DE349949C - Verfahren zum Haltbarmachen gebrannten Kalks - Google Patents
Verfahren zum Haltbarmachen gebrannten KalksInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description
- Verfahren zum Haltbarmachen gebrannten Kalks. Als Wärmespeicher, z. B. zur Mitführung z«-ecks Erwärmung von Speisen unterwegs ()der zur Beheizung von Wärmflaschen oder ähnlichen Heizkörpern ist gebrannter Kalk besonders geeignet und wurde zu diesem Zweck auch vielfach benutzt. Solange er in Büchsen luftdicht abgeschlossen ist, behält er einige Zeit seine Wärmeenergie. Sobald jedoch die Luft Zutritt zum Kalk hat, bewirkt ihre Feuchtigkeit seinen allmählichen Zerfall, wodurch er unbrauchbar wird. Das gilt ganz besonders für das Vörrätighalten des Kalks in größeren Mengen, darum hat sich gebrannter Kalk als Wärmespeicher nicht dauernd einführeiz können. Die Benutzung von Wärmflaschen ist an 'das Vorhandensein heißen Wassers gebunden. Die Wärmeabgabe beißen Wassers ist jedoch eine verhältnismäßig beschränkte und erstreckt sich nur über kurze Zeit.
- Vorliegende Erfindung geht von der Ver-@@ endung gebrannten Kalks als Wärmespeicher aus. Um ihn jedoch für diesen Zweck auch als Handelsartikel, z. B. für den Verkauf in einfacher Verpackung und als Dauerware gegen die Einwirkung der Luftfeuchtigkeit haltbar zu machen, wird er mit einer dafür geeigneten Flüssigkeit behandelt. Hierzu eignen sch hygroskopische Flüssigkeiten, wie z. B. Glyzerin. Beim Eintauchen der Kalkstücke in :das Glyzerin erhalten- sie eine dünne Haut durch das in die äußerste Kalklage eingedrungene Glyzerin. Es entzieht dem Kalk dabei bereits die in seiner oberen Haut enthaltene Flüssigkeit und hält das Eindringen der Luftfeuchtigkeit in den Kalk infolge der eigenen starken Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit ab. Da jedoch solche Flüssigkeiten verhältnismäßig teuer sind und auch reines Glyzerin eine zu starke Haut mit der obersten Kalkhaut bilden könnte, wodurch eine zu große Menge Glyzerin verbraucht würde, ist es zweckmäßig, dem Glyzerin einen Füllstoff beizufügen, z. B. Sand, der dazu besonders geeignet erscheint. Die Mischung aus Glyzerin und Sand bildet unter Hinzutritt der äußeren Schicht der Kalkstücke für sie eine äußerst feine Umhüllung, die ausreicht, die eingeschlossene Masse gebrannten Kalks für eine sehr lange Zeit gegen das Eindringen der Luftfeuchtigkeit und damit gegen den Verfall zu schützen.
- DerSchutz läßt sich noch wirksamer gestalten durch Hinzufügung einer an der Luft schnell trocknenden, jedoch gegen Wasser nicht völlig unempfindlichen Lösung. Als solche sind besonders geeignet, chinesische Tusche, wasserlösliche Lacke oder solche lackähnliche Farben, die im Wasser aufweichen und es durchilassen.
- Durch das Wälzen oder Eintauchen zier Kalkstücke in eine derartzubereiteteMischung tritt, ähnlich wie bei gewissen Metallen, z. B. Zink und Zinn durch die Einwirkung des Luftsauerstoffes eine das übrige Metall schützende, äußerst feine Oxydschicht, gewissermaßen ebenfallls eine schützende und auch sehr feine Deckschicht ein, die jedoch mit der übrigen Kalkmasse verwachsen bleibt, also eine nicht abziehbare Haut darstellt. Der Verbrauch der Mischung ist deshalb äußerst sparsam. -- # - .- : -Werden `derart' -behandelte Kalkstücke in Wasser gele#-t, dain-t#;.itt.keine plötzliche Einwirkung und Zersetzung des Kalks, verbunden finit heftiger Wärmeentwicklung und Dampfbildung, ein, sondern das Wasser muß zuvor die gewachsene Haut auflösen oder durchdringen. Die Wärmeentwicklung ist deshalb wesentlich langsamer und darum für den Verwendungszweck de$ gebrannten Kalks als Wärmespeicher viel vorteilhafter. Die Zersetzung des Kalks beginnt ungefähr erst mit dein Ablauf von 2 Minuten nach der Zufügung des Wassers. Dabei verbindet die gewachsene Haut noch eine andere für den angegebenen Verwendungszweck des gebrannten Kalks sehr schätzenswerte Eigenschaft. Während einfacher gebrannter Kalk nach dem Zufügen einer reichlichen Menge Wasser zu Schlamm zerfällt, der völlig dichte Gefäße voraussetzt, deren Wandungen mit einer rostschützenden Schicht überzogen sind, entsteht aus dem nach obigen Angaben mit einer gewachsenen Haut versehenen gebrannten Kalkstücken nach Zufügung einer ausreichenden 1#Zenge Wasser nur ein trockenes Pulver, das neutral bleibt und die Wände der Wärmespeicher nicht angreift. Obgleich diese der Sauberkeit wegen aus Weißblech bzw. mit nichtrostendem Metall überzogenen Blech hergestellt werden, weist solches Blech dennoch infolge der gebotenen Sparsamkeit im Verbrauch der verhältnismäßig teueren Überzugsnietalle nur sehr dünne rostschützende Schichten auf, die sogar bei nicht 'sorgfältig überzogeilem Metall das Eisen durchsehen lassen. Die Verwendung solchen nicht völlig rostsicheren Blechs für die Warmkörper hat deshalb bei der Verwendung gebrannten Kalks niit gewachsener schützender Haut keine Bedenken. Als weitere sehr erwünschte Eigenschaft derart behandelten .Kalks zeigt sich seine Geruchlosigkeit. Er wird dadurch zu einem Handelsartikel, der unbedenklich auch nicht besonders achtsamen Personen zur Benutzung in Warmkörper n überlassen werden kann, zumal die schützende Haut auch das Abgreifen und Stauben der gebrannten Kalkstücke aufhebt.
Claims (3)
- PATr,NT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zum Haltbarmachen gebrannten Kalks, dadurch gekennzeichnet, daß -der gebrannte Kalk in Stücken in eine stark hygroskopische Flüssigkeit, z. B. Glyzerin, getaucht oder darin gewälzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der hygroskopischen Flüssigkeit ein neutraler Füllstoff, z. B. Sand, zugefügt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch .gekennzeichnet, daß der hygroskopischenFlüssigkeit oder ihrerMischung mit dem Füllstoff kleine Mengen einer an der Luft schnell trocknenden, jedoch gegen Wasser nicht völlig unempfindlichen Lösung, z. B. chinesische Tusche, wasserlösliche oder im Wasser erweichende Lacke o. dgl., zugesetzt werden.
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