DE587796C - Verfahren zur Herstellung von Schreibtinten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schreibtinten

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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schreibtinten Es ist. bekannt, daß man den verschiedenen Tinten gewöhnlich einen Kollöidzusatz, meist Gummiarabikum, aus verschiedenen Gründen hinzufügt, insbesondere um durch Erhöhung der Viskosität die Haftfähigkeit am schreibenden Material (Feder usw.) zu erhöhen und die Bildung von Niederschlägen zu verhindern. Außer Gummiarabikum wurden auch andere lyophile Kolloide, wie Dextrin, Leim usw., verwendet. Die auf diese Weise hergestellten Tinten weisen den Mangel einer ungenügenden Benetzung sowohl des schreibenden Materials (Feder usw.) als auch des Materials, auf dem geschrieben wird (Papier usw.), auf. Dies wird besonders dann leicht erkennbar,. wenn man, wie es vielfach der Fall ist, beim Sehreiben auf schlecht geleimte oder fettige Papierstellen trifft, wobei die Feder in der Beschriftung meist auszusetzen pflegt. Zur -Beseitigung dieser Mängel wurden verschiedene Verfahren vorgeschlagen, so z. B. ein Zusatz von Galle oder gallensauren Salzen, ferner von aliphatischen Verbindungen (Alkoholen, Säuren, Estern, Ketonen), .die flüchtig, in Wasser wenig löslich sind und nicht weniger als q. Atome Kohlenstoff im Molekül enthalten. Ferner wurden vorgeschlagen aliphatische und aromatische Alkohole, z. B.@ auch Benzylalkohol, Ester, wie Amylacetat, Glycerin- oder Glykolester.
  • Die Wirkung dieser Stoffe ist in bezüg auf die Erhöhung der Benetzungsfähigkeit der Schreibmaterialien sehr gering. Dasselbe gilt für sulfonierte 51e, z. B. Türkischrotöl. Ver= suche, welche mit Tinten, die solche Stoffe enthalten, angestellt wurden, haben ergeben, daß, falls eine Erhöhung der Benetzbarkeit überhaupt festgestellt werden konnte, diese so gering war, daß kaum die durch diese Zusätze auftretenden Nachteile ausgeglichen wurden. Es genügt darauf hinzuweisen, daß viele von diesen Stoffen, soweit sie überhaupt genügend löslich sind, unangenehm riechen. Abgesehen hiervon ist die Wirkung, wie der Versuch zeigt, :derart gering, daß man ohne weiteres daraus schließen kann, daß die Änderung der Kapillaraktivität allein nicht ausreicht, um befriedigende Ergebnisse zu erzielen. Ferner wirken einige-von diesen Stoffen insofern ungünstig,, als .sie die Viskosität der Tinten erhöhen und das Hinausfließen derselben, insbesondere bei Füllfederhaltertinten, verhindern. Endlich können diese Stoffe in kolloidalen Flüssigkeiten flockend und niederschlagbildend wirken. Ganz besonders gilt diese Tatsache für den Fall der Anwen-dung von Sulfitablauge, welche als Verdickungs- und Bindemittel an Stelle von arabischem Gummi, Dextrin, Zucker usw. vorgeschlagen wurde. Sie ist stark sauer und enthält überwiegend Stoffe, wie Harze, ferner als Hauptbestandteil ligninsulfosauren Kalk USW., welche für eine gute, dauerhafte, leichtflüssige und gut benetzende Tinte schädlich sind. Abgesehen von diesen Mängeln zeigte ein Versuch mit einer gewöhnlichen Eisengallustinte, welcher Sulfitlauge zugefügt wurde, keine der durch das vorliegende Verfahren erzielten Wirkungen.
  • Eingehende Versuche haben gezeigt, daß man sehr starke Wirkungen in bezug auf die Erhöhung der Benetzbarkeit erreichen kann, wenn man den Tinten eine geringe Menge von Saponin hinzufügt. Diese Menge beträgt etwa o,1 bis o,25 °/p, kann aber je nach der beabsichtigten Wirkung diesen durchschnittlichen Wert über- oder unterschreiten. Durch Zusatz von Saponin wird ferner eine erhebliche Erhöhung der Haftfähigkeit der Tinte erreicht, welche mit keinem von den obenerwähnten Stoffen annähernd sich verwirklichen läßt. Dies wird sofort ersichtlich, wenn man. zwei gleiche, fabrikneue Schreibfedern nimmt, die eine in eine gewöhnliche, z. B. Eisengallus-oder Farbstofftinte, die andere in die gleiche Tinte, welcher geringe Mengen Saponin hinzugefügt wurden, eintaucht. Die erste Feder wird in der bekannten Weise unvollständig benetzt, es haften mir geringe, unzusammenhängende Tropfen, während die andere eine vollständige gleichmäßige Benetzung aufweist. Versucht man ferner, um die Wirkung in bezug auf ;die Erhöhung der Schreibfähigkeit zu demonstrieren, auf einem schlecht benetzbaren Papier, z. B. Paraffinseidenpapier, zu schreiben, so ergibt sich, daß mit der gewöhnlichen Tinte das Schreiben unmöglich ist; während dieselbe Tinte nach Zusatz von Saponin ganz gleichmäßige Schrift gibt.
  • Es hat sich weiter gezeigt, daß Saponin die Löslichkeit von Gallussäure ganz erheblich zu steigern in der Lage ist. Eine 4 °/oige Auflösung von Gallussäure in warmem Wasser zeigt nach dem Erkalten eine reichliche Absonderung von nadelförmigen Gallussäurekristallen, welche fast den gesamten Raum der Lösung einnehmen. Dieselbe Gallussäurelösung, welcher etwas Saponin hinzugefügt wurde, zeigt in der gleichen Zeit keine Abscheidung von Gallussäure und selbst nach Verlauf von vielen Wochen keine oder äußerstenfalls eine unbedeutende Bildung von Kristallnadeln. Diese dem Saponin eigene Wirkung bleibt auch dann bestehen, wenn man zu der Gallussäurelösung in bekannter Zusammensetzung Tannin und Eisenvitriol zur Bildung einer Tinte hinzufügt. Man kann auf diese Weise eine Konzentrierung der Tinten für Fälle, bei welchen dies gewünscht ist, erreichen. Durch die Erhöhung der Benetzbarkeit sowohl der Feder als auch der zu beschreibenden Materialien, ferner durch die Stabilisierung der Tintenflüssigkeit durch Saponin kann man den Gehalt an freien Mineral- oder sonstigen Säuren der Tinten erheblich herabsetzen oder ganz unterlassen, wodurch einerseits die Eisenausscheidungen auf der Faser beschleunigt, anderseits das- Rosten der Federn vermindert und damit ihre Gebrauchsdauer erhöht wird.
  • Von besonderer Wichtigkeit ist die Erhöhung der Benetzbarkeit durch Saponin bei Tinten aus schlecht kopierfähigem Farbstoff, wie etwa Janusschwarz (vgl. Schultz, Farbstofftabellen, 1931, Bd. I, S. 1:2-3, Nr:a83). Durch die Erhöhung der Benetzung wird auch die 'künstliche Erhöhung der Viskosität der Tinten überflüssig. Dieselben können leichtflüssiger gestaltet werden, und es zeigt sich, daß in der Tat die Saponin enthaltenden Tinten ganz erheblich leichtflüssiger werden, was insbesondere bei Füllfederhaltertinten von Wichtigkeit ist. Auch die Bildung von Tropfen an der Federspitze hört infolge der guten Benetzung und der Erniedrigung der Oberflächenspannung gänzlich auf.
  • Das Saponin besitzt endlich die Eigenschaft, das Eindringen der Lösung oder des Farbstoffes in die Faser zu beschleunigen und zu vertiefen sowie den Dispersitätsgrad der kolloiden Ausscheidung zu erhöhen, wodurch eine Steigerung der Echtheit und Dauerhaftigkeit der Schrift erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schreibtinten, dadurch gekennzeichnet, daß man denselben Saponin oder saponinhaltige Extrakte hinzufügt.
DES108070D 1933-01-27 1933-01-27 Verfahren zur Herstellung von Schreibtinten Expired DE587796C (de)

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