außer
Eingriff mit dem Schneckenrade 97 gebracht werden. Die Eingriffsstellung wird durch
Einstecken eines aüsklinkbaren Stiftes 105a über der Öffnung 105 gesichert, die
Außereingriffsstellung durch das Einstecken über Öffnung 1o6 zwecks Unterbrechung
des Antriebs. Während dieser Unterbrechung dient eine Aufsteckkurbel zur Drehung
des Spannbüchsenhalters 43 zwecks Einstellung für den Hinterschliff der ersten Anschnittfläche.
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In Abb.4 ist eine etwas andere Ausführungsform der Kurventrommel 92-
dargestellt.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 sind die Profilflächen als besondere
Winkelstücke 107 ausgebildet, die mittels Schrauben 1o8 auf der Kurventrommel
92 befestigt sind. Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 bestehen die Profilstücke
aus Lappen log, die um Schraubenbolzen iio drehbar auf der Kurventrommel 92 befestigt
sind, während deren Ende durch einen Schraubenbolzen i i i geführt wird, der in
einen Schlitz 112 cinfaßt und die jeweilige Stellung festklemmt. Eine Druckschraube
113, welche, durch die Trominel g2 hindurchgehend, sich . gegen den Rücken des Lappens
log anlegt, dient zur Regulierung bzw. Sicherung der Stellung der Profilfläche.
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Abb. 7 zeigt die Kurventrommel g2 abgewickelt in Ansicht.
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Der Antrieb der Schneckenwelle ioi kann durch ein Schnurrad 114 erfolgen
oder auch durch eine biegsame Welle o. dgl.
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Bei der Benutzung der Vorrichtung verschiebt sich der Spannbüchsenhalter
44, 43 mit dem Keil 9g in der Nut ioo hin und her gemäß der Form der Gleitkurve
9ß, gegen die Wirkung der rückführenden Feder 45, und die Einstellung der zu schleifenden
Flächen des Schneideisens 4 erfolgt ganz selbsttätig, nachdem einmal durch Handkurbelantrieb
die erste Anschnittfläche richtig auf Schliff eingestellt ist.