DE646485C - Druckfarbe fuer Amalgamdruck - Google Patents

Druckfarbe fuer Amalgamdruck

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DE646485C
DE646485C DER93319D DER0093319D DE646485C DE 646485 C DE646485 C DE 646485C DE R93319 D DER93319 D DE R93319D DE R0093319 D DER0093319 D DE R0093319D DE 646485 C DE646485 C DE 646485C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/16Formes with areas rendered ink-resistant by covering with an amalgam; Printing plates for amalgam printing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)

Description

  • Druckfarbe für Amalgamdruck Um die farbabstoßende Wirkung von Amalgamdruckformen auch -für große Auflagen beizubehalten, frischt man bekanntlich während des Druckens die Oberfläche der Druckformen auf, und zwar geschah dies bislang mit metallischem Quecksilber, so daß die Gefahr bestand, daß solches auch in- den fertigen Drucken auffindbar war. So hat man -z. B. auch schon vorgeschlagen, das metallische Quecksilber in geeigneter Form der Druckfarbe mitzuteilen, um so unter Vermeidung einer besonderen Einrichtung-das Auffrischen durchzuführen. Jedoch hat dies Verfahren den Nachteil gezeigt, daß das ungebundene Quecksilber sich, wenn auch in ganz geringen, fast kaum meßbaren Mengen, auf den fertigen Druckerzeugnissen auffinden ließ. Ähnlich verhält es sich bei einem ebenfalls bekannten Verfahren, nach welchem der Farbe in Glycerin, Leinöl o. dgl. aufgelöstes Quecksilbernitrat beigegeben wurde. Es fanden sich auch bei diesem Verfahren bei den Drucken O_uecksilbersalzreste, die vermieden werden müssen. Andererseits aber ist ein Auffrischverfahren mit geeigneten Farben wohl als am günstigsten anzusprechen, weil, wie eingangs erwähnt, irgendwelche Auffrischwerke vermieden sind.
  • Die Erfindung geht nun von dem Gedanken aus, daß es möglich sein muß, Quecksilber in amalgamierter Form derart in die Farbe einzuverleiben, daß sich auf den fertigen Druckerzeugnissen schlimmstenfalls Quecksilber auch nur in gebundener Amalgamform auffinden läßt. Es ist nun natürlich nicht möglich, daß Quecksilber,- selbst wenn es in feinster Weise mit irgendeinem Metallstaub verrieben ist, der .Farbe einzuverleiben, weil dadurch natürlich im Augenblick des Druckens die Druckform zerstört würde. Vielmehr muß die Bildung des Quecksilbers zu einem Amalgam unter Einschaltung eines geeigneten Lösungsprozesses derart geschehen, daß irgendeine merkliche Veränderung im Aufbau der Farbe nicht zu befürchten ist. .
  • Dem Erfinder ist es gelungen, diesen Lösungsprozeß zu bewerkstelligen, und. zwar unter Zuhilfenahme einer geeigneten Flüssigkeit. An diese Flüssigkeit müssen nun folgende Anforderungen gestellt werden. Sie muß zunächst in der Lage sein, amalgambildende Salzgemische aufzunehmen oder, mit anderen Worten, sich mit solchen Salzen in flüssiger Form anzureichern. Zum andern mußdie Flüssigkeit dann noch die Eigenschaft haben, daß sie sich der Farbe einverleiben läßt.' Weiterhin' muß die Flüssigkeit die Eigenschaft haben, daß sich aus ihr die im Anreicherungswege einverleibten Salzgemische als Amalgam auf bereits amalgamierte Stellen der Druckform ausscheiden. Damit im Zusammenhang ist schließlich zu verlangen, daß an jenen druckenden Stellen des Bildträgers keine Absonderung aus der Farbe stattfindet. Als Flüssigkeit hat der Erfinder Glycerin erkannt. Von Bedeutung für die Erfindung bleibt die Erkenntnis, eine geeignete Flüssigkeit mit einem amalgambildenden Salzgemisch im flüssigen Zustand anzureichern, um nach Einverleihung in die Farbe die Möglichkeit des Ausscheidens der Amalgame an den amalgamierten Stellen der Druckform zu zielen. . @ Nach der Erfindung werden geeignete, .M9 Quecksilber amalgambildend-e MetallsalzC, also z. B. Silbernitrat mit Quecksilbernitrat, vermischt und mit dieser Mischung Glycerin gesättigt. Wenn das so gesättigte Glycerin in geeigneten Mengen der Druckfarbe eingeknetet ist, wird beim Drucken an den nicht vom Bild bedeckten, bereits amalgamierten, farbabstoßenden Stellen der Druckform aus dem Glycerin und damit auch aus der Farbe Amalgam ausgeschieden und auf diese Stellen aufgetragen. Es kann daher weder auf der Druckform noch im Druckerzeugnis ungebundenes, metallisches Quecksilber überhaupt auffindbar sein.
  • Eine Lösung folgender Zusammensetzung hat sich als geeignet erwiesen: Silbernitrat und Ouecksilbernitrat werden gewichtsmäßig etwa i : io, also z. B. io g Silbersalz und ioo g Quecksilbersalz, bis zur Pulverform miteinander verrieben und mit etwa 2 1 Glycerin verrührt. Das überschüssige Pulver setzt sich ab, so daß das gesättigte Glycerin *)gefüllt «erden kann. Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß der ungelöst gebliebene Salzrest wieder zur Sättigung von GlN-cerm verwendet werden kann, bis er restlos verbraucht ist.
  • Dieses gesättigte Glycerin wird der Druckfarbe gewichtsmäßig etwa 150/, einverleibt. Der Zusatz von gesättigtem Glycerin ist abhängig von der Beschaffenheit der Farbe, wird sich aber im großen und ganzen in dem angegebenen Mengenverhältnis bewegen.

Claims (1)

  1. PATENTAN- SPRL cfi Druckfarbe für Amalgamdruck, gekennzeichnet durch den Gehalt an mit einem Gemisch von Silber- oder anderen amalgaml>ildenden Metallsalzen und einem t)uecksilbersalz gesättigtem Glycerin.
DER93319D 1935-05-11 1935-05-12 Druckfarbe fuer Amalgamdruck Expired DE646485C (de)

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