AT133024B - Verfahren zum Trüben von Emaillen und Glasuren. - Google Patents
Verfahren zum Trüben von Emaillen und Glasuren.Info
- Publication number
- AT133024B AT133024B AT133024DA AT133024B AT 133024 B AT133024 B AT 133024B AT 133024D A AT133024D A AT 133024DA AT 133024 B AT133024 B AT 133024B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- enamel
- substances
- enamels
- opacifier
- gas
- Prior art date
Links
- 210000003298 dental enamel Anatomy 0.000 title claims description 37
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 17
- 238000005494 tarnishing Methods 0.000 title 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 26
- 239000003605 opacifier Substances 0.000 claims description 18
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 7
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 3
- 230000035699 permeability Effects 0.000 claims description 3
- 229910021432 inorganic complex Inorganic materials 0.000 claims 1
- 150000002484 inorganic compounds Chemical class 0.000 claims 1
- 229910010272 inorganic material Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 13
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 6
- FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N potassium nitrate Chemical compound [K+].[O-][N+]([O-])=O FGIUAXJPYTZDNR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 3
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-M Bicarbonate Chemical class OC([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000003513 alkali Substances 0.000 description 2
- -1 bicarbonates Chemical class 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 2
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 2
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 2
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 2
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 2
- 235000010333 potassium nitrate Nutrition 0.000 description 2
- 239000005995 Aluminium silicate Substances 0.000 description 1
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical class O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- IOVCWXUNBOPUCH-UHFFFAOYSA-N Nitrous acid Chemical class ON=O IOVCWXUNBOPUCH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000012211 aluminium silicate Nutrition 0.000 description 1
- 229910021538 borax Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000004649 carbonic acid derivatives Chemical class 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 239000010436 fluorite Substances 0.000 description 1
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- NLYAJNPCOHFWQQ-UHFFFAOYSA-N kaolin Chemical compound O.O.O=[Al]O[Si](=O)O[Si](=O)O[Al]=O NLYAJNPCOHFWQQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910001960 metal nitrate Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052752 metalloid Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000002738 metalloids Chemical class 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000002826 nitrites Chemical class 0.000 description 1
- 239000007800 oxidant agent Substances 0.000 description 1
- 239000004323 potassium nitrate Substances 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 239000004328 sodium tetraborate Substances 0.000 description 1
- 235000010339 sodium tetraborate Nutrition 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000001179 sorption measurement Methods 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Glass Compositions (AREA)
- Porous Artificial Stone Or Porous Ceramic Products (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Triiben von Emaillen und Glasuren.
EMI1.1
zugesetzt werden, wobei der Zusatz des Trübungsmittels auf der Mühle im allgemeinen zwischen a-10% vom Gerichte des geschmolzenen Emailsatzes beträgt. Die trübende Wirkung dieser Stoffe beruht darauf, dass sie in der Emaille ungelöst bleiben und durch ihre Undurchsiehtigkeit und feine Verteilung die Trübung bzw. eine Weissfärbung der Emaille hervorrufen.
Gegenstand des Stammpatentes Kr. 133022 sind getrübte Emaille und Glasuren, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie ohne eines der üblichen Weisstrübungsmittel durch Gasbläschen weiss getrübt sind, und das Verfahren zur Herstellung solcher Emaille besteht darin, dass zur Trübung solche organische Stoffe oder Gemenge oder Komplexe verwendet werden, die während des Einbrennens eine Zersetzung, Umsetzung oder Verdampfung erleiden, derart, dass die gebildeten Gasbläschen in der Emaille bzw. in der Glasur eingeschlossen werden und ein Aufkochen der Oberfläche nicht eintritt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung beruht auf der Feststellung, dass Weisstrübungen von Emaille und Glasuren anstatt mit Verbindungen der trübend wirkenden Metalle mit zersetzliche anorganischen Stoffen bzw. Verbindungen hervorgerufen werden können, bei welchen auch ein gegebenenfalls vorhandener unzersetzlicher Anteil, auch wenn er in der Emaille unlöslich ist, nicht als Trübungsmittel infolge seiner Unlöslichkeit in der Emaille wirksam ist. wobei gemäss der Erfindung aus solchen Stoffen eine Gastrübung in der Emaille während des Brennens der Emaille entwickelt wird. die der üblichen Weisstrübung gleichwertig ist.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung muss aber verhindert werden, dass während des Schmelzens
EMI1.2
geringer Menge der Emaille zugesetzt, werden dürfen.
Bei einer solchen Gastrübung kommt es daher nicht wie bei den bisher bekanntgewordenen Verfahren auf eine solche Menge eines in der Emaille unlöslichen anorganischen Rückstandes an. dass durch dessen Undurchsiehtigkeit und feine Verteilung im Emailflusse, ohne sieh darin aufzulösen, die Trübung hervorgerufen wird, sondern es kommt lediglich auf die Dampfmenge bzw. gasmenge an, die das Trübungs- mittel beim Brennen der Emaille entwickelt.
Anorganische Stoffe, welche nach der Zersetzung einen in der Emaille unlöslichen Rückstand hinterlassen, können daher in solchen Mengen angew endet werden, dass die Farbe des Rückstandes für die Trübung keine Rolle spielt. Solche Stoffe trüben bei dem Verfahren gemäss der Erfindung schon in Mengen, die weit unterhalb des bisher üblichen Zusatzes an Trübungsmittel liegen, u. zw. schon in Bruchteilen dieser Mengen. Diese Wirkung ist auch erklärlich, da für eine Gastrübung nur das Gasvolumen in Betracht kommt, dessen Gewicht aber verschwindend klein ist.
Es ist daher Lei dem Verfahren gemäss der Erfindung für Weisstrübungen, wofür bisher nur ganz
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
waren. die Farbe des Rückstandes ohne Einfluss, wodurch auch solche gefärbte und ungereinigte anorga- nische Stoffe und Verbindungen für Weisstrübungen anwendbar sind. die einen nicht weissen, in der Emaille unlöslichen Rückstand hinterlassen.
Es hat den Anschein, dass die Eignung eines gasentwiekelnden Stoffes zur Trübung um so geringer ist. je niederer der Siedepunkt und je geringer die Wärmemenge ist, die zur Zersetzung des Stoffes in die während des Einbrennens entstehenden Gase notwendig ist, wodurch nicht alle gasentwickelnden Stoffe als Trübungsmittel geeignet sind. Die Eignung von Stoffen, deren Siedepunkt bzw.
Zersetzungstemperatur unterhalb der Schmelztemperatur der Emaille liegt, ist darauf zurückzuführen, dass sie in der Emaille bis zur Einbrenntemperatur offenbar durch Adsorption an feste Bestandteile des Emailsclliekers zurückgehalten werden. Die Eignung eines Stoffes als Trübungsmittel scheint aber
EMI2.1
der Geschwindigkeit des Temperaturanstieges während des Einbrennens der Emaille und der absoluten Menge des verwendeten Trübungsmittels zu sein.
Die Eignung eines Stoffes als Trübungsmittel ist aber auch abhängig von der Durchlässigkeit der Emaille gegenüber Gasblasen, d. Ii. von der Viskosität und Oberflächenspannung der Emaille. Die Viskosität bzw. Strengflüssigkeit der Emailmasse kann durch Zusatz der bekannten Flussmittel, wie Flussspat, Borax od. dgl., vermindert oder durch Zusatz von Ton, Kaolin od. dgl. erhöht werden.
Zweckmässig sind für das Verfahren gemäss der Erfindung solche anorganische Stoffe, deren nicht
EMI2.2
losen kann.
Für das Verfahren gemäss der Erfindung sind aber auch wasserlösliche anorganische Stoffe als Trübungsmittel verwendet, die flüchtig bzw. zersetzlich sind oder einen flüchtigen bzw. in Gasform übergehenden Anteil besitzen.
Als Trübungsmittel sind für das Verfahren gemäss der Erfindung auch anorganische Stoffe und Verbindungen bzw. Komplexe geeignet, die beim Brennen der Emaille sich unter Gasentwicklung durch Wechselwirkung mit einem oder mehreren andern Stoffen zersetzen.
So sind für das Verfahren gemäss der Erfindung z. B. Metalle und Metalloide und deren Ver-
EMI2.3
geeignet sind die Salze der Salpetersäure und salpetrigen Säure, ferner die lösliehen Karbonate, w ie die Bikarbonate, z. B. Metallnitrate, Alkalibikarbonate, Alkali-und Erdalkalinitrite usw.
Die für die Trübung erforderliche Menge an Trübungsmitteln lässt sich für jeden Stoff auf empirischem Wege feststellen. Diese Menge ist erheblich geringer als der bisher übliche Zusatz an Trübungsmitteln und ist nur ein kleiner Bruchteil dieser Menge. Sie ist abhängig von dem flüchtigen Anteil des Trübungs- mittels und von der Durchlässigkeit, d. h. von der Viskosität und Oberflächenspannung der Emaile gegenüber Gasblasen.
Gegebenenfalls erfolgt die Verwendung des Trübungsmittels im Gemenge mit Stoffen, mit welchen durch Wechselwirkung die Zersetzung hervorgerufen wird, oder im Gemenge mit die Zersetzung des Trübungsmittels begünstigenden Mitteln, z. B. Oxydationsmitteln, wie Salpeter od. dgl.
Beispiel : 1000 g Emailmasse. derinüblicher. Yeise Ton, z. B. 60 g Ton, zugesetzt wird. werden mit der üblichen Wassermenge in der Emailmühle unter Zusatz von 3 g Kalisalpeter als Trübungsmittel gemahlen und dann in üblicher Weise emailliert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trüben von Emaillen und Glasuren, insbesondere Eisenemaillen, nach Patent Nr. 133022, dadurehgekennzeichnet. dass an Stelle einer Trübung mit Verbindungen der trübend wirkenden Metalle eine Gastrübung aus andern auf der Mühle zugesetzten anorganischen Stoffen und Verbindungen bzw. Komplexen entwickelt wird, die beim Brennen der Emaille Gase bzw. Dämpfe unmittelbar oder durch Wechselwirkung mit andern Stoffen abspalten, bei welchen aber ein gegebenenfalls vorhandener unzersetzlicher Anteil, auch wenn er in der Emaille unlöslich ist, nicht als Trübungsmittel wirkt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffe mit in der Emaille unlöslichem Rückstand in so geringer Menge zugesetzt werden, dass die Farbe des Rückstandes für die Trübung keine Rolle spielt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mit anorganischen Stoffen bzw.Verbindungen oder Komplexen ausgeführt wird, deren nicht vergasbarer Anteil in der Emaille löslich ist.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem wasserlöslichen anorganischen Stoff als Trübungsmittel ausgeführt wird.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mit anorganischen Stoffen bzw. anorganischen Verbindungen oder Komplexen im Gemenge mit einem oder mehreren die Gasabspaltung hervorrufenden bzw. begünstigenden Stoffen ausgeführt wird.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trübungswirkung durch Beeinflussung der Durchlässigkeit der Emaile gesteigert wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT133022T | 1927-09-26 | ||
| AT133024T | 1927-09-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT133024B true AT133024B (de) | 1933-04-25 |
Family
ID=29402759
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT133024D AT133024B (de) | 1927-09-26 | 1927-09-26 | Verfahren zum Trüben von Emaillen und Glasuren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT133024B (de) |
-
1927
- 1927-09-26 AT AT133024D patent/AT133024B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT133024B (de) | Verfahren zum Trüben von Emaillen und Glasuren. | |
| DE570990C (de) | Verfahren zum UEberziehen von eisernen Gegenstaenden mit Rostschutzschichten | |
| DE643805C (de) | Verfahren zum Trueben von Deckemails fuer die Eisenemaillierung | |
| AT133022B (de) | Getrübte Emaillen und Glasuren, sowie Verfahren zu ihrer Herstellung. | |
| DE610995C (de) | Verfahren zur Herstellung weiss getruebter Emails und Glasuren | |
| AT133023B (de) | Verfahren zur Herstellung weiß getrübter Emaillen und Glasuren. | |
| CH135688A (de) | Verfahren zum Trüben von Gläsern und Emaillen beim Schmelz- bezw. Brennprozess. | |
| DE676029C (de) | Verfahren zur Erzeugung einer Schutzschicht auf Eisen- und Stahlflaechen | |
| DE644097C (de) | Verfahren zum Vergueten von Glas, Glasuren und Emails | |
| DE739220C (de) | Verfahren zur Erhoehung der Citronensaeureloeslichkeit und Verbesserung der Vermahlbarkeit der Thomasschlacke | |
| DE583024C (de) | Verfahren zur Verhinderung des Hartwerdens von pulvrigen Phosphatrostschutzsalzen | |
| DE1058919B (de) | Verfahren zum Herstellen feuerbestaendiger und ungiftiger, gelber und aehnlicher Farbkoerper fuer keramische und emailtechnische Zwecke | |
| CH136316A (de) | Verfahren zum Trüben von Gläsern und Emaillen beim Schmelz- bezw. Brennprozess. | |
| DE601500C (de) | Verfahren zur Herstellung von Porzellanmassen aus Rohkaolin | |
| DE602435C (de) | Verfahren zur Herstellung weiss getruebter Emails und Glasuren | |
| AT240128B (de) | Verfahren zur chemischen Oxydation von Aluminiumpulvern bzw. Aluminiumlegierungspulvern | |
| DE434705C (de) | Verfahren zur Herstellung von Holzbeizen | |
| DE646485C (de) | Druckfarbe fuer Amalgamdruck | |
| AT125191B (de) | Verfahren zur Herstellung von Anstrichmitteln. | |
| AT139449B (de) | Verfahren zur Herstellung lagerungsfähiger Emailschlicker. | |
| DE522472C (de) | Verfahren, eiserne Gegenstaende, insbesondere Blech, mit einem farboxydfreien Grundemail zu versehen | |
| DE529956C (de) | Verfahren zur Herstellung weisser Emails | |
| AT133715B (de) | Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren u. dgl., für die Filzherstellung. | |
| DE686842C (de) | Verfahren zur Entzinnung von Weissblechabfaellen | |
| DE519084C (de) | Glanzgebendes und glanzerhaltendes Mittel |